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Vorrichtung zur Herstellung von Löchern mit großen Durchmessern in
dünnen Blechen Zusatz zum Patent 833 751 Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zur Herstellung von Löchern mit großem Durchmesser in dünnen Blechen, bei welcher
ein Stempel mittels einer Schraube in eine Matrize hineingezogen wird.
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Bei der Vorrichtung nach dem Patent 833 75I ist der Stempel beiderseits
als Stanzwerkzeug für Löcher verschiedenen Durchmessers ausgebildet, und die Matrize
hat zwei entsprechende, einander gegenüberliegende Bohrungen. Der Stempel wird mittels
einer Schraube jeweils in die entsprechende Bohrung der Matrize hineingezogen.
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Mit der Vorrichtung nach dem Hauptpatent können somit nur jeweils
n@-Gi Löcher verschiedenen Durchmessers mit einem Stempel und einer Matrize hergestellt
werden.
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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung der Vorrichtung nach dem
Patent 833 751 in der Weise, daß die Matrize als Würfel ausgebildet ist, welcher
auf jeder Seite eine Bohrung besitzt. In einem Würfel, d. h. in einer Matrize, können
somit sechs Löcher verschiedenen Durchmessers angeordnet werden.
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Je zwei Löcher in der Matrize sind ferner einem beiderseits als Stanzwerkzeug
ausgebildeten Stempel zugeordnet, so daB zum Herstellen von sechs Löchern mit verschiedenen
Durchmessern nur eine
Matrize, eine Schraube und drei doppelseitige
Stempel erforderlich ,sind.
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Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i bis 3 je einen beiderseits als
Stanzwerkzeug ausgebildeten Stempel für sechs verschiedene Lochdurchmesser, Fig.4
eine Darstellung der gesamten Vorrichtung im Längsschnitt und Fig. 5 eine Draufsicht
auf die Matrize.
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In Fig.4 sind diejenigen Teile, welche der Vorrichtung nach dem Hauptpatent
entsprechen, mit gleichen Bezugzeichen bezeichnet. Im Gegensatz zum Hauptpatent
ist jedoch die Matrize i als Würfel ausgebildet. Dieser Würfel .hat vier Bohrungen
i o, 11, 12 und 13, zu welchen noch zwei auf den in Fig. 4 nicht dargestellte Flächen
angeordnete Bohrungen hinzukommen.
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Der Stempe12 wird, wie bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent, auf
eine Schraube 3 mit Schraubenkopf 4 aufgeschoben, welcher mittels eines Schraubenschlüssels
gedreht werden kann.
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An der Unterseite des Schraubenkopfes 4 ist ein zylindrischer Bund
5 angeordnet. Die Stirnfläche 6 dieses Bundes 5 legt sich beim Hineinziehen des
Stempels 2 in die würfelförmige Matrize i gegen eine der beiden inneren Ringflächen
7.
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Jeder Stempel gemäß Fig. i bis 3 ist beiderseits als Stanzwerkzeug
8 bzw. 9 (Fig. 4) für Löcher verschiedenen Durchmessers ausgebildet. Die Stirnflächen
der beiden ztt einem Stück vereinigten Stanzwerkzeuge 8 und 9 sind in der üblichen
Weise dachförmig gestaltet. Da durch diese dachförmige Gestaltung beim Anziehen
der Schraube 3 ein Kippmoment entsteht, so kann die Stempelstirnseite statt dachförmig
auch konvex ausgebildet sein.
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Bei der würfelförmigen Matrize i liegen sich in der Größenordnung
benachbarte Bohrungen gegenüber, also die Bohrungen für den Stempel gemäß Fig. i
bzw. Fig. 2 bzw. Fig. 3. Durch diese Anordnung können die Ausstoßbohrungen 17, 18
Fig. 5), welche in Fig. 4 gestrichelt angedeutet sind, durchgebohrt werden, was
nicht möglich wäre, wenn die Durchmesser gegenüberliegender Bohrungen zu stark voneinander
abweichen.
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1'm die Matrize bei Herstellung eines Loches festzuhalten, kann eine
in Fig.4 gestrichelt dargestellte Haltestange 16 in ein seitliches Gewindeloch,
z. 13. der Bohrung 12, eingeschraubt werden. Zwischen dem Stanzwerkzeug 8 bzw. 9
und der oberen Würfelseite der Matrize i mit der entsprechenden Bohrung, z. B. io,
liegt das Blech 15. In dieses Blech wird zunächst ein Loch, etwa vom Durchmesser
der Schraube 3, gebohrt, um die Schraube 3 mit ihrem Gewinde 14 in die Matrize i
einschrauben zu können. Mit einem Mutterschlüssel wird dann der Schraubenkopf 4
der Schraube 3 weiter angezogen, wodurch das Stanzwerkzeug 8 bzw. 9 in die entsprechende
Bohrung der Matrize i hineingezogen wird und dadurch ein Loch entsprechender Größe
aus dem Blech ausstanzt.
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Je nach der Größe des herzustellenden Loches liegt die entsprechende
Würfelseite unter dem Blech 15. Auf die Schraube 3 wird einer der Stempel gemäß
Fig. i bis 3 mit der der obenliegenden Bohrung des Würfels i entsprechenden Stirnseite
dem Blech 15 zugekehrt geschoben. Das Herstellen des Loches erfolgt dann in der
bereits beschriebenen Weise.
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Im Gegensatz zu der im Hauptpatent dargestellten Vorrichtung sind
daher z. B. zur Herstellung von sechs Löchern verschiedenen Durchmessers nicht sechs
und auch nicht drei, sondern nur eine Vorrichtung mit drei verschiedenen Stempeln
erforderlich.
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Die Schraube 3 zum Anziehen der Stempel wird wegen des bei dachförmigen
Stempeln auftretenden Kippmomentes zweckmäßig aus Chromnickelstahl hergestellt.