DE836486C - Verfahren zur Beherrschung von Gebirgskraeften vermittels Abbaukammern - Google Patents

Verfahren zur Beherrschung von Gebirgskraeften vermittels Abbaukammern

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DE836486C
DE836486C DEP56157A DEP0056157A DE836486C DE 836486 C DE836486 C DE 836486C DE P56157 A DEP56157 A DE P56157A DE P0056157 A DEP0056157 A DE P0056157A DE 836486 C DE836486 C DE 836486C
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DE
Germany
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chamber
roof
excavation
mining
masses
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Expired
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DEP56157A
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English (en)
Inventor
Albert Hamel
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ARTHUR HAMEL
Original Assignee
ARTHUR HAMEL
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D19/00Provisional protective covers for working space
    • E21D19/02Provisional protective covers for working space for use in longwall working

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Working Measures On Existing Buildindgs (AREA)

Description

  • Verfahren zur Beherrschung von Gebirgskräften vermittels Abbaukammern Die vorliegende 1?rliiidung I)etrift ein Verfahren -zur Beherrschung (1,(#r auf eine Abbaukammer wirkenden Gebirgskräfte und eine zweckmäßige Gestaltung von Abbaukamin,#rn. Auf die zum 13raunkohlenl>ruchbau 1)estiminten Abbaukammern wirken die liereinb -echenden Bruchmassen ein. Sie beanspruchen die Ahbatikammer in statischer Hinsicht und erzeugen auf ihren Umfangsflächen einerseits Vorsch.ul)kräfte, die die .-Xbl>aukammer gegen den Abbaustoß drängen und andererseits Reihungswiderstände, die die Vorbewegung der Abbaukammer bremsen. Es ist noch nicht bekannt, diese Kräfte zu beherrschen und nützlich zu lenken. Dies ist der Hauptgrund, weshalb man die -4bbaui;ammern im ßraunkohlenbruchbau noch nicht eingesetzt hat. Erfindungsgemäß wird eine technische. Lehre zur Beherrschung der auf die Abbaukammer einwirkenden Kräfte gegeben: Man ,steuert die auf den Abbaukammerwandungen durch die Bruchmassen erzeugten Bremsreibungs- und Vorschubit irkungen vermittels :Neigungseinstellung und/oder Größenbemessung und/oder Formung der Abbaukammerwandungen.
  • Eine nach d-em `-erfahren gemäß der Erfindung bemessene und geformte Abbaukammer ist in den Zeichnungen in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. und zwar zeigt Fig. t eine auf der Abbausohle gleitende Abbau- Kammer mit gewölbtem Dach und Rücken nebst einem Stück Leitstrecke in ihrer Arbeitsstellung vor <lern Kohlenstoß im senkrechten Schnitt nach (ler Linie 1-B der Fig. 2, F ig. 2 einen teilweise dargestellten grundrißlichen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. i, Fig. 3 im aufrißlichen Schnitt eine auf Raupenfahrwerken vierfahrbare Abbaukammer mit neigungs- und höhenverstellbarem Dach, Fig. 4 eine teilweise ausgeführte Vorderansicht der Abbaukammer nach Fig, 3 vom Arbeitrsstoß aus gesehen.
