DE86296C - - Google Patents
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- DE86296C DE86296C DENDAT86296D DE86296DA DE86296C DE 86296 C DE86296 C DE 86296C DE NDAT86296 D DENDAT86296 D DE NDAT86296D DE 86296D A DE86296D A DE 86296DA DE 86296 C DE86296 C DE 86296C
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- F22—STEAM GENERATION
- F22G—SUPERHEATING OF STEAM
- F22G3/00—Steam superheaters characterised by constructional features; Details or component parts thereof
- F22G3/001—Steam tube arrangements not dependent of location
- F22G3/002—Steam tube arrangements not dependent of location with helical steam tubes
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die auf der Zeichnung in zwei Ausführungen dargestellte Neuerung an Dampfkesseln mit
Ueberhitzer und Vorwärmer ist gekennzeichnet durch die Einschaltung einer Reguliryorrichtung,
welche es gestattet, die Einwirkung der aus dem Dampfkessel abziehenden Feuergase beliebig
zu regeln. Durch die Art der Anordnung, wie sie später beschrieben wird, ist eine völlige
oder theilweise Ausschaltung sowohl des Ueberhitzers als auch des Vorwärmers aus der Wirkung
der Feuergase möglich.
Nicht unerheblich für die Einfachheit der ganzen Kesselanordnung und der Anbringung
der Regulirvorrichtung ist es, dafs Vorwärmer und Ueberhitzer aus Röhren bestehen, welche als
flache Spiralen gewunden und über bezw. neben einander angeordnet sind, weil dadurch auf
natürlichste Weise ein centraler Abzugskanal für die aus dem Dampfkessel kommenden
Feuergase geschaffen ist, welcher zur Aufnahme der Regulirvorrichtung nicht, nur geeignet ist,
sondern auch mit einer Abschussvorrichtung
versehen werden kann, welche durch die Regulirvorrichtung selbst bethätigt wird und so
eine einfache Handhabung ermöglicht.
Fig. ι zeigt die Hauptanordnung im Querschnitt,
α ist der Dampfkessel, der in bekannter Weise mit Quersiedern b ausgerüstet ist und
das centrale Rohr c für die abziehenden Feuergase besitzt. Auf diesem Kessel ist der aus
flach gewundenen Spiralröhren bestehende Ueberhitzer d und darüber der ebenfalls aus
flachen Spiralröhren hergestellte Vorwärmer e aufgebaut. Beide Rohrsysteme werden aufsen
durch den Mantel m abgeschlossen, während zum inneren Abschlufs das bei i unterbrochene
Centralrohr / dient. Das Rohr / wird oben durch einen Deckel k abgeschlossen und besitzt
an seiner Unterbrechungsstelle i eine Regulirvorrichtung r, welche durch die mit Ansatz
s1 versehene Stange s und Hebel h bewegt
werden kann.
Wird die Regulirvorrichtung gehoben, so hebt bei einer bestimmten Stellung der Ansatz s1
den Deckel k und gestattet das freie Entweichen der aus dem Kessel abziehenden Feuergase
durch das centrale Rohr nach dem Schornstein n. Dieses Entweichen der Feuergase ohne
Beeinflussung und Erhitzung der Ueberhitzer- und Vorwärmerröhren ist bei Beginn des Betriebes
des Dampfkessels nothwendig, denn fände es nicht statt, so wäre, da zu Anfang kein Dampf durch die Ueberhitzerröhren streicht,
diese vielmehr durch ein Absperrventil von dem Kessel abgeschlossen sind, die Gefahr
des Glühendwerdens der Ueberhitzerröhren sofort gegeben und würde ein Zerr'eifsen derselben
bei eintretendem Druck zur Folge haben. Diese Ausschaltung beider Rohrsysteme ist bei
vorliegender Anordnung, Fig. 1, eine sehr vollkommene, denn die Feuergase ziehen mit Leichtigkeit
durch das centrale Rohr ab und werden nicht den complicirteren, durch die eingebauten
Spiralrohre erschwerten Weg um Ueberhitzer und Vorwärmer einschlagen.
Ist im Kessel Dampf entwickelt, so wird das betreffende Absperrventil geöffnet, und der
Dampf wird durch den Rohrstutzen t dem Ueberhitzer in der untersten Spirale zugeführt.
Es werden also, wenn der Betrieb beginnt, der Deckel k durch Niederlassen der Regulirvorrichtung
geschlossen und letztere so weit gesenkt
(2. Auflage, ausgegeben am 5. August
ist, wie dies Fig. ι zeigt, die Feuergase gezwungen
, den ringförmigen Zwischenraum, in welchem die Ueberhitzerspiralröhren sich befinden,
zu passiren, den darin enthaltenen Dampf zu überhitzen, darnach die Röhren des Vorwärmers zu bestreichen, um dann zum
Schornstein zu entweichen.
