DE8425059U1 - Untersuchungsroehrchen fuer medizinische labors - Google Patents
Untersuchungsroehrchen fuer medizinische laborsInfo
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Description
15. Aug. 1984 .:!. "T ·..·%♦' '··' '
3, AUG. 1984
-1-
BESCHREIBUNG Becton Dickinson GmbH
Untersuchungsröhrchen für medizinische Labors
TECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft ein Untersuchungsgefäß für medizinische
Labors für die Probenaufnahme und Probenverarbeitung.
Derartige Gefäße dienen für die Aufnahme flüssiger Proben,
z.B. von Blut, Urin oder Sekret. Die im Gefäß aufgenommenen
Proben v/erden jeweils an einem speziellen Arbeitsplatz in einem Labor, z.B. in eineir Krankenhaus, einer Arztpraxis
oder einem speziellen Untersuchungsinstitut verarbeitet.
STAND DER TECHNIK
Lntersuchungsgefäße der genannten Art sind i.d.R. als reagenzglasähnliche
Röhrchen ausgebildet. Wenn eine Probe in ein solches Röhrchen gegeben ist, muß festgelegt werden,
welchem Patienten die Probe entnommen wurde. Dazu dienen zwei gleichkodierte Etiketten, von denen das eine auf das
Röhrchen und das andere auf ein Laboranforderungsformular
geklebt wird. Der Kode ist i.d.R. ein üblicher Barcode, wie
er auch von der Registrierung des Preises und der Art von
Lebensmitteln seit vielen Jahrei allgemein bekannt ist.
Bevor kodierte Etiketten verwendet wurdan, wurden der Patientenname
oder eine einem Patienten zugeordnete Nummer auf die Etiketten geschrieben.
Für die Verarbeitung von Proben werden also drei unterschiedliche
Gegenstände benötigt, nämlich das Untersuchungsgefäß, das Laboranforderungsformular und die Doppeletiketten.
Ra',ionalisierungsbestrebunqen haben bereits vor einigen
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3, AUG. 188'.
-Z-
Jahren dazu geführt, daß diese Gegenstände so ausgestaltet werden, daß die Verarbeitung mit weniger Arbeitsaufwand
erfolgen kann. Dies geschieht nach einer Lösung dadurch, daß jedes Laboranforderungsfornular mit einer ganzen Anzahl von
Etiketten, die alle gleich oder jeweils paarweise gleich
kodiert sind, versehen ist. Davon läßt sich zumindest
jeweils eines aus jedem Paar gleichkodierter Etiketten
abziehen und auf das Untersuchungsgefäß kleben. Dies hat den
Vorteil, daß beim Anwender nur noch ein Ablös- und Wiederaufklebvorgang eines Etikettes pro Probe erfolgen muß.
Es besteht jedoch der Nachteil, daß jedes Formular herstellerseitig mit einer Mehrzahl von Etiketten zu
versehen ist. Die Zahl wird dabei so hoch gewählt, daß die Etiketten im Regelfall für alle anfallenden Gefäße gut
ausreichen, daß also im Regelfall zu viele Etiketten
bereitgestellt werden, was eine Materialverschwendung und
eine Platzverschwendung auf dem Laboranforderungsformular
darstel1t.
Eine andere Rationalisierungslösung geht dahin, daß für jede
einzelne Untersuchung jeweils ein Laboranforderungsformular
mit nur zwei gleichkodierten Etiketten verwendet wird. Dadurch
ist gewährleistet, daß das Formular optimal ausgenützt
werden kann, und daß nicht mehr kodierte Klebeetiketten zur
ί 25 Verfugung gestellt werden müssen, als tatsächlich benötigt
wenden. Jedoch geht ein erheblicher Nachteil dahin, daß pro
Patient statt eines einzigen Formulars im Regelfall eine Mehrzahl von Formularen anfällt, was mit einem erhöhten
Arbeitsaufwand für die Formularbearbeitung verbunden ist.
30
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Untersuchungsgefäß der eingangs genannten Art anzugeben, das so ausgestaltet
ist, daß bei seinem Verwer,oer. mit weniger Etiketten und
weniger Laboranforderungsforrau 1aren ausgekommen werden kann.
Die Erfindung ist durch die Merkmale des Hauptanspruches ge-
BEDI-002
15. Aug. 1984 .Z.T .... .. .
-3-
geben. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen
.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die zwei für
sich bekannten, gleichkodierten Etiketten, von denen zumindest
eines ein abziehbares Etikett ist, auf der Gefäßaußenwand angebracht sind. Im Zusammenspiel mit einem solchen
Untersuchungsgefaß kann ein Laboranforderungsformular mit
mehreren Feldern für Etiketten verwendet werden. Es sind jedoch weniger Felder als bei bisherigen Formularen
erforderlich, da nicht mehr Platz für jeweils zwei
gleichkodierte Etiketten bereitzuhalten ist, sondern nur
noch Platz für jeweils ein Etikett pro Untersuchung. Es handelt sich dabei um das auf der Gefäßaußenwand angebrachte
Abziehetikett, das bei der Probenentnahme abgezogen und auf
das Formular geklebt wird. Dadurch ist die bekannte eindeutige Zuordnung zwischen Patient und Probe hergestellt.
