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Dosiereinrichtung für Filterhilfsmittel Die Erfindung bezieht sich
auf eine Einrichtung zur Dosierung von Filterhilfsmitteln oder anderen Stoffen zu
Flüssigkeiten mittels einer besonderen Fördereinrichtung, durch welche diese Mittel
unter Druck in die zu behandelnde Flüssigkeit eingeführt werden können. Bei bekannten
Einrichtungen dieser Art ist die Fördereinrichtung zum Dosieren als getrenntes Organ
neben dem Vorratsbehälter für die Schlemme aufgestellt. Hierdurch ergibt sich ein
unzweckmäßiger Aufbau, eine Erschwerung der Bedienung und verhältnismäßig lange
Wege für die einzelnen Leitungen. Auch ist es bei dieser getrennten Ausführung schwierig,.den
Antrieb für die Dosiereinrichtung mit dem Antrieb für ein Rührwerk in dem Behälter
für die Schlemme zu verbinden.
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Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und vereinfacht den Aufbau
und die Bedienung des Geräts dadurch, daß die Fördereinrichtung zur Dosierung sowie
deren Antriebswerk und das Triebwerk für das Rührwerk auf dem Deckel des Schlemmebehälters
angeordnet ist, der gleichzeitig als Grundplatte und Gehäuse für diese Teile ausgebildet
ist. Die Dosiereinrichtung wird dabei vorteilhaft an dem äußeren Rande des Deckels
angeordnet, wobei die einzelnen Teile, wie Kolben oder Membranen und Ventile, durch
eine gemeinsame, zweckmäßig durchsichtige Platte abgedeckt sind, damit die empfindlichen
Teile der Dosiereinrichtung stets unter Kontrolle gehalten und gegebenenfalls leicht
auseinander genommen werden können. Die Verbindung des Antriebs für die Dosiereinrichtung
und für das Rührwerk wird durch diesen Zusammenbau erleichtert, und außerdem können
alle Bedienungselemente an dem Schlemmebehälter selbst angebracht sein, was für
die Handhabung des
Geräts durch ungeübte Kräfte von wesentlichem
Vorteil ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch eine Dosiervorrichtung mit
Schlemmebehältern und Abb. 2 eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt, wobei Abb.
i einen Teilschnitt nach Linie C-D der Abb. 2 und Abb. 2 einen Teilschnitt nach
Linie A-B der Abb. i darstellt.
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Mit io ist ein Behälter zur Aufnahme einer Schlemme von Filterhilfsmitteln
bezeichnet. Diese Schlemme erhält man durch Anrühren eines Filterhilfsmittels, z.
B. Kieselgur oder faseriger Filterhilfsmittel in einer Flüssigkeitsmenge. Diese
Schlemme wird durch ein Rührwerk aufgerührt, das aus Flügeln ii besteht, die durch
eine Welle 12 in Drehung versetzt werden. Diese Welle ist am oberen Ende in dem
Deckel 13 gelagert und wird durch ein Triebwerk 14 in Drehung versetzt, das aus
einem Schneckenrad und einer Schnecke besteht. Die Schnecke 15 wird von einem Motor
16 angetrieben und setzt dadurch die Rührflügel ii in Bewegung, damit ein Absitzen
des Filterhilfsmittels in dem Behälter io vermieden wird. Die Welle 12 wird nach
dem Innern des Behälters io zu durch zwei Dichtungsringe 17, 18 abgedichtet. Der
obere Teil der Welle wird ebenfalls durch Dichtungsringe i9 gegenüber den Getriebeteilen
abgedichtet, so daß weder Flüssigkeit aus dem Behälter io in die Getriebeteile noch
Schmiermittel aus dem Getriebegehäuse in den Behälter io gelangen können. Zwischen
beiden Abdichtungsgruppen befindet sich ein Ablauf 2o, der etwaige Flüssigkeitsmengen
nach außen ableitet. Zur weiteren Sicherung ist noch ein Abstreifring 21 eingebaut,
der in eine hinterstochene Nut 22 eingreift, so daß etwaige herabtropfende Flüssigkeit
von den unteren Abdichtungen 17, 18 ferngehalten wird. Das oberste Ende der Welle
12 ist als Antriebsteil für eine Membranpumpe 23 ausgebildet. 24 ist die Fördermembran
und 25 sind Membrane, in denen das Saug- und das Druckluftventil befestigt ist.