  • Die in Fig. i und 2 gezeichnete Abbaukammer mit gewölbtem Rücken ist für einfachen Handbetrieb bestimmt. Sie gleitet auf der Grundplatte 16 und deren Verlängerung, dem Plattenboden 14, die mit den Trägern 15, 18, i9 und der Deckplatte 17 einen Doppelboden bilden, Auf diesem stehen als Gerippe der Abbaukammer die geraden, mit 1@'illkelli 21 befestigten Träger io und die gewölbten Träger i i, welche durch den Langträger 4 zu einem festen Dreieck verbunden sind. Die gewölbten Träger i i laufen oben kreisbogenförmig aus, sind durch die Querstäbe 12 verbunden und mit den Blechen 13 abgedeckt. An den Flügelenden der Abbaukammer sind gegen einen etwaigen Seitenschub die schräg angeordneten Strebträger 20 vorgesehen. Auf dem vorderen, kreisbogenförmigen Teil des Daches sind zum Zwecke der Vorpfändung Vortriebsbleche 2 vorgesehen, die wie bei einer Getriebezimmerung zum Gewinnen und Absichern der Firstenkohle benutzt werden (s. bei Ziffer i). Diese Vortriebsbleche 2 haben einen Griff 6, der auf einem Zapfen 5 sitzt, welcher im Schlitz 3 geführt wird. Die Flügelseitenwände der Abbaukammer werden von dem bogenförmigen U-Eisen 7 nach vorn zu begrenzt und sind gleichfalls mit Blechen 13 abgedeckt und mit Vortriebsblechen 9 ausgerüstet, deren Griff 8 mit seinem Zapfen im Schlitz 8' geführt wird. Diese Flügelseitenwände der Abbaukammer konvergieren nach hinten derart, <laß die sie berührenden Bruchmassen, deren Auswirkung durch die Enge des Raumes zwischen Kohlenstoß und Abbaukammerwand gehindert ist, keine die V orbewegung der Abbaukammer hemmende Reibungsgröße entwickeln können. Der durch <las Gewicht der bangenden Bruchmassen erzeugte Druck wirkt sich am stärksten auf die vorderen, mit relativ geringer Neigung gegen die Waagerechte verlaufenden Teile, z. B. i, des Daches aus und nimmt nach hinten und unten entsprechend dem Verlaufe des Wölbungsbogens stetig und allmählich ab. Umgekehrt wirkt die Vorschubkraft der gegen die Abbaukammer sich stauenden Bruch massen am stärksten gegen die steil verlaufenden unteren Wandungsteile des Abbaukammerrückens und nimmt nach oben stetig und allmählich ab. Der Kurvenverlauf der Bogenträger und ihrer Ab-(leckungsl>leche 13 und Vortriebsbleche 2 ist so berechnet, daß rieben genügender statischer Festigkeit bei möglichst leichtem Gewicht der Abbaukammer der Vorschttl)druck, den sie erleidet, die Bremsretbtln- (],er Bruchmassen auf die Dach- und Seitenwandung und die hohe Bremsreibung ihres Bodens auf der Abbausohle um einen bequem zu beherrschenden Betrag überwindet oder ihr etwa das Gleichgewicht hält. Vorzugsweise wird angestrebt, die Abbaukammer mit einer Kraft von den Bruchmassen gegen den Abbaustoß zu drücken, die mit den im Braunkohlenbergbau üblichen leichten Spreizen abgefangen werden kann. Sollten keine vorschiebenden und drückenden Bruchmassen vorhanden sein, d. h. der abgebaute Raum noch offen stehen, so erzeugt nur das Dienstgewicht der Abbaukammer eine Bodenreibung, die gleichfalls bequem von einer oder zwei Winden, die mit den Seilen 22 und 23 am Plattenboden 14 ziehen, im Handbetriebe überwunden werden kann. Man kann. die Abbaukammer auch dadurch vortreiben, daß Pressen, Winden u. d:gl. die Klappen 24 gegen den Alten Mann drücken. Würde man den oberen Teil der Abbaukammerwandung mit größerer Fläche und geringerer Neigung ausführen, würde die Bremskraft entsprechend größer ausfallen und schließlich bei hoher Druckbelastung der Vorbewegung der Abbaukammer Schwierigkeiten bereiten. Man hat es also in der Hand, durch einen bestimmten Verlauf der Wölbungslinie des Daches und der Rückenwand die Einwirkung der Gebirgskräfte zu beherrschen und zu steuern.
