DE847792C - Kuenstliche Gliedmassen - Google Patents
Kuenstliche GliedmassenInfo
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- DE847792C DE847792C DED5497D DED0005497D DE847792C DE 847792 C DE847792 C DE 847792C DE D5497 D DED5497 D DE D5497D DE D0005497 D DED0005497 D DE D0005497D DE 847792 C DE847792 C DE 847792C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
- A61F2/60—Artificial legs or feet or parts thereof
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
- A61F2/54—Artificial arms or hands or parts thereof
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Description
- Künstliche Gliedmaßen Die Erfindung bezieht sich auf künstliche Gliedmaßen, wie z. B. Bein-, Arm- oder Handprothesen, die im wesentlichen aus einem leichten Kern und einer dünnen tragfähigen Außenhaut bestehen.
- Derartige Prothesen wurden bisher aus Aluminium, Holz, Leder oder anderen Naturstoffen angefertigt. Die aus Aluminium hergestellten Prothesen sind aber für den Träger zu schwer und fühlen sich kalt an. Auch Prothesen aus Holz mit Lederbekleidung haben ein verhältnismäßig hohes Gewicht und sind vor allem nicht stabil genug.
- Von einer Prothese muß verlangt werden, daß sie bei leichtestem Gewicht eine ausreichende Bruchfestigkeit besitzt, die größer ist als die von Holz und die ferner bei den höchsten vorkommenden Beanspruchungen genügend formbeständig und gegen Witterungseinflüsse, insbesondere gegen Feuchtigkeit, unempfindlich ist.
- Außerdem ist für derartige Prothesen wesentlich, daß sie eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen, sich also bei normalen Temperaturen warm anfühlen, andererseits aber bei extremen Temperaturen wie Frost und Hitze eine schnelle Einstellung der Temperaturunterschiede verhindern.
- Schließlich ist noch von I3edeutung, daß die I>r<tthese an der Stelle. an der sie an den Körper allgeschlossen wird, schmiegsam ist, um Druckstellen zu vermeiden, die dem Körperteil Schmerzen verursachen würden.
- Es sind künstliche Gliedmaßen bekanntgeworden, die aus einer harten, tragfähigen Außenhaut hergestellt sind und deren Hohlraum mit Füllmitteln. wie z. B. Holzwolle, ausgefüllt sind. Hierbei wird die äußere Haut aus einer plastischen Masse gebildet, die aus Leinen- oder Baumwollfasern mit einem Bindemittel besteht. Als Bindemittel soll bei der hekannten Prothese Celluloidaceton Anwendung finden. Die Ausfüllung des Hohlraumes durch Holzwolle bedingt aber keine Verbesserung der Stabilität. Zudem ist die Verwendung Volt Celluloidaceton als Bindemittel unvorteilhaft wegen der leichten Brennbarkeit dieses Stoffes. Schließlich sind auch die Festigkeitseigenschaften einer derartigen, mit Leinenfasern und Celluloidaceton aufgebauten Außenhaut ungenügend.
- Nach einem anderen bekanntgewordenen Vorschlag werden künstliche Gliedmaßen in der Weise aufgebaut, daß ein das Knochengerüst ersetzendes Holzgerüst in Nachbildung des natürlichen Aufbaus mit einer weichen Masse umkleidet ist, die wiederum von einem elastischen Überzug überdeckt ist.
- Die Herstellung ist aber nicht nur sehr umständlich, sondern auch in bezug auf Gewicht und statische Festigkeit ungünstig, ganz ahgesehen von den hohen Kosten einer derartigen Prothese.
- Die Nachteile werden bei der Prothese gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Außenhaut aus einem verfilzte Fasern enthaltenden, unter hohem Druck verdichteten, schichtweise aufgebauten Kunstharzpreßstoff mit einem spezifischen Gewicht von etwa I,4 g/cm3 und einer Schlagltiegefestigkeit von mehr als 50 cm kg/cm2, vorzugsweise über 75 cm kg/cm2, gebildet wird, während die von dieser Außenhaut umschlossenen Hohlräume ganz oder teilweise absteifend durch einen leichten Stoff aus verfilzten Fasern, vorzugsweise Holzfasern, mit einem Raumgewicht unter 0,l5 g/cm3 ausgefüllt .ind.
- Die Außenhaut aus dem Kunstharzpreßstoff wird in der Weise hergestellt, daß auf dem Wege über eine bindemittelhaltige Naßaufschlemmung ein verfilztes Faservlies entweder gleich in der gewünschten Form als geformter Saugling oder in Form von Platten hergestellt wird, woltei der Kunstharzgehalt vorzugsweise unter 30% der Gesamtpreßstoffmasse liegt, worauf dann der gewonnene Preßstoff unter Aushärtung des in diesem enthaltenen Kunstharzes in der Hitze verdichtet wird. Ein derartiger Preßstoff ist deshalb hesonders geeignet, weil er sich durch die erwähnte Saugformung nach Art des Pappengußverfahrens aus Faserfrei zu beliebig geformten Rohlingen umsetzen läßt. Andererseits besitzt ein solcher Preßstoff neben sehr hoher Druckfestigkeit eine gegenfilter Metall bedeutend höhere Beulfestigkeit, so daß er in sehr dünnen Schichten verarbeitet werden kann. Die Anwendung eines derartigen Stoffes mit einem spezifischen Gewicht von 1,4 ist gemäß der Erfindung besonders vorteilhaft, wenn man ihn mit einem abstützenden, besonders leichten Stoff ausfüllt, so daß die Außenhaut in ihrer Dicke einen entsprechend geringeren Wert aufzuweisen hraucht.
