DE852452C - Legierung aus Gold und einem Alkalimetall - Google Patents
Legierung aus Gold und einem AlkalimetallInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von Legierungen, besonders von solchen Legierungen, die infolge der Bestandteile, die zu ihrer Herstellung verwendet sind, nur im Vakuum bei stark vermindertem Druck oder in einer Atmosphäre von indifferentem Gas beständig sind.
- Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer .Legierung, die sich besonders zur Herstellung von Schichten eignet, die lichtdurchlässig sind, gleichzeitig aber gute elektrische Leitfähigkeit besitzen.
- Leitende Schichten aus Metallen, wie Gold, Rhodium und Platin, können nicht beliebig dünn und damit lichtdurchlässig gemacht werden, da sie unterhalb einer gewissen Dicke dazu neigen, abzubrechen und ungleichmäßig zu werden, so daß sich ein' Verlust an Leitfähigkeit ergibt. Die vorliegende Erfindung kann dagegen zur Herstellung einer gleichmäßigen Schicht verwendet worden, die wesentlich lichtdurchlässiger ist als eine gleich dicke Schicht aus metallischem Gold, Rhodium oder Platin.
- Erfindungsgemäß wird hierzu eine Legierung aus Gold und einem Alkalimetall vorgeschlagen, bei der das Verhältnis der Gold- und Alkalimetallmengen im wesentlichen der stöchiometrischen Formel Au X entspricht, wobei X das Alkalimetall darstellt.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird die im vorigen Abschnitt definierte Legierung zur Herstellung einer lichtdurchlässigen leitenden Schicht verwendet, die auf einen lichtdurchlässigen Träger aufgebracht wird.
- Zweckmäßigerweise wird als Alkalimetall Caesium verwendet. Andere zur Bildung der Legierung verwendbare Alkalimetalle sind Natrium, Kalium und Rubidium.
- Ein Verfahren zur Durchführung der Erfindung besteht z. B. darin, eine dünne Goldschicht auf der Wand eines Glaskolbens oder Gefäßes (oder auf einem anderen Träger) dadurch aufzubringen, daß das Gold unter Vakuum oder in einem indifferenten Gas von einer Kugel aus verdampft wird, die dicht bei einer elektrisch geheizten Widerstandsspirale angeordnet ist. Dann wird Caesium unter Aufrechterhaltung des Vakuums bzw. des indifferenten Gases von einem Seitenarm des Glaskolbens aus in bekannter Weise verdampft, so daß es sich auf der Goldschicht niederschlägt und mit ihr eine Legierung bildet. Die Temperatur wird während dieser Stufe des Prozesses auf einer Höhe von 15o bis 25o° C gehalten. Der Prozeß wird beendet, wenn das Verhältnis der Gold- und Caesiummengen in der Legierung im wesentlichen der stöchiometrischen Formel AuCs entspricht. Bei dieser Beschreibung umfaßt der Ausdruck eine Legierung, die im wesentlichen der stöchiometrischen Formel Au X entspricht alle Legierungen, bei denen das Verhältnis der Mengen der Bestandteile nicht mehr als ± 50/, vom stöchiometrischen Verhältnis abweicht. Dieser Zustand wird dadurch angezeigt, daß die Schicht ihre größte Durchlässigkeit erreicht. Ein Überschuß an Caesium ist jedoch nicht schädlich, da er leicht mit Hilfe der Vakuumpumpe entfernt werden kann. Die Schicht aus der Gold-Caesium-Legierung ist lichtdurchlässiger als die ursprüngliche Goldschicht und besitzt gute Leitfähigkeit. Die Lichtdurchlässigkeit der erfindungsgemäßen Schicht aus der Gold-Caesium-Legierung ist so groß, daß mindestens io °/o des einfallenden Lichtes die Schicht durchdringt.
- Die Erfindung kann auch auf andere Weise ausgeführt werden, z. B. kann das Gold durch Zerstäubung oder durch chemischen Niederschlag aus einer Lösung aufgebracht werden, oder es können dünne Goldblättchen verwendet werden.
- Die erfindungsgemäße lichtdurchlässige leitende Schicht kann in evakuierten Kolben von Elektronenentladungseinrichtungen Verwendung finden, wie Fernsehsenderöhren oder Kathodenstrahlröhren. Sie kann alsdie Elektronen emittierende Schicht von Photozellen benutzt werden, da die vorliegende Legierung die Eigenschaft der photoelektrischen Emission besitzt.
- Die Figur zeigt eine Fernsehaufnahmeröhre vom Typ der Bildwandler-Bildspeicherröhre, die in ihrem Gtaskolben i ein Strahlerzeugungssystem 2 und eine Speicherelektrode 3 besitzt. Auf die Innenseite des dem aufzunehmenden Gegenstand zugewandten Röhrenbodens ist eine erfindungsgerriäß hergestellte photoempfindliche Schicht 4 aufgedampft.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Legierung aus Gold und einem Alkalimetall, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Mengen des Goldes und des Alkalimetalls im wesentlichen der stöchiometrischen Formel Au X entspricht, wobei X das Alkalimetall darstellt.
- 2. Legierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalimetall Caesium ist.
- 3. Verfahren zur Herstellung einer Legierung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einem geschlossenen Gefäß das Alkalimetall auf eine Goldschicht aufgedampft wird, wobei die Goldschicht auf einer erhöhten Temperatur, z. B. i5o bis 25o° C, gehalten wird und ein für eine Legierung mit Gold nach der stöchiometrischen Formel AuX nicht notwendiger 1:Tberschuß an Alkalimetall durch Evakuierung des Gefäßes unter Aufrechterhaltung der erhöhten Temperatur entfernt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Goldschicht durchVerdampfung, Zerstäubung oder durch Niederschlag aus einer Lösung aufgebracht wird.
- 5. Verwendung einer Legierung nach Anspruch i oder 2 als lichtdurchlässige leitende Schicht, auf die einem lichtdurchlässigen Träger aufgebracht ist.
- 6. Verwendung einer Legierung nach Anspruch i oder 2 als lichtdurchlässige leitende, die Elektronen emittierende Schicht einer Photozelle.
- 7. Verwendung einer Legierung nach Anspruch i oder 2 als lichtdurchlässige leitende Schicht im evakuierten Glaskolben einer Fernsehsenderöhre oder Kathodenstrahlröhre. B. Verwendung einer Legierung nach Anspruch i oder 2 als lichtdurchlässige Schicht innerhalb des Gefäßes einer Elektronenentladungseinrichtung.
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