DE855335C - Anordnung an astatischen Regelstrecken - Google Patents

Anordnung an astatischen Regelstrecken

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DE855335C
DE855335C DES14012D DES0014012D DE855335C DE 855335 C DE855335 C DE 855335C DE S14012 D DES14012 D DE S14012D DE S0014012 D DES0014012 D DE S0014012D DE 855335 C DE855335 C DE 855335C
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DE
Germany
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astatic
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Expired
Application number
DES14012D
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr-Ing Artus
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Publication of DE855335C publication Critical patent/DE855335C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • F03B15/06Regulating, i.e. acting automatically
    • F03B15/08Regulating, i.e. acting automatically by speed, e.g. by measuring electric frequency or liquid flow
    • F03B15/12Regulating, i.e. acting automatically by speed, e.g. by measuring electric frequency or liquid flow with retroactive action
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Anordnung an astatischen Regelstrecken Der Grundaufbau einer Regeleinrichtung ist in Fig. i dargestellt. Die Regelstrecke liegt zwischen den Punkten i und 2. Im Punkt i wirkt die Stellgröße auf die Regelstrecke ein, im Punkt 2 ändert sich am Ende der Regelstrecke die Regelgröße entsprechend der Veränderung der Stellgröße i. 2' ist der Angriffspunkt des Taktgebers des Reglers, des Fühlers, i' die Stelle der Einwirkung des Reglers auf die Stellgröße.
  • Es sei zunächst die Regelstrecke der Fi.g. 2 mit der Regelstrecke der Fig. 3 verglichen. Die Regelstrecke der Fig. 2 umfaßt eine Dampfleitung L, ein Ventil S, eine Turbine T und einen mit dieser gekuppelten Generator G. Die Drehzahl des Maschinensatzes wird durch einen Drehzahlmesser überwacht. Ausgehend von konstanter Belastung des Maschinensatzes T-G ist für die Gleichgewichtsbedingung zwischen Last und Leistung eine bestimmte Öffnung des Ventils S erforderlich. Wird jetzt das Ventil S bei konstant bleibender Leistung um einen gewissen Betrag weiter geöffnet, so nimmt die Drehzahl des Maschinensatzes zu, und zwar ohne Begrenzung bis ins Unendliche, da die. gegenüber der konstanten Last zugeführte überschüssige Energie dazu aufgebraucht wird, das System, bestehend aus Turbine und Generator, weiter zu beschleunigen. .Bezeichnet man mit-,u das Verhältnis des Zuwachses der Stellgröße d m zum Grundwert m und mit 99 das Verhältnis des Zuwachses der Regelgröße Ax zu ihrem Grundwert x so gilt folgende Überlegung: Die Zunahme der Regelgröße, also in diesem Fall die Zunahme der Drehzahl, ist abhängig von der Anlaufzeit Ta. Je größer die Anlaufzeit ist, desto geringer ist offensichtlich der Zuwachs von (p, so daß yp abhängig ist von Weiter ist der Zuwachs der Regelgröße offensichtlich abhängig von der Änderung der Stellgröße in der Weise, daß je größer ,u ist, um so größer auch 99 wird. Es gilt also die Gleichung Diese Gleichung besagt also, daß bei einem sprunghaften Zuwachs der Stellgröße und bei konstantem abgegebenem Drehmoment der Turbine die Drehzahl bis zum Wert oo zunimmt. Die Gleichung drückt nun etwas sehr Wesentliches aus, nämlich daß zwar zwischen der Stellgrö$e und der Regelgröße ein Zusammenhang besteht, jedoch zeigt die überlegung, daß dieser Zusammenhang nicht umkehrbar ist. Die gleiche Drehzahl kann nämlich offensichtlichbei jedem @u erzielt werden, je nachdem innerhalb welcher Grenzen das lntegral gebildet wird. Das System hat also keine Rückwirkung. Es ist rein astatisch.
  • Jetzt sei das System nach Fig. 3 :betrachtet. Es stellt eine Rohrleitung L mit einem vorgeschalteten Ventil S und einem Speicher Sp dar, wobei an die Leitung L Verbraucher angeschlossen sind. Die Stellung .der Öffnung des Ventils S entspreche der augenblicklichen Belastung der Leitung L durch die Verbraucher. Wird: jetzt der Hub des Ventils S um einen bestimmten Betrag vergrößert, so strömt in die Leitung L eine größere Menge (Dampf oder Luft) ein. Diese vergrößerte Menge hat aber keinen Druckanstieg bis zum Wert oo zur Folge, sondern es tritt folgendes ein: Die vergrößerte Menge kann von den Verbrauchern nicht aufgenommen werden. Infolgedessen staut sich der Druck im System auf, und zwar um einen endlichen Betrag. Die endliche Druckerhöhung innerhalb der Regelstrecke ist so groß, .daß die bei der neuen Stellung .des Ventils S durchströmende Menge, die sowohl vom Querschnitt wie vom Druckunterschied vor und nach dem Ventil abhängt, wieder die gleiche ist. Es liegt hier also eine . astatische Regelstrecke mit Ausgleichgrad vor. Bezeichnet man den Ausgleichgrad mit o, so ist die Rückwirkung innerhalb des Systems offensichtlich sowohl abhängig vom Ausgleichgrad wie von der Regelgrö& .selbst, so daß in diesem Fall die Gleichung der astatischen Regelstrecke mit Ausgleich lautet: Bei der astatischen Regelstrecke mit Ausgleichgrad besteht also nicht nur wie im Fall der Gleichung (i) eine Beziehung zwischen Stehgröße und Regelgröße, sondern umgekehrt auch eine Rückwirkung der Regelgröße auf die Stellgröße, d. h. z. B. eine Rückwirkung des Druckes auf die Menge. Es ist nun wichtig festzustellen, innerhalb welcher Größen der Ausgleichgrad liegen kann. Bezeichnet V1 den bezogenen Zufluß und Va den bezogenen Abfluß so bedeutet der Ausgleichgrad den Differentialquotienten Die rein astatische Regelstrecke besitzt keinen Ausgleichsgrad, so daß ihr der Wert O = o zugeordnet ist. Das,bedeutetaber, daß entsprechend Gleichung(3) bei der geringsten Veränderung von (VZ-V") unendliche Werte annehmen kann.
