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Prüfgerät zur Spannungssuche in elektrischen Licht- und Kraftanlagen
Bei
der Installation und Reparatur elektrischer Anlagen, Geräte usw. bedient man sich
zum Auffinden von spannungsführenden Leitungen oder Leitungspaaren der sogenannten
Prüflampe. Diese Prüfgeräte bestehen häufig aus zwei im wesentlichen hohlzylindrischen
Griffstücken, zumleist aus Preßstoff, die an ihren freien Enden in je eine mit der
zu prüfenden Leitung in Verbindung zu bringende Kontaktspitze auslaufen, wobei die
letzteren über Prüflampen, die innerhalb der Griffstücke angeordnet sind, und ein
am anderen Ende jedes Griffstückes austretendes Kabel leitend miteinander verbunden
sind.
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Geräte dieser Art ermöglichen ein schnelleres und gefahrloseres Arbeiten
und sind daher für den Installateur nahezu unentbehrlich. Die bisher gebräuchlichen
Geräte hatten jedoch noch einige Mängel: Sie waren wegen ihres verhältnismäßig hohen
Preises und der leichten Zerbrechlichkeit ihres dünnwandigen Preßstoffgehäuses kostspielig
im Gebrauch; zur Spanungsanzeige wurden Sonderkonstruktionen von Glimmlampen u.
dgl. verwendet, die bei gelegentlichem Versagen nicht schnell und billig zu ersetzen
waren.
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Diese Nachteile zu beseitigen, ist das Ziel der vorliegenden Erfindung.
Von besonderer Bedeutung ist dabei der Gedanke, die Verwendung normaler handelsüblicher
Glühlampen als Sp annungsanzeiger zu ermöglichen, beispielsweise der in jedem Elektrogeschäft
käuflichen Lampen in Kerzenform oder Soffittenlampen, sowie die zerbrechlichen Preßstoffhülsen
durch Weichgummihülsen zu lersetzen, die
nicht nur selbst unzerbrechlich
sind, sondern auch für die darin eingebauten Lampen einen necht sicheren Schutzmantel
darstellen. Auch diese Weichgummihülsen sind, beispielsweise als Motorraddrehgriffe,
in verschiedenen Formen im Handel und an sich billig.
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Erfindungsgemäß besteht der hohlzylindrische Teil jedes Griffstückes
aus elastischem Isolierstoff, vorzugsweise aus Weichgummi, und ist mit seinen Enden
zwischen zwei Abschlußstücke aus starrem Isolierstoff, beispielsweise aus Preßstoff,
geklemmt, die ihrerseits in die Kontaktspitze bzw. das Verbindungskabel zum anderen
Griffstück auslaufen, In Weiterbildung des Erfindungsgedankes ist das in das Verbindungskabel
auslaufende Abschlußstück zur Aufnahme des Sockels einer üblichen Glühlampe, beispielsweise
einer Kerzen- oder Soffittenlampe, und zur elektrischen Verbindung des Bodenkontaktes
der Lampe mit dem Kabel eingerichtet. Schließlich ist lein den Glaskörper der Lampe
vom Metallsockel aus in Längsrichtung ringförmig umschließendes Metallband derart
an die im anderen Abschlußstück gelagerte Kontaktspitze angeschlossen, daß sowohl
die letztere mit dem Schraubtkontakt der Lampe elektrisch als auch die beiden Abschlußstücke
selbst mechanisch miteinander verbunden sind.
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Man erkennt, daß außer den zum Teil schon erwähnten und billig zu
erstellenden Teilen (Lampein, Weichgummihülsen, gestanzte Metallbänder und Kabel)
nur noch einige kleinere Abschlußstücke aus Preßstoff erforderlich sind. Auch sind
diese wegen des Fehlens dünnwandiger Teile wenig bruchempfindlich und zudem, infolge
ihrer Lage zwischen Kabelaustritt bzw. Prüfspitze und Weichgummihülse, vor mechanischen
Beanspruchungen (Stoß, Fall) weitgehend geschützt. Im übrigen sind für Idiese Teile
weder eingepreßte Metallarmierungen noch sonstige preisverteuernde Einrichtungen
notwendig, so daß insgesamt sich ein billigeres und haltbareres Prüfgerät ergibt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein nach den obigen Erfindungsgedanken
entwickeltes Konstruktionsbeispiel. Es zeigt Abb. I leine Ansicht der beiden Griffstücke
mit nur angedeuteter Kabelverbindung, Abb. 2 einen Längsschnitt eines Griffstückes
in größerem Maßstab.
