DE844901C - Verfahren zur Herstellung von Di-(triorganosilyl)-methan-Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Di-(triorganosilyl)-methan-VerbindungenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F7/00—Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
- C07F7/02—Silicon compounds
- C07F7/08—Compounds having one or more C—Si linkages
- C07F7/0803—Compounds with Si-C or Si-Si linkages
- C07F7/0805—Compounds with Si-C or Si-Si linkages comprising only Si, C or H atoms
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- Organic Chemistry (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen des Typus R3SiCH2SiR0,
worin R einwertige Kohlenwasserstoffradikale bedeutet.
Man unterscheidet bisher bei den Organo-Silicium-Verbindungen zwei Haupttypen, die mehr als
ein Si-Atom enthalten. Bei der einen dieser Typen sind die Si-Atome unmittelbar aneinandergekettet;
dies sind die schon von Kipping beschriebenen
ίο Polysilane. Die gegenwärtige Siliconindustrie basiert
auf den Siloxanen, d. h. Verbindungen, bei denen die Si-Atome durch Sauerstoffatome untereinander
verbunden sind. Auch sind bisher in der Literatur Organosiliciumhalogenide erwähnt, die eine Mehrzahl
von Si-Atomen enthalten, wobei die Si-Atome untereinander durch große zweiwertige Organoradi,-kale
verbunden und die restlichen Valenzen des Si-Atomes durch Chlor abgesättigt sind.
Im Gegensatz dazu werden nach dem vorliegenden Verfahren Organo-Silicium-Verbindungen er- ao
halten, bei denen die Si-Atome untereinander mittels einer Methylenbrücke verbunden sind.
Erfindungsgemäß werden Verbindungen dieses Typs hergestellt, indem man Verbindungen der
Formel R3SiX mit Verbindungen der Formel «5
R3SiCH2X derart in Reaktion bringt, daß die
letzteren mit Alkalimetall in Gegenwart der ersteren reagieren. X bedeutet Halogen, wie z. B. Chlor,
Brom, die verschiedenen R stellen einwertige Kohlenwasserstoffradikale dar, die über ein C-Atom1
an Si gebunden sind. Zu solchen Radikalen zählen beliebige Alkylreste, wie z. B. Methyl, Octadecyl,
und monocyclische Arylradikale, wie z. B. Phenyl und Tolyl.
Eine Umsetzung der beiden Stoffe zu solchen Verbindungen war nicht zu erwarten; man hätte
vielmehr eine W-urtzsche · Reaktion zwischen den
Chlormethylradikalen erwarten können. Auch hätte man annehmen können, daß z. B. Trimethylchlor-.
silan Anlaß zur Bildung von Hexamethyldisilan gibt. Überraschenderweise reagiert aber Trimethyl-.chlorsilan
nicht mit Natrium.
Die als Ausgangsstoffe dienenden Triorganosiliciumhalogenide
sind bekannte Stoffe.
Die anderen Ausgangsstoffe der Formel
ίο R3SiQH2X können auf verschiedene Weise erhalten
werden. Eine Verbindung dieser Art, bei der R Methyl ist, kann z. B. durch Chlorierung von
Tetramethylsilan gewonnen werden. Auch kann diese Verbindung durch Reaktion· eines Methyl Grignard-Reagenses
mit Chlormethyldimethylchlorsilan erhalten werden. Weiterhin können drei organische
Radikale an jedes Si-Atom angelagert werden, wenn Chlormethyltrichlorsilan mit dem entsprechenden
Grignard-Reagens in Reaktion gebracht
ao wird.
Die Art und Weise, wie diese beiden Verbindurigen in flüssiger Phase zusammen zur Reaktion
gebracht werden, kann verschieden sein; man kann das Alkalimetall in eine Trägerflüssigkeit, die mit
ihm nicht reagiert, aufnehmen und zu dieser Suspension die Mischung der Ausgangsstoffe geben.
Auch kann das Alkalimetall zu einer Mischung der beiden Ausgangsstoffe zugesetzt werden. Ein anderer
Weg ist der, das Alkalimetall zuerst mit dem Triorganosiliciumhalogenid zu mischen und
dann dieser Mischung das Triorganohalogenmethylsilan
zuzusetzen.
Die Reaktion verläuft schon unter Normaldruck bei Zimmertemperatur. Erhöhte Temperatur und erhöhter
Druck können angewendet werden, um wenigstens einen Teil der Reaktionsprodukte in flüssiger
Phase zu halten. Die Reaktion verläuft auch genügend schnell, wenn die Mischung der zwei Ausgangsstoffe
zum suspendierten geschmolzenen Na gegeben wird.