Das in Abb. i gezeigte Ventil 26 liegt in der Saugleitung 38, das Druckventil liegt
dahinter und ist in dem Schnitt nicht sichtbar. Die Betätigung der Fördermembran
24 geschieht über einen Stößel 27, der mit Hilfe eines Exzenters 28 hin und her
bewegt wird, der auf der Welle 12 sitzt. Zur Betätigung der Ventile 26 dient ein
Stößel 29, der über einen Hebel 30 und ein Gestänge 31 ebenfalls durch einen Exzenter
32 bewegt wird. Dieser Exzenter sitzt ebenso wie der Exzenter 28 auf dem äußeren
Ende der Welle 12. Durch ein Handrad 33 kann die Fördermenge der Pumpe 23 eingestellt
werden, in dem die Exzenter 28 und 32 gegeneinander verstellt und dadurch die Bewegungen
der Fördermembran 24 und der Ventilmembrane 25 zueinander verändert werden. Das
gesamte Triebwerk ist in einem Gehäuse eingeschlossen, das durch den Deckel 13 des
Gefäßes io gebildet wird. Nach außen wird das Triebwerk durch einen Deckel 34 abgedeckt.
Die Pumpeneinrichtung liegt am äußeren Rande des Behälterdeckels 13 und ist durch
eine durchsichtige Platte 35 nach außen abgedeckt. Hierbei kann man die Funktion
der Pumpe 23 beobachten und durch einfaches Abnehmen des Deckels 35 bei Störungen
Fehler leicht beseitigen. Der Ein- und Ausbau der Förderpumpe 23 wird dadurch erleichtert.
In dem kuppelförmig ausgebildeten Deckel 13 ist an der dem Triebwerk gegenüberliegenden
Seite eine Öffnung 36 vorgesehen, die mit einem Deckel 37 verschlossen werden kann
und über welche das Filterhilfsmittel in den Behälter io eingefüllt wird. Die Schlemme
wird über eine Saugleitung 38 angesaugt, die am unteren Ende des Behälters angeschlossen
ist.
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Die Einlaßöffnung in den Behälter io kann durch ein Ventil 39 abgeschlossen
werden. Dieses Ventil kann von Hand betätigt werden, kann aber auch mechanisch zwangsläufig
derart betätigt werden, daß es bei Stillstand des Triebwerkes von selbst abschließt
und bei Einschaltung des Geräts selbsttätig sich öffnet, damit die Einlaßöffnung
der Saugleitung durch Absetzen des Filterhilfsmittels sich nicht verstopft. Die
Druckleitung ist mit 4o bezeichnet. Sie mündet in die Flüssigkeitsleitung 41, und
zwar an einer unteren Stelle dieser Leitung, damit bei etwa frei werdender Kohlensäure
diese nicht in der Druckleitung hochsteigen kann. Diese frei werdende Kohlensäure
oder ein anderes Gas wird sich in der Druckleitung in erster Linie oben ansammeln,
kann aber bei der Art des Anschlusses der Druckleitung 40, wie sie in Abb. i dargestellt
ist, nicht in diese dringen. Zur Vermeidung von Druckstößen ist auf der Druckleitung,
nahe der Pumpe, ein Windkessel 42 vorgesehen. Bei einer anderen Ausführungsform
ist die Druckleitung 43 U-förmig ausgebildet und von unten in die Flüssigkeitsleitung
44 eingeführt. Das gesamte Triebwerk ist eingekapselt und wird dadurch vor Beschädigungen
äußerer Art gesichert, und außerdem wird durch die Anbringung des Triebwerkes auf
dem Deckel des Behälters io vermieden, daß Störungen durch Spritz- und Schwallwasser
eintreten. In der Saugleitung 38 befindet sich noch eine Rückschlagkugel 45, die
vermeiden soll, daß bei Störungen die Pumpe 23 in den Behälter io fördert. Außerdem
besitzt die Saugleitung 38 eine elastische Wand 46, die atmen kann und damit Stöße
vermeidet. Statt eines Filterhilfsmittels können auch andere Stoffe, z. B. Mittel
zur Erhöhung der Kältebeständigkeit, oder diese zusammen mit Kieselgur <losiert
werden.