Der Vorgang in diesen beiden Rohrsystemen ist nun folgender: Die heifsesten Feuergase aus
dem Kessel treffen auf den noch nassen, durch den Stutzen t zugeführten Dampf und verdampfen
das in diesem enthaltene Wasser, wobei sie sich stark an demselben abkühlen, da der heifseste Dampf mit den heifsesten Feuergasen
in Berührung kommt. Beim Aufsteigen in den Spiralen des Ueberhitzers wird der Dampf getrocknet und überhitzt und gelangt
endlich durch das Abzugsrohr % zur Maschine. Die durch Passiren des Ueberhitzers stark abgekühlten
Feuergase umstreichen noch den Vorwärmer, dem das Speisewasser nach dem Gegenstromprincip, nämlich bei jr, zugeführt
wird, so dafs die verhältnifsmäfsig heifsesten Feuergase auf das verhältnifsmäfsig am meisten
schon vorgewärmte Speisewasser treffen, während die verhältnifsmäfsig kältesten Feuergase auf die
Röhren einwirken, in welchen das Speisewasser noch, kalt ist. Es ist also bei dieser
Anordnung, bei welcher zu hohe Erhitzung der Röhren ausgeschlossen ist, möglichst für
Erhaltung eines gleich bleibenden Temperaturgefälles gesorgt und dabei die möglichste Ausnutzung
der Feuergase gesichert, und zwar ohne Gefahr für eine der drei das Wesen der
Verbindung bildenden Theile, Kessel, Ueberhitzer und Vorwärmer.
Wird nun infolge verminderten Dampfverbrauches . oder zu grofsen Feuers auf dem
Kesselroste die Ueberhitzung in den Röhren des Ueberhitzers eine zu grofse (geeignete Mefsapparate
für diese Ueberhitzung sind zu verwenden), so mufs die Regulirvorrichtung in Wirksamkeit treten, d. h. der Ringcylinder r
mufs so weit gehoben werden, dafs ein kleinerer oder gröfserer Theil der Feuergase von seinem
Weg durch die Röhren des Ueberhitzers abgelenkt wird und direct durch das Rohr zieht,
um dann, den Vorwärmer durchströmend, noch den möglichst grofsen Theil seiner Wärme an
die Röhren des Vorwärmers abzugeben, q ist das Rohr, welches das vorgewärmte Speisewasser
aus dem Vorwärmer nach dem Kessel leitet.
Bei der Abänderung nach Fig. 2 ist die Anordnung im wesentlichen dieselbe wie nach
Fig. i. Auch hier sind die beiden central über einander angeordneten, aus Spiralröhren bestehenden
Theile, Vorwärmer und Ueberhitzer, durch das Regulirventil von der directen Wirkung
der abziehenden Feuergase ausschaltbar angeordnet. Während aber bei der Anordnung
Fig. ι der aus Spiralröhren bestehende Ueberhitzer unten den Feuergasen zunächst liegt, ist
nach Fig. 2 unter dem Ueberhitzer, über welchem sich der in Fig. 1 ebenfalls dargestellte Vorwärmer
befindet, noch ein zweiter Vorwärmer angebracht, der aber nur die Fortsetzung des
über dem Erhitzer befindlichen Vorwärmers bildet und zunächst der Feuerung liegt. Hierdurch
ist man in der Lage, eine sehr starke Vorwärmung des Speisewassers herbeizuführen
und" aufserdem den Ueberhitzer vollkommen der directen Wirkung der aus dem Kessel abziehenden
Feuergase zu entziehen, so dafs sogar nicht die strahlende Wärme der Feuerung direct
zum Ueberhitzer gelangen und auf denselben wirken kann.
Auch bei der Anordnung nach Fig. 2 ist a der Dampfkessel mit Quersiedern b und c das
Centralrohr für die abziehenden Feuergase; d ist der Ueberhitzer und e der darüber befindliche
Theil des Vorwärmers; m ist der Mantel, der diese beiden und auch den unterhalb
des Ueberhitzers liegenden Theil e1 des Vorwärmers umschliefst, der durch das Rohr e2
mit dem Vorwärmer e in Verbindung steht. Wie ersichtlich, ist der obere Theil e des Vorwärmers
nach dem Gegenstromprincip , der untere Theil nach dem Gleichstromprincip angeordnet.
/ ist das Centralrohr, welches mit seiner Unterkante nur bis zu dem tiefsten
Spiralrohr des Ueberhitzers reicht, und unterhalb des Centralrohres/ ist das Regulirorgan r,
ebenfalls aus einem Cylindertheil bestehend, wie in Fig. 1, angeordnet, welches durch Zugstange
gehoben werden kann. Die Zugstange greift an einem Kreuz ν an, welches den Feuergasen
den Durchgang durch den Cylinder r gestattet. Die übrigen Theile sind dieselben und tragen dieselben Bezeichnungen, haben
auch dieselben Zwecke wie in Fig. 1.
