DE8533C - Neuerungen an ORENDI'S Mähmaschine. (Zusatz zu P. R. 4741) - Google Patents

Neuerungen an ORENDI'S Mähmaschine. (Zusatz zu P. R. 4741)

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DE8533C
DE8533C DENDAT8533D DE8533DA DE8533C DE 8533 C DE8533 C DE 8533C DE NDAT8533 D DENDAT8533 D DE NDAT8533D DE 8533D A DE8533D A DE 8533DA DE 8533 C DE8533 C DE 8533C
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G. ORENDI in Leschkirch in Siebenbürgen
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Description

PATENTSCHRIFT
1879.
Klasse-45.
GOTTFRIED ORENDI in LESCHKIRCH (Siebenbürgen). Neuerun gen an O r e η d i 's Mähmaschine.
. ' , -J Zusatz-Patent zu No. 4741 vom 19. Juni 1878. ,'.;!■■■'
·" Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Mai 1879 ab.
Längste Dauer: 18. Juni 1893. '; ■■ ·
Die leitenden Gedanken sind bei vorliegender Construction dieselben wie bei der früheren, die unter No. 4741 patentirt ist. Nämlich:
1. Die gleichzeitige Rotationsbewegung der inneren Maschine, wie die Vorwärtsbewegung des ganzen Apparates durch eine und dieselbe Stofskraft (Menschen- oder Thierkraft).
2. Das" dem Getreideschnitt vorarbeitende Eingreifen eines horizontalen Kammes in das Getreide.
3. Bei der Einrichtung der Maschine zum ■ Getreideschnitt: der Schnitt von einer Anzahl • (hier z. B. acht) mit einer Trommel über den Kamm kreisenden Messer, durch die in den Kammlücken die Getreidebüschel abgescheert werden. . .
Bei der Einrichtung der Maschine zum Grasschnitt : nach. Entfernung des oben erwähnten Kammes, der Schnitt der an der kreisenden· Trommel in diesem Falle verschiebbar angesetzten Messer, welche, über den Wiesenrasen laufend,'das Gras wie mit Sensen abschneiden.
4. Der sofortige Wegtransport der geschnittenen Getreidehalmbüschel sowie des geschnittenen Grases von der Schnittstelle durch mitkreisende Raffarme.
5. Die Führung der geschnittenen Halme um die Trommel, ohne dafs dieselben umgelegt werden, an besonderen mit der Trommel krei-r senden Ablegeringen. ·
6. Die Sammlung der stehenden Getreidehalmbüschel zu ganzen Garben im Fangraum der Maschine; beim Grasschnitt: die Ablegung in Schwaden. ' ...
Auf beiliegender Zeichnung zeigt:
Fig. ι bis 4 die Getreidemähmaschine, und zwar
Fig. ι eine perspectivische Ansicht der Maschine, welche das Gröfsenverhältnifs derselben zum Zugthier ausdrückt, ,'■.
Fig. 2 den Grundrifs, ■■■■.'".
Fig. 3 die Seitenansicht, ;
Fig. 4 einen Querschnitt. . .
: Fig. s bis 8 die Grasmähmaschine, und zwar
Fig. 5 den Längsschnitt, "■
Fig. 6 die Vorderansicht,
Fig. 7 den Grundrifs,
Fig. 8 die Messer und Raffarme in ver-' gröfsertem Mafsstabe.
I. Getreidemähmaschine.
1 Die ganze Maschine ruht auf zwei Fahrrädern r, Fig. 4, welche fest auf einer Axe b sitzen. Die Axe ruht mit ihren Stirnzapfen in verstellbaren Lagern/, welche an einem schmiedeisernen Kreuzgestell e angeschraubt sind. Die Enden der Stirnzapfen treten durch die Lager / hindurch und sind gegen seitliches Verschieben , durch Schlufsmuffen gesichert. Die Lager / , sind nur in verticaler Richtung verstellbar, und zwar haben sie in der Fig. ,3 und 4 die höchste Stellung, wobei die kürzeste- Stoppel erzielt wird. Zur Erzielung einer etwa gewünschten ungewöhnlich hohen Stoppel sind der Maschine ein Paar längere Reservelager beigegeben, und werden diese dann angelegt. Das Verstellen der Lager und das Anlegen der Reservelager kann am einfachsten geschehen, wenn man die Maschine auf die linke Seite überkippt; alsdann kann man von der Unterseite der Maschine ohne Hindernifs zu den Lagern gelangen.
