DE867553C - Herd fuer Tief- und Stossoefen - Google Patents

Herd fuer Tief- und Stossoefen

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DE867553C
DE867553C DED11112A DED0011112A DE867553C DE 867553 C DE867553 C DE 867553C DE D11112 A DED11112 A DE D11112A DE D0011112 A DED0011112 A DE D0011112A DE 867553 C DE867553 C DE 867553C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slag
stones
hearth
stove
carbon
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Expired
Application number
DED11112A
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English (en)
Inventor
Christian Bruchhausen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Didier Werke AG
Original Assignee
Didier Werke AG
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Publication date
Application filed by Didier Werke AG filed Critical Didier Werke AG
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Publication of DE867553C publication Critical patent/DE867553C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/70Furnaces for ingots, i.e. soaking pits

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Herd für Tief- und Stoßöfen Im Herdraum von Tief- und Stoßöfen, insbesondere auf dem Herdboden, bilden sich unter der Einwirkung der hohen Betriebstemperatur aus dem in großen Mengen anfallenden Zunder starke Schlakkenansätze. Infolge auftretender Reaktionen der Schlacke mit den Bestandteilen der Herdsteine, die Üblicherweise Schamottesteine, Magnesitsteine oder Chromerzmagnesitsteine sind, dringt die Schlacke in das Steingefüge ein und verbindet sich fest mit diesem. Beim Entfernen der Schlacke durch mechanische Mittel, z. B. Ausspitzen, löst sich die Schlacke nicht von der Steinoberfläche ab, sondern es werden Stücke aus den Steinen mit ausgebrochen. Dadurch wird aber sowohl das Gefüge der Steine als auch der Steinverband gelockert, was ein verstärktes Eindringen der neu zu den Steinen gelangenden Schlacke zur Folge hat. Man hat den schnellen Verschleiß der hochwertigen Herdsteine durch Aufbringen einer Schutzschicht zu beheben versucht. Diese sollte die Schlacke auffangen und dadurch die Herdsteine schützen. Die Schutzschicht, die aus einer eingebrachten Stampfmasse aus ebenfalls hochwertigen Stoffen besteht, konnte leichter entfernt werden, und mit ihr wurde die darin festhaftende oder auf ihr aufliegende Schlacke mit aus dem Herdraum gebracht.
  • Bei hohen Betriebstemperaturen werden aber die Schlacken dünnflüssig,. Sie durchdringen die Schutzschicht und kommen zu den Herdsteinen. Hier treten dann die bekannten Reaktionen auf, welche die Zerstörung der Steine herbeiführen. Oft läuft die Schlacke sogar noch in die Fugen der Herdsteine hinehr und dringt manchmal bis zum Unterbau der Herdsteine vor. Der ganze Herdaufbau wird dadurch infolge mechanischer und chemischer Angriffe in kurzer Zeit zerstört. Die Herdausbesserung ist sehr umständlich und mit hohen Kosten verbunden. _ Die Erfindung ermöglicht, einen haltbaren Herd zu bauen, der gegen Schlackeneinwirkung widerstandsfähig ist und eine Schlackenentfernung leicht durchführen läßt. Nach der Erfindung werden die Stellen des Herdraumes, zu denen Schlacke kommen kann, aus Kohlenstoffsteinen aufgebaut. Insbesondere wird der Boden des Herdraumes aus Kohlenstoffsteinen hergestellt. Diese Steine sind gegen Schlackenangriffe widerstandsfähig, weil dieKohlenstoffmasse mit der !Schlacke nicht reagiert. Die zu den Kohlenstoffsteinen gelangende Schlacke dringt nicht in diese Steine ein, verbindet sich auch nicht fest mit der Oberfläche der Steine, so daß Baraufliegende Schlacke leicht abgelöst werden kann, ohne daß Steinstücke mitgehen.
