DE848830C - Vervielfaeltigungsverfahren mittels Schablonen - Google Patents

Vervielfaeltigungsverfahren mittels Schablonen

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DE848830C
DE848830C DEN3292A DEN0003292A DE848830C DE 848830 C DE848830 C DE 848830C DE N3292 A DEN3292 A DE N3292A DE N0003292 A DEN0003292 A DE N0003292A DE 848830 C DE848830 C DE 848830C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/12Stencil printing; Silk-screen printing

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  • Color Printing (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 8. SEPTEMBER 1952
X 3292 IVa/ 15k
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Vervielfältigungsverfahren mittels Schablonen.
Die Erfindung wird für den Gebrauch in Verbindung mit einer Vervielfältigungsmaschine mit einer drehbaren Trommel von l>ekannter Bauweise gezeigt, auf deren zylindrischen Umfang eine Schablone gespannt ist, welche den Druckflüissigkeitszuflul.i von der Trommel aus nach außen reguliert.
Vervielfältigungen werden hergestellt, indem man zwischen der Schablone, auf welcher sich die zu vervielfältigenden Angaben in Form von durchlässigen bzw. undurchlässigen Stellen befinden, und einer Walze Aufzeichnungsmaterial, ζ. Β. Papier, durchlaufen läßt, während die Trommel gedreht wird.
Wird zum Herstellen von Vervielfältigungen mittels Schablonen gewöhnliche Druckfarbe verwendet, wie dies bis jetzt der Fall ist, so wird jeder Gegenstand, der zufälligerweise mit der Schablone in Berührung kommt, verschmiert. Außerdem trocknen die bis jetzt dabei verwendeten Druckfarben nur sehr langsam, weshalb die noch feuchte Farbe verwischt wird, wenn die bedruckten Bogen schnell hintereinander im Stapel aufeinanderfallen; Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile.
Gegenstand der Erfindung ist ein Vervielfältigungsverfahren, das durch zwei Verfahrensabschnitte gekennzeichnet ist: a) durch das Behandeln der durchlässigen Seite der Schablone mit einer von zwei farbreagierenden Substanzen, so daß diese
Substanz dann durch die durchlässigen Stellen der Schablone ausgepreßt wird und b) durch das Auflegen der Schablone auf die Oberfläche eines Vervielfältigungsbogens, der mit der anderen farbreagierenden Substanz behandelt wurde, so daß an den durchlässigen Stellen der Schablone ein Farbton auf dem Vervielfältigungsbogen erscheint. ■ Die Erfindung wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung erläutert, und ίο zwar zeigt
Fig ι einen Querschnitt durch den Formzylinder und die Gegendruckwalze einer Vervielfältigungsmaschine der Rotationsart, wobei zu erkennen ist, wie ein Stück eines empfindlich gemachten Auf-Zeichnungsmaterials gerade bedruckt wird,
Fig. 2 die Strukturformel von Kristallviolettlakton (3, 3-bis-(p-Dimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid) und
Fig. 3 die Strukturformel von Benzoylleukomethylenblau(io-Benzoyl-2,7-dimethylaminopheno- thiazin).
Die Beschaffenheit der Vervielfältigungsmaschine wird nur kurz beschrieben, da das Erfindungsmaß nicht durch deren bauliche Einzelheiten eingeschränkt werden soll.
Auf der Welle 20 stützt sich drehbar ein Zylinder 21 ab, der eine Seitenplatte 22, eine weitere, nicht erkennbare Seitenplatte und eine Platte 23 aufweist, welche die Seitenplatten miteinander verbindet und einen durchlöcherten zylindrischen Teil 24 aufweist, der sich um etwas mehr als i8o° des Umfangs der Platten erstreckt.
An der Welle 20 hängt ferner verschwenkbar ein Druckflüssigkeitsbehälter 25, der durch eine normalerweise verschraubte öffnung 26 hindurch aufgefüllt wird und infolge der Schwerkraft normalerweise in der in der Zeichnung gezeigten Lage bleibt, auch wenn der Zylinder gedreht wird. Durch die öffnungen 27 und 28 kann die Druckflüssigkeit auf die durchlöcherte zylindrische Fläche 24 aufgesprengt werden, wenn der Benutzer den Behälter absichtlich kippt, bis die Druckflüssigkeit durch die vorgesehenen öffnungen fließt.