Das Kreuzgestell e bildet gewissermafsen das Skelett der Maschine, auf welchem die übrigen . Theile ruhen. In der Mitte des Ganzen ist die verticale Welle d, welche mit der Fahraxe b durch ein konisches Räderpaar verbungen ist und bei der Fahrt der Maschine' in Rotation versetzt wird. Die Welle d überträgt nun ihre rotirende Bewegung durch die weiter unten erwähnte Kuppelung auf die Trommel a, deren Zweck es ist, mittelst der an ihr an-i
gemachten Messer die beabsichtigte Mäharbeit zu verrichten. Die Welle d ruht mit ihrem unteren Ende in einem Spurlager c, welches .auf der Axe b sitzt und sich einerseits an einen auf derselben fest angeschweifsten Bund, andererseits an das auf derselben festgekeilte konische Rad anlegt. .Um eine Aushebung des Wellzapfens aus dem Lager zu verhüten, hat ersterer einen Bund, welcher vom Lager umfafst wird. Die Trommel α sitzt mit ihrer Nabe lose auf der Welle d und wird durch eine Klauenkuppelung, die durch eine Spiralfeder niedergedrückt wird, in feste Verbindung
· mit der Welle gebracht. Der Stellring, welcher der Spiralfeder den Anschlag nach oben bietet, 'kann höher oder niedriger durch einen Stift
. und entsprechende Löcher oder Stellschrauben in der Welle d festgehalten werden, je nachdem man durch Verstellen der Lager / die Maschine hebt, damit die Spirale allemal mit gleicher Spannung die Klaiienkuppelung zusam- : mendrückt. Y Von aufsen ist auf der Trommel ein Blechkegel aufgesetzt, welcher einerseits die Kuppelung gegen die Halme schützt und andererseits den Halmbüscheln, welche von den Raffarmen getragen werden, eine Gleitfläche
,bietet, damit sie mit ihren Aehrenenden nicht knicken. Durch die Anwendung der bisherigen Kuppelung wird ein doppelter Vortheil erreicht: einmal rotirt die Trommel infolge ihrer Beharrung bei plötzlichem Stillstand der Maschine weiter, während in entgegengesetztem Falle die Zähne der konischen Räder den ganzen Wider-
■ stand aufnehmen müfsten; andererseits wird bei -dem Lenken der Maschine die Trommel ohne Rücksicht auf den Gang der Fahrräder ihre Drehung fortsetzen und auch bei scharfer Wendung um die Ecke einen reinen Ausschnitt liefern. Die Trommel α bildet in ihrer Grundform einen abgestumpften Kegel. Sie ist aus einer kreisrunden, jedoch durchbrochenen Bodenscheibe mit angegossener Nabe und einem .viertheiligen Kegelmantel zusammengesetzt (siehe Fig. 2 und 4). .
Jeder Quadrant des Umfanges trägt z. B. je zwei Messer und bezw. Raffanne. Die Bodenscheibe tritt noch über die Oberkante der Trommel hinaus und bildet einen vorstehenden Ri1^g; desgleichen ist auf der halben Höhe der Trommel ein zweiter Ring angebracht. Der Zweck dieser Ringe wird weiter'unten erklärt.
Die Trommel a, Fig. 2 und 4, trägt vor ihrer Unterkante die Messer y, welche mit Klemmschrauben an besondere Messerhalter h ' befestigt sind. Die letzteren bestehen aus einem im Winkel gebogenen Flacheisen und werden von zwei Leisten umfafst und von je einer Schraube gehalten. Die Leisten sind an der Trommel angegossen. Die am Messerrücken aufsteigende Leiste ist zu einem Scharnierauge vergrößert und trägt den unteren Raffarm z. Letzterer besteht aus zwei Blechstreifen, welche ihrerseits auch durch ein Scharnier verbunden sind. Um beide erwähnte Scharnierbolzen' sind Spiralfedern eingelegt, welche den zweitheiligen Raffarm immer rechtwinklig . um den Messerhalter, legen; die Spiralfedern gestatten jedoch auch eine vollständige Streckung des Raffarmes, wie die punktirte Stellung es in Fig. 2 andeutet. Diese Gestaltung der unteren Raffarme hat den Zweck, dafs beim. Eingreifen derselben in das Halmstroh eine entsprechende Menge abgetheilt wird, welche von dem betreffenden Messer dann abgeschnitten wird. Das äufsere Glied dieser unteren Raffarme ζ ist keilförmig abgeschrägt und unterfängt auch geknickte und umgelegte Halme , und hebt dieselben auf, ehe sie geschnitten werden.
