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Schuh mit Gesundheitseinrichtung
| Mit dem Scliuli gemäß vorliegender Erfindung |
| %%-erden 1, tißlei(len geheilt und dem Fuß die vlög- |
| lichkeit zur naturgemäßen normalen Funktion im |
| Scliuli gegel)eii und Leistungssteigerungen des |
| l; Mies erreicht. |
| 1?s ist bekannt. <lali barfuß laufende Naturvölker |
| ihre hüß.c gesund und leistungsfähig bis in das hohe |
| alter erhalten, dagegen (lie Kulturvölker durch das |
| Trag:» von Schuhen schon im Kindesalter ihren |
| Füßen eine anomale Lage und unnatürliche Funk- |
| tion aufzog in:n, was die CTrsache von vielerlei |
| l@ul.i@rkrankun-@en, wie Platt-. Senk-. Spreizfüßen, |
| verkrallten tind verkrampften Zehen, Ballen und |
| 1H ilineratigen, Fußschwächen und anderen Fuß- |
| beschwerden.ist. LTmdiesen Übel ständen abzuhelfen, |
sind schon zahlreiche Vorschläge und Erfindungen gemacht worden,welche keine durchgreifenden
Heilerfolge erbrachten; denn nach wissenschaftlichen Feststellungen nehmen die Fußleiden
immer noch zu.
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Vorliegende Erfindung ist auf Grund genauer Kenntnis und gründlicher
Erforschung der natürlichen Funktion des Fußes entstanden und wird damit dem Fuß
das natürliche Funktionieren auch im Schuh ermöglicht, wie sie bei den barfuß laufenden
Naturvölkern erfolgt.
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Die natürliche Belastung des Fußes durch das Körpergewicht erfolgt
so. daß bei 8o kg senkrechter Belastung und waagerechter Auflage auf die Ferse 6o
kg und auf die Zehengrundgelenke 2o kg treffen. Wird der Fuß durch den Schuhabsatz
gehoben und
dadurch in eine schiefe Lage gebracht, dann erfolgt
eine Entlastung ,der Ferse und eine unnatürliche Belastung des Vorfußes. Der Vorfuß
kann dieser dauernden Überlastung nicht standhalten, was in seiner Struktur begründet
ist.
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Unter den Großzehengrundgelenken befindliche Sesambeine sowie:die
Metatarsalköpfchen (Knochenverlängerungen der übrigen vier Mittelfußknochen bodenwärts)
sind die natürlichen Bremspunkte des Fußes bei Belastung mit der Funktion, ein zu
starkes Abflachen des Fußlängsgewölbes zu verhindern, was zugleich die natürliche
Elastizität des Fußes erzeugt. Auf der glatten Innensohle der Schuhe finden die
vorgenannten Bremspunkte keinen Halt, wie beim Barfußgehen, und rutschen nach vorn
ab. Dadurch werden die Sohlenmuskeln des Fußes dauernd überdehnt, sie erschlaffen
und verhärten. Durch die übermäßige Abflachung wird der Fuß gestreckt; deshalb werden
die Strümpfe immer mit den Zehen durchbohrt. Die überdehnten Muskeln und Bänder
des Fußes können das Fußskelett nicht mehr in Spannung und zusammerihalten, so daß
unter der Körperlast das Knochengefüge des Fußes sich senkt und verunstaltet wird.
Durch die Schnürung der bisherigen Schuhe wird der Fuß nicht zusammengehalten, sondern
nach unten gepreßt, was die Senkung des Fußes noch beschleunigt.
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Wie wissenschaftlich festgestellt, tritt der Fuß mit der Ferse in
Supination (außen schief) auf und proniert bei der Abrollung nach innen auf die
Sesambeine des Großzehenballens (innen schief). Dieser Vorgang wird durch den Höcker
des fünften Mittelfußknochens (tuberositas metatarsalis quinta) erreicht, der aber
im Schuh seine natürliche Funktion nicht erfüllen kann; dadurch bleibt der Fuß beim
Gehen in Supination, die natürliche Verwringung von Supination auf Pronation unterbleibt,
was die Außenseite des Fußes zu stark belastet. Das außenseitige Ablaufen der Sohle
sowie das Vertreten des Schuhoberleders nach außen bestätigen dies.
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Durch die vorliegende Erfindung wird den bei den bisherigen Schuhen
erzeugten Mißständen vollständig abgeholfen und diese beseitigt sowie die natürliche
Funktion der Füße im Schuh auf nachstehende Weise erreicht.