Um den äußeren Umfang des durchlöcherten Teils der Platte 23 ist ein Stoffkissen 29 gespannt, damit die Druckfarbe zum Drucken gleichmäßig verteilt wird; dann wird die Schablone 30 auf das Stoffkissen gelegt bzw. gespannt.
Das Kissen 29 und die Schablone 30 werden mittels Klammern 31 und 32 an Ort und Stelle gehalten; die Klammern werden von Hebeln 33 bzw. 34 ü1>er dazwischenliegende Mittel (nicht gezeigt) betätigt. Die Schablone besteht aus einer dünnen, Druckflüssigkeit durchlassenden Papiergrundlage, die mit einem plastischen Film überzogen ist, der die Papiergrundlage Druckflüssigkeiten gegenüber undurchlässig macht, mit Ausnahme der Stellen, wo durch Druck- und Schreibkraft der plastische Film ausgedrückt und versetzt wurde.
Die Druckflüssigkeit befindet sich also in der Unterlage der Schablone und kommt an Stellen, an denen Angaben gedruckt oder geschrieben werden, an die Außenfläche. |
Eine auf der Welle 36 angebrachte Andruckwalze 35 hält den Vervielfältigungsbogen 37 in Berührung mit der Schablone, während er, sobald sich der Zylinder dreht, zwischen diesem und der Walze hindurchliäuft.
Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung bildet eine farblose, organische Verbindung mit konj agierter Doppelbindungsstruktur, die beim Teilnehmen an einer chemischen Austauschreaktion der Verbindung einen unterschiedlichen Farbton gibt und in eine höher polarisierte konjugierte Form verwandelt wird, einen Bestandteil der Druckflüssigkeit.
Die Druckflüssigkeit wird hergestellt, indem die farbbildende Substanz in einer Flüssigkeit aufgelöst wird; letztere soll vorzugsweise farblos oder annähernd farblos und von solcher Beständigkeit sein, daß tatsächlich nur die Stellen der Papierunterlage der Schablone durchlässig werden, an denen der plastische Film versetzt wurde.
Der Aufzeichnungsbogen besteht aus Papier mit fein verteilten, vorzugsweise weißen Teilchen eines festen anorganischen Materials, z.B.Zeolith, welches als adsorbierender Stoff in bezug auf die organische Verbindung eine Säure darstellt und als Elektronenempfänger wirkt, so daß der unterschiedliche Farbton in der organischen Verbindung erscheint, wenn letztere auf den besagten Aufzeichnungsbogen übertragen wird.
Da der unterschiedliche Farbton nur bei Adsorption am anorganischen Material und nur so lange, als die Adsorption dauert, besteht, setzt er sich an einen darüberliegenden Bogen nicht ab, ahne daß das anorganische Material mit ihm entfernt wird. Wie es später beschrieben wird, ist das anorganische Material entweder im Papier eingelassen oder als fest anhaftende Schicht aufgetragen, so daß kein Verschmieren bei normalem Gebrauch des Aufzeichnungsbogens oder Vervielfältigungsbogens stattfinden kann.
Bei einer veränderten Ausführungsform der Erfindung kann das organische Material oder sein Träger normalerweise eine Eigenfarbe haben, welche auf einem unempfindlich gelassenen Bogen ebenso erscheint, aber welche auf einem empfindlich gemachten Bogen einen Farbton hervorruft, wie er von der Eigenfarbe aus und der Farbänderung, welcher das organische Material unterliegt, bestimmt wird. Es wird nun die Herstellung der Druckflüssigkeit des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels beschrieben. Von den vielen farbbildenden Adsorptionsverbindungen ist zur Zeit als beste Kristallviolettlakton (3, 3-bie-(p-üimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid mit der in Fig. 2 gezeigten Strukturformel bekannt.
Diese Verbindung hat ein weißes kristallisches Aussehen und nimmt bei der chemischen Austauschreaktion infolge Adsorption sofort eine dunkelblaue Färbung an.
Es kann dem Kristallviolettlakton eine langsamer reagierende Verbindung eines beständigeren Farbstoffs hinzugefügt werden, um das Verblassen der Farbe des Kristallviolettlaktons zu verhindern, das
eintritt, wenn es lange Zeit dem Licht ausgesetzt wird.
Eine solche Verbindung ist Benzoylleukomethylenblau, das ist io-Benzoyl-2,7-bis-(dimethylamino)-phenuthiazin mit der in Fig. 3 gezeigten Strukturformel.
