-
Regel- und Sicherheitsvorrichtung für gasgefeuerte Geräte Durch die
neue Regel- und Sicherheitsvorrichtung wird es bei gasgefeuerten Geräten ermöglicht,
diese, je nach der benötigten Leistung, selbsttätig zu regeln und gegen falsche
Bedienung zu sichern, um ein Austreten von Gas und damit verbundene Gefahren zu
verhindern.
-
Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke besteht bei den Regel-
und Sicherheitsvorrichtungen für gasgefeuerte Geräte mit durch Magnete beeinflußte
Absperrventile darin, daß die Steuerung des Absperrventils durch ein von Hand einzustellendes
Steuerorgan derart erfolgt, daß durch dessen Einstellung die Ruhestellung, die Betätigung
des Absperr-ventils durch den Hubmagneten und die Betätigung des Absperrventils
von Hand durch Einwirkung des Steuerorgans auf das Gestänge des Absperrventils erfolgt.
Dabei ist die Einrichtung getroffen, daß eine Sperrklinke die von Hand zu bewirkende
Arbeitsstellung des Steuerorgans verriegelt und von Hand geöffnet wird. Weiter besteht
die neue Anordnung darin, daß das Steuerorgan im Bereich der Arbeitsstellung von
Hand mit einer Gleitschiene ausgerüstet ist, welche über den Druckknopf das Gasventil
zur Zündflamme offen hält. Zur Sicherung gibt das als Steuerscheibe ausgebildete
Steuerorgan deri Druckknopf des die Zündflamme bedienenden Gasventils nur in der
Ruhestellung frei und verdeckt ihn in den Arbeitsstellungen. Außerdem ist die Steuerscheibe
mit einem Schleifkontakt versehen, der den Stromkreis nur bei Arbeitsstellung des
Hubmagneten schließt.
-
Eine weitere Sicherung ist dadurch getroffen, daß der Druckknopf bei
Offenstellung des Auslöseventils für den Gasstrom zur Zündflamme durch eine Sperrklinke
verriegelt wird, die durch einen Hubmagneten eingeschaltet wird, dessen Stromzuführung
von einer Zündsicherung abhängig ist und daß die Sperrklinke nur nach ausgeübtem
Druck auf das Gasventil einrücken kann und dabei ein Kontakt im Stromkreis des Hubmagneten
für das Absperrventil geschlossen wird. Zum Schluß ist die Einrichtung auch
noch
mit der Sicherung versehen, daß der Stromkreis des Hubmagneten durch einen von Temperatur,
Druck, Wassermangel od. dgl. beeinflußten Kontakt gesteuert wird.
-
Gerade bei gasgefeuerten Geräten hat sich herausgestellt, daß diese
auch für Laienhände gebrauchssicher sein müssen, und der Erfindungsgegenstand erfüllt
daher alle in dieser Hinsicht zu stellenden Ansprüche. -
In der Zeichnung
ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch
dargestellt. Vorausgesetzt ist, daß zur Betätigung der verschiedenen Organe elektrische
Energie verwendet wird.
-
Die Einrichtung besteht aus einem Hauptgasventil a, welches die Gaszufuhr
zu dem Brenner b regelt. Das Ventil a wird entweder durch den Hubmagneten
c oder durch ein Steuerorgan d betätigt, welches in der Zeichnung als Steuerscheibe
dargestellt ist. Die an der Scheibe befindlichen Gleitschienen e gestatten i. ein
Schließen des Ventils a, 2. ein Arbeiten des Ventils a mit dem Hubmagneten c,
3. bei ausgeschaltetem Strom ein Öffnen und Schließen des Ventils a von Hand.
-
Der Schleifkontakt f an der Steuerscheibe d schließt
den Arbeitsstrom für den Hubmagneten c in der Stellung dieser Scheibe, die dem zweiten
Arbeitsvorgang, also Arbeiten mit Hubmagneten entspricht. Die Öffnung i in der Steuerscheibe
d gestattet das Öffnen des kleinen Gasventils k mit Hilfe des Druckknopfes
h,-wodurch ein Gasstrom zur Zündflamme 1 freigegeben wird, die mit der Zündsicherung
m verbunden ist. Bei der Betätigung dieser Zündvorrichtung, z. B. durch Erwärmen
eines Birnetallstreifens, wird ein Stromkreis geschlossen, der Strom durch den Magneten
m schickt; dadurch wird die Sperrklinke o angezogen, wodurch der Druckknopf
h verriegelt wird. Gleichzeitig schließt der Sperrhebel o einen Schalter
P, der in den Stromkreis des Hubmagneten c eingebaut ist. In den Stromkreis
sind ein oder mehrere Kontakte r eingebaut, die von beliebigen Regelstellen"z. B.