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Durch ein Lederband od. dgl. von etwa 5 cm Breite, das an der Innenseite
mit dem Verschlußteil des Schuhes fest verbunden ist und an der Außenseite zum Schuhverschluß
versetzte Osen aufweist, wird durch das gemeinsame Schnürband ein Verspannen unabhängig
von Schuh und Schuhverschluß erreicht. Dadurch werden die fünf Mittelf ußknochen
im entlastenden Zustand umfaßt, zusammen und nach oben gehalten und insbesondere
die unnatürliche Verbreiterung des Vorfußes bei Belastung ausgeschaltet. Zweckmäßig
wird das Lederband an der Innenseite mit den Schuhösen fest verbunden und beiderseits
seitlich durch das Schuhfutter durchgeführt, um ein Verrutschen des Hängebandes
beim An- und Ausziehen des Schuhes zu vermeiden. Durch die Befestigung des Hängebandes
an der Innenseite erfolgt der Zug von der Außenseite; dadurch wird der Großzehenstrahl
(Großzehenmittelfußknochen) nach innen unten gehalten, die vielfach stärkere Großzehe
zur Aktivität beim Gehen gezwungen und der Kleinzehenballen gehoben, damit besonders
der Großzehenballen tief zu liegen kommt. Auf diese Weise wird die natürliche Verdrehung
des Vorfußes von Supination auf Pronation beim Gehen erreicht, Ballenbildungen(Halux
valgus) werden unmöglich gemacht und bei bereits vorhandenen Ballen eine druck-
und schmerzfreie Lagerung sowie Aktivität der Zehen im Schuh erreicht. Das Mittelteil
des Lederbandes oder Hängebandes liegt frei im Schuh. Am äußeren. Ende des Hängebandes
werden einige Reihen Osen entsprechend der des Schuhverschlusses vorgesehen, um
ein individuelles Anpassen an den jeweiligen Fußumfang zu ermöglichen.
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Es ist bekannt, daß die Fersen von Kindern und Naturvölkern eine halbkugelige
Form haben. Dieses halbkugelige Fettpolster wird durch den Schuhabsatz zerstört
und weggequetscht, und die Ferse wird flach. Um dies zu vermeiden und eine Rückbildung
des elastischen Fettpolsters zu ermöglichen, wird im Zusammenhang mit vorerwähntem
Hängeband in die Laufsohle unter der Ferse ein entsprechendes Loch angebracht, der
obere Rand abgeschrägt und die Innen- oder Brandsohle in üblicher Weise darübergeführt.
Dadurch wird zunächst ein elastischer Auftritt erreicht und bei längerem Gebrauch
wird die Innensohle in die Lochaussparung der Laufsohle hineingetreten. Durch die
so critstehende halbkugelige Einbettungwird der Ferse die Möglichkeit der Rückbildung
von der abgeplatteten in die halbkugelige Form gegeben, wie es von der Natur vorgesehen
ist. Gleichzeitig wird durch die vertiefte Lagerung eine Mehrbelastung der Fersenpartie
erreicht und dadurch der natürlichen Belastung nähergebracht, wie eingangs ausgeführt.
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Das Fersenbein bewegt sich beim Gehen besonders an der Stelle, an
welcher die Achillessehne mit dem Fersenbein verbunden ist. Es muß deshalb an dieser
Stelle der Schuhleisten entsprechend geformt werden, wodurch der Schaft des Schuhes
an der Ferse die natürliche Form bekommt, was auch das Durchscheuern der Strümpfe
an der Ferse vermeidet.
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Um das natürliche Verdrehen des Fußes im Schuh beim Abrollen von Supination
auf Pronation zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, den Absatz an der Außenseite
bis kurz vor dem Höcker des fünften Mittelfußknochens zu verlängern und etwas zu
erhöhen. Zu diesem Zweck ist beispielsweise ein entsprechender Keil zwischen Laufsohle
und Absatz vorgesehen. An der Innenseite wird der Absatz bis zum Sprungbeinträger
(Sustentaculum tali) verlängert und ebenfalls durch einen Keil erhöht. Durch den
so verlängerten und im vorderen Teil verdickten Absatz wird in Verbindung mit der
erfindungsgemäßen Fersenbettung eine natürliche Stützung der Ferse erreicht und
im Zusammenhang mit dein angeführten Hängeband wird die natürliche Elastizität und
Funktion des Fußes im Schuh wiederhergestellt. Die jahrelangen Erprobungen erbrachten
bisher unbekannte Heilerfolge bei schweren, jahrelangen Fußleiden.
