DE86396C - - Google Patents

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DE86396C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in PARIS.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ausführungsform des durch das Patent Nr. 30902 geschützten Verfahrens zur Reinigung von Spiritus.
Bei dem zur Zeit vornehmlich benutzten Verfahren zur Reinigung von Aethylalkohol wird dieser oder die alkoholische Flüssigkeit, aus der er gewonnen wird, in der Kälte mit einem geeigneten flüchtigen Lösungsmittel behandelt, welches die im Alkohol enthaltenen Verunreinigungen (höhere Alkohole und ihre Aether, sowie zum Theil auch die Aldehyde) mit sich, fortführt. Als Lösungsmittel wird vorzugsweise ein flüssiger Kohlenwasserstoff verwendet, wie auch die OeIe oder Essenzen von gehörig gereinigtem Petroleum. Der ausgewählte Kohlenwasserstoff etc. wird in innige Berührung mit dem Alkohol oder der alkoholischen Flüssigkeit gebracht, und zwar entweder durch sogenanntes Umrühren oder durch wiederholtes Umgiefsen, oder aber durch Einleiten eines Kohlenwasserstoffstromes in die betreffende Flüssigkeit. Die Trennung des gereinigten Alkohols und des mit den Unreinheiten vermischten Kohlenwasserstoffes geht sehr leicht vor sich, da der letztere wohl die Unreinheiten leicht löst, aber keineswegs den Aethylalkohol.
Durch diese Behandlung des Alkohols mit Kohlenwasserstoff in der Kälte ist jedoch eine vollständige Entfernung der Aldehyde, welche bekanntlich die dem Geschmack des Alkohols besonders schädlichen Producte bilden, nicht möglich. Um auch diese Bestandteile dem Alkohol zu entziehen, wurde bereits früher vorgeschlagen, der Behandlung des Alkohols mit Kohlenwasserstoff eine solche mit einem kaustischen Alkali vorangehen zu lassen. Das kaustische Alkali zerstört die Aldehyde, indem es sie in Harze verwandelt, welch letztere zwar höchst unangenehm riechen, aber in dem Kohlenwasserstoff löslich sind, so dafs sie später aus dem Alkohol entfernt werden können.
Diese Vorbehandlung des zu reinigenden Alkohols mit dem Alkali ist indefs unbequem, insofern sie das Verfahren complicirt macht, die Arbeitsdauer nahezu verdoppelt und den Selbstkostenpreis des Alkohols wesentlich erhöht. ■ Diese Nachtheile werden durch vorliegendes Verfahren vermieden, und zwar wird hierbei der Alkohol oder die alkoholische Flüssigkeit direct und vollständig sowohl von den Oelen, als auch den Aldehyden befreit; dabei wird noch der weitere Vortheil erreicht, dafs in einer einzigen Operation eine viel gröfsere Menge reinen Alkohols, und zwar von vorzüglichem Geschmack und sehr guter Qualität erhalten wird.
Dieses Verfahren beruht darauf, dafs man den Alkohol oder die zu reinigende alkoholische Flüssigkeit nicht, wie es bisher stets geschah, kalt, sondern warm behandelt, und zwar bei einer Temperatur von ungefähr 500C. Da der Aldehyd bei ca. 270 C. kocht, so befindet er sich bei der ersterwähnten Temperatur bereits vollständig im dampfförmigen Zustand
und löst sich ebenso vollständig in dem Kohlenwasserstoff, so dafs also der Alkohol gänzlich von den in Rede stehenden Producten befreit wird. Um den gewünschten Ausgang des Verfahrens zu sichern, ist es natürlich zweckmäfsig, dafs der verwendete Kohlenwasserstoff bei der Behandlungstemperatur noch nicht verdampft.
Die Erwärmung kann in jeder geeigneten Weise bewirkt werden, z. B. mittels Dampfschlangen. Was die Reinigungsapparate an sich und die sonstige Durchführung des Reinigungsverfahrens anbetrifft, so kann, abgesehen von der Erwärmung, alles Uebrige in derselben Weise wie bei der Reinigung mit Kohlenwasserstoff in der Kälte vor sich gehen. In dieser Beziehung soll keine Beschränkung vorhanden sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform des durch Patent Nr. 30902 geschützten Verfahrens zum Reinigen von Spiritus, dadurch gekennzeichnet, dafs man den Spiritus nach entsprechender Verdünnung mit Wasser bei einer Temperatur von ungefähr 500C. der Einwirkung eines Kohlenwasserstoffes aussetzt, wodurch sowohl die Aldehyde als auch die schwerer flüchtigen Verunreinigungen in einer einzigen Operation entfernt werden,- ohne dafs eine Vorbehandlung mit kaustischem Alkali nöthig ist.
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