  • Die in Fig.3 und 4 dargestellte Abbaukammer ist auf einem Raupenfahrwerk vierfahrbar, deren umlaufende Trageflächen 25 so dicht nebeneinander angeordnet sind, wie es baulich möglich ist. Sie hat vermöge der rollenden Vorbewegung nur einen Bruchteil, zumeist nur etwa ein Zwanzigstel jener Bodenreibung, welche bei einer auf ihrer Grundplatte gleitenden Abbaukammer besteht und bei Stahl auf Kohle in der Regel o,58 beträgt. Des muß im Verhältnis der Bremsreibung liefernden Fläche zu der Vorschub ausübenden entsprechend berücksichtigt werden und geschieht durch Veränderung der Form und/oder Größe und,loder Neigung der Abbaukammerwandungen. Nach Fig.3 und 4 ist daher beispielsweise das Dach 27, das mit Vortriebsblechen 26 versehen ist und von hydraulischen Stempeln 28 getragen wird, mit einer größeren Fläche und mit geringerer Neigung, etwa 15o, versehen. Zugleich soll mit dieser Neigung erreicht werden, daß die von oben nachbrechenden Bruchtnassen sich auf dem Dache aufstauen und nicht abrutschen, weil sie so das im Hangende entstehende Druckgewölbe unterstützen und ein Auslaufen der Firste über der Vorderkante des Daches verhindern. Man erzeugt planmäßig soviel Bremsreibungs- und Vorschubkräfte, daß der Vorschubdruck der Bruchmassen von der Bremsreibung bis auf eine Größe abgebremst wind, die etwa gleich dem für die Gewinnungswerkzeuge zum Schneiden der Kohle erforderlichen Andruck an den Kohlenstoß ist.
  • Durch die hydraulischen Stempel 28 kann das Dach 27 je nach der Abbauhölle gehoben und gesenkt und seine Neigung verändert «-erden, durch die Vortriebsbleche 26 seihe Gr<iße. Würde z. B. die Abbauhöhe größer und damit das Dach höher eingestellt werden und zugleich die (.@l-öße der Rückenevan (1H:iclie 29 wachsen, so würde auch die Größe der Vorschubkräfte wachsen. Durch Verringerung der Dachneigung könnte man dann die Bremsreibung entsprechend vergrößern. Die Neigung des Daches wird durch die Stellung des Druckkolbens 28' geregelt, dessen kugelähnlicher Tragekopf 30 in einer zylindrisch erweiterten Kugelpfanne sitzt zwecks Ausgleich des bei verschiedenen Dachneigungen sich ergebenden Abstandsunterschiedes vom Tragekopf des hinteren hydraulischen Stempels zu dein des vorderen.
  • Durch die vorliegende Erfindung wird der Vorteil erreicht, die auf Abbaukammern wirkenden Kriifte zui beherrschen und zu steuern und damit den Betriel> zu ermöglichen und zu sichern.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Beherrschung der auf Abbaukamine rn ]in Braunkohlenbergbau einwirkenden Gebirgskräfte, dadurch gekennzeichnet, (lal3 die auf (ien _lbbaukaminerwandungen durch die lirucliinassen erzeugten Bremsreibungs- und Vorschtibwirkungen vermittels Neigungseinstellung und/oder Größenbemessung und/oder Formung der Abbaukammerwandungen gesteu<:rt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß für die von den Bruchmassen eingehüllten Abbaukammerwandungen eine derartige Neigung und/oder Größe und/oder Form und damit eine derartige Zerlegung und Ableitung der von den Bruchmassen ausgeübten Belastungskräfte gewählt wird, daß weder die auf den Abbaukammerwandungen erzeugte Bremsreibungs- noch Vorschubwirkung ein unerwünschtes Übergewicht hat.
  3. 3. Abbaukammer zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, @gekennzeichnet durch ein neigungsveränderliches Dach (27, 1).
  4. Abbaukammer zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch ein neigungs- und höhenveränderliches Dach (27, 1).
  5. 5. Abbaukammer zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch ein größenveränderliches Dach (27, 1).
  6. 6. Abbaukammer nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügelseitenwandungen der Abbaukammer mindestens um so viel konvergieren, daß ihr grundrißlicher Verlauf innerhalb des Abbaukammerschwenkkreises verbleibt.
DEP56157A 1949-09-28 1949-09-28 Verfahren zur Beherrschung von Gebirgskraeften vermittels Abbaukammern Expired DE836486C (de)

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