DE8533C - Neuerungen an ORENDI'S Mähmaschine. (Zusatz zu P. R. 4741) - Google Patents
Neuerungen an ORENDI'S Mähmaschine. (Zusatz zu P. R. 4741)Info
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Description
PATENTSCHRIFT
1879.
Klasse-45.
GOTTFRIED ORENDI in LESCHKIRCH (Siebenbürgen).
Neuerun gen an O r e η d i 's Mähmaschine.
. ' , -J Zusatz-Patent zu No. 4741 vom 19. Juni 1878. ,'.;!■■■'
·" Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Mai 1879 ab.
Längste Dauer: 18. Juni 1893. '; ■■ ·
Die leitenden Gedanken sind bei vorliegender Construction dieselben wie bei der früheren,
die unter No. 4741 patentirt ist. Nämlich:
1. Die gleichzeitige Rotationsbewegung der
inneren Maschine, wie die Vorwärtsbewegung des ganzen Apparates durch eine und dieselbe
Stofskraft (Menschen- oder Thierkraft).
2. Das" dem Getreideschnitt vorarbeitende Eingreifen eines horizontalen Kammes in das
Getreide.
3. Bei der Einrichtung der Maschine zum
■ Getreideschnitt: der Schnitt von einer Anzahl • (hier z. B. acht) mit einer Trommel über den
Kamm kreisenden Messer, durch die in den Kammlücken die Getreidebüschel abgescheert
werden. . .
Bei der Einrichtung der Maschine zum Grasschnitt : nach. Entfernung des oben erwähnten
Kammes, der Schnitt der an der kreisenden· Trommel in diesem Falle verschiebbar angesetzten
Messer, welche, über den Wiesenrasen laufend,'das Gras wie mit Sensen abschneiden.
4. Der sofortige Wegtransport der geschnittenen Getreidehalmbüschel sowie des geschnittenen
Grases von der Schnittstelle durch mitkreisende Raffarme.
5. Die Führung der geschnittenen Halme um die Trommel, ohne dafs dieselben umgelegt
werden, an besonderen mit der Trommel krei-r senden Ablegeringen. ·
6. Die Sammlung der stehenden Getreidehalmbüschel zu ganzen Garben im Fangraum
der Maschine; beim Grasschnitt: die Ablegung in Schwaden. ' ...
Auf beiliegender Zeichnung zeigt:
Fig. ι bis 4 die Getreidemähmaschine, und zwar
Fig. ι eine perspectivische Ansicht der Maschine,
welche das Gröfsenverhältnifs derselben zum Zugthier ausdrückt, ,'■.
Fig. 2 den Grundrifs, ■■■■.'".
Fig. 3 die Seitenansicht, ;
Fig. 4 einen Querschnitt. . .
: Fig. s bis 8 die Grasmähmaschine, und zwar
Fig. 5 den Längsschnitt, "■
Fig. 6 die Vorderansicht,
Fig. 7 den Grundrifs,
Fig. 8 die Messer und Raffarme in ver-'
gröfsertem Mafsstabe.
I. Getreidemähmaschine.
1 Die ganze Maschine ruht auf zwei Fahrrädern
r, Fig. 4, welche fest auf einer Axe b sitzen. Die Axe ruht mit ihren Stirnzapfen in
verstellbaren Lagern/, welche an einem schmiedeisernen Kreuzgestell e angeschraubt sind. Die
Enden der Stirnzapfen treten durch die Lager / hindurch und sind gegen seitliches Verschieben ,
durch Schlufsmuffen gesichert. Die Lager / , sind nur in verticaler Richtung verstellbar, und
zwar haben sie in der Fig. ,3 und 4 die höchste Stellung, wobei die kürzeste- Stoppel erzielt
wird. Zur Erzielung einer etwa gewünschten ungewöhnlich hohen Stoppel sind der Maschine
ein Paar längere Reservelager beigegeben, und werden diese dann angelegt. Das Verstellen
der Lager und das Anlegen der Reservelager kann am einfachsten geschehen, wenn man die
Maschine auf die linke Seite überkippt; alsdann kann man von der Unterseite der Maschine
ohne Hindernifs zu den Lagern gelangen.
Das Kreuzgestell e bildet gewissermafsen das Skelett der Maschine, auf welchem die übrigen .
