DE83584A - - Google Patents

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DE83584A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach der vorliegenden Erfindung wird es unter Ersparung von Zeit und Arbeit möglich, die Oxydation von trocknenden Oelen zu bewirken, um sie für Herstellung verschiedener Mischungen geeignet zu machen, wie solche z. B. für die Herstellung von Linoleum und anderem Fufsbodenbelag benutzt werden.
Zu diesem Zweck wird das OeI zunächst mit einer geringen Menge concentrirter Trockenmittel gemischt und darauf in der bekannten Art behandelt, indem man es erhitzt und dann als Regen in Form von Tropfen oder feinen Strömen niederfallen läfst, um es dabei dem Einflufs der Luft auszusetzen. Diese Behandlung wird wiederholt, bis das OeI genügend zähflüssig geworden ist. Für dieses vorbereitende Verfahren wird ein mit Dampfmantel umgebener Behälter mit durchlöchertem Boden benutzt, worin das OeI auf etwa 50° erhitzt wird und woraus es dann als Regen in einen darunter befindlichen Behälter niederfliefst. Mittelst einer Pumpe wird das niedergetropfte OeI wieder nach dem Behälter emporgefördert, um von neuem niederzufliefsen.
Nach dieser vorbereitenden Behandlung wird das OeI des weiteren oxydirt und noch zähflüssiger gemacht durch einen Apparat, der in Fig. ι in Seitenansicht, in Fig. 2 in Endansicht dargestellt ist.
Dieser Apparat besteht aus einem Cylinder A, der um die Zapfen -B drehbar angeordnet ist und einen Mantel besitzt, durch den Dampf für die Heizung oder Wasser für die Kühlung geleitet werden kann.
Die Zuleitung und Ableitung geschieht mittelst der Röhren b, die durch Stopfbüchsen in den Drehzapfen B hindurchgehen. In dem Cylinder befindet sich ein Rührwerk, bestehend aus einer Anzahl von Armen c, die auf einer Welle C befestigt sind. Letztere führt durch eine Stopfbüchse in dem einen Ende des Cylinders hindurch und läfst sich mit verschiedener Geschwindigkeit durch einen entsprechenden Motor antreiben, gewöhnlich mit 40 bis go Umdrehungen in der Minute.
Die Verstellung des Cylinders in eine mehr oder weniger schräge Lage geschieht durch Drehen des Handrades auf der Schraubmuffe D; diese sitzt auf einer Spindel mit Rechts- und Linksgewinde, die mit dem einen Ende an dem Cylinder A, mit dem anderen Ende an dem Fundament des Ständers E befestigt ist. Beim "Drehen des Handrades wird also die Spindel d verlängert oder verkürzt und dadurch die Verstellung des Cylinders A bewirkt. Am einen Ende ist der Cylinder mit einer Thür F versehen; diese ist mit ihrer oberen Kante drehbar aufgehängt und durch Glieder f mit dön Kurbeln fl verbunden, die auf der Spindel eines Schneckenrades f2 sitzen. Durch Drehen der in letztere eingreifenden Schnecke mittelst des Handrades y4 lassen die Kurbeln fl sich dergestalt bewegen, dafs dadurch die Thür F geöffnet oder geschlossen wird. An dem entgegengesetzten Ende des Cylinders A befindet sich ein Flügelgebläse G, das mit dem Innern des Cylinders durch ein Rohr g verbunden ist. Ferner befindet sich auf dem Obertheil des Cylinders ein Auslafsrohr H für die Luft mit einer Anzahl darin angeordneter
Widerstände, um dadurch die von der Luft aus dem OeI mitgerissenen Theile aufzufangen. Das zähflüssige OeI wird mit ungefähr 5 pCt. Kreide in den Cylinder A durch das Rohr a eingebracht und darin, nach dem Abschliefsen des letzteren, der Wirkung des Rührwerkes ausgesetzt, während gleichzeitig durch das Gebläse G und Leitung g Luft in und durch den Cylinder getrieben wird, um durch den Abzug H zu entweichen. Während dieses Vorganges wird verhindert, dafs die Temperatur über etwa 55 ° steigt, indem kaltes Wasser durch den Mantel hindurchgelassen wird und indem nöthigenfalls die Geschwindigkeit der Rührarme vermindert wird. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis das OeI eine zähe Masse bildet. Darauf wird die Thür F geöffnet und der Inhalt in Tröge entleert, um sich darin zu kühlen und zu setzen. Die Tröge mit ihrem Inhalt werden dann in einen Trockenofen gebracht und darin auf einer Temperatur von etwa 40 ° C. erhalten, bis das OeI in einen schwammigen Zustand übergeht.
Darauf wird das OeI herausgenommen und weiter in einer Maschine zerkleinert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Oxydation von Oelen, wonach das zunächst mit Trockenmitteln gemischte und der Luft ausgesetzte OeI nach Erlangung genügender Zähflüssigkeit mit Kreide gemischt und der Einwirkung eines Rührwerkes unter weiterer Durchlüftung ausgesetzt wird, wonach die Masse getrocknet und zerkleinert wird.
    . Ein zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens dienender Apparat, bei dem die Durchlüftung der beständig aufgerührten Masse in einem geschlossenen, eventuell mit Kippvorrichtung (Dd) versehenen Behälter (A) in der Weise geschieht, dafs der durch ein Gebläse beständig eingetriebene Luftstrom durch einen mit Widerständen versehenen Auslafs (H) in seiner Stärke geregelt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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