Die beiden Etiketten können direkt auf der Gefäßaußenwand
befestigt sein. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, ein Röhrchen mit einem aufgeklebten Papierträger zu verwenden,
der die Etiketten trägt. Ist von diesem Träger das für das
Formular bestimmte Etikett abgezogen, so läßt sich der freigewordene
Teil des Trägers leicht und sicher mit üblichen Beschriftungsmitteln beschriften. Bei Etiketten, die direkt
auf das Gefäß, das i.d.R. aus Glas gebildet ist, aufgeklebt sind, muß das Beschriften dagegen mit Spezi al schreibgeräten
erfolgen. Zudemhin hält eine Beschriftung auf Gefäßwänden in
aller Regel schlechter als eine Beschriftung auf Papier.
Von besonderem Vorteil ist es, beide Etiketten untereinander
zu befestigen. Eine andere Befestigungsmöglichkeit ist die,
das abzuziehende Etikett auf dem auf dem Gefäß verbleibenden
Etikett anzubringen. Bei untereinanderbefestigten Etiketten
läßt es sich jedoch erheblich einfacher feststellen, ob ein Etikett bereits abgezogen wurde oder nicht.
Es besteht der weitere Vorteil einer eindeutigen Zuordnung . . -4-
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J. MlG. Mk
-4-
der Probe zum Patienten in jeder Phase des Verarbeitungsablaufs
im Labor.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG 05
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Figur näher erläutert,
die ein reagenzglasähnliches Untersuchungsröhrchen
mit abgezogenem Etikett in perspektivischer Darstellung
zeigt.
10
10
WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
Das in der Figur dargestellte Untersuchungsgefä'ß ist ein
Reagenzglas 10, das zum Aufnehmen von z.B. sieben ml einer flüssigen Probe bestimmt ist. Das Röhrchen weist dann einen
Durchmesser von etwa 13 mm und eine Länge von 100 mm auf. Auf das Glas 10 ist in seinem mittleren Bereich ein Papierträger 11, der von seinem Unterrand 12 bis zu seinem Oberrand
13 eine Höhe von etwa 55 mm aufweist. In der unteren Hälfte des Papierträgers 11 ist auf diesen ein mit Barcode
14 versehenes Etikett 15 mit etwa 25 mm Breite aufgeklebt. Ein zweites Abziehetikett 16 mit gleichem Barcode 14 ist in
der Figu1" in abgezogenem Zustand dargestellt. Im vom Hersteller
gelieferten Zustand des Glases 10 befindet sich
dieses Abziehetikett 16 im oberen Bereich des Papierträgers 11.
Bei der Anwendung des beschriebenen Reagenzglases 10 wird so
vorgegangen, daß eine Probe, z.B. eine Blutprobe in das Glas gegeben wird und dann das Abziehetikett 16 abgezogen und auf
das dem betreffenden Patienten zugeordnete Laboranforderungsformular
aufgeklebt wird. Damit ist eindeutig festgelegt, daß die Probe mit dem einen bestimmten Barcode 14 genau zu
dem Patienten gehört, dessen Formular das Abziehetikett
mit dem entsprechenden Barcode trägt. Der Papierträger 11
wird im freigewordenen Bereich zusätzlich mit dem Namen des
Patienten beschriftet, um so die Probenzuordnung auch bei
Ausfall des Datenverarbeitungsgerätes sicherzustellen, von
23, AUG. 1984
-5-dem der Barcode auszuwerten ist.
Bei Untersuchungsgefäßen für medizinische Labors für die
Probenaufnahme und Probenverarbeitung handelt es sich i.d.R.
um Gegenstände, die nur einmal verwendet werden. Auf derartigen einmal zu verwendenden Gefäßen können der
Papierträger 11 und das auf diesem verbleibende Etikett 15
jeweils unlösbar verklebt sein. Bei mehrfach zu verwendenden Gefäßen ist es dagegen vorteilhafter, den Papierträger 11
lösbar auf dem Gefäß zu befestigen. Etikettierbare Gefäße
werden z.B. dann mehrfach verwendet, wenn die Probe sehr klein ist und durch ein Behältnis aufgenommen wird, das zi1
klein ist um etikettiert zu werden. Wird das Gefäß mehrfach
verwendet, so ist der Papierträger 11, der nur noch ein Etikett trägt, vor dem Wiederverwenden mit einem neuen
Träger mit zwei Etiketten zu versehen. In diesem Fall sind lösbare Träger von Vorteil, da sich dann der alte Träger
leicht durch einen neuen ersetzen läßt.
