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Verfahren und Vorrichtung zum Eindicken, Eintrocknen und Mischen von Flüssigkeiten.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Konzentrierung und Mischung von wässerigen Dispersionen, im besonderen von solchen Flüssigkeiten, die während der Behandlung Schwierigkeiten bieten, wie sie etwa durch Entstehen störender Haut-oder Schaumbildungen oder die Bildung von Bodensatz hervorgerufen werden.
Solche Flüssigkeiten können aus Latex-Säften, Gummidispersionen oder Dispersionen ähnlicher vegetabilischer Harze bestehen. z. B. aus einer natürlichen oder künstlich hergestellten Dispersion aus Gummi. Guttapercha, Balata und ähnlichen Stoffen oder aus deren Kombinationen. Sie können vulkanisiert und unvulkanisiert sein und einen oder mehrere Zusätze enthalten, wie etwa Stabilisatoren, Füllstoffe, Verstärkungsmittel, Beschleuniger, Farben, Erweichungsmittel, Mittel zur Haltbarmachung oder Mittel gegen das Altern. Solche Flüssigkeiten oder Stoffe sind im folgenden lediglich mit Flüssigkeit bezeichnet.
Die Konzentrierung oder Verdampfung wird am besten gleichzeitig mit dem Mischen derart durchgeführt, dass die Dispersion der zu mischenden Bestandteile bis auf das äusserste erleichtert wird. Es ist ein wichtiger Teil der Erfindung, dass die zu mischenden Bestandteile ganz gleichmässig in der Flüssigkeit verteilt werden, während diese gleichzeitig der Konzentrierung unterliegt, u. zw. ohne vorzeitige Koagulierung, um ein weiches Konzentrat zu erhalten, das etwa von cremeartiger Beschaffenheit ist, in dem die gemischten Bestandteile absolut gleichmässig in der ganzen Masse verteilt sind.
Wird dieses Konzentrat auf ein Gewebe als Belag aufgebracht oder zur Herstellung von Gegenständen durch Auftragen dieses Konzentrates auf einen geeigneten Träger verwendet, dann ist die Schicht oder der Belag ganz gleichmässig und enthält keinerlei Flecken, die mehr oder weniger Mischbestandteile enthalten als die übrigen Teile des Belages. Man kann daher eine sehr erwünschte Gleichmässigkeit auf einer grossen Anzahl von Erzeugnissen erhalten.
Die konzentrierte Masse, aus der sie hergestellt werden. ist dann durchgehend von absolut gleichmässiger Beschaffenheit.
Man hat die Konzentration schon so vorgenommen, dass durch kreisende Bewegung in umlaufenden Zylindern eine oder mehrere Flächen durch die Flüssigkeit abwechselnd bedeckt oder blossgelegt werden, wobei die