DE836769C - Verfahren zur Gruendung von Bauwerken, besonders Talsperren - Google Patents
Verfahren zur Gruendung von Bauwerken, besonders TalsperrenInfo
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/32—Foundations for special purposes
- E02D27/40—Foundations for dams across valleys or for dam constructions
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Description
- Verfahren zur Gründung von Bauwerken, besonders Talsperren Die Gründung größerer Bauwerke auf Fließsand, lies od. dgl. macht bedeutende Schwierigkeiten, \venn in größerem Umfange Maschinen eingesetzt werden sollen. Das ist besonders bei der Errichtung von Talsperren der Fall, bei denen des öfteren Kies-oder Sandbetten von 20 bis 5o m Mächtigkeit und mehr vorliegen., die wegen der Gefahr der Unterspülung keine Sperrmauer oder keinenIaamm tragen können. Der A us,huh des Kiesbettes für das Einbringen des Fundaments kann mit Hilfe von Kabelbaggern durchgeführt werden, doch ist die Leistungsfähigkeit dieser Geräte begrenzt, und außerdem sind solche Kabelbagger kostspielig und können als Spezialgeräte wegen der Seltenheit großer Talsperrenbauten nicht genügend ausgenutztwerden. Man kann den Bodenaushub auch mit Baggern und ähnlichen üblichen@Geräten für Bodenbewegungen bewältigen, doch droht gerade bei Talsperren dann die Gefahr der Überschwemmung und Beschädigung bei Hochwasser während der Bauzeit.
- Die Erfindung schlägt ein anderes Verfahren zur Gründung vor. Nach ihr werden zunächst Pfeiler, Pfähle oder sonstige Stützen bis zum festen Boden vorgetrieben bzw. auf dem festen Boden aufgebaut. Das kann z. B. dadurch geschehen, daß brunnenartige Schächte niedergebracht wenden, die voll oder im Ringquerschnitt mit Beton od. dgl. ausgefüllt werden (Tübbings). Auf diesen Pfeilern wird dann eine Brücke, und zwar oberhalb des Hochwasserspiegels errichtet, auf welche sowohl die Bauniascliinen. z. B. Siebe, Mischer u. dgl.. als auch die Krane für den Bodenaushub und die Verladevorrichtungen angeordnet sind, worauf dann mit den Greifern oder sonstigen Werkzeugen der Kralle der Kiesaushub für das Gesamtfundament durchgeführt wird. Zweckmäßig wird man .die Brücke auf jeder Seite auf den Hang des Tales abstützen. In der Regel wird es wegen der großen Spanmweite erforderlich sein, mehrere Zwischenstützen anzudringen.
- Das neue Verfahren bietet den Vorteil, daß einmal sowohl die Baumaschinen als auch die Bodenaushubmaschinen hochwasserfrei angeordnet sind, zudem bleiben sie dauernd in richtiger Zuordnung zueinander, so daß ein rationelles Ineinandergreifen (her verschiedenen Arbeitsvorgänge entsprechend <her Planung kewährleistet ist. Das Planum steht für die :\rbeiten frei zur Verfügung und ist nicht durch irgendwelche Maschinen und Geräte besetzt. Die Krane können hei Bedarf zur Beschleunigung <ler:\rlieiten in großer Zahl angesetzt werden, ebenso die Baumaschinen. Die Krane sind nach Abschluß der Bauarbeiten auch anderweitig verwendbar.
- :\n der Brücke können auch weitere für den Bau erforderliche 'Maschinen, Einrichtungen u. dgl. angeordnet werden. Wird z. B. in die Gründung zur l#.rreichung absoluter Wasserdichtigkeit ein festes bzw. biegsames Isoliermittel eingebracht, etwa eine Gummischürze, die von dem Planum bis zu dem festen Boden reicht, so kann sowohl die Einrichtung zur Herstellung oder zum Zusammensetzen (Kleben, Schweißen) (fieser Schürze als auch die Speichereinrichtung, z. B. die Speichertrommel für diese Gummischürze, an der Verladebrücke mit angeordne t xverden. Auch die Arbeit .des Zusammensetzens und des Einbringens der Schürze kann auf diese Weise umbehindert von etwaigem Hochwasser durchgeführt werden. Mit den vorbenannten Kranen ()der mit besonderen Laufkatzen können Rüttelx orrichtungen zur Erzeugung besonders fester Gründung herangebracht und versetzt werden.