Zumindest eines der beiden Etiketten 15 und 16 muß ein
abziehbares Etikett sein da ja das übertragen auf das Formular gewährleistet sein muß. Ist das andere Etikett ein festverklebtes
Etikett, so ist gewährleistet, daß es besonders
sicher auf dem Untersuchungsgefä'ß haftet. Jedoch sind heim
Herstellen zwei unterschiedliche Kleber zu verwenden, was
den Herstellvorgang verkompliziert und verteuert. Für
besonders billige Wegwerfgefäße ist es daher von Vorteil, beide Etiketten mit derselben Abziehk1eberbeschichtung zu
versehen .
Bei allen Ausführungsformen ist die Art des Kodes unbeacht
lieh. Beim Anmeldegegenstand kommt es nicht darauf an, daß
durch einen besonderen Kode, z.B. einen Barcode, eine
besondere Anweisung erteilt würde, sondern erfindungsgemässe
Untersuchungsgefäße zeichnen sich dadurch aus, daß sie durch
einen neuen Aufbau mit den bereits seit langem für sich
bekannten gleichkodierten Etiketten direkt auf dem Gefäß den
Gebrauchszweck bei der Probenaufname und Prcbenverarbeitung
-6-
BEDI-002 .......
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3. AUG. 1984
fördern. >?■
Die Untersuchungsgefäße dienen dazu, wie dies der Name aus- |
sagt, eine Probe einem Untersuchungsplatz zuzuführen. Die |
Untersuchungsgefäße können zugleich Probeentnahmegefäße |"
sein. Dies ist bei Blutentnahmen z.B. dadurch ermöglicht, l|
daß ein mit einem Gummistopfen verschlossenes evakuiertes | Röhrchen verwendet wird. Zur Blutentnahme wird eine Kanüle, j
die auch an ihrem rückseitigen Ende mit einer Nadel versehen
ist, z.B. in eine Armvene eingeführt. Dann wird mit der rückseitigen Nadel der Stopfen des evakuierten Röhrchens
durchstochen. Dadurch wird Blut in das Röhrchen gesaugt, das ^- so zugleich als Probenentnahme wie auch als Untersuchungsgefäß
dient. Eine andere Möglichkeit, eine Probe in das ·ί
Untersuchungsgefäß zu bringen, besteht darin, daß zu untersuchende
Flüssigkeit mit einer Spritze abgesaugt und dann in das Gefäß gegeben wird.
Das Material des Gefäßes und seine Verschlußart sind für den Erfindungsgegenstand unerheblich. Besonders vorteilhaft werden
Glasröhrchen verwendet, da diese z.B. vor der Anwendung gut sterilisiert werden können. Aber auch Kunststoffröhrchen
können verv/endet werden. Insbesondere bei wiederverwendbaren Gefäßen zum Aufnehmen von Proben in einem Behältnis können
•" 25 auch undurchsichtige Materialien, wie Porzellan Verwendung
finden. Wenn es sich bei den Gefäßen um Röhrchen handelt, werden diese in der Regel durch farbige Gummistopfen verschlossen,
die durch ihre Farbe anzeigen, welchem Arbeitsplatz das Röhrchen zugeführt werden soll.
30
Claims (1)
- BEDI-002 ··;is. Aug. 1984 .·:.:.*:: ί3. AUa 18Β<-1-ANSPROCHE1. Untersuchungsgefäß (10) für medizinische Labors für die Probenaufnähme und die Probenverarbeitung, dadurch gekennzeichnet, daßaufder Gefäßaußenwund zwei gleichkodierte Etiketten (15,16) vorhanden sind, von denen zumindest eines ein Abziehetikett (16) ist.2. Gefäß nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daßes ein Glasröhrchen (10) ist.3. Gefäß nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daßdieEtiketten (i5,16) auf einem Papierträger (11) befestigt sind, der seinerseits auf die Gefäßaußenward aufgeklebt ist.4. Gefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 3,dadurch gekennzeichnet, daßdie I. , Etiketten (15,16) untereinander befestigt sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848425059 DE8425059U1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Untersuchungsroehrchen fuer medizinische labors |
| DE19853529455 DE3529455A1 (de) | 1984-08-24 | 1985-08-16 | Untersuchungsroehrchen fuer medizinische labors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848425059 DE8425059U1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Untersuchungsroehrchen fuer medizinische labors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8425059U1 true DE8425059U1 (de) | 1984-12-20 |
Family
ID=6770076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19848425059 Expired DE8425059U1 (de) | 1984-08-24 | 1984-08-24 | Untersuchungsroehrchen fuer medizinische labors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8425059U1 (de) |
-
1984
- 1984-08-24 DE DE19848425059 patent/DE8425059U1/de not_active Expired
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