Theile ruhen. In der Mitte des Ganzen ist die verticale Welle d, welche mit der Fahraxe
b durch ein konisches Räderpaar verbungen ist und bei der Fahrt der Maschine' in
Rotation versetzt wird. Die Welle d überträgt nun ihre rotirende Bewegung durch die weiter
unten erwähnte Kuppelung auf die Trommel a, deren Zweck es ist, mittelst der an ihr an-i
gemachten Messer die beabsichtigte Mäharbeit zu verrichten. Die Welle d ruht mit ihrem
unteren Ende in einem Spurlager c, welches .auf der Axe b sitzt und sich einerseits an
einen auf derselben fest angeschweifsten Bund, andererseits an das auf derselben festgekeilte
konische Rad anlegt. .Um eine Aushebung des Wellzapfens aus dem Lager zu verhüten, hat
ersterer einen Bund, welcher vom Lager umfafst wird. Die Trommel α sitzt mit ihrer
Nabe lose auf der Welle d und wird durch eine Klauenkuppelung, die durch eine Spiralfeder
niedergedrückt wird, in feste Verbindung
· mit der Welle gebracht. Der Stellring, welcher der Spiralfeder den Anschlag nach oben bietet,
'kann höher oder niedriger durch einen Stift
. und entsprechende Löcher oder Stellschrauben in der Welle d festgehalten werden, je nachdem
man durch Verstellen der Lager / die Maschine hebt, damit die Spirale allemal mit
gleicher Spannung die Klaiienkuppelung zusam- : mendrückt. Y Von aufsen ist auf der Trommel
ein Blechkegel aufgesetzt, welcher einerseits die Kuppelung gegen die Halme schützt und andererseits
den Halmbüscheln, welche von den Raffarmen getragen werden, eine Gleitfläche
,bietet, damit sie mit ihren Aehrenenden nicht knicken. Durch die Anwendung der bisherigen
Kuppelung wird ein doppelter Vortheil erreicht: einmal rotirt die Trommel infolge ihrer Beharrung
bei plötzlichem Stillstand der Maschine weiter, während in entgegengesetztem Falle die
Zähne der konischen Räder den ganzen Wider-
■ stand aufnehmen müfsten; andererseits wird bei -dem Lenken der Maschine die Trommel ohne
Rücksicht auf den Gang der Fahrräder ihre Drehung fortsetzen und auch bei scharfer Wendung
um die Ecke einen reinen Ausschnitt liefern. Die Trommel α bildet in ihrer Grundform
einen abgestumpften Kegel. Sie ist aus einer kreisrunden, jedoch durchbrochenen Bodenscheibe
mit angegossener Nabe und einem .viertheiligen Kegelmantel zusammengesetzt (siehe
Fig. 2 und 4). .
Jeder Quadrant des Umfanges trägt z. B. je zwei Messer und bezw. Raffanne. Die Bodenscheibe
tritt noch über die Oberkante der Trommel hinaus und bildet einen vorstehenden Ri1^g; desgleichen ist auf der halben Höhe der
Trommel ein zweiter Ring angebracht. Der Zweck dieser Ringe wird weiter'unten erklärt.
Die Trommel a, Fig. 2 und 4, trägt vor ihrer Unterkante die Messer y, welche mit
Klemmschrauben an besondere Messerhalter h ' befestigt sind. Die letzteren bestehen aus einem
im Winkel gebogenen Flacheisen und werden von zwei Leisten umfafst und von je einer
Schraube gehalten. Die Leisten sind an der Trommel angegossen. Die am Messerrücken
aufsteigende Leiste ist zu einem Scharnierauge vergrößert und trägt den unteren Raffarm z.
Letzterer besteht aus zwei Blechstreifen, welche ihrerseits auch durch ein Scharnier verbunden
sind. Um beide erwähnte Scharnierbolzen' sind Spiralfedern eingelegt, welche den zweitheiligen
Raffarm immer rechtwinklig . um den Messerhalter, legen; die Spiralfedern gestatten jedoch
auch eine vollständige Streckung des Raffarmes, wie die punktirte Stellung es in Fig. 2 andeutet.