  • Im Diagramm der Fig. 4 ist die Linie für (p und o =,o die senkrechte Ordinate.
  • Beim Wert O = co dagegen tritt eitre Änderung von 99 überhaupt nicht ein, gleichgültig wie groß der Wert (V.-V") ist. Es liegt hier eine Regelstrecke mit idealer Selbstregelung vor, z. B. bei der Haltung eines Wasserspiegels durch Überlauf usw. Zwischen o = o und o = x liegt nun die astatische Regelstrecke mit Ausgleichgrad.
  • Darüber hinaus sind Regelstrecken denkbar, deren Rückwirkung überwiegt in der Weise, daß einer Zunahme von (Vz - Va) eine Abnahme der Regelgröße entspricht. Solche Regelstrecken sind jedoch unstabil. Praktisch findet man sie z. B. bei gewissen Bauformen von Sicherheitsventilen, bei denen das Belastungsgewicht an einem waagebalkenähnlichen Hebelarm angelenkt ist. Solche Ventile neigen zum Flattern.
  • Unter Zugrundelegung der aus den vorstehenden Überlegungen gewonnenen Erkenntnisse wird nun gemäß der Erfindung vorgeschlagen, einem astatischen System ohne innere Rückwirkung durch Einführung eines künstlichen Ausgleichgrades eine äußere Rückwirkung zu verleihen, und zwar dadurch, daß die Regelgröße oder eine mit ihr in funktionalem Zusammenhang stehende Größe mit der Stellgröße,u gekoppelt wird.
  • In Fig.5 ist diese Verkoppelung schaubildlich dargestellt, und zwar am Beispiel der Kraftm,aschinenregelung. Sie läßt sich jedoch sinngemäß auf jede astatische Regelstrecke übertragen. Dem Ventil S ist ein weiteres Ventil Si nachgeschaltet, das über das Gestänge A mit dem Fliehkraftpendel P gekuppelt ist. Durch diese Kupplung besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Stellgröße /io am Ventil S, und der Regelgröße gp, wiedergegeben durch die Stellung des Fliehkraftpendels P. Die Größe der Rückwirkung zwischen 99 und ,u. ist durch das Hebelübersetzungsverhältnis des Gestänges A gegeben. Hierdurch wird erreicht, daß einer Änderung der Regelgröße um Agp eine Änderung der Stellung,uo um den \Vert --- -Iiio entspricht, und zwar sind beide Größen (ltircli den _@usgleichgrad n_k miteinander durch die Beziehung verbunden: - ;111, = ek - d o. , (¢) Dieser Teil der Regelstreeke ist im Schaubild der Fig. 5 strichpunktiert umrandet. Stellt man nun die Beziehung auf zwischen dem eigentlichen Stellglied S der Regelstrecke und der Regelgröße, so ist die resultierende Stellung stets gleich der Summe der Stellungen von ,u und ,na. Ändert man also plötzlich die Stellung u des Stellgliedes S um den Betrag + :d U, so ändert sich die Regelgröße um den Betrag + d 9p. Diese Änderung der Regelgröße hat aber nach Gleichung (d) wegen der Rückwirkung eine Stellungsänderung von u, zur Folge, und zwar um den Betrag -Z,lÄo=ok-4rP- (5) Man erhält also Gleichgewicht, wenn die resultierende Stellung ist: 1,11,e4 = Z I,11 - - .,l u' = (). l-iierzu gehört aber die endliche Änderung Das System hat also auch bei der neuen Stellung ,u -r d y eine endliche Gleichgewichtslage erhalten, und zwar deshalb, weil die an sich astatische Regelstrecke durch die Kopplung zwischen dem Fliehkraftpendel P und Ventil St einen künstlichen Ausgleichgrad erhalten hat. Die Größe des Ausgleichgrades hängt dabei von dem Grad der Kopplung zwischen 99 und ,u. ab. Somit lautet die Gleichung der umrandeten Regelstrecke mit künstlichem Ausgleichgrad Diese Gleichung ist aber, wie man sieht, identisch finit Gleichung (2) der Regelstrecke mit natürlichem Ausgleichgrad. je nach der Wahl der Kopplung kann man jeden beliebigen Ausgleich;Qrad erzielen. Aus den vorstehenden Darlegungen geht nun hervor, daß man die astatische Regelstrecke mit künstlichem Ausgleichgrad mit einem grein astatischen Regler betreiben kann und trotzdem eine völlig stabile Regelung erhält. Hierbei ist noch folgendes zu berücksichtigen. Auch .bei dem .bisher bekannten Regelsystem findet sich vielfach eine Kopplung zwischen Regelgröße und Stellgröße. Derartige Kopplungen faßt man unter dem Begriff der Rückführungen zusammen, wobei man zwischen Stellungsrückführungen und elastischen Rückführungen von der Wirkung aus unterscheidet. Besonders häufig trifft man die starre oder Gestängerückführung an, die ebenfalls ein stabiles System ergibt. jedoch wirkt hierbei die zusätzliche Kopplung zusammen mit dem Regler auf dasselbe Stellglied ein mit dem Ergebnis, daß ein gleichbleibender Unförmigkeitsgrad entsteht. Dieser wird zwar bei den sogenannten Isodrom- oder Isobarregelungen vermieden, doch zeigen diese Regeleinrichtungen Nachteile oder Schwierigkeiten in anderer Beziehung. Bei der astatischen Regelstrecke gemäß der Erfindung mit ihrem künstlichen Ausgleichgrad sind dagegen die Stellungen entkoppelt. Es ist dadurch möglich, bei beliebig großer künstlicher Rückführung stabil und ohne Verschlechterung der Regelgenauigkeit zu regeln. Besonders bedeutungsvoll ist dabei, daß man denkünstlichen Ausgleichgrad auch in Regelstrecken einführen kann, die an sich einen natürlichen Ausgleichgrad besitzen, der aber gering ist. In diesem Falle wirkt der künstliche Ausgleichgrad zusätzlich stabilisierend. Er ist unabhängig von der Belastung und wirkt deshalb, z. B. bei Leerlauf einer Turbine, ebenso stank stabilisierend wie bei einer beliebig darüber hinaus liegenden Belastung, im Gegensatz zum natürlichen Ausgleichgrad, der von der Belastung abhängt (o = ß - Omas, fl = Belastungsgrad). Die beiden Stellglieder S und St können konstruktiv vereinigt sein. Wesentlich für die konstruktive Gestaltung ist nur, daß die resultierende Stellung durch zwei völlig entkoppelte Stellvorgänge hervorgerufen wird.