  • Um die Kohlenstoffsteine beim Anheizen des Ofens gegen Verbrennen in der zu dieser Zeit sehr stark sauerstoffhaltigen Atmosphäre zu schützen, wird auf die Steine eine Schutzschicht aufgelegt. Diese besteht z. B. aus einer Schicht Schamottesteine, die mit den Herdsteinen baulich nicht im Verband liegen. Man kann auch besser noch Magnesitsteine, Chromerzsteine oder Chromerzmagnesitsteine für diese 'Schicht nehmen. Diese Schutzschicht ist dünn. tEs genügt meistens, eine Zage oder zwei fugenüberdeckte Lagen solcher flach gelegten Steine in je einer Schichtstärke der Normalsteine. Außer daß die Schutzschicht die Oberfläche der Kohlenstoff steine vor Verbrennen schnitzt, nimmt diese Schicht noch die Schlacke auf. Ist die Schicht von Schlacke durchdrungen und hat sich auf ihr Schlacke angehäuft, so wird dieSchutzschicht aus dem Herdraum ausgestoßen. Da selbst durch die Schutzschicht zu den Herdsteinen gedrungene Schlacke dort nicht weiter eindringt, sondern nur an deren Oberfläche bleibt, so löst sich die Schutzschicht einschließlich der Schlacke leicht von den Herdsteinen ab. Mit dem Ausstoßen -der Schutzschicht wird daher auch gleich die Schlacke aus dem Herdraum entfernt. Nach -dem Entfernen der verschlackten Schutzschicht wird eine neue Schutzschicht eingelegt. An#Stelle der Schutzschicht aus Steinen kann auch eine solche aus Stampf masse eingebettet werden. Die höhere Porigkeit dieser Masse ist sogar erwünscht, nur soll sie im Betriebe sich nicht an den Herdraumsteinen festbrennen oder in sich versintern, damit sie leicht entfernt werden kann. Gekörnter Sintermagnesit mit geringen Tonmengen als Bindemittel oder auch tonerdehaltige, chromhaltige oder sonstige dafür besser geeignete Stampfmassen sind z. B. eine solche geeignete Masse.
  • Statt der Kohlenstoffsteine kann auch eine Stampfmasse aus Kohlenstoff benutzt werden. Zweckmäßig ist jedoch eine geglättete Oberfläche dieser Stampfmasse, damit sich nicht die durch die Schutzschicht gedrungene Schlacke in Nestern einlegen kann. Das Abheben der Schlacke beim Ausschieben oder Ausziehen der Schutzschicht würde dadurch etwas erschwert sein. Aus diesem Grunde sind geformte Kohlenstoffsteine vorzuziehen. Die Schutzschicht wird als ausgesprochene Verschleiß-Schicht aufgebracht. Der Herdraum, soweit in ihm die Schlacke zu den ihn umfassenden Steinen gelangen kann, insbesondere also der Boden, besteht daher aus zwei Schichten, nämlich der aus Kohlenstoffsteinen aufgebauten Herdmauerwerksschicht, die als Dauerschicht eingebaut _ ist, und einer Barüberliegenden Verschleißschicht, die so oft erneuert wird, als eine Schlackenaustragung aus dem Herd erfolgen muß.
  • Außer für Tief- und Stoßöfen können Herde nach der Erfindung auch für andere Herdöfen angewendet werden, bei denen die gleichen oder ähnlichen Verhältnisse bezüglich der Schlacken vorliegen, wie hier bezüglich der beispielsweise angeführten Tief- und Stoßöfen angeführt wurde.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Herd für Tief- und Stoßöfen, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Schlackenzutritt ausgesetzten Herdteile, insbesondere der Boden, aus Kohlenstoffsteinen aufgebaut sind.
  2. 2. Herd nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine auf die Kohlenstoffsteine aufgelegte Verschleißschicht.
  3. 3. Herd nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine aus flach liegenden Normalsteinen, ein- oder mehrschichtig aufgelegte Verschleißschicht. q..
  4. Herd nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine als Stampfmasse eingebrachte Verschleißschicht.
  5. 5. Herd nach Anspruch 2 bis q., gekennzeichnet durch Ausführung der Verschleißschicht aus feuerfesten, nicht Kohlenstoff enthaltenden Baustoffen.
DED11112A 1951-12-14 1951-12-14 Herd fuer Tief- und Stossoefen Expired DE867553C (de)

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DE (1) DE867553C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011079967A1 (de) * 2011-07-28 2013-01-31 Sgl Carbon Se Beschichtete Hochofensteine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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