DE855453C - Verfahren zum Entfernen von Phosphorwasserstoff aus Rohacetylen - Google Patents

Verfahren zum Entfernen von Phosphorwasserstoff aus Rohacetylen

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DE855453C
DE855453C DEP9850D DEP0009850D DE855453C DE 855453 C DE855453 C DE 855453C DE P9850 D DEP9850 D DE P9850D DE P0009850 D DEP0009850 D DE P0009850D DE 855453 C DE855453 C DE 855453C
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DE
Germany
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phosphorus
acetylene
chlorides
chlorine
cooled
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DEP9850D
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Bruno Kellner
Erich Schaeffer
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HELLMUTH HOLZ DR
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HELLMUTH HOLZ DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/14808Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with non-metals as element
    • C07C7/14825Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with non-metals as element halogens

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Description

  • Verfahren zum Entfernen von Phosphorwasserstoff aus Rohacetylen Aus C alciumkarbid gewonnenes Rohacetylen enthält neben \Vasserdampf Verunreinigungen, vor allem Phosphorwasserstoff, welcher katalytische Umsetzungen stört und daher vorher entfernt werden tnuß. -NIan verwendet zur Reinigung Oxvdationsinittel wie Chromsäure, Hvpochlorit, Brom, jod, ferner ol)erflächenaktive Stoffe wie Kieselsäuregel, Aktivkohle u. dgl. Auch die Verwendung von Chlor ist schon beschrieben, jedoch nur als Oxv(lationsmittel, somit in Gegenwart von Wasser. In den großtechnischen Anlagen fallen nach den erwähnten Reinigungsverfahren erlteblic,he Mengest Phosphorverbindungen an, deren Gewinnung in reiner Form schwierig und unwirtschaftlich ist. Es wurde gefunden, daß man auf einfache Weise aus dem ungereinigten Acetylen wertvolle Phosphorverbindungen gewinnen kann, wenn man dem zweckmäßig ammoniakfreien und weitgehend getrockneten Acetylen in der Gasphase eine denn I'Iiosl)ltorwasserstoffgehalt entsprechende Menge Chlor zusetzt. Es bilden sich dann Phosphorchloride, welche sich leicht aus dem Acetylen abscheiden und als solche rein gewinnen lassen. Die zugesetzten Chlormengen betragen bei technischem Acetylen gewöhnlich 0,3 bis 1 Volumprozent. Je nach der angewandten Menge Chlor erhält man i'hosphortri- oder Pentachlorid. Trocknet man (las .",cetvlett nur unvollständig oder setzt dem getrockneten Ace#.vlen eine entsprechende Wassermenge etwa bis zu einem Wassergehalt von o,6 g/m3 zu, so erhält man Phosphoroxychlorid.
  • Der Zusatz von Chlor zu Acetylen erfolgt in der Technik zweckmäßig in der Weise, daß man in das strömende Acetylen die entsprechende Menge Chlor eindüst, worauf man zur Abscheidung der Phosphorchloride das Gas durch einen Raum, der mit Füllkörpern versehen ist, leitet, dessen Ausgang zweckmäßig noch gekühlt ist. Es ist überraschend, daß dabei in der Kälte und ohne Lichteinfluß nur der Phosphorwasserstoff reagiert, während das Acetylen nicht umgesetzt wird.
  • Die Abscheidung der Phosphorchloride bzw. des Phosphoroxychlorids aus dem Acetylen kann im einfachsten Ausführungsfall durch Niederschlagen an gekühlten Flächen erfolgen. Von diesen kann es mechanisch z. B. mittels Schaber entfernt werden, oder man wäscht die Phosphorchloride mit Lösemitteln, z. B. mit heißem Tetrachloräthan, ab und läßt die Verbindungen auskristallisieren.
