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Schaustellungsgerät Die Erfindung bezieht sich auf Schaustellungsgeräte
aller Art, wie beispielsweise Mantel-, Kleider-, Wäsche-, Schuh- und Hutständer
und -gestelle, Dekorationssäulen und -böcke, Gestelle mit Platten, Dekorationsebenen,
Plakatständer, Spiegelständer u. dgl. m. Die bekannten Geräte bestehen, von den
etwaigen nichtmetallischen Büsten oder Glasplatten abgesehen, durchweg ganz aus
Metall. Die blanken Metalloberflächen wirken kalt und harmonieren nur selten mit
den zur Schau gestellten Gegenständen und den meist aus Holz, insbesondere Edelholz,
hergestellten Schaufensterrück- und -seitemwänden. Es gibt zwar auch schon einige
in Holz ausgeführte Schaustellungsgeräte. Diese sind aber einerseits kostspielig
in der Herstellung, anderseits sind sie den Metallgeräten in der Standfestigkeit
und Haltbarkeit und Lebensdauer unterlegen. Viele Schaustellungsgeräte lassen sich
auch in Holz überhaupt nicht herstellen.
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Die Erfindung will die Vorteile der bekannten Schaustellungsgeräte
aus Metall und Holz miteinander vereinigen, ihre Mängel aber beseitigen. Das ist
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Schaustellungsgeräte ganz oder teilweise
aus mit natürlichem oder insbesondere künstlichem Holz-oder Edelholzfurnier bekleidetem
Metall bestehen. Hierdurch erreicht man, wie leicht ersichtlich, auf der einen Seite
die hohe Stabilität und Haltbarkeit der Metallgeräte und zugleich auf der anderen
Seite den warmen Holzcharakter; der die erwünschte Harmonie mit den zur Schau zu
stellenden Gegenständen und der Schaufenstereinrichtung ermöglicht. Darüber hinaus
gestattet die Kombination von Metall und Holzfurnier die Erzielung besonderer
dekorativer
Wirkungen in-.der Weise; daß neben dein Holz auch noch das Metall, und zwar, als
Umrahmung des Holzes in Erscheinung tritt. Zu dem Zweck können die die Flächen der
Metallteile bekleidenden Furniere eine Metallfassung haben. Dabei er_ gibt sich
zugleich der Vorteil, daß die Furniere -durch einfaches Einschieben in die Fassungen
angebracht werden können.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Dabei: zeigt Fig. i ein Schaugestell mit Platten in'schaubildlicher Ansicht, Fig.
2 einen Abschnitt eines bei diesem Gestell verwendeten Rohres im Querschnitt mit
schaubildlicher Ansicht, Fig. 3 das untere Ende eines Ständers mit Fuß in schaubildlicher
Ansicht, Fig. 4 einen Teilschnitt durch einen. Ständerfüß, Fig. 5 eine Platte im
Schnitt und schaubildlicher Ansicht,
Fig. 6 eine sog. Dekorationsebene in
schaubildlicher Ansicht.
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Das in Fig. i gezeigte Schaugestell hat zwei rahmenförmige Ständer
1, 2, die auf zwei ballen-. artigen Füßen 3 befestigt sind. Die senkrechten Teile
der Ständer sind durch Querstangen 4 verbunden, die zur Aufnahme von Glasplatten
dienen. Auch auf die oberen waagerechten Teile der Rahmen 1, 2 kann eine Glasplatte
gelegt werden. Die Platten 5 sind in der Zeichnung strichpunktiert angedeutet. Die
beiden Ständer i und :2 sind je aus einem Vierkantrohr gebogen, das entweder nahtlos
aus einem geeigneten Metall, wie z. B. Stähl, Messing oder Aluminium, gezogen oder
aus Blech gefertigt ist. Das in Fig.2 gesondert dargestellte Rohr 6 ist an allen
vier Seiten mit einem Holzfurnier 7 bekleidet. Die Furniere sind durch eine Metallfassung
8 gehalten, die ihre Ränder übergreift. Die Metallfassung 8 kann aus winkligen Blechleisten
bestehen, die entweder -an den Ecken des Rohrquerschnittes befestigt sind oder,
was . besonders zweckmäßig ist, mit dem Rohr 6 einstückig gezogen oder, z. B. bei
einem Blechrohr, durch entsprechendes Falten des Bleches gebildet sein können: Die
Furniere 7 sind durch Einschieben in die Metallfassung 8 gehalten; sie können ge-Wünschtenfälls
zusätzlich durch Kleben gesichert sein. Die Füße 3 des Gestellebestehen aus flachen
Metallschienen, die gleichfalls,-und zwar wenigstens an ihrer Oberfläche, mit Holzfurnier
bekleidet sind. Auch hier kann das Furnier durch eine Metallfassung gehalten sein.
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":Die- Furniere 7 können aus natürlichem Holz bestehen. Vorzugsweise
gelangen jedoch künstliche Holzfurniere zur Anwendung, die aus mit einer Holzmusterung
versehenen Kunststoffplatten oder -folien oder mit Kunststoff getränktem Papier
geeigneter Stärke bestehen. Bei dieser Ausführung lassen sich mit verhältnismäßig
geringen Kosten alle denkbaren Holz- und Edelholzarten darstellen. Außerdem besteht
der wesentliche Vorteil, daß die künstlichen Fürniere stoß- und kratzfest sind,
also eine lange Lebensdauer besitzen und beim Gebrauch nicht` beschädigt- und. unansehnlich-
werden>.. Endlich sind sie biegsam und schmiegsam, so° daß sie sich leichter, besser
und vielseitiger verarbeiten und anwenden lassen als Naturholzfurniere.
