DE838024C - Vorrichtung zum Prüfen und Eichen von Elektrizitätszählern od. dgl. mit Hilfe eines Prüf- oder Eichzählers - Google Patents

Vorrichtung zum Prüfen und Eichen von Elektrizitätszählern od. dgl. mit Hilfe eines Prüf- oder Eichzählers

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DE838024C
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Expired
Application number
DENDAT838024D
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English (en)
Inventor
Nürnberg und Dr.-Ing. Paul Pflier Nürnberg Johann Hartmann
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Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R35/00Testing or calibrating of apparatus covered by the other groups of this subclass
    • G01R35/04Testing or calibrating of apparatus covered by the other groups of this subclass of instruments for measuring time integral of power or current

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

Die Erfindung l>ezieht sich auf das Prüfen und Eichen von Elektrizitätszählern od. dgl. mit Hilfe eines Normalzählers. Bei bekannten Prüfeinrichtungen werden entweder die von den beiden Zählern innerhalb einer Meßperiode zurückgelegten eingestellten bzw. an Anzeigevorrichtungen ablesbaren Meßwege miteinander verglichen, oder es wird mit einem stroboskopischen Verfahren gearbeitet, bei dem beispielsweise in einem vom Normalzähler
ίο gegebenen Takt der mit Marken versehene Anker des ['ruflings beleuchtet wird.
Die Prüf- und Eicheinrichtung, die den Gegenstand der Erfindung bildet, arbeitet nach einem anderen Verfahren, das besonders bequem in der Durchführung ist. Erfindungsgemäß stehen beide Zähler mit Impulsgebern in Wirkverbindung, die mit einer Schalteinrichtung für den Stromkreis eines Meßgerätes derart zusammenarbeitet, daß der Impuls des einen Zählers jeweils den Stromkreis ein-, der des anderen Zählers den Stromkreis ausschaltet. Vorausgesetzt ist dabei, daß der Prüfling beim Fehler Null die gleiche Impulshäufigkeit erzeugt wie der Prüfzähler. Um die Zähler nicht zu belasten, empfiehlt es sich, die Impulse auf fotoelektrischem Wege mit Hilfe von Fotozellen und auf den Zählerankern angebrachten Marken zu erzeugen. Damit Prüfling und Prüfzähler auch mit verschiedenen Drehzahlen arbeiten können, empfiehlt es sich, auf den Anker der beiden Zähler mehrere Markenreihen verschiedener Teilungen anzuordnen, die beispielsweise entsprechend den gebräuchlichen Zählerkonstanten gestaffelt sind. Bei Verwendung eines Gleichlastzählers, der stets mit gleicher Drehzahl arbeitet, müssen auch für die verschiedenen '
Belastungsstufen des Prüflings Mittel zur Anpassung der Impulshäufigkeit, beispielsweise in Form besonderer Markenreinen, vorgesehen werden.
Man kann auch zwischen Fotozelle und der genannten Schalteinrichtung irgendwelche verstellbare Impulswandler zwecks Anpassung der Impulshäufigkeit einschalten. Solche Impulswandler können beispielsweise derart arbeiten, daß die von der Fotozelle ankommenden Impulse schrittweise
ίο eine Antriebswelle fortschalten, deren Bewegung durch l>ekannte Mittel, z. B. durch eine Kaskade von elastischen und tragen Gliedern, vergleichmä&igt auf den einen Impulsgeber betätigenden Abtrieb übertragen wird. Zwischen Antrieb und Abtrieb ist ein veränderliches Übersetzungsgetriebe, i>eispielsweise ein Wechsel- oder Reibradgetriebe, eingeschaltet, durch dessen Verstellung das Verhältnis der Impulshäufigkeit von An- und Abtrieb geändert werden kann.
Um die Meßgenauigkeit zu erhöhen, wird man hohe Impulszahlen, beispielsweise 30 je Sekunde, bevorzugen. Damit bei dieser Impulshäufigkeit die Schalteinrichtung noch zuverlässig arbeitet, wird man an Stelle von mechanischen Schaltern eine RiVhrenanordniung, beispielsweise gittergesteuerte Gasentladungsröhren od. dgl., verwenden. Das an die Schalteinrichtung angeschlossene Meßgerät, am besten ein sehr stark gedämpftes Glekhstromdrehspulengerät, wird in irgendeiner bekannten Weise mit konstanter Spannung betrieben.
Die Wirkungsweise einer solchen ,Prüf- und Eicheinrichtung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Beispiels näher erläutert.