Ueber dieser untersten Reihe befindet sich noch eine zweite Reihe von Raffarmen h, Fig. 2 und 4, welche ebenfalls durch eine um den Scharnierbolzen gelegte Spiralfeder sich radial und tangential zur Trommel stellen können. Damit nun die Halme nicht mit den Scharnieren der Raffarme in Collision gerathen, werden die Halme durch die · beiden oben erwähnten vorstehenden Ringe von den Scharnieren entfernt .gehalten. 1
Der Kamm χ, Fig. 2 und 3, ist aus Gufsstahl gefertigt und die Lücken sind mit ganz besonderer Sorgfalt construirt, damit deren Ränder mit den scharf darüber gleitenden Messern eine wirkliche Scheere bilden. · Die Form der Zähne t' und /", Fig. 2, ist insofern eigenthUmlich, als ihre eine Flanke parallel mit der Axe der Maschine läuft, während die andere, die der Drehung der Trommel entgegengesetzte Flanke keilförmig anwächst. Der mittlere Zahn t V Fig. 2 und 3 , ist' etwas länger als die übrigen und hat eine kufenförmige Sohle zum Schutz gegen das Einfahren des Kammes in den Erdboden. Zu beiden Seiten des Kam- mes treten recht weit zwei Stofszähne t, Fig. 2 und 3, vor, welche der Begrenzung und Breite des Schnittes entsprechen. Die Sohle der Spitze dieser Stofszähne ist ebenfalls kufenartig gestaltet. Eine verticale Wand, welche sich auf jeden aufsetzt, ist nach der Zahnspitze zu abgeschrägt und scheidet die zu schneidenden Halme von den übrigen. Der Kamm liegt mit seinen Enden auf den verlängerten Armen 'des Kreuzgestells e, Fig. 2, auf und ist hier mit einigen Schrauben befestigt; zugleich erhält derselbe in' der Mitte noch eine Unterstützung durch eine Strebe s, Fig. 2 und 3, welche von der Nabe des Kreuzgestells ausgeht.
Die Drehung der Messertrommel· geschieht, von oben gesehen, mit dem Zeiger der Uhr,' daher ist der .Fangraum für die geschnittenen Halme, d. i. der Sammelraum für die entstehende Garbe, auf der rechten Seite der Maschine. Der ■ Fangraum hat einen fast geschlossenen Kreis zum Grundrifs. Die Grundfläche' q, Fig. 2, 3 xind 4, ist aus Holz hergestellt und liegt mit der Oberfläche des Kammes nicht in einer Ebene, sondern etwas tiefer. Der über
die Verticalebcne der Stofszähnc hinüberreichende Thcil ist mit Scharnieren zum Umlegen eingerichtet, was beim Transport der Maschine zweckdienlich erscheint. Die Seiten des Fangraumes sind durch Bogenstücke aus Flacheisen abgeschlossen, und zwar sitzen zwei derselben, die Bogenstücke g', Fig. 2, 3 und 4, an dem aufsteigenden Arm des Kreuzgestells e, während die beiden ergänzenden Bogenstücke g an einer besonderen Säule / angeschraubt sind. Die auf der Aufsenseite liegenden Stücke der Bogen g sowie die Bogenstücke g' sind elastisch und lassen sich soweit öffnen, dafs man eine, den Fangraum ausfüllende Garbe zwischen denselben hindurch ziehen kann. Wie in Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die beiden elastischen Bogenpaare übereinanderliegend, damit sie beim Nachschnellen nicht auf einander treffen. Die inneren, als Fangarme dienenden Stücke der Bogen g sind stabil und greifen unter die mehrerwähnten vorstehenden Ringe und. fangen dadurch die von den Raffarmen geführten Halmbüschel auf. In diesem Moment legen sich die Raffarme um, wie die punktirten Stellungen es andeuten, durch den Widerstand, welchen die festen Fangayme den Halmen bieten, und die Halme bleiben im Abfangraum der Maschine stehen. Durch Lockern der Befestigungsbolzen können die über die Verticalebene der Stofszähne hinüberstehenden Bogen g und g' beim Transport der Maschine entsprechend zurückgelegt werden. Auf der dem Fangraum entgegengesetzten Seite der Maschine befinden, sich ebenfalls feste Arme i, Fig. 2 und 4, am verlängerten Kreuzgestell befestigt; diese haben die Bestimmung, beim Einfahren der Maschine in das Getreide die auf dieser Seite befindlichen Halme aufzufangen, damit sie in stehender Stellung von den Raffarmen der Maschine mitgeführt werden.