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Die die Glasplatten tragenden Querstangen können Rundstäbe oder Rohre
aus Metall sein,- die einen in der Farbe zu den Holzfurnieren passenden Anstrich,
z. B. aus -Kunststofflack, haben, gegebenenfalls aber auch blank gelassen werden
können. Die Platten 5 können statt von Querstangen auch von bekannten Glasplattenhaltern
getragen werden, die auf den senkrechten Teilen der Rahmen 1, 2 verstellbar sind.
Bei Anwendung solcher Plattenhalter kann das Schaugestell auch aus einem einzigen
Rahmen bestehen, zwischen dessen senkrechten Teilen die Glasplatten angeordnet sind.
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In Fig. 3 ist 9 der untere Teil der Säule oder des Pfostens eines
Schauständers für Kleidungsstücke und io der Fuß. Der Pfosten 9 besteht aus einem
mit Holzfurnier bekleideten Verkantrohr, das die gleiche Ausbildung haben kann wie
die oben mit Bezug auf Fig. z und 2 beschriebenen Rahmenrohre des Plattengestelles:
Der Fuß io wird je nach der Höhe .des Ständers und der Art der auszustellenden Gegenstände
mehr oder weniger schwer ausgeführt. Er kann aus einer vollen Metallplatte geeigneter-Stärke
bestehen, die wenigstens an ihrer Oberseite, zweckmäßig aber auch an allen Seiten,-
mit einem vorzugsweise künstlichen Holzfurnier bekleidet ist, wobei die Furniere
wieder Metallfassungen haben können: Bei leichter Ausführung kann der Fuß io hohl
sein und aus mit Holzfurnieren i i bekleidetem Blech 12 bestehen, wie in Fig. 5
gezeigt. Dabei kann die Fassung für die Furniere am unteren Rande des Fußes durch
umgebogene Blechränder 13 gebildet sein, während oben und an den Ecken wieder schmale,
winklige Blechleisten 14 vorgesehen werden j können.
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Der Pfosten oder die Säule 9 kann je nach Art des Ständers eine beliebige
Länge haben, und es können darin. erforderlichenfalls ein oder mehrere ausziehbare
Rohre` geführt sein. Diese können, je nachdem, ob sie beim Gebrauch des Ständers
siehtbar sind oder nicht, ebenfalls mit Holzfurnier bekleidet sein oder blank gelassen
werden. An seinem oberen Ende kann der Pfosten 9 eine Büste, einen Rumpf 'öder eine
kleiderbügel'artige --Querstange tragen oder einen anderen -dem zur Schah zri sfellendenGegenstand,
z. B. einem Hut,'angepaßten Träger, aufweisen. - . # _ ' ' ` , Der in Fig. 3 gezeigte'
Pfosten - mit Fuß kärin auch bei Schaustellungsgeräten in 'Förm 'von kleinen Tischen
angewendet werden: In dem Fälle wird -am oberen' Ende ' des 'Pfostens 9 eine Tischplatte
befestigt. Diese besteht gemäß F1 »g. 5 ans eine rt$fecbplatte: 15; die wenigstens
an- ihrer Oberseite öder auch beiderseits mit einem'vorzugsweise künstlichen Holzfurnier
16 bekleidet ist. Die Ränder - der vorzugsweise aufgeklebten Furniere können durch
eine Metallfassung; z. B. einen um den Rand der Tischplatte gelegten U-förmigen
Metallstreifen, geschützt sein. Bei einseitig angeordnetem Furnier kann eine dessen
Ränder übergreifende Metallfassung auch
von den entsprechend umgefalzten
Rändern der Metallplatte gebildet sein. Platten dieser Art können auch bei anderen
Schaustellungsgeräten, z. B. sog. Plattengestellen, angewendet werden.
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In Fig.6 ist eine sogenannte Dekorationsebene gezeigt, die im wesentlichen
aus einer am Rücken mit einem Ständer oder einer Stütze 17 versehenen Platte 18
besteht. Die Platte 18, die eben oder mehr oder weniger gekrümmt sein kann, ist
nach der Erfindung eine Blechplatte, die ähnlich wie die in Fig. 5 gezeigte Tischplatte
beiderseits ein oder auch nur einseitig Holzfurnier hat.
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Im Rahmen der Erfindung sind noch Abänderungen der beschriebenen Beispiele
sowie andere Ausführungsformen und Anwendungen der Erfindung möglich. Diese ist
nämlich bei allen zum Ausstellen von Kleidungsstücken und anderen Waren im Schaufenster
und Laden dienenden Schaustellungsgeräten der verschiedensten Form anwendbar, insbesondere
auch bei Geräten mit zur Bildung einer Nische gekrümmten Rückwand. Die Furniere
aus natürlichem oder insbesondere künstlichem Holz können an den Metallteilen des
Schaustellungsgerätes statt durch Metallfassungen auch durch Kleben oder dadurch
gehalten sein, daß sie warm auf die Metallteile aufgepreßt sind. Hierbei ist es
auch möglich, um mehrere Seiten lückenlos herumgehende Bekleidungen aus künstlichem
Holzfurnier anzubringen.