Der Regulircylinder r ist so angeordnet, dafs er in tiefster Stellung etwa den unteren Theil e1
des Vorwärmers nach innen abdeckt, so dafs die Feuergase bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung
direct durch den Regulircylinder r und den Zwischenraum i zum Ueberhitzer d gelangen
und die darin enthaltenen Dämpfe überhitzen können, wonach sie abgekühlt noch den Vorwärmer
e umstreichen und das Speisewasser erwärmen.
Ist die Einwirkung auf den Ueberhitzer d eine zu energische, so wird der Regulircylinder r
gehoben und dadurch einem Theil der Feuergase der directe Zugang zwischen dem gehobenen
Cylinder r und dem Rohr c zu dem Untertheil e1 des Vorwärmers gestattet, so dafs
also eine weniger energische Ueberhitzung des Dampfes stattfindet. Soll diese Ueberhitzung
ganz aufhören, wie dies z. B. bei Abstellung der Maschine nothwendig ist, so wird der
Cylinder r ganz gehoben, bis er an das Rohr/ stöfst, und es treten dann die Feuergase durch
den Zwischenraum zwischen dem gehobenen Cylinder r und c, wirken zuerst auf den Vorwärmer
e1 ein und nachher abgekühlt auf den Ueberhitzer, sowie dann auf den zweiten Theil e
des Vorwärmers. Ist auch diese Art der Regulirung der Feuergase noch nicht genügend,
wie sie z. B. beim Anheizen des Kessels aus den bei der Anordnung nach Fig. ι angegebenen
Gründen nothwendig erscheint, so wird der Cylinder r so weit gehoben, dafs der obere
Knaggen noch den Deckel k des Rohres f abhebt, wonach die Feuergase direct ohne
wesentliche Beeinflussung des unteren Vorwärmers e1 bezw. des Ueberhitzers d und Vorwärmers
e durch das Mittelrohr f entweichen.
Die Feuergase können bei der Regulirung so geleitet werden, dafs ein gröfserer oder geringerer
Theil derselben oder sämmtliche Feuergase zuerst den Vorwärmer oder einen Theil desselben passiren und erst dann zum Ueberhitzer
gelangen; es hängt dies wesentlich von der allgemeinen Anordnung und den Gröfsenverhältnissen
ab.
Die gedrungene Anordnung des vorliegenden, aus Kessel, Vorwärmer und Ueberhitzer bestehenden
Systems ist wesentlich dadurch bedingt, dafs diese drei Theile vertical über einander
aufgebaut und Schlangenrohre in solcher Weise angeordnet sind, dafs sie in der Mitte einen
Kanal bilden. Dadurch wird der ganze verticale Aufbau zu einem natürlichen Schornstein ausgebildet;
es geht hierdurch keine Wärme verloren, es wird keine zwangsweise Luftführung hervorgerufen, sondern die natürlich aufsteigenden
Feuergase werden in bester Weise ausgenutzt, so dafs sie ohne Schaden für die Zugwirkung
auf 150 bis 1000C. abgekühlt werden können.
Claims (2)
1. Die Verbindung eines Dampfkessels mit einem Ueberhitzer und einem Vorwärmer
in einer solchen Anordnung über dem eigentlichen Dampfkessel, dafs durch Ueberhitzer
und Vorwärmer ein centraler Abzugskanal für die Feuergase gebildet wird, in welchen ein
Regulirorgan zwischen Ueberhitzer und Vorwärmer derart eingeschaltet ist, dafs je nach
Bedarf die Feuergase entweder sämmtlich zum Ueberhitzer und dann zum Vorwärmer, oder
aber nur zum Theil zum Ueberhitzer, zum Theil direct zum Vorwärmer geleitet werden
können, zum Zweck, eine Regelung der Ueberhitzungstemperatur des Dampfes und gleichzeitige Ausnutzung der verbleibenden
Wärme der Feuergase zum Vorwärmen des Speisewassers zu ermöglichen.
2. Bei der unter 1. geschützten Verbindung von Dampfkessel, Ueberhitzer, Vorwärmer
und Regulirorgan die Abänderung, dafs der Vorwärmer oder ein Theil desselben zwischen
Kessel und Ueberhitzer gelegt ist, so dafs die Feuergase des Kessels zuerst den Vorwärmer
oder einen Theil desselben und dann den Ueberhitzer passiren, zum Zweck wie unter 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86296C true DE86296C (de) |
Family
ID=358357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86296D Active DE86296C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86296C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091306B (de) * | 1956-05-28 | 1960-10-20 | Adolf Traut | OElbeheizter Wasserrohrkessel fuer Zentralheizungsanlagen |
-
0
- DE DENDAT86296D patent/DE86296C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091306B (de) * | 1956-05-28 | 1960-10-20 | Adolf Traut | OElbeheizter Wasserrohrkessel fuer Zentralheizungsanlagen |
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