  • Außerdem kann man die niedergeschlagenen Phosphorchloride durch Erhitzung der Flächen verflüchtigen und sublimieren, wodurch besonders reine Verbindungen entstehen. Soweit die Phosphorchloride nicht an gekühlten Flächen niedergeschlagen werden, können sie auch mit Hilfe von Lösemitteln, z. B. Tetrachloräthan, Trichloräthylen, Tetrachloräthylen, Hexachlorbutadien, aus dem Acetylen herausgewaschen werden. Aus dem Lösemittel können durch Kühlung oder durch Fraktionierung d ie Phosphordhloriide gewonnen werden. An Stelle von Lösemitteln, kann man zum Abscheiden der Phosphorchloride aus dem Acetylen auch Verbindungen verwenden, die sich mit diesen umsetzen, z. B. Essigsäure oder Essigsäureanhydrid, wobei die entsprechenden Säurechloride und Phosphoroxychlorid entstehen.
  • Die nach den beschriebenen Verfahren erhaltenen Phosphorchloride sind je nach der Art der Alschei@dung von mehr oder minder großer Reinheit und eignen sich meist ohne weiteres zur Durchführung von Umsetzungen, z. B. zur Herstellung von Phosphorsäureestern mit Hilfe von Alkoholen. Beispiel In 5oo 1 wasserfreies Rohacetylen mit einem Gehalt von 0,07 bis o, i Volumprozent Phosphorwasserstoff werden bei Raumtemperatur in der Stunde 2 bis 3#1 Chlorgas eingedüst. Hierauf wird das Gas in einen mit Raschigringen gefiillten Turm eingeleitet, in welchem sich in der Stunde i bis 2 g Phosphorpentachlorid in kristallisiertem Zustand niederschlägt. Zur vollkommenen Entfernung der Phosplhorchl_oride aus dem Gas wird dieses einem mit io 1 Tetrachloräthan pro Stunde gespeisten Rieselturm zugeführt, aus dem oben vollkommen phosphorwasserstofffreies Acetylen entweicht. Das phosphorchloridhaltige Tetrachloräthan wird dann fortlaufend in eine Fra.ktionierungskolonne eingeleitet, aus deren Blase reines Tetrachloräthan abgezogen wird, während aus dem Kopf der Kolonne Phosphorchlorid entweicht, welches niedergeschlagen und gesammelt wird. Das reine Tetrachloräthan wird fortlaufend wieder dem Rieselturm zugeleitet. Das den Rieselturm verlassende Acetylen ist, wie die Reaktion mit Silbernitrat zeigt, frei von Phosphorverbindungen und kann zu katalytischen Umsetzungen verwendet werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entfernung von Phosphorwasserstoff aus Rohacetylen unter Gewinnung von Phosphorchloriden oder Phosphoroxychlorid, dadurch gekennzeichnet, daß getrocknetes Rohacetylen mit einer dem Phosphorgehalt entsprechenden Menge Chlor versetzt wird und die gebildeten Verbindungen abgeschieden werden, gegebenenfalls zwecks Herstellung von Phosphoroxychlorid unter vorherigem Zusatz einer zur Bildung von Phosphoroxychlorid erforderlichen Menge Wasser.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zwecks Gewinnung von Phosphoroxychlorid von unvollständig getrocknetem Rohacetylen ausgeht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abscheidung der gebildeten Phosphorchloride (las mit Chlor versetzte Acetylen über gekühlte T# lächen geleitet wird, z. B. über in einem gekühlten Gefäß befindliche Füllkörper.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinnung der an gekühlten Flächen niedergeschlagenen und bzw. oder der aus dem mit Chlor versetzten Acetylen gebildeten Phosphorchloride mittels Lösungsmitteln, z. B. Tetrachloräthan, Trichloräthylen, Tetrachloräthylen, Hexachlorbutadien u. dgl., erfolgt, worauf diese fraktioniert oder abgekühlt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Lösungsmitteln Verbindungen verwendet, mit welchen die Phosphorchloride sich umsetzen, z. B. Essigsäure- oder Essigsäureanhydrid.
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