DE85262C - - Google Patents
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- DE85262C DE85262C DENDAT85262D DE85262DA DE85262C DE 85262 C DE85262 C DE 85262C DE NDAT85262 D DENDAT85262 D DE NDAT85262D DE 85262D A DE85262D A DE 85262DA DE 85262 C DE85262 C DE 85262C
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
- H01C17/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing resistors
- H01C17/06—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing resistors adapted for coating resistive material on a base
- H01C17/075—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing resistors adapted for coating resistive material on a base by thin-film techniques
- H01C17/14—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing resistors adapted for coating resistive material on a base by thin-film techniques by chemical deposition
- H01C17/18—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing resistors adapted for coating resistive material on a base by thin-film techniques by chemical deposition without using electric current
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
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Description
KAISERLICHES
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PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von elektrischen Widerständen, welche aus
einem auf Porcellan, Glas, Glimmer, Emaille oder einen sonstigen Isolationsstoff aufgebrachten
Metallüberzug gebildet werden. Dieser Metallüberzug enthält das Metall in ganz fein vertheiltem
Zustande nach Art der Polirgoldverzierungen oder in dünner zusammenhängender Schicht nach Art der Glanzedelmetalle auf die
Isolirmasse aufgebrannt.
Zahlreiche Versuche sind bereits gemacht worden, dünne Schichten leitender Stoffe auf
Isolirstoff anzubringen. Man hat z. B. versucht, Graphit auf Glas, Papier, gebrannte Steine und
dergl. aufzubringen (brit. Patent 11Ί5, 1894,
Electrical Review, Band 18, S. 109; schweizer.
Patent 5765); ferner hat man Nichtleiter durch galvanischen Niederschlag oder durch Eintauchen
in flüssiges Metall mit einem Metallüberzug versehen (D.R.P. Nr. 28450), oder man
hat Metallmassen zum Zwecke der Erwärmung mit Metallpapier, d. h. Papier, auf welches auf
elektrolytischem Wege oder auf sonst geeignete Weise eine dünne Metallschicht aufgebracht
war, beklebt (D. R. P. Nr. 772.62),
Alle diese Bestrebungen haben bisher ein die Praxis befriedigendes Ergebnifs nicht gehabt.
Insbesondere ist die Anwendung von Graphit für die meisten Zwecke der Praxis ungeeignet; denn
Graphit (Kohlenstoff) ist ein amorphes Pulver, dessen Molecule selbst nach dem Einbrennen
niemals ein zusammenhängendes Ganzes, also auch niemals derartig zusammenhängende Stromleitungswege
bilden können, wie z. B. galvanisch niedergeschlagene Metallschichten, dünne Drähte u. dergl. Aber auch die übrigen bisher
eingeschlagenen Wege haben sich für verschiedene Zwecke der Praxis als nicht geeignet
erwiesen, weil für die Herstellung solcher Widerstände in vielen Fällen noch der Gesichtspunkt
in Frage kommt, dafs, wie z. B. für Kochzwecke, die Widerstände möglichst nahe
an den zu erhitzenden Gegenstand gebracht werden müssen. Letztgenanntem Gesichtspunkt
wurde bisher am besten durch die Wirkungen von Schindler-Jenny und von Crompton
Rechnung getragen. Die Vorrichtungen des ersteren besitzen in Thon eingebettete Widerstandsspiralen,
während Crompton Drähte in Emaille einbettet. Bei beiden Ausführungen ergiebt sich der Mifsstand, isolirendeEinbettungsstoffe mit gleichem Ausdehnungscoefficienten
wie die verwendeten Stromleiter zu finden.
Alle bisherigen Schwierigkeiten sollen nach vorliegender Erfindung in durchaus zuverlässiger
Weise überwunden werden.