Diese Gestaltung der unteren Raffarme hat den Zweck, dafs beim. Eingreifen derselben in das
Halmstroh eine entsprechende Menge abgetheilt wird, welche von dem betreffenden Messer
dann abgeschnitten wird. Das äufsere Glied dieser unteren Raffarme ζ ist keilförmig abgeschrägt
und unterfängt auch geknickte und umgelegte Halme , und hebt dieselben auf, ehe sie geschnitten werden.
Ueber dieser untersten Reihe befindet sich noch eine zweite Reihe von Raffarmen h, Fig. 2
und 4, welche ebenfalls durch eine um den Scharnierbolzen gelegte Spiralfeder sich radial
und tangential zur Trommel stellen können. Damit nun die Halme nicht mit den Scharnieren
der Raffarme in Collision gerathen, werden die Halme durch die · beiden oben erwähnten
vorstehenden Ringe von den Scharnieren entfernt .gehalten. 1
Der Kamm χ, Fig. 2 und 3, ist aus Gufsstahl
gefertigt und die Lücken sind mit ganz besonderer Sorgfalt construirt, damit deren
Ränder mit den scharf darüber gleitenden Messern eine wirkliche Scheere bilden. · Die
Form der Zähne t' und /", Fig. 2, ist insofern eigenthUmlich, als ihre eine Flanke parallel
mit der Axe der Maschine läuft, während die andere, die der Drehung der Trommel entgegengesetzte
Flanke keilförmig anwächst. Der mittlere Zahn t V Fig. 2 und 3 , ist' etwas länger
als die übrigen und hat eine kufenförmige Sohle zum Schutz gegen das Einfahren des Kammes
in den Erdboden. Zu beiden Seiten des Kam- mes treten recht weit zwei Stofszähne t, Fig. 2
und 3, vor, welche der Begrenzung und Breite des Schnittes entsprechen. Die Sohle der
Spitze dieser Stofszähne ist ebenfalls kufenartig gestaltet. Eine verticale Wand, welche sich auf
jeden aufsetzt, ist nach der Zahnspitze zu abgeschrägt und scheidet die zu schneidenden
Halme von den übrigen. Der Kamm liegt mit seinen Enden auf den verlängerten Armen 'des
Kreuzgestells e, Fig. 2, auf und ist hier mit einigen Schrauben befestigt; zugleich erhält
derselbe in' der Mitte noch eine Unterstützung durch eine Strebe s, Fig. 2 und 3, welche von
der Nabe des Kreuzgestells ausgeht.
Die Drehung der Messertrommel· geschieht, von oben gesehen, mit dem Zeiger der Uhr,'
daher ist der .Fangraum für die geschnittenen Halme, d. i. der Sammelraum für die entstehende
Garbe, auf der rechten Seite der Maschine. Der ■ Fangraum hat einen fast geschlossenen
Kreis zum Grundrifs. Die Grundfläche' q, Fig. 2, 3 xind 4, ist aus Holz hergestellt und
liegt mit der Oberfläche des Kammes nicht in einer Ebene, sondern etwas tiefer. Der über
die Verticalebcne der Stofszähnc hinüberreichende Thcil ist mit Scharnieren zum Umlegen eingerichtet,
was beim Transport der Maschine zweckdienlich erscheint. Die Seiten des Fangraumes
sind durch Bogenstücke aus Flacheisen abgeschlossen,
und zwar sitzen zwei derselben, die Bogenstücke g', Fig. 2, 3 und 4, an dem
aufsteigenden Arm des Kreuzgestells e, während die beiden ergänzenden Bogenstücke g an einer
besonderen Säule / angeschraubt sind. Die auf der Aufsenseite liegenden Stücke der Bogen g
sowie die Bogenstücke g' sind elastisch und lassen sich soweit öffnen, dafs man eine, den
Fangraum ausfüllende Garbe zwischen denselben hindurch ziehen kann. Wie in Fig. 3 und 4
ersichtlich, sind die beiden elastischen Bogenpaare übereinanderliegend, damit sie beim Nachschnellen
nicht auf einander treffen. Die inneren, als Fangarme dienenden Stücke der
Bogen g sind stabil und greifen unter die mehrerwähnten vorstehenden Ringe und. fangen dadurch
die von den Raffarmen geführten Halmbüschel auf. In diesem Moment legen sich die
Raffarme um, wie die punktirten Stellungen es andeuten, durch den Widerstand, welchen die
festen Fangayme den Halmen bieten, und die Halme bleiben im Abfangraum der Maschine
stehen. Durch Lockern der Befestigungsbolzen können die über die Verticalebene der Stofszähne
hinüberstehenden Bogen g und g' beim Transport der Maschine entsprechend zurückgelegt
werden. Auf der dem Fangraum entgegengesetzten Seite der Maschine befinden,
sich ebenfalls feste Arme i, Fig. 2 und 4, am verlängerten Kreuzgestell befestigt; diese haben
die Bestimmung, beim Einfahren der Maschine in das Getreide die auf dieser Seite befindlichen
Halme aufzufangen, damit sie in stehender Stellung von den Raffarmen der Maschine
mitgeführt werden.