Claims (6)

  1. PATFN-r.#xs:#i;;'c:::-r. Anordnung an Regelstrecken ohne oder mit nur kleinem natürlichem Ausgleichgrad, dadurch gekennzeichnet, daßRegelgröße und Stellgröße zur Schaffung eines künstlichen Ausgleichgrades miteinander gekoppelt sind.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, 'dadurch gekennzeichnet, daß die Regelstrecke mit künstlichem Ausgleichgrad mit einem astatischen Regler ausgerüstet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Regelgröße oder eine mit ihr in funktionsmäßigem Zusammenhang stehende Größe überwachende Organ mit zwei Stellzeugen gekuppelt ist, und zwar mit einem Stellzeug unmittelbar zur Einführung des künstlichen Ausgleichgrades, mit dem anderen Stellzeug über einen astatischen Regler.
  4. 4. Anordnung nach einem der Voransprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des künstlichen Ausgleichgrades einstellbar ist.
  5. 5. Turbinenregelung mit einem Drehzahlmesser, der über einen astatischen Regler auf das Turbineneinlaßventil einwirkt und über ein zweites dem Einlaßventil vor- oder nachgeschaltetes Ventil einen künstlichen Ausgleichgrad schafft.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stellglieder konstruktiv vereinigt sind, jedoch die resultierende Stellung durch zwei völlig entkoppelte Steilvorgänge hervorgerufen wird.
DES14012D 1942-11-12 1942-11-12 Anordnung an astatischen Regelstrecken Expired DE855335C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE976839C (de) * 1954-02-18 1964-06-04 Enzinger Union Werke Ag Vorrichtung zum Verhindern andauernder Entgasung gashaltiger Fluessigkeiten, z. B. Bier, in Abfuellanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE976839C (de) * 1954-02-18 1964-06-04 Enzinger Union Werke Ag Vorrichtung zum Verhindern andauernder Entgasung gashaltiger Fluessigkeiten, z. B. Bier, in Abfuellanlagen

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