Statt des Graphits wird eine Edelmetallschicht verwendet, welche in verschiedener
Weise auf dem Isolirkörper angebracht werden kann:
a) Man bringt die Edelmetallschicht wie beim Polirgold unmittelbar als Metall auf den
Isolirkörper.
b) Man bringt die Edelmetallschicht in Form dünner flüssiger Lösung auf, indem man sie
z. B. in Form der bekannten Lüster- oder Glanzedelmetalle auf die Isolirkörper malt und
dann durch Erhitzungsprocefs die Metallmasse ausscheidet, wodurch man letztere als zusammenhängendes
Band, Strich oder dergl. erhält.
Unter Lüster - oder Glanzedelmetallfarben ist in diesem Sinne die homogene Lösung
organischer Metall- oderEdelmetallverbindungen, z. B. Goldterpensulfit oder Mischungen derselben
in organischen Lösungsmitteln, wie Nitrobenzol mit oder ohne Zuhülfenahme von
ätherischen Oelen (Lavendel-, Anis-, Nelken-
und Rosmarinöl), zu verstehen.
Diese Lösungen können Wismuth-, Borsäureoder Phosphorsäureverbindungen als Flufsmittel
und Lavendelöl als Flufsmittelzusatz enthalten. Unter Edelmetallen sind Gold, Silber und
Platin, sowie auch die Elemente der Platingruppe: Palladium, Rhodium, Ruthenium,
Osmium und Iridium zu verstehen.
c) Die dünnen Metallschichten können auch nach Art der Edelmetallspiegelherstellung als
zusammenhängende Metallmasse aus Lösungen ausgeschieden werden, indem man den Metallüberzug
im Erhitzungsprocefs auf dem Isolirkörper befestigt.
d) Die dünnen Metallschichten können auch durch Zersetzung aus dem von Mond,
Langer und Quinke gefundenen Nickeltetrakohlenoxyd Ni (C O)4 oder aus ähnlichen Metallkohlenoxydverbindungen
hergestellt - werden.
Die Herstellung des Metallüberzuges aus Nickeltetrakohlenoxyd kann in der Weise
geschehen, dafs man den zu überziehenden Gegenstand erhitzt und ihn dann mit jden
Dämpfen des Nickelkohlenoxyds in Berührung bTm^~c^eTTiia^"~taüc^F^"en"erhirJten Gegenstand'
in oder bestreicht ihn mit der flüssigen Verbindung bezw. einer Lösung derselben mit
Benzol oder. Petroleum. Falls die zu behandelnden Gegenstände keine reinen Oberflächen
haben, so überzieht man sie zweckmäfsig vorher mit Graphit oder einem anderen geeigneten
Stoff.
Auf die vorstehend angegebene Weise erreicht man, dafs die beim Stromdurchgang
sich erhitzende Widerstandsschicht in so dünner Form auf die Isolirmasse aufgebracht wird,
dafs sie allen Ausdehnungsschwankungen derselben bequem folgen kann, ohne jedoch durch
eigene Ausdehnung die Isolirschicht zum Bersten oder Reifsen zu bringen.
Zum Zwecke der Zu- und Ableitung des elektrischen Stromes bildet man entweder
gröfsere Anhäufungen des Widerstandsstoffes, oder man ordnet an den betreffenden Stellen
besondere Metalltheile an.
Um einen gleichmäfsigen Querschnitt der nach den unter a) bis d) angegebenen Methoden
hergestellten Metallwiderstände zu erzielen, kann man die Metallschichten durch elektrolytische
oder galvanoplastische Niederschläge verstärken und auch diese Verstärkung noch nachträglich einbrennen.