- Der Stoff, mit welchem die von der Außenhaut umschlossenen Hohlräume ausgefüllt werden, hesteht vorteilhaft aus verfilzten Fasern, die ehenfalls im Breisaugeverfahren zu Formteilen der erforderlichen Dicke und Gestalt gewonnen werden, wobei als Ausgangsmaterial vorzugsweise verfilzungsfähige Holzfasern dienten, wie sie z. B. im Defibrator gewonnen werden.
- Aus solchen Holzfaseraufschlemmungen erzeugte Formteile besitzen ein sehr geringes Raumgewicht, welches vorzugsweise unter o,l g/cm3 liegt. Dieser leichte Kern sowie die dünne Scllale bedingen daher ein sehr geringes Gesamtgewicht der Prothese, welches insgesamt, al so einschließlich Außenhaut und Füllstoff, bei o,4 bis o, 15 g/cm3 liegt.
- An Stelle der verfilzten Holzfaser können die Hohlräume in einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens auch ganz oder teilweise durch einen leichten Stoff aus Kunststoffschaum, wie z. B.
- Kunstharzschaum, Gummischaum usw., ausgefüllt werden. Derartige Schaumstoffe ergeben nicht nur einen sehr leichten, sondern auclt einen den hohen Anforderungen gewachsenen, in jeder Hinsicht genügenden steifen Kern.
- Gemäß der Erfindung können aber vorteilhaft auch die von der Außenhaut umschlossenen Hohlraume zu einem Teil durch verfilzte Fasern, zum anderen Teil durch einen leichte Stoff aus Ktmststoffschaum ausgefüllt werden, woltei vorzugsweise der im innern Hohlraum ltefittdlicbe leichte Faserstoffkern durch Vermittlung des Kunststoffschaumes mit der Außenhaut verbunden ist. Man erzielt hierbei den Vorteil. daß z. B. der Faserstoffkern nur annähernd die Form des von der Außenhaut umschlossenen Hohlraumes besitzen muß, da der Zwischenraum zwischen Faserstoffkern und Außenhaut durch den Kunststoffschaum, der alle Unebenheiten ausgleicht, ausgefüllt ist.
- Gemäß der Erfindung können ferner Gelenke, Verbindungsteile und sonstige Stützelemente mit der tragfähigen Außenhaut verltuttden oder in den Leichtstoff eingeführt oder dort verankert werden.
- Anstatt durch Verleimung können die Verbindungen auch durch Niete, z. B. Sprengniete, erfolgen, weil der beschriebene Stoff für die Außenhaut durch seine hohe Zähfestigkeit sich sehr gut nieten läßt.
Claims (4)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : I. Aus einem leichten Kern und einer dünnen tragfähigen Außenhaut ltestehende künstliche Gliedmaßen, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut aus einem verfilzte Fasern enthaltenden, unter hohem Druck verdichteten, schichtweise aufgebauten Kunstharzpreßstoff mit einem spezifischen Gewicht v on etwa 1,4 g/cm3 und einer Schlagbiegefestigkeit von mehr als 50 cm kg/cm2, vorzugsweise über 75 cm kg/cmv gebildet wird, während die vott dieser Außenhaut umschlossenen IIohl räume ganz oclcr teilweise absteifend durch cinen leicltteit Stoff aus verfilzten Fasern, vorzugsweise Holzfasern, mit einem Raumgewicht ullter o,l, g/cm3 ausgefüllt sind.
- 2. Aus einem leichten Kern und einer dünnen tragfähigen Außenhaut bestehende künstliche Gliedmaßen nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, daß die von der Außenhaut umschlosseren Hohlräume ganz oder teilweise absteifend durch einen leichten Stoff aus Kunststoffschaum, wie z. 1J. Kunstharzschaum, Gummischaum usw., ausgefüllt silld.
- 3. Kiinstliclle Gliedmaßen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Außenhaut umschlossenen Hohlräume zu einem Teil durch einet leichten Stoff aus verfilzten Fasern, zum anderen Teil durch einen leichten Stoff aus Kunststoffschaum ausgefüllt sind, wobei vorzugsweise der im Tnnern angeordnete leichte Faserstoffkern durch Vermittlung von Kunststoffschaum mit der Außenhaut verbunden ist.
- 4. Künstliche Gliedmaßen nach Anspruch 1 his 3, dadurch gekennzeichnet, daß Gelenke und Verbindungsteile mit der tragfähigen Außenhaut vorzugsweise durch Verleimen oder Vernieten verbunden sind oder auch unmittelbar in den Leichtstoff eingeführt oder dort verankert sind.Angezogene Patentschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 303 431, 609 573.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED5497D DE847792C (de) | 1942-11-25 | 1942-11-25 | Kuenstliche Gliedmassen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED5497D DE847792C (de) | 1942-11-25 | 1942-11-25 | Kuenstliche Gliedmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE847792C true DE847792C (de) | 1952-08-28 |
Family
ID=7031457
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED5497D Expired DE847792C (de) | 1942-11-25 | 1942-11-25 | Kuenstliche Gliedmassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE847792C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177281B (de) * | 1958-12-11 | 1964-09-03 | Republique Francaise Parle Min | Beinprothese aus einem in seiner Laenge verstellbaren rohrfoermigen Traggestell |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE303431C (de) * | ||||
| DE609573C (de) * | 1932-11-20 | 1935-02-20 | Heinrich Moczigemba | Kuenstliches Glied |
-
1942
- 1942-11-25 DE DED5497D patent/DE847792C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE303431C (de) * | ||||
| DE609573C (de) * | 1932-11-20 | 1935-02-20 | Heinrich Moczigemba | Kuenstliches Glied |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177281B (de) * | 1958-12-11 | 1964-09-03 | Republique Francaise Parle Min | Beinprothese aus einem in seiner Laenge verstellbaren rohrfoermigen Traggestell |
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