Ein Mann geht nun neben der Maschine her und schiebt, so oft eine zu einer Garbe genügende
Menge geschnittener Halme im Fangraum vorhanden ist, das U-förmige Handblech
g", Fig. 2 und 3, ein und führt, mit der einen Hand das eine Ende des Garbenbandes
haltend, unter dem Schutz des Handblechs durch die Halme durchgreifend, das Garbenband
um dieselben und zieht die Garbe nach vorn durch die sich öffnenden und sofort sich
wieder schliefsenden elastischen Arme g und g1 ,
heraus. .Das Handblech verhindert zugleich
das Mitheraustreten der nachrückenden geschnittenen Halme. ·
Die ganze Maschine wird vom hinteren Ende vermittelst der beiden Deichselarme «',Fig. .2
und 3, dirigirt; letztere sind daher mit dem Kreuzgestell einmal direct fest verbunden,' und
zweitens durch ein PaarJ Streben s', Fig. 2, 3 und 4, gegen die Nabe. des Kreuzgestells abgesteift.
Beim Arbeiten sowohl wie beim Leergang wird die Kraft immer unmittelbar durch
Schub oder Zug auf die Fahraxe: übertragen. Die beiden Deichselarme erhalten aufscrdcm
noch eine Verbindung durch einen Bügel /',
Fig. 2, 3 und 4, welcher von den beiden Säulen I ausläuft und zugleich zur Befestigung des
Leitseiles · für das Zugthier dient. . .
Damit die Maschine nach aufsen hin überall abgeschlossen ist und Verletzungen durch die
rotirenden Messer vermieden werden, sind zwischen den Säulen I und von da nach dem
linksliegenden Arm des Kreuzgestells e", Fig. 2, feste Blechwände angebracht.
Das Uebergewicht der Maschine auf ihrem hinteren Ende mufs durch eine Walze oder
Rolle aufgehoben werden, und zwar empfiehlt es sich bei der Maschine für den Handbetrieb,
die Walze v, Fig. 7, anzubringen oder die Laufrolle n, Fig. 2 und 3, welche an einem Schlepplager
hängt und sich um einen verticalen Bolzen drehen kann. Eine Querverbindung« zwischen
den Deichselarmen trägt dann die Lagerung für den Drehzapfen des Schlepplagers.
Bei gröfseren Maschinen, welche mit einem Zugthier (oder höchstens mit zweien) betrieben
werden, sind am besten zwei Laufrollen anzubringen, und da die Maschine einseitig arbeitet,
so dürfen die Rollen mit ihrem Schlepplager auch nur nach einer Richtung hin ausweichen.
Man wird daher die Augen für den Zapfen der Schlepplager beiderseits einseitig an die Säulen
/ befestigen, so dafs sie beide nach der linken Seite der Maschine zeigen. Die Laufrollen
können in demselben Mafse, wie die Fahraxe der Maschine niedriger oder höher gesetzt
wird,, auch verstellt werden, damit die sich selbst überlassene Maschine immer horizontal
zu stehen kommt.
Wird die Maschine durch Thiere in Betrieb gesetzt, so wird eine Scheere mit Bolzen in die
Augen 0, Fig. 2 und 3, der Deichselarme eingehängt, und das Zugthier so eingespannt, wie
Fig. ι zeigt; zugleich besorgt der hinter dem Zugthier einhergehende Treiber mit der Hand
an der Scheere die nöthige Steuerung der Maschine.