Diese Verbindung hat ein weißes kristallisches Aussehen und nimmt dunkelblauen Farbton an.
Die oben angegebenen Verbindungen können zu iVä Gewichtsprozent gebraucht werden, wobei jede in chloriertem Diphenyl mit 48 Gewichtsprozent Chlorgehalt aufgelöst wird. Kristallviolettlakton kann gegebenenfalls auch allein in einer Menge von 3 Gewichtsprozent verwendet werden; die so hergestellte Lösung ist in beiden Fällen praktisch farblos und von einer für die Verwendung an Schablonen geeigiR-U'ii Beständigkeit. Die Druckflüssigkeit be-. schmutzt weder die Hände des Benutzers noch färbt sie ab. außer wenn sie mit dem empfindlich gemachten Papier oder einem Äquivalent in Berührung kommt.
Das Papier wird vorzugsweise durch Beschichten
niit Attapulgit in der folgenden Weise empfindlich gemacht. Man koche 20 Gewichtsprozent Stärke 15 Minuten lang in Wasser bei 950, wonach die Masse auf Zimmertemperatur abgekühlt wird.
Getrennt davon werden 1 Gewichtsprozent Attapulgit in 3 Gewichtsprozent Wasser unter Verwendung einer Kugelmühle od. dgl. dispergiert.
4 Gewichtsprozent der Attapulgitdispersion werden mit ι Gewichtsprozent der Stärkelösung gemischt.
Diese Mischung wird dann auf die Seite des Papiers aufgetragen, auf welcher die Durchschrift gedruckt werden soll, bzw. auf beide Seiten, falls beide bedruckt werden sollen.
Ilalloysit, Magnesiumtrisilicat oder Natrium-Aluminiumsilicat-Zeolitli-A[aterial sind Ersatzstoffe für Attapulgit.
Ersatzstoffe für Kristallviolettlakton sind: Malachitgrünlakton, das grünen Farbton annimmt; 3, 3 - bis - (p - diäthylaminophenyl) - 6 - dimethylaminophthalid, das weiß oder farblos ist und einen blauen Farbton annimmt; 3,3-bis-(p-n-dipropylaminophenyl)-phthalid, das weiß oder farblos ist und einen blaugrünen Farbton annimmt; 3, 3-bis-(p-methylaminophenyl)-phthalid, das normalerweise weiß ist, aber einen leuchtend blauen Farbton hervorbringt.
Soll die Druckflüssigkeit eine Farbe auf unempfindlichem Papier und eine andere Farbe auf empfindlich gemachtem Papier drucken, so kann ein roter, in chloriertem Diphenyl löslicher Farbstoff, z. B. Sudan III, der Druckflüssigkeit zusammen mit Kristallviolettlakton oder seinem Äquivalenten beigefügt werden. Die Druckflüssigkeit druckt dann rot auf unempfindlichem Papier und dunkelpurpur (rot plus dunkelblau) auf empfindlichem Papier. Der so verwandte Farbstoff muß sich dem Farbton nach von demjenigen unterscheiden, der eine Mischung des Farbstoffs und des eine Reaktion eingegangenen Farbbildners ist.
Die organischen Farbbildner können in jedem anderen Lösungsmittel als chloriertem Diphenyl aufgelöst werden; chloriertes Diphenyl wird gern wegen seiner Beständigkeit, wegen seiner Trägheit und wegen seines Niclitverfliegens gewählt.
Die Erfindung soll nicht auf besondere farbbildende Substanzen beschränkt werden, da es viele Äquivalente gibt. Das anorganische Material kann gegebenenfalls im Papierbrei während der Herstellung eingelassen werden und so als empfindliches Mittel auf beiden Seiten des Vervielfältigungsbogens zur Verfügung stehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Vervielfältigungsverfahren mittels Schablonen, dadurch gekennzeichnet, daß man durch durchlässig gemachte Stellen der Schablonen die Lösung eines Farbstoffbildners auf ein Aufzeichnungsmaterial, z. B. Papier, dringen läßt, das einen anorganischen Stoff, z. B. Zeolith, enthält, der infolge der Adsorptionswirkung an den durchlässigen Stellen der Schablone eine Färbung des Aufzeichnungsmaterials hervorruft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 5341 8.
DEN3292A 1949-12-22 1950-12-20 Vervielfaeltigungsverfahren mittels Schablonen Expired DE848830C (de)

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US3435759A (en) * 1966-03-02 1969-04-01 Dymo Industries Inc Duplicating method involving color formation

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GB687808A (en) 1953-02-18
CH290913A (fr) 1953-05-31
FR1029208A (fr) 1953-06-01

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