Ein Mann geht nun neben der Maschine her und schiebt, so oft eine zu einer Garbe genügende Menge geschnittener Halme im Fangraum vorhanden ist, das U-förmige Handblech g", Fig. 2 und 3, ein und führt, mit der einen Hand das eine Ende des Garbenbandes haltend, unter dem Schutz des Handblechs durch die Halme durchgreifend, das Garbenband um dieselben und zieht die Garbe nach vorn durch die sich öffnenden und sofort sich wieder schliefsenden elastischen Arme g und g1 , heraus. .Das Handblech verhindert zugleich das Mitheraustreten der nachrückenden geschnittenen Halme. ·
Die ganze Maschine wird vom hinteren Ende vermittelst der beiden Deichselarme «',Fig. .2 und 3, dirigirt; letztere sind daher mit dem Kreuzgestell einmal direct fest verbunden,' und zweitens durch ein PaarJ Streben s', Fig. 2, 3 und 4, gegen die Nabe. des Kreuzgestells abgesteift. Beim Arbeiten sowohl wie beim Leergang wird die Kraft immer unmittelbar durch Schub oder Zug auf die Fahraxe: übertragen. Die beiden Deichselarme erhalten aufscrdcm noch eine Verbindung durch einen Bügel /', Fig. 2, 3 und 4, welcher von den beiden Säulen I ausläuft und zugleich zur Befestigung des Leitseiles · für das Zugthier dient. . .
Damit die Maschine nach aufsen hin überall abgeschlossen ist und Verletzungen durch die rotirenden Messer vermieden werden, sind zwischen den Säulen I und von da nach dem linksliegenden Arm des Kreuzgestells e", Fig. 2, feste Blechwände angebracht.
Das Uebergewicht der Maschine auf ihrem hinteren Ende mufs durch eine Walze oder Rolle aufgehoben werden, und zwar empfiehlt es sich bei der Maschine für den Handbetrieb, die Walze v, Fig. 7, anzubringen oder die Laufrolle n, Fig. 2 und 3, welche an einem Schlepplager hängt und sich um einen verticalen Bolzen drehen kann. Eine Querverbindung« zwischen den Deichselarmen trägt dann die Lagerung für den Drehzapfen des Schlepplagers.
Bei gröfseren Maschinen, welche mit einem Zugthier (oder höchstens mit zweien) betrieben werden, sind am besten zwei Laufrollen anzubringen, und da die Maschine einseitig arbeitet, so dürfen die Rollen mit ihrem Schlepplager auch nur nach einer Richtung hin ausweichen. Man wird daher die Augen für den Zapfen der Schlepplager beiderseits einseitig an die Säulen / befestigen, so dafs sie beide nach der linken Seite der Maschine zeigen. Die Laufrollen können in demselben Mafse, wie die Fahraxe der Maschine niedriger oder höher gesetzt wird,, auch verstellt werden, damit die sich selbst überlassene Maschine immer horizontal zu stehen kommt.
Wird die Maschine durch Thiere in Betrieb gesetzt, so wird eine Scheere mit Bolzen in die Augen 0, Fig. 2 und 3, der Deichselarme eingehängt, und das Zugthier so eingespannt, wie Fig. ι zeigt; zugleich besorgt der hinter dem Zugthier einhergehende Treiber mit der Hand an der Scheere die nöthige Steuerung der Maschine.
