DE8546C - Flüssigkeitsmesser, zugleich als Motor dienend - Google Patents
Flüssigkeitsmesser, zugleich als Motor dienendInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
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- G01F3/06—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising members rotating in a fluid-tight or substantially fluid-tight manner in a housing
- G01F3/065—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising members rotating in a fluid-tight or substantially fluid-tight manner in a housing sliding-vane meters
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Description
1879.
Klasse 42.
HEINRICH HUTTER in GRAZ (Steiermark). Flüssigkeitsmesser, zugleich als Motor dienend.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1879 ab.
Der vorliegende Apparat (Fig. 1 und 5 der beiliegenden Zeichnung) besteht aus dem Mefscylinder
m, der Schiebertrommel α mit dem Wellenzapfen a! und a", dem Schieber b, in
dessen beiden Enden die elastischen Einsätze a und a' (Kautschuk, Gummi oder auch Metallfedern),
umgeben mit den Metallhülsen j- und s1,
sich befinden, den zwei durch Schrauben befestigten Deckeln cc mit den Stopfbüchsen d d,
den Knierohrstutzen e für die Ein- und <?"' für die Ausströmung und endlich dem Räderzählwerk
(Registrirwerk), Fig. 4, 6 und 7.
Als Hauptgrundlage des Systems erscheint die eigenthümlich construirte Curve, welche die
innere' Wandung des Mefscylinders m bildet. Fig. 8 zeigt deren graphische Entwicklung: /ist
der Drehungspunkt für die Bogenstücke g A und g1 A'; ferner 0 der Drehungspunkt für die
Peripherie der ,Schiebertrommel a, somit fo die
Excentricität.
Wird nun durch fo eine Gerade α χ gezogen
und auf dieselbe durch 0 eine Senkrechte h h!
errichtet, so ergiebt sich in Ak' die Schieberlänge.
Verlängert man von g und g1 durch 0 zwei
Gerade und trägt beiderseits von g bis ζ und von g' bis i' die Normallänge A A'' auf, so ergeben
sich bei der Drehung um ο die Kreisbögen ti' und gg1', legt man nun auf den
Bögen gh und g' h' durch 0 eine unbegrenzte
Zahl von Geraden mit der Normallänge h h' und verbindet dann deren Endpunkte, so ergiebt
sich beiderseits die Curve i h' und i' Ji. Wenn nun eine Gerade mit der Normallänge h h' um
den festen Punkt 0 so gedreht wird, dafs z. B. das eine Ende h stets die combinirte Curve g
hi'ih'g' berührt, so wird auch der andere
Endpunkt A' in jeder beliebigen Lage durch ο die Curve tangiren und es wird die von derselben
eingeschlossene Fläche st.ets in zwei Theile abgetheilt. Darauf beruht nun die
Function des Apparates.
Tritt bei e, Fig. 5, die Flüssigkeit ein, so wird dieselbe den Mefsraum K und den Raum b' durch die von dem Loche bei e beiderseits in der Wand befindlichen Furchen e' e" füllen. Ist nun in der Rohrleitung der Ausströmung bei e'" das Ventil offen, so wird nach hydrostatischem Gesetz sich in der Richtung der Pfeile 1, 2 und 3 auf die gleich weit vorstehenden Enden des Schiebers b ein vollkommen gleicher Druck ergeben. Da nun bei der geöffneten Ausströmung kein Gegendruck vorhanden ist (aufser dem ausgeglichenen Druck der äufseren Luft), so wird der Wasserdruck von 1 und 2 sich das Gleichgewicht halten (also aufheben), während der volle Ueberdruck von 3 das gedrückte Schieberende vorwärts bewegt und so die Schiebertrommel α fortwährend in rotirender Bewegung erhält, so lange der Ein- und Ausflufs geöffnet bleibt.