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Die folgende Erläuterung läßt zugleich den einfachen Zusammenbau
des Geräts deutlich werden.
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Die beiden gleichgestalteten Griffstücke 3, 3a sind am leinen (unteren)
Ende mittels des elektrischen Kabels 4 miteinander verbunden, während die anderen
(oberen) Enden in die beiden Kontaktspitzen 5, 5a auslaufen. Die im Innern des Griffstückes
3 (bzw. 3a) befindlichen Glühlampen 6 sind in noch näher zu beschreibender Weise
zwischen Kabel 4 und Prüfspitze 5 (bzw. 5a) geschaltet.
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Die Weichgummihülse 7 sitzt mit ihren Enden, von denen übrigens das
eine, in Nähe der Prüfspitze 5 befindliche als Fingerschutz einen ringförmigen Wulst
8 aufweist, auf entsprechenden Bunden der kegelförmigen Abschlußstücke 9 und 10
auf. Das in das Kabel auslaufende Abschlußstück 9 enthält feine Längsbohrung 11,
in dessen halber Tiefe das an seinem Ende mit einem Hohlniet 12 versehene Kabel
4 endet. Die andere, letwas weitere Hälfte der Bohrung enthält ein Innengewinde
11a, in das der Sockel der Glühlampe 6 so eingeschraubt ist, Idaß deren Bodenkontakt
mit dem Kabel 4 leitend verbunden ist.
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Ein gestanztes dünnes Metallband 13, das in der Mitte und an seinen
Enden etwas breiter und mit passenden Bohrungen versehen ist, wird vor dem Einschrauben
der Lampe 6 mit der Mittelbohrung über denen Sockel geschoben, so daß es über die
letzte Erweiterung des Metallsockels nicht mehr herübergleiten kann. Es wird nun
lose in Längsrichtung um den Glaskörper der Lampe herumgelegt und an seinen übereinanderzulegenden
Endbohrungen mittels einer Kopfschraube 14 und Mutter 15 so zusammengeklemmt, daß
das Ende der Schraube, Idas kein Gewinde mehr aufweist und mit der Kontaktspitze
5 identisch ist, nach außen weist Jetzt fehlt nur noch des obene Abschlußstück 10,
das, äußerlich ähnlich wie das Abschlußstück 9 gespaltet, eine kegelförmige Bohrung
für die Schraube I4 mit ihrem Ende, der Kontaktspitze 5, aufweist.
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Setzt man !es mit seinem Bund auf die Weichgummihülse 7 und zieht
eine Schlußmutter I 6 an, so wird zunächst der Metallbügel I3 in die kegelförmige
Bohrung hineingezogen, bis der Bügel I 3 straff gespannt ist; dann ist die Weichgummihülse
7 ein geklemmt und wird sich bei strammerem Anziehen tonnenförmig auswölben. In
diesem vorgespannten Zustand stellt sie leinen besonders wirksamen Schutz für den
Glaskörper der Glühbirne 6 gegen Stoß, Schlag od. dgl. dar.
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Die Weichgummihülse ist natürlich mit einigen kleinen Beobachtungslöchern
17 versehen, um das Aufleuchten der Lampe erkennen zu können.
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Das beschrieblene Gerät mit zwei Prüflampen, etwa z;ui je 220 Volt,
kann dazu verwendet werden, die 380-Volt-Wechselspannung zwischen zwei Drehstromphasen
in elektrischen Kraftanlagen zu prüfen.
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Hat man !es, wie zumeist in Haushaltungen, mit Einphasenstrom von
220 Volt zu tun, so genügt es, statt zwei Lampen in Serienschaltung eine zu verwenden;
die andere wird dann auf irgendeine bekannte Art, etwa mittels eines Stöpsels, kurzgeschlossen.