Wird dagegen die Maschine durch Menschenkraft in Betrieb gesetzt, so laufen die festen Deichselarme e' in Handhaben aus, Fig. 5 und 6r an denen der Mensch die Maschine w'ie einen Schiebkarren vor sich her-stöfst. Selbstverständlich wird für diesen Fall die Maschine in kleineren Dimensionen und möglichst leicht gebaut, und rücken die Fahrräder ganz nahe zusammen (s. Fig. 6). :.'
II. Grasmähmaschine. ;
Bei der Einrichtung der Maschine zum Grasschnitt wird die Trommel oder der Korb aus leichtem Material hergestellt. und besteht aus der Bodenscheibe a, Fig. S, '6 und ^, mit angegossener Nabe. Von der Bodenscheibe laufen eine Anzahl Rippen aus, auf welche die con-
centrischen Ringe α' α" befestigt sind. Der untere Ring a' besteht aus Winkeleisen, dessen einer Schenkel einen horizontalen, vorstehenden Ring bildet, welcher identisch mit den Ringen bei der zum Getreideschnitt eingerichteten Maschine ist und auch dieselben Functionen zu verrichten hat. Die Grundform der Trommel ist hier auch ein abgestumpfter Kegel, jedoch von geringerer Höhe und flacherem Mantel. Die Fahrräder ϊ, Fig. 6, sind so nahe wie möglich zusammengebraqht, und ihre Axe b ruht, gleich wie bei der ersten Einrichtung der Maschine, in ihren (hier nicht verstellbaren) Lagern /, welche auf der Gabel des Kreuzgestells e
-- aufgeschweifst sind. I/ Der Betrieb der verticalen Trommel welle d, die sich im Lager c führt, geschieht auch durch konische Zahnräder. Der Korb kann mit seiner Nabe fest auf der Welle d aufgesetzt, oder besser auch blos angekuppelt sein. Es dürfte sich empfehlen, die praktische Ausführung der Maschine in ihrer Einrichtung zum Grasschnitt nur auf die Gröfse zum Handbetrieb auszudehnen, daher sind hier die Deichselarme m, Fig. 5, 6 und 'η, gleich mit Handhaben versehen. Die Deichselarme sind mit dem Kreuzgestell auch einmal direct und dann durch die Streben V, Fig. 5, stabil verbunden. Ein Gitter i, Fig. 5, 6 und \, ist halbkreisförmig um den rotirenden Korb herumgelegt, damit nur die arbeitende Seite der Ma-
L- schine die Messer frei läfst/ Zur Ausbalancirung der Maschine und weiterer Verbindung der Deichselarme ist eine Walze v, Fig. 5 und 7, . angebracht, deren Axe wie ein Stehbolzen zwischen, den Deichselarmen sitzt. Die Messer erfahren bei dieser Einrichtung der Maschine nur insofern eine Aenderung, als sie nicht fest am Korb sitzen, sondern sich in der Richtung des Messerhalters verschieben lassen und sich dadurch einerseits zur Erzielung einer ganz kurzen Stoppel dem Boden anschmiegen, andererseits, wenn ein Hindernifs, etwa ein Stein, die Messerschneide trifft, aufsteigen können. Damit das Messer einem solchen Hindernifs eher ausweiche, ist die Axe des Messerhalters unter einem spitzen Winkel gegen die Diametralebene des (Korb-) Kegels gelegt; die Schneide des Messers ist 'nahezu normal gegen die Axe des Messerhalters gerichtet, so dafs ein Widerstand an der Messerschneide den Druck axial auf den Messerhalter fortpflanzt. Der Messerhalter wird durch Augen, die an den Ringen a" und a', Fig. 5 und 8, befestigt sind,. geführt und durch eine Spiralfeder immer auf die tiefste Stellung niedergedrückt. Ein Kloben w, Fig. 5, 6, 7 und 8, mit einem Finger bildet den oberen Anschlag. Das Messer s, Fig. 8, hat einen Schlitz, welcher die Klemmschraube' k" umfafst, während es sich mit einer geraden Seite an eine vorspringende Kante des Messerträgers anlegt und so keiner Verschiebung ausgesetzt ist. Damit nun das Messer immer in gleicher Höhe über dem Grasboden gleitet , ist auf seiner Unterseite eine doppelte Kufe k', Fig. 5 und 8, durch ein und dieselbe Schraube k" befestigt. Diese Kufen werden als Reservestücke beigegeben und zwar mehrere Sätze von verschie^ dener Höhe für die verschiedenen Stoppelhöhen, welche z.B. auf Sumpf- oder Bergwiesen, beim Kleeschnitt u. s. w. gewünscht werden.