- Auf (fier Verladebrücke lassen sich die verschiedenen \laschinen je nach Lage des Falles in verschiedener zweckmäßiger Anordnung verteilen. Es kann beispielsweise günstig sein. auf dem Brückenträger (hie Krane verfahren zu lassen, mit deren (freifern der Aushub für das Gesamtfundament erfolgt. Die Baumaschinen können ebenfalls auf der Brücke, aber auch z. B. ganz oder teilweise im I innern des Brückenträgers angeordnet sein. Die Klebe- und Wickelvorrichtung für die Gummiscliiirze wird man zweckmäßigerweise unterhalb des llrückenträgers anordnen. Wird ein solcher Gummivorhang nicht eingebaut, so kann man entweder die Krane oder die Baumaschinen in Form von Laufkatzen od. dgl. auch unterhalb des Brückenträgers anbringen.
- Die Anwendung von Brücken. auf denen Krane verfahren, ist für die Errichtung von verhältnismäßig niedrigen Sperrmartern vorgeschlagen worden. wobei die Brücke höher als die Mauerkrone liegt. Demgegenüber betrifft das neue -"erfahren die Gründung -rotier Bauwerke, die Anordnung der Brücke über dem Hochwasserspiegel, die Zusammenfassung von Baumaschinen und Gewinnungsmaschinen auf der Brücke und den Bodenaushub vorn der Brücke aus.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Abb. i zeigt eine des Bauplatzes mit der Brücke, Abb. 2 eine Stirnansicht dazu und Abb. 3 einen Grundriß des Fundaments.
- Eine Talsperre soll in dem Tal i errichtet werden, (las bis zum Planum 2 mit einer Kiesbettung ausgefüllt ist. Zu diesem Zweck werden zunächst bis zum gewachsenen Boden 3 eine Reihe von Brunnenschächten mit Mehrschalengreifern ausgehoben, welche von Dreibeirigerüsten od. dgl. getragen werden. Die Brunnenschächte werden, wie auch sonst im Brunenbau üblich ist, mit Rohren bewehrt, die auf ihrem vollen Querschnitt oder im Ringquerschnitt mit Beton ausgefüllt werden. Sind auf diese Weise feste Pfeiler .I entstanden, so wird die Brücke 5 errichtet, die von einem Hang zum anderen führt und auf der einen Seite bei C beweglich gelagert ist. Sie weist drei Stützen 7 auf, die von den Pfeilern :4 getragen werden. Auf dieser Brücke laufen eine Reihe von Wippkranezi 8, die vorzugsweise mit Portalen 9 versehen sind, so daß sie einesteils eine breite Stützfläche haben, andererseits aber auch den. Verkehr der Fördermittel (Wagen, Förderbänder od. dgl.) nicht behindern. 1lit den Greifern io dieser Wippkrane wird dann der Bodenaushub bewerkstelligt, wobei je nach der örtlichen Lage die Grenzen des Fundaments durch Pfeiler, ähnlich den Pfeilern 4, festgelegt werden, und der Aushub dann innerhalb des durch diese Pfeiler umgrenzten Raumes erfolgt. Die Baumaschinen, z. B. die .\lischer i i und auch ihre Zubringerbänder 12, sind im Innern des Brückenträgers angeordnet, so daß sie die Abbeförderung (les von den Greifern gewonnenen Kieses nicht behindern. Der Brückenträger selbst karnn, um möglichst gut zugänglich zu sein, ebenfalls portalartig ausgebildet werden. Von den Mischern führen Schurren oder Bandförderer 13, die an Auslegern 1:I hängen, zu den Verwendungsstellen hin. Die Ausleger und die Schurren können schwenkbar sein, so daß der ganze Fundamentraum durch Schwenken, gegebenenfalls auch durch Verfahren der Schurren und der Ausleger, beschickt werden kann. Auf diese Weise kann auch der Beton in die Brunnenschächte eingebracht werden. Unterhalb des Brückenträgers ist eine Bühne 1s eingebaut, auf der sich eine Arbeitsfläche 16 für das Zusammenkl@eben von Gummibahnen und eine Speichertrommel 17 für die aus diesen Gummibahnen hergestellte Gummischürze befindet. Die Trommel 17 ist in eine größere Reihe von Abschnitten aufgeteilt und mit einem nicht dargestellten Antrieb, ähnlich wie eine Winde, versehen. Mit ihrer Hilfe kann die Gummischürze in Abschnitten aufgerollt und dann insgesamt abgelassen werden, bis sie finit ihren Unterenden in einen entsprechenden Kanal 20 im festen Boden eingreift. Der Fundanientbaustoff wird dann von beiden Seiten her an diese Schürze heran-