Tritt bei e, Fig. 5, die Flüssigkeit ein, so wird dieselbe den Mefsraum K und den Raum b' durch die von dem Loche bei e beiderseits in der Wand befindlichen Furchen e' e" füllen. Ist nun in der Rohrleitung der Ausströmung bei e'" das Ventil offen, so wird nach hydrostatischem Gesetz sich in der Richtung der Pfeile 1, 2 und 3 auf die gleich weit vorstehenden Enden des Schiebers b ein vollkommen gleicher Druck ergeben. Da nun bei der geöffneten Ausströmung kein Gegendruck vorhanden ist (aufser dem ausgeglichenen Druck der äufseren Luft), so wird der Wasserdruck von 1 und 2 sich das Gleichgewicht halten (also aufheben), während der volle Ueberdruck von 3 das gedrückte Schieberende vorwärts bewegt und so die Schiebertrommel α fortwährend in rotirender Bewegung erhält, so lange der Ein- und Ausflufs geöffnet bleibt.
Der Mefsraum K wird bei jeder Umdrehung der Schiebertrommel α zweimal gefüllt und zweimal
entleert werden.
Die Geschwindigkeit und Druckhöhe der Flüssigkeit hat auf das stets gleich bleibende Volumen
des Mefsraums K keinen Einflufs und wird die Rotation durch die Zunge (Stift) n, Fig. 7 und 2,
welcher am Zapfen a' der Schiebertrommel a sitzt, auf das Zählwerk übertragen.
Fig. 6 zeigt die äufsere Ansicht des Zählwerks (Registrirwerk) mit Zifferblatt, Fig. 7 die
Draufsicht und Fig. 4 die Seitenansicht des Räderwerks, dessen Axen in drei Gestellplatten
laufen. Dieses Zählwerk ist für ein Volumen von beispielsweise 4 1 pro Umdrehung so construirt,
dafs das erste Angriffsrad (No. 1.) 50 Zähne
besitzt; das an der Welle desselben Rades sitzende Getriebe α greift in das fünfmal gröfsere
Rad No. 2, das Getriebe b dieses Rades in das zehnmal gröfsere Rad No. 3, das Getriebe c
des Rades No. 3 in das zehnmal gröfsere Rad No. 4 und das Getriebe d des Rades No. 4 in
das zehnmal gröfsere Rad No. 5 ein.
Die Registrirung geschieht nun folgendermafsen: Die Zunge η der Schiebertrommel a,
Fig. 7, fafst bei jeder Umdrehung einen Zahn des Angriffsrades No. 1 und schiebt ihn vorwärts; wenn mm eine Umdrehung der Trommel
α einer Durchflussmenge von 4 1 entspricht,
so zeigt eine Umdrehung des Rades No. 1 von 50 Zähnen 50X4 = 2 00 1 und bei fünfmaliger
Drehung von No. 1 ergiebt sich für eine Umdrehung des Rades No. 2 ein Quantum von
5 X 200 1 = 1000 l=io hl.
Fig. 6 zeigt das Zifferblatt in folgender Eintheilung: Der grofse Kreis enthält zehn Hauptmit
je zehn Unterabtheilungen (Hektoliter und Dekaliter), dann drei kleinere Kreise mit je
zehn Theilstrichen und zwar rechts die Zehner, in der Mitte die Hunderter und links die Tausender
der Hektoliter.
Vergleicht, man Fig. 6, 7 und 4, so ersieht man, dafs diesen Theilkreisen die an den Axen
mit Zeigern versehenen Räder No. 2, 3, 4 und 5 in obiger Reihenfolge zugehören und bei der
Rotation der Schiebertrommel vermöge der früher erklärten Umdrehungsverhältnisse die Durchflufsmenge
registriren.
Für eine jede gewünschte nächsthöhere Zifferstelle ist nur die weitere Einschaltung eines
Rades nach links, das mit dem Getriebe des vorhergehenden Rades im Verhältnisse 1 : 10
steht, erforderlich.
Wenn das untere Ende der Axe des Rades No. 2 in die Peripherie von No, 1 fällt, so erhält
diese Axe eine eigene Lagerplatte t.
