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Antrieb für Drahtwickelspulen u. dgl. Im Patent 839 96:1 ist eine
durch einen Wechsels tromasynchronmotor angetriebene Drahtziebmaschine beschrieben,
welche mit einem weiteren Asynchronmotor zum Antrieb der Aufwickelspule kombiniert
ist. Hierbei ist die Statorwicklung des Spulenmotors mit der Statorwicklung des
Hauptantriel)motors so verbunden, daß ein Strom von gleicher Stärke oder Ströme,
deren Stärken in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen, durch beide Statorwicklungen
fließen.
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Es wurde nun gefunden, daß ein Wickelspulenmotor von höherer Leistung
und größerer Anpassungsfähigkeit in bezug auf die Wahl der Aufspulc'harakteristiken,
unter denen die Beziehung zwischen dem durch den Wickelspulenmotor ausgeübten Drehmoment
und der Aufwickelgeschwindigkeit sowie die Beziehung, welche sich darauf hinsichtlich
des Stromes des Hauptantriebsmotors ergibt, ",erstanden werden, erhalten wird, wenn
der Asvnchronmotor für den Antrieb der Wickelspule durch einen Gleichstrommotor
ersetzt wird.
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Gemäß der Erfindung wird eine Drahtziehmaschine mit Antrieb durch
einen Wechselstromasynchronmotor mit einem Gleichstrommotor zum Antrieb der Wickelspule
kombiniert, wobei die Spule unmittelbar auf der Welle des Spulenmotors oder auf
einer getriebemäßig oder durch einen von der Spulenmotorwelle angetriebenen Riemen
damit
verbundenen besondere Welle angeordnet sein kann, wobei der
Anker des Spulenmotors von den Gleichstromklemmen eines Gleichrichters gespeist
wird, dessen Wechselstromseite entweder mit der Statorwicklung oder der Rotorwicklung
des Drahtziehmaschi.nenmotors verbunden ist.
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Dem Draht kann, bevor der Hauptdrahtziehmaschinenmotor anläuft, dadurch,
daß der Spulenmotor mit einem Hilfsstromkreis gemäß dem Patent 839 964 ausgerüstet
ist, eine Vorspannung erteilt werden.
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Eine Änderung der Aufspulspannung,des Drahts wird durch Einstellung
der Feldstärke des Gleichstromspulenmotors erzielt. Die Feldwicklung des Spulenmotors
kann von einer getrennten äußeren Gleichstromquelle gespeist werden oder er kann
zwei Wicklungen aufweisen, von denen die eine von einer äußeren Gleichstromquelle
gespeist wird, während die andere in Reihe mit dem Spulenmotoranker geschaltet ist.
Im letzteren Falle können eine oder beide Feldwicklungen mit Mitteln ausgerüstet
werden, um die Spulenspannung des Drahts einzustellen.
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Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung werden nunmehr unter
Bezugnahme auf die Figuren beschrieben werden, von denen Fig. i ein Schaltbild der
Verbindung des Spulenmotors mit dem Hauptantriebsmotor zeigt; Fig. 2 zeigt einen
Teil des Stromkreises gemäß Fig. i mit einem zusätzlichen Hilfsstromkreis zur Erzeugung
eines Drehmoments am abgebremsten Spulenmotoranker und Fig. 3 ein Schaltbild einer
weiteren Möglichkeit zur Verbindung des Spulenmotors mit dem Hauptantriebsmotor.
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Gemäß Fig. i wird die nicht dargestellte Drahtziehmaschine durch einen
Asynchronmotor angetrieben, dessen Statorwirkung von einer Dreiphasenwechselstromquelle
3 über einen Schalter 4 gespeist wird. Die nicht dargestellte Drahtspule wird durch
einen getrennt erregten Gleichstrommotor angetrieben, der mit 5 bezeichnet ist und
eine Feldwicklung 6 sowie einen Anker 7 aufweist. Der Anker 7 des Spulenmotors ist
mit den Gleichstromklemmen eines Dreiphasenvollwellengleichrichters 8 verbunden,
dessen Wechselstromseite an die Statorwicklung 2 des Motors i angeschlossen ist.
Der Gleichrichter 8 ist vorzugsweise ein solcher des Metallscheibentyps. Die Feldwicklung
6 des Spulenmotors ist, in Reihe mit einem Widerstand 9 geschaltet, mit einer getrennten
Gleichströmquelle io über einen Schalter i i verbunden.
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Sobald mit dem Drahtziehen begonnen werden soll, wird zunächst der
Schalter i i geschlossen und derart die Feldwicklung 6 erregt. Hierauf wird der
Schalter 4 geschlossen und dadurch die Motoren i und 5 in den Stromkreis eingeschaltet.