Ein Prüfzähler 1, Normalzähler, Eichzähler od. dgl. und ein zu prüfender Zähler 2 erzeugen Impulse. Der praktisch fotoelektrisch arl>eitende Impulsgeber ist der Einfachheit halber durch Schalter 3 angedeutet. Die Impulse des Prüfzählers ι gehen über einen Verstärker 4 zu einer Schalteinrichtung 61, die der Einfachheit halber als mechanischer Schalter dargestellt ist. Bei dem Prüfling 2 ist zwischen Verstärker 4 und Schalteinrichtung 62 noch ein verstellbarer Impulswandler 5 eingeschaltet. Die Schalteinrichtung 61 arbeitet mit Arbeits-, die Einrichtung 62 mit Ruhekontakt, so daß also bei Beginn eines Impulses des Zählers 1 das Gerät 61 ein- und am Ende des Impulses wieder ausschaltet, während bei Beginn eines Impulses des Zählers 2 das Gerät 62 aus- und am Ende wieder einschaltet. Die beiden Schalter liegen mit einem Meßgerät 7 in Reihe an konstanter Spannung.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Ist der Prüfling richtig eingestellt, dann herrscht bei beiden Zählern gleiche Impulshäufigkeit. In Fig. 2 sind die Impulse des Prüfzählers oben, die des Prüflings unten aufgetragen, in der Mitte die zum Meßgerät 7 gelangenden Impulse. Da die Schalteinrichtung 62 den von der Schalteinrichtung 61 eingeschalteten Strom immer nach gleichem Zeitabstand unterbricht, sind die Impulse für das Meßgerät gleich lang, sein Zeiger bleibt also in Ruhe. An welcher Stelle er steht, hängt von der Phasenverschiebung beider Impulsreihen ab. Bei Fig. 2 sind die Impulse verhältnismäßig lang, bei einer anderen Phasenlage (Fig. 3) kurzer. Der Stillstand des Meßgerätes 7 läßt demnach erkennen, daß der Prüfling in Ordnung ist.
Läuft der Prüfling langsamer (Fig. 4), dann nimmt die Impulslänge bis zu einem Maximum zu, fällt kurz auf Null und nimmt wieder bis zu einem Maximum zu, usw. Der Zeiger des Meßgerätes 7 bewegt sich deshalb dauernd im Uhrzeigersinn und fällt immer wieder dazwischen auf Null zurück. Dies läßt erkennen, daß der Prüfling einen Minusfehler hat.
Bei einem Plusfehler des Prüflings (Fig. 5) nimmt die Impulslänge allmählich bis auf Null ab, springt dann auf den Maximalwert und nimmt wieder ab usw. Der Zeiger des Meßgerätes 7 bewegt sich deshalb dauernd entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn und springt dazwischen auf maximalen Ausschlag um.
In den Fig. 4 und 5 sind unterhalb der Impulse die Ausschläge des Meßgerätes 7 in Kurvenform und in Abhängigkeit von der Zeit t aufgetragen.
Die Erfindung bietet den Vorteil, daß Plus-, Minusfehler bzw. richtige Einstellung des Prüflings fast augenblicklich erkennbar sind. Man kann infolgedessen die Prüfzeit wesentlich abkürzen. Die Zeigerbewegung des Meßgerätes läßt sich viel leichter beobachten als beispielsweise die Marken bei stroboskopischer Eichung. Bei Verwendung eines Meßgerätes mit entsprechend großer Skala ist diese Beobachtung auch aus größerer Entfernung möglich, während man bei der stroboskopischen Eichung immer sehr nahe an den Zähleranker herangehen und meist sogar eine Lupe zu Hilfe nehmen muß. An Stelle eines Meßgerätes kann auch eine Glühlampe, ein akustisches Gerät oder irgendeine andere Vorrichtung verwendet werden, die die Zu- und Abnahme eines Stromes gut erkennen läßt. So kann z. B. der Strom auch auf einen kleinen Motor mit Sirene wirken, dessen Drehzahl sich mit der Spannung ändert. Zwecks Feinabgleichung der Impulshäufigkeit beider Zähler kann bei Verwendung eines Gleichlastzählers als Prüfzähler 1 unter Verzicht auf starre Einhaltung des Gleichlastprinzips seine Drehzahl in beschränkten Grenzen geändert werden.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zum Prüfen und Eichen von Elektrizitätszählern od. dgl. mit Hilfe eines 1.15 Prüf- oder Eichzählers,- dadurch gekennzeichnet, daß mit beiden Zählern (1, 2, Fig. 1) Impulsgeber (3) in Wirkverbindung stehen, die mit einer Schalteinrichtung (61, 62) derart zusammenarbeiten, daß bei einem Impuls der eine Zähler (1, Fig. 1 bis 5) jeweils einen Stromkreis einer Stromanzeigevorrichtung (7) ein-, der andere Zähler (2) ausschaltet.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwischen dem Impulsgeber (^) des einen Zählers (2, Fig. 1)
und der Schalteinrichtung (62) ein verstellbarer impulswandler (5) eingeschaltet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulswandler aus einem mechanischen Getriebe besteht, dessen Antriebswelle durch die Zählerimpulse schrittweise fortgeschaltet wird, und der zwischen Antriebs- und der einen Sekundärimpulsgeber betätigenden Antriebswelle außer einem Getriebe zur Überführung der schritt- to weisen in eine stetige Bewegung (Kaskade von elastischen und tragen Gliedern od. dgl.) noch ein verstellbares Übersetzungsgetriebe (Wechsel-, Reibradgetriebe od. dgl.) enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Gleichlastzählers mit in kleinen Grenzen verstellbarer Drehzahl (Feineinstellung).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5137 4.5i
DENDAT838024D Vorrichtung zum Prüfen und Eichen von Elektrizitätszählern od. dgl. mit Hilfe eines Prüf- oder Eichzählers Expired DE838024C (de)

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