Wird dagegen die Maschine durch Menschenkraft in Betrieb gesetzt, so laufen die festen
Deichselarme e' in Handhaben aus, Fig. 5 und 6r an denen der Mensch die Maschine w'ie
einen Schiebkarren vor sich her-stöfst. Selbstverständlich
wird für diesen Fall die Maschine in kleineren Dimensionen und möglichst leicht gebaut, und rücken die Fahrräder ganz nahe
zusammen (s. Fig. 6). :.'
II. Grasmähmaschine. ;
Bei der Einrichtung der Maschine zum Grasschnitt wird die Trommel oder der Korb aus
leichtem Material hergestellt. und besteht aus der Bodenscheibe a, Fig. S, '6 und ^, mit angegossener
Nabe. Von der Bodenscheibe laufen eine Anzahl Rippen aus, auf welche die con-
centrischen Ringe α' α" befestigt sind. Der
untere Ring a' besteht aus Winkeleisen, dessen einer Schenkel einen horizontalen, vorstehenden
Ring bildet, welcher identisch mit den Ringen bei der zum Getreideschnitt eingerichteten Maschine
ist und auch dieselben Functionen zu verrichten hat. Die Grundform der Trommel
ist hier auch ein abgestumpfter Kegel, jedoch von geringerer Höhe und flacherem Mantel.
Die Fahrräder ϊ, Fig. 6, sind so nahe wie möglich
zusammengebraqht, und ihre Axe b ruht, gleich wie bei der ersten Einrichtung der Maschine,
in ihren (hier nicht verstellbaren) Lagern /, welche auf der Gabel des Kreuzgestells e
-- aufgeschweifst sind. I/ Der Betrieb der verticalen
Trommel welle d, die sich im Lager c führt,
geschieht auch durch konische Zahnräder. Der Korb kann mit seiner Nabe fest auf der Welle d
aufgesetzt, oder besser auch blos angekuppelt sein. Es dürfte sich empfehlen, die praktische
Ausführung der Maschine in ihrer Einrichtung zum Grasschnitt nur auf die Gröfse zum Handbetrieb
auszudehnen, daher sind hier die Deichselarme m, Fig. 5, 6 und 'η, gleich mit
Handhaben versehen. Die Deichselarme sind mit dem Kreuzgestell auch einmal direct und
dann durch die Streben V, Fig. 5, stabil verbunden. Ein Gitter i, Fig. 5, 6 und \, ist
halbkreisförmig um den rotirenden Korb herumgelegt, damit nur die arbeitende Seite der Ma-
L- schine die Messer frei läfst/ Zur Ausbalancirung
der Maschine und weiterer Verbindung der Deichselarme ist eine Walze v, Fig. 5 und 7,
. angebracht, deren Axe wie ein Stehbolzen zwischen,
den Deichselarmen sitzt. Die Messer erfahren bei dieser Einrichtung der Maschine
nur insofern eine Aenderung, als sie nicht fest am Korb sitzen, sondern sich in der Richtung
des Messerhalters verschieben lassen und sich dadurch einerseits zur Erzielung einer ganz
kurzen Stoppel dem Boden anschmiegen, andererseits, wenn ein Hindernifs, etwa ein Stein,
die Messerschneide trifft, aufsteigen können. Damit das Messer einem solchen Hindernifs
eher ausweiche, ist die Axe des Messerhalters unter einem spitzen Winkel gegen die Diametralebene des (Korb-) Kegels gelegt; die Schneide
des Messers ist 'nahezu normal gegen die Axe des Messerhalters gerichtet, so dafs ein Widerstand an der Messerschneide den Druck axial
auf den Messerhalter fortpflanzt. Der Messerhalter wird durch Augen, die an den Ringen
a" und a', Fig. 5 und 8, befestigt sind,. geführt
und durch eine Spiralfeder immer auf die tiefste Stellung niedergedrückt. Ein Kloben w, Fig. 5,
6, 7 und 8, mit einem Finger bildet den oberen Anschlag. Das Messer s, Fig. 8, hat einen
Schlitz, welcher die Klemmschraube' k" umfafst,
während es sich mit einer geraden Seite an eine vorspringende Kante des Messerträgers anlegt
und so keiner Verschiebung ausgesetzt ist. Damit nun das Messer immer in gleicher Höhe
über dem Grasboden gleitet , ist auf seiner Unterseite eine doppelte Kufe k', Fig. 5 und 8,
durch ein und dieselbe Schraube k" befestigt.