Der Gleichstrom, der in dem Anker 7 des Spulenmotors fließt, hat einen `'Wert, der
proportional dem Wert des Wechselstroms in der StatorWicklung 2 des Hauptantriebsmotors
i ist. Das Drehmoment, welches auf die Wickelspule ausgeübt wird, ist demzufolge
proportional dem Strom in dem Hauptantriebsmotor i und steigt automatisch während
der Beschleunigung dieses Motors im wesentlichen proportional zu der Geschwindigkeit
dieser Beschleunigung an, wodurch die gewünschten Aufspulcharakteristiken erzielt
werden. Das der Aufwickelspule aufgeprägte Drehmoment kann auf den gewünschten Wert
eingestellt werden, wenn der Drahtziehmaschinenmotor durch Einstellung des Widerstands
9 von Hand auf seine normale Umlaufgeschwindigkeit beschleunigt worden ist. Die
Einstellungen des Widerstands 9, welche die gewünschtenAufspulspannungen für verschiedene
Drahtziehvorgänge ergeben, können angezeichnet werden, so daß die gleichen Arbeitsbedingungen
erwünschtenfalls wieder erzieltwerden können, sobald später ähnliche bzw. Arbeitsvorgänge
unter den gleichen Bedingungen durchgeführt werden sollen. Wahlweise kann der Widerstand
9 mit einer Skala versehen werden, die die richtigen Einstellungen für das Aufspulen
verschiedener Drahtstärken und von Drähten aus verschiedenen Werkstoffen anzeigt.
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In Fig.2 ist ein Teil des Stromkreises gemäß Fig. i dargestellt, und
zwar unter Verwendung der gleichen Bezugszeichen für die gleichen Teile. Gemäß dieser
Ausführungsform ist in der Speiseleitung des Motors i ein zusätzlicher Schalter
12 vorgesehen. Ein Hilfsstromkreis 13 ist an einem Ende mit den Polen a des Schalters
12 und an seinem anderen Ende mit der Wechselstromzuführungsleitung von der Statorwicklung
2 zu dem nicht dargestellten Gleichrichter 8 verbunden. In den Hilfsstromkreis 13
ist ein veränderlicher Widerstand und/oder eine Drossel 14 eingeschaltet. Die Anordnung
arbeitet in der folgenden Weise: Vor dem Anlaufen des Drahtziehmaschinenmotors i
wird der Schalter 12 so betätigt, daß er Kontakt mit den Polen a macht, wobei die
Feldwicklung des Spulenmotors mit ihrer Stromquelle verbunden und der Schalter 4
geschlossen ist. Der von der Wechselstromquelle 3 kommende Strom fließt nach dem
Gleichrichter 8 und speist den Anker des Spulenmotors mit Gleichstrom. Der Spulenmotor
ist be strebt, die Drahtspule in Drehung zu versetzen, jedoch wird eine solche Drehung
dadurch verhindert, daß der von der @Drahtziehmaschine kommende Draht mit der Spule
verbunden ist. Auf diese Weise wird durch den Spulenmotor eine Vorspannung des an
der Spule festen Drahts erzeugt. Die Größe dieser Spannung kann durch Einstellung
des Widerstands und/oder der Drossel 14 verändert werden. Der bzw. die letztere
kann so eingestellt werden, daß er die genauen Einstellungen für das Aufspulen von
verschiedenen Drahtstärken und/oder Draht aus verschiedenen Werkstoffen anzeigt.
Sobald mit dem Drahtziehen begonnen werden soll, wird der Schalter 12 mit seinen
Polen b geschlossen, und es ist dann die Wechselstromzuführung 3 mit dem Stator
des Motors i verbunden, so daß die Anordnung in der oben unter Bezugnahme auf Fig.
i beschriebenen Weise arbeitet.
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Gemäß Fig. 3 ist der Spulenmotor 5 mit den Gleichstromklemmen des
Gleichrichters 8 verbunden, dessen Wechselstromseite mit der Rotorwick-
Jung
t5 des HauptantriebI-niotors 1 über Schleif ringe 16 verbunden ist. Der Spulenmotor
5 ist mit einer besonders erregten Feldwicklung 6 versehen, wie bei der oben unter
Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebenen Anordnung und ferner mit einer in Reihe geschalteten
Feldwicklung 17. Eine Änderung der .lufspulspannung des Drahts kann durch Einstellung
des Widerstands 9 von Hand und/oder Änderung der Feldstärke der Wicklung
17, die zu diesem Zwecke mit einer Reihe von Anzapfungen versehen ist, erfolgen.
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Die Erfindung ist nicht auf die besonderen oben beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt. Beispielsweise kann der in Fig. 1 beschriebene Spulenmotor mit einer
in Reihe geschalteten Feldwicklung ausgerüstet sein, und die Anordnung, die an Hand
von Fig.3 beschrieben ist, kann mit ein Drehmoment am abgebremsten Spulenmotoranker
bewirkendem Stromkreis ausgerüstet sein, wie in bezug auf Fig. 2 beschrieben. Ferner
kann es, um die Größe des Gleichrichters 8 zu begrenzen, insbesondere wenn dieser
ein solcher des Metallscheibentyps ist, vorzuziehen sein, zwischen den Gleichrichter
und dem Hauptantriebsmotor t einen Transformator zu schalten. Ein solcher Transformator
kann ferner mit einstellbaren Anzapfungen seiner Primär- und/oder Sekundärwicklungen
ausgerüstet werden, um dadurch noch ein weiteres Mittel zur Änderung der Aufspulspannung,
die dem Draht erteilt wird, zu schaffen.