Während die einzelnen Ausgangsstoffe für sich allein gegenüber metallischem Na inert sind oder
nur unerwünschte Reaktionen eingehen, reagieren beide Produkte zusammen mit Na unter BiI-dung
von Verbindungen mit der Grundstruktur = Si C H2 Si=. Verbindungen, die diese Struktur
enthalten, sind besonders wertvoll als Schmier- und Hydrauliköle. Sie können auch als Isoliermittel
verwendet werden. Ein Hauptmerkmal dieser Verbindungen ist ihre außerordentliche chemische Stabilität.
Wejin die sechs Kohlenwasserstoffradikale, die an die Si;Atome gebunden sind, Methylgruppen
sind, dann ist diese Verbindung selbst gegenüber konzentrierter H2SO4, HNO3 und NaOH stabil, im
Gegensatz zu den entsprechenden Verbindungen der Siloxaiireihe. Dort wird z. B. Hexamethyldisiloxan
von jedem der drei genannten Reagenzien an der Siloxanbindung hydrolysiert.
6r Gewichtsteile (CH3)3SiCH2Cl, 55 Gewichtsteile .(C H3)1J Si Cl und 100 Gewichtsteile Hexadccan
werden in einen Reaktionskessel gefüllt.und.erhitzt,
bis Rückfluß beginnt. Dann werden 23 Gewichtsteile metallisches Na unter Rühren in kleinen Stücken
zugegeben. Die Reaktion verläuft zu Anfang langsam, was auf die zu niedrige Temperatur zurückzuführen
ist. In dem Malic, wie die Reaktion fortschreitet und die Ausgangsstoffe verbraucht werden,
steigt die Temperatur und damit die Reaktionsgeschwindigkeit an. Die Reaktionsprodukte
werden aus dem Reaktionsgemisch abdestillieit, sobald der Siedepunkt anzeigt, daß Hcxadecan zu
■destillieren beginnt. Das Destillat wird redestilliert, wobei 52 Gewichtsteile eines Stoffes, der bei
132,2" unter einem Druck von 740 mm siedet, erhalten
werden. Dieser Stoff ist die Verbindung (CH3)3SiCH2Si(CH;i)3. Die Eigenschaften dieses
Stoffes sind die folgenden:
| beobachtet | berechnet | |
| Siedepunkt | 132,20C bei 740 mm | |
| Refraktion | 1,4154 bei 250 C | — |
| spez. Gewicht | 0,7458 bei 25° C | — |
| Molekularrefraktion') | 53-77 | 53.80 |
| Si-Gehalt °/ | 34.2 | 35 |
| C-Gehalt% | 50,6 | 52 |
| C: Si-Verhältnis .... | 3.45 | 3.50 |
1J-VgI. E. L. Warrick in Journ. Amer. Chem.
Soc. 68, 2455 (1946).
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Di- (triorganosilyl)-methan-Verbindungcn,
dadurch ge- no kennzeichnet, daß man eine Verbindung der
Formel R3SiX, worin X ein Halogen, wie z.B.'
Cl oder Br, und R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeuten, mit einer Verbindung
der Formel R3SiCH2X in flüssiger Phase in
Gegenwart eines Alkalimetalle zur Reaktion bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gemisch der Verbindungen des Typus R3SiCH2X und R3SiX mit iao
Alkalimetall in Reaktion gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 1, dadurch gekennzeichnet, daß R ein Alkyl- oder ein Arylradikal,
insbesondere Methyl oder Phenyl, oder ein Gemisch aus Alkyl und Arylradikalen bedeutet.
O 5236 7.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB17377/47A GB627809A (en) | 1947-07-01 | 1947-07-01 | A process for the manufacture of organo-silicon compounds |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE844901C true DE844901C (de) | 1952-07-24 |
Family
ID=10094131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED5747A Expired DE844901C (de) | 1947-07-01 | 1950-09-20 | Verfahren zur Herstellung von Di-(triorganosilyl)-methan-Verbindungen |
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| Country | Link |
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| US (2) | US2507513A (de) |
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| FR (1) | FR968130A (de) |
| GB (1) | GB627809A (de) |
Families Citing this family (3)
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|---|---|---|---|---|
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| US3296297A (en) * | 1963-06-13 | 1967-01-03 | Monsanto Res Corp | Organic silicon compounds |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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