grl>rac;lr. so 11a1.; sie lll('igliclist spallllungsfrei ill glas Fundament eitigcfiigt wird. Der 13rückentrüger ist zur _\tlfrialime t%eiterer l-'itlriclittltlgetl und Xtascllitl-ctl geeignet, z. 1). l:öli- nen \-erfahrl>are Bunker 2 1 mit seitlich verschieb- haren I@un@kergefäl@en ? vorgesehen werden, mit deren Hilfe die gegenüber den Greifern verhältnis- mäßig kleinen Feldbalinwagen bequem und unab- hängig \-()in .\r)xitstal:t der Krane beladen werden können. 1 m Innern 11es "f'rägers kÖtlrleti- auch Brecher, \lälilanlagen, Siele t1. dgl. aufgestellt tverdetl. Statt der (;reifer können gegel@eneufalls auch andere Hub- wie Kübel od. digl., \"erwett@dung finden. die ettNa von Baggern oder sonstigen Gewitiii@ungs- gel-iten beladen werden, welche sich in dem Funda- 111('iltl"allnl leftlldell.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1, \-erfahren zur Grünllntltg größerer Baubesonders Talsperren, auf Fließsand. Kies od. dgl., dadurch gekennzeichnet, claß zullä chst Pfeiler bis zum festen Boden vorgetrieben bzx\. auf ihn aufgebaut werden, dann auf die I'fciler eitle 13riic'ke oberhalb des llochw-asserspiege@s :rl"iclitet wird, auf welcher sowcrltl -die liaunlaschinen als auch die Einrichtungen zum Bodenaushub, insbesondere Krane, angeordnet sind, und schließlich mit den Kranen der Aushub für das Gesamtfundament durchgeführt wird. z. Brücke zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet, durch auf dem Brückenträger laufende Portalkrane mit Werkzeugen (Greifern) für den Bodenaushub. 3. Brücke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, d@aß zwischen den Portalen die Abtransporbmittel für den Bodenaushub hirndurchlaufen. 4. Brücke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baumaschinen, Siebe, Rüttler, Betonmischmaschinen, gegebenenfalls auch Brecher oder Mahlanlagen, im Innern des Brückenträgers aufgestellt sind. 3. Brücke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenträger auch eine Einrichtung zur Herstellung und zum Ablassen von Isoliermitteln, insbesondere zum Herstellen und I?inbriti@gen einer Gummischürze, aufnimmt. 6. Brücke nach Anspruch i bis .I, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenträger im Querschnitt ohne Diagonalstäbe, also nach Art eines Kastenträgers ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED5010A DE836769C (de) | 1950-07-16 | 1950-07-16 | Verfahren zur Gruendung von Bauwerken, besonders Talsperren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED5010A DE836769C (de) | 1950-07-16 | 1950-07-16 | Verfahren zur Gruendung von Bauwerken, besonders Talsperren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE836769C true DE836769C (de) | 1952-04-17 |
Family
ID=7031217
Family Applications (1)
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| DED5010A Expired DE836769C (de) | 1950-07-16 | 1950-07-16 | Verfahren zur Gruendung von Bauwerken, besonders Talsperren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE836769C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2792661A1 (fr) * | 1999-04-21 | 2000-10-27 | Jacques Victorin Armand Avias | Nouveau type de barrage, a mise en oeuvre reduite, dans lequel les efforts sont reportes en quasi-totalite sur des forages tubes ou des pieux encastres dans un substratum mecaniquement resistant |
-
1950
- 1950-07-16 DE DED5010A patent/DE836769C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2792661A1 (fr) * | 1999-04-21 | 2000-10-27 | Jacques Victorin Armand Avias | Nouveau type de barrage, a mise en oeuvre reduite, dans lequel les efforts sont reportes en quasi-totalite sur des forages tubes ou des pieux encastres dans un substratum mecaniquement resistant |
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