Die auf die beschriebene Weise hergestellten Metallschichten finden aufser ihrer Eigenschaft
als gewöhnliche elektrische Widerstände noch Anwendung als Wärmezuführungsmittel für
Koch-, Heiz- und Glühzwecke, ferner als Vor'--schaltwiderstände
für Lampen, Mefsgeräthe, Elektromotoren und als Schutzvorrichtungen
(Abschmelzpatronen) für Schwachstromanlagen zum Schutz gegen starke Ströme.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Elektrische Widerstände, gekennzeichnet durch einen auf Glas, Porcellan, Glimmer, Emaille,. Steingut oder eine ähnliche Isolirmasse im Erhitzungsprocefs entweder nach Art der Schmelzfarben-, Lustres-, Edelmetall-, bezw: Glanzgoldverzierungen . als zusammenhängende Schwefelmetall-, Metalloxyd- oder Metallmasse aufgeschmolzenen Ueberzug oder nach Art der Gold- oder Silberspiegelherstellung als zusammenhängende Metallmasse aus Lösungen ausgeschiedenen Ueberzug.
- 2. Bei den zu r. gekennzeichneten Widerständen die Abänderung, dafs der zusammenhängende Metallüberzug durch Zersetzung ^.aus dem von Mond, Langer und Quinke gefundenen Nickeltetrakohlenoxyd (NiIiCO)J oder ähnlichen Metallkörpern Oxydverbindungen hergestellt wird.
- 3. Bei den zu 1. und 2. gekennzeichneten Widerständen die Herstellung eines gleichmäfsigen Querschnitts dadurch, dafs man die nach 1. und 2. erhaltenen Metallschichten durch elektrolytische oder galvano^- plastische Niederschläge verstärkt, welche nachträglich auch eingebrannt werden können.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE85262C true DE85262C (de) |
Family
ID=357418
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT85262D Active DE85262C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE85262C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE903495C (de) * | 1949-10-04 | 1954-02-08 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Elektrisch beheiztes Geraet, insbesondere Gefaess zum Kochen, Braten oder Backen |
| DE755700C (de) * | 1935-07-13 | 1955-02-07 | Siemens & Halske A G | Verfahren zur Herstellung einer loetfaehigen Traegerschicht aus Eisen zum gasdichtenVerbinden keramischer Gegenstaende mit Metall |
| DE941300C (de) * | 1943-05-01 | 1956-04-05 | Siemens Ag | Verfahren zur Erzielung groesserer Flaechenleitfaehigkeit an Kontaktstellen von metallischen Schichtwiderstaenden |
| DE1156932B (de) * | 1952-09-25 | 1963-11-07 | Licentia Gmbh | Elektrisch angetriebener und beheizter Heissluftventilator |
| DE1205177B (de) * | 1956-07-20 | 1965-11-18 | Resista Fabrik Elek Scher Wide | Verfahren zur Metallisierung der Kontaktierungsenden von Widerstandskoerpern |
| DE1271812B (de) * | 1954-10-20 | 1968-07-04 | Siemens Ag | Kappenloser elektrischer Widerstand und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
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- DE DENDAT85262D patent/DE85262C/de active Active
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE755700C (de) * | 1935-07-13 | 1955-02-07 | Siemens & Halske A G | Verfahren zur Herstellung einer loetfaehigen Traegerschicht aus Eisen zum gasdichtenVerbinden keramischer Gegenstaende mit Metall |
| DE941300C (de) * | 1943-05-01 | 1956-04-05 | Siemens Ag | Verfahren zur Erzielung groesserer Flaechenleitfaehigkeit an Kontaktstellen von metallischen Schichtwiderstaenden |
| DE903495C (de) * | 1949-10-04 | 1954-02-08 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Elektrisch beheiztes Geraet, insbesondere Gefaess zum Kochen, Braten oder Backen |
| DE1156932B (de) * | 1952-09-25 | 1963-11-07 | Licentia Gmbh | Elektrisch angetriebener und beheizter Heissluftventilator |
| DE1271812B (de) * | 1954-10-20 | 1968-07-04 | Siemens Ag | Kappenloser elektrischer Widerstand und Verfahren zu seiner Herstellung |
| DE1205177B (de) * | 1956-07-20 | 1965-11-18 | Resista Fabrik Elek Scher Wide | Verfahren zur Metallisierung der Kontaktierungsenden von Widerstandskoerpern |
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