Diese Kufen werden als Reservestücke beigegeben und zwar mehrere Sätze von verschie^
dener Höhe für die verschiedenen Stoppelhöhen, welche z.B. auf Sumpf- oder Bergwiesen, beim
Kleeschnitt u. s. w. gewünscht werden.
Auf dem Winkeleisenring a', Fig. 5 und 8,
ist ein Raffarin t mit Scharniergelenk befestigt, der durch eine Spiralfeder in gleicher Weise
wirkt, wie bei der zum Getreideschnitt eingerichteten Maschine.
Die Messer s, deren Stellung und Zahl nur durch die Begrenzungslinie in Fig. 7 gezeigt
ist, gleiten auf der arbeitenden Seite in der Kufenhöhe auf dem-Grasboden und mähen, wie
Sensen, die Halme ab, während sie auf der entgegengesetzten Seite ihren Weg über die
Deichselarme nehmen müssen. Zu diesem Zweck ist der Finger w, Fig. 5 und 8, angebracht,
welcher nach dem Schnitt des bezw. Messers auf eine Leitschiene A", Fig. 5, 6 und 7, aufläuft.
Dadurch wird der Messerhalter gehoben und über die Deichselarme geführt. Die Leitschiene
//", Fig. 7, wird am Kreuzgestell befestigt.
Ein Fangarm n, Fig. 6 und 7, an der rechten Seite der Maschine greift unter den
horizontalen Ring a' und hebt die Grasschnitte ab, welche sich in Schwaden auf die Seite
legen. Die Messer sind am besten aus dünnem Sensenstahl zu machen, damit ihre
Schneide gedengelt werden kann.
Eine gröfsere Tourenzahl des Korbes ist beim Grasschnitt nicht allein zulässig, sondern
auch wünschenswerth, und kann man dieselbe durch gröfsere Uebersetzung des Rädervorgeleges
oder durch · kleinere Fahrräder erreichen.
Die offenen Felder zwischen den Ringen und Rippen des Korbes sind zweckmäfsig zu verkleiden,
wozu man entweder dünnes Blech oder starkes Leinen verwenden kann.
Claims (9)
1. An der Orendi'schen Mähmaschine die
Anbringung, von im Bogen aufsteigenden
Deichselarmen zur Aufnahme der Stofs- und bezw. Zugkraft. . ·..'.■■.
2. An derselben Maschine die Lagerung der
verticalen Welle d aufser in einem Leitlager • des .Kreuzgestells e in dem eigentümlichen,
auf der Fahraxe sitzenden Spurlager.
3. Die flantschenartigen Ringe an der rotirenden Trommel zum Zweck des Transports
der gemähten Halme nach dem Fangraum, sowie die elastischen Fangarme g und g'.
4. Die eigentümliche, einen reinen Scheeren-■■.·
schnitt begünstigende Gestaltung der Kammzinken, sowie die Anbringung von kufen-
.' förmigen Sohlen einestheils ■■ an der verlängerten
Mittelzinke, anderentheils an den beiden langen Endzähnen, die jetzt auch
die Träger der Seitenwände bilden, im · wesentlichen wie dargestellt. \
5·' Der Hut k zum Zweck der Stützung der
Halme und zum Schutz der inneren Theile dienend, welcher Hut in seiner Höhe je nach der Länge der Halme variirt werden
kann.
6, Zur Ausbalancirung der besagten Maschine die Lauf- oder Walzrollen.
7. Die allgemeine Anordnung der Maschine für Handbetrieb, wie in den Fig. 5, 6und 7
beispielsweise mit Bezug aufs Mähen von Gras mittelst Sensenschnitt veranschaulicht
ist, die jedoch auch in Combination mit den betreffenden, in den anderen Figuren
dargestellten Theilen zum Mähen von HaI-menfrücliten unter Anwendung des Scheerenschnittes
Verwendung finden kann.
8. Die eigenthümlichen Senserimesser zum Grasschnitt nebst deren Träger, sowie die Vorrichtung
zum Hinwegheben der Messer über die Deichselarme.
9. In Verbindung mit den federnd geführten Trägern und den Messern die Kufen k,
Fig. 8. ' ■■/..-■■■■ ';
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8533C true DE8533C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8533D Active DE8533C (de) | Neuerungen an ORENDI'S Mähmaschine. (Zusatz zu P. R. 4741) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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