Das ganze Zählwerk ist in ein Blechgehäuse u,
Fig. 4, mit oberer Glasplatte y eingeschlossen
und am Deckel des Apparates angeschraubt.
Fig. 2 und 3 zeigen die aus vier Theilen construirte Schiebertrommel; die zwei Theile a
und a' sind beiderseits an q und q' mit acht Schrauben befestigt, der Schieber b ist zwischen
den Flächen der Theile q und q' leicht beweglich und dicht eingeschliffen. Die elastischen
Einsätze α und a',. Fig. 3, mit den Metallhülsen
s und s1 haben nur die Aufgabe, etwaige Ungenauigkeiten der Mefstrommelcurve stets
auszugleichen.
Das Eingreifen der Schiebertrommel - Peripherie in die Wandung des Mefscylinders von
g bis gl, Fig. 5 und 8, ist von besonderer
Wichtigkeit und verhindert dort die Communication zwischen der Ein- und Ausströmung.
Die kleinen Wassermesser bis zu 19 mm Durchflufsweite werden ganz aus Metall (Bronze,
Messing oder Nickel), die gröfseren auch aus Gufseisen etc. hergestellt und bei letzterem nur
die inneren vom Wasser berührten Theile mit einem nicht rostenden Metall belegt.
Fig. 9 und 10 zeigen den Apparat als Motor, welcher ganz nach demselben Systeme des
Flüssigkeitsmessers construirt ist.
Die Ein- und Ausströmung für das Wasser, den Dampf etc. erfolgt in der Richtung der
Pfeile und gilt für den Motor bezüglich der Construction der Bestandtheile dasselbe wie
beim Flüssigkeitsmesser. Da bei diesem Systeme kein todter Punkt zu überwinden ist, so rotirt der
Motor auch ohne Schwungrad; die Anbringung des letzteren sowie etwa eines Regulators erfolgt
wie bei jedem anderen Motor.
Fig. 10 zeigt die Seitenansicht mit Transmissionsscheibe
r. Zur Erzielung gröfserer Dichtungsflächen werden (besonders für Dampfbetrieb)
nach Fig. 11 und 12 zwei sich kreuzende
Schieber b und b"1 angewendet. Fig. 12
zeigt deren Form.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die als Grundlage sowohl beim Flüssigkeitsmesser als auch beim Motor angewendete Construction der inneren Cylinderwandung (Mefscylinder m), welche, wie in Fig. 8 graphisch dargestellt, nicht kreisrund ist, sondern eine aus vier Kreisbogen und zwei dieselben verbindenden Curvenstücken construirte ellipsenähnliche Curve bildet.z. Die dadurch ermöglichte Anwendung des nur aus einem Stücke gefertigten Schiebers; die elastischen Einsätze an beiden Enden des Schiebers dienen nur zur Ausgleichung von Ungenauigkeiten dieser Curve, welche bei der technischen Ausführung etwa entstehen.3. Die in die Cylinderwand geführten Seitenkanäle e' und e" behufs Vermeidung der schädlichen Compression des Wassers etc., welche bei der Weiterdrehung des Schiebers b aus der horizontalen Lage wegen der von da ab folgenden Verkleinerung des abgeschlossenen Raumes K sonst einträte.4. Die Anwendung und Construction zweier sich kreuzender Schieber, wie dieselben in Fig. 11 und 12 gezeichnet sind.3. Das Zählwerk mit unterbrochener Bewegung durch den Stift η der rotirenden Schiebertrommel α nach Fig. 2 und 7.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8546C true DE8546C (de) |
Family
ID=286039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8546D Active DE8546C (de) | Flüssigkeitsmesser, zugleich als Motor dienend |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8546C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1067608B (de) * | 1953-06-29 | 1959-10-22 | Aerzener Maschinenfabrik Ges M | Eichfaehiger Drehkolbengaszaehler |
-
0
- DE DENDAT8546D patent/DE8546C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1067608B (de) * | 1953-06-29 | 1959-10-22 | Aerzener Maschinenfabrik Ges M | Eichfaehiger Drehkolbengaszaehler |
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