Auf dem Winkeleisenring a', Fig. 5 und 8, ist ein Raffarin t mit Scharniergelenk befestigt, der durch eine Spiralfeder in gleicher Weise wirkt, wie bei der zum Getreideschnitt eingerichteten Maschine.
Die Messer s, deren Stellung und Zahl nur durch die Begrenzungslinie in Fig. 7 gezeigt ist, gleiten auf der arbeitenden Seite in der Kufenhöhe auf dem-Grasboden und mähen, wie Sensen, die Halme ab, während sie auf der entgegengesetzten Seite ihren Weg über die Deichselarme nehmen müssen. Zu diesem Zweck ist der Finger w, Fig. 5 und 8, angebracht, welcher nach dem Schnitt des bezw. Messers auf eine Leitschiene A", Fig. 5, 6 und 7, aufläuft. Dadurch wird der Messerhalter gehoben und über die Deichselarme geführt. Die Leitschiene //", Fig. 7, wird am Kreuzgestell befestigt. Ein Fangarm n, Fig. 6 und 7, an der rechten Seite der Maschine greift unter den horizontalen Ring a' und hebt die Grasschnitte ab, welche sich in Schwaden auf die Seite legen. Die Messer sind am besten aus dünnem Sensenstahl zu machen, damit ihre Schneide gedengelt werden kann.
Eine gröfsere Tourenzahl des Korbes ist beim Grasschnitt nicht allein zulässig, sondern auch wünschenswerth, und kann man dieselbe durch gröfsere Uebersetzung des Rädervorgeleges oder durch · kleinere Fahrräder erreichen.
Die offenen Felder zwischen den Ringen und Rippen des Korbes sind zweckmäfsig zu verkleiden, wozu man entweder dünnes Blech oder starkes Leinen verwenden kann.

Claims (9)

Patent-Ansprüche:
1. An der Orendi'schen Mähmaschine die Anbringung, von im Bogen aufsteigenden Deichselarmen zur Aufnahme der Stofs- und bezw. Zugkraft. . ·..'.■■.
2. An derselben Maschine die Lagerung der verticalen Welle d aufser in einem Leitlager • des .Kreuzgestells e in dem eigentümlichen, auf der Fahraxe sitzenden Spurlager.
3. Die flantschenartigen Ringe an der rotirenden Trommel zum Zweck des Transports der gemähten Halme nach dem Fangraum, sowie die elastischen Fangarme g und g'.
4. Die eigentümliche, einen reinen Scheeren-■■.· schnitt begünstigende Gestaltung der Kammzinken, sowie die Anbringung von kufen-
.' förmigen Sohlen einestheils ■■ an der verlängerten Mittelzinke, anderentheils an den beiden langen Endzähnen, die jetzt auch die Träger der Seitenwände bilden, im · wesentlichen wie dargestellt. \
5·' Der Hut k zum Zweck der Stützung der Halme und zum Schutz der inneren Theile dienend, welcher Hut in seiner Höhe je nach der Länge der Halme variirt werden kann.
6, Zur Ausbalancirung der besagten Maschine die Lauf- oder Walzrollen.
7. Die allgemeine Anordnung der Maschine für Handbetrieb, wie in den Fig. 5, 6und 7 beispielsweise mit Bezug aufs Mähen von Gras mittelst Sensenschnitt veranschaulicht ist, die jedoch auch in Combination mit den betreffenden, in den anderen Figuren dargestellten Theilen zum Mähen von HaI-menfrücliten unter Anwendung des Scheerenschnittes Verwendung finden kann.
8. Die eigenthümlichen Senserimesser zum Grasschnitt nebst deren Träger, sowie die Vorrichtung zum Hinwegheben der Messer über die Deichselarme.
9. In Verbindung mit den federnd geführten Trägern und den Messern die Kufen k,
Fig. 8. ' ■■/..-■■■■ ';
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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