In
der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig.
i die physiologische Belastung des Fußes, Fig. a einen Längsschnitt durch den Schuh
mit Fußskelett, Fig.,3 einen Querschnitt durch den vorderen Schuhteil, Fig. 4 das
äußere freie Ende des Hängebandes am Schuh, Fig.5 eine Teildraufsicht auf die Laufsohle
mit Absatz- und Fersenteil.
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Fig. i stellt die Gewichtsverteilung des Körpergewichtes auf den Fuß
bei waagerechter Standfläche dar.
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Das in Fig. z gezeigte Fußknochengerüst besteht in seinen wesentlichen
Teilen aus dem Fersenbein i, dem Sprungbein z, dem Kahnbein 3, dem Keilbein .4,
den Mittelfußknochen 5 und den Zehengliedern. Der erste Mittelfußknochen mit Großzehe
weist die Sesambeine 6 auf, während die übrigen vier Mittelfußknochen nach unten
gerichtete Knochenverlängerungen, die Metatarsalköpfchen, besitzen.
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Ferse, Sesambeine und Metatarsalköpfchen sind die natürlichen Lager
des Fußes beim Stand bzw. die Ausgangspunkte beim Gehen.
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Das Hängeband 8 (s. besonders Fig. 3) ist an der Schuhinnenseite 9
fest mit dem Schuh verbunden. Am äußeren freien Ende desHängebandes siridLochungen
io vorgesehen, die zur Verbindung mit der üblichen Schuhverschnürung dienen. Durch
das so erfolgte Zusammenschnüren mit dem Schuhverschluß wird ein unabhängiges, selbständiges
Zusammenfassen der fünf ll@2ittelfußknochen bewirkt, die Aufrichtung des Fußlängs-
und -quergewölbes erreicht und eine unnatürliche Verbreiterung des Vorfußes bei
Belastung vermieden. Dadurch werden die sogenannten Spreizfüße und alle oft sehr
schmerzhaften Beschwerden restlos behoben.
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Ertindungsgemäß wird der Ferse ein Gegenlager geboten und die Ferse
halbkugelig vertieft im Schuh gebettet, was beispielsweise dadurch erreicht wird,
daß im Fersenteil der Laufsohle 7 eine Lochaussparung 1z vorgesehen wird. Die darüherliegende
Brandsohle i i bewirkt zunächst einen elastischen Auftritt der Ferse. Bei längerem
Gebrauch des Schuhes wird allmählich die Brandsohle in die Lochaussparung 1a eingetreten
und bildet dadurch von selbst ein halbkugeliges Lager in vertiefter Lage für die
Ferse. Die halbkugelige Fersenbettung kann auch noch durch andere Mittel, beispielsweise
durch einen entsprechenden Lederkranz od. dgl., erreicht werden.
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Die erfindungsgemäße vertiefte, halbkugelige Fersenbettung ergibt
ein allseits gutes, naturentsprechendes Auflager, verhindert die unnatürliche Abplattung
der Ferse sowie Vermeidung von Knickfüßen durch die vertiefte Lage; dabei wird eine
natürliche Druckverteilung lagegerecht zum Hängeband 8 und zum Vorfuß erreicht.
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Erfindungsgemäß wird der Absatz nach vorn verlängert und die Vorderseite
oben mit einem Keil erhöht. welcher gegen die Mitte zu schwächer sein kann. Durch
den vorn verdickten Absatz in Verbindung mit der Fersenbettung wird eine naturgemäße
und dauernde Stützung der Längsgewölbe an der Innen- und Außenseite des Fußes im
Schuh erreicht.
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Die Stelle, an der die Achillessehne mit dem Fersenbein verbunden
ist, bewegt sich beim Gehen. Die bisher bekannte Form der Fersenkappen berücksichtigt
nicht diese Bewegung der Ferse, was durch Blasen- Harthaut- oder Knorpelbildung
an der Ferse bewiesen ist. Es wird erfindungsgemäß der Schuhleisten an der Verbindungsstelle
von Achillessehne und Fersenbein etwas außenseitlich erhöht, damit der Fersenteil
des Schuhes eine kleine Ausbuchtung erhält, um dadurch dem rückwärtigen Teil der
Ferse seine natürliche Funktion im Schuh zu ermöglichen. Schuhe mit solch geformtem
Fersenschaft bedürfen keiner Versteifung durch die bisherigen Fersenkappen mehr
und sitzen unverrückbar fest; dadurch wird auch das Durchscheuern der Strümpfe an
der Ferse vermieden.