Druck, Temperatur oder Wassermangel, gesteuert werden. Auf der Steuerscheibe
d befindet sich noch eine Gleitschiene s, die bei der Stellung
3 der Steuerscheibe d, also Arbeiten von Hand, das Ventil
k offen hält und Gas zur Zündflamme 1 strömen läßt. Die Steuerscheibe
d wird durch eine Sperrvorrichtung, die von Hand betätigt wird,
so
verriegelt, daß nur die Stellung i und 2, also Schließen des Ventils a
und Arbeiten mit dem Hubmagneten c, möglich sind. Falls eine weitere Drehung und
Stellung auf Handbetrieb erfolgen soll, muß diese Sperrvorrichtung von Hand ausgelöst
werden. Dadurch wird verhindert, daß die Steuerscheibe d bei dem normalen
selbsttätigen Arbeiten des Hubinagneten c versehentlich auf eine falsche Stellung
gebracht wird.
-
Der Arbeitsvorgang beim Ingang'setzen des Gerätes ist folgender: Das
Gasventil a ist geschlossen; durch Drücken des Druckknopfes h wird das kleine Gasventil
k geöffnet und die Zündflamme 1 angesteckt. Durch die Erwärmung der
Zündsicherung m wird der Stromkreis des Magneten n geschlossen, und die Sperrklinke
o verriegelt den Druckknopf h. Sobald dies eingetreten ist, wird der Druckknopf
losgelassen und die Steuersche#ibe d auf Arbeiten des Hubmagneten c gedreht.
Der Schleifkontakt f schließt dann den Stromkreis für den Hubmagneten c,
vorausgesetzt, daß die übrigen Regelstellen den Kontakt r gleichfalls geschlossen
haben, wird das Gasventil a durch den Hubmagneten c geöffnet, und die Brenner
b erhalten Gas, welches durch die Zündflamme 1 gezündet wird.
-
Bei Stillsetzen des Gerätes wird die Steuerscheibe d
zurückgedreht,
dadurch ist der Schleifkontakt f unterbrochen, und das Ventil a schließt
sich. Die Zündflamme 1 brennt zunächst noch weiter, so daß bei erneutem Aufdrehen
der Steuerscheibe d das Gerät in Betrieb genommen wird. Will man es vollständig
stillsetzen, muß man auch die Stromzuführung abschalten. Dann wird die Klinke o
ausgelöst und die Gaszuführung zur Zündflamme unterbrochen. Die Inbetriebnahme des
Gerätes muß dann von neuem, wie beschrieben, vorgenommen werden.
-
Durch die Anwendung des Erfindungsgegenstandes werden folgende Sicherungen
erreicht: i. Beim Inbetriebsetzen muß das Hauptgasventil a geschlossen sein, da
nur in dieser Stellung ein Betätigen des Druckknopfes h möglich ist. Es ist also
ausgeschlossen, daß beim Versagen irgendwelcher Einrichtungen Gas zu den Brennern
strömt und unverbrannt entweichen kann.
-
2. Der Druckknopf h muß so lange betätigt werden, bis die Zündflamme
1 brennt. Bei vorzeitigem Loslassen wird der Gasstrom zur Zündflamme wieder
abgesperrt, und der Stromkreis für den Hubmagneten bleibt durch den Kontakt P unterbrochen.
-
3. Der Hubmagnet c erhält erst dann Strom, wenn die vorgeschriebenen
Bedienungsgriffe ausgeführt und die Steuerscheibe d in der richtigen Stellung
steht. Bei einer falschen Stellung der Steuerscheibe ist der Arbeitsstrom durch
den Schleifkontakt f unterbrochen.
-
Eine Falschstellung der Steuerscheibe d bei selbsttätigem Arbeiten
wird durch eine Sperrklinke t verhindert. Bei Ausbleiben des elektrischen Stromes
oder Versagen einer sonstigen Einrichtung schließt sich das Gasventil, und die Inbetriebnahme
muß, wie oben beschrieben, vorgenommen werden, nachdem das Gasventil a von Hand
geschlossen ist. Die Einrichtung gestattet auch das Arbeiten von Hand, in dem die
Steuerscheibe d auf die dritte Arbeitsstellung nach Auslösen einer Sperrvorrichtung
t von Hand gestellt ist. Bei diesem Arbeiten wird das Gasventil k durch die
Gleitschiene s offen gehalten, damit die Zündflamme 1
weiter brennt. Bei diesem
Arbeitsvorgang, der nur als Reserve bei Ausfall des elektrischen Stromes gedacht
ist, sind keine Sicherheits- und Regelvorrichtungen in Tätigkeit.
-
In der Zeichnung ist der Einfachheit halber nur ein Stromkreis dargestellt.
Man kann auch mit Stromkreisen verschiedener Spannungen, Stromstärken usw. arbeiten
und an Stelle der direkten Schalter Schalterrelais verwenden. Dabei bleibt es gleichgültig,
ob man die Einrichtung mit Arbeits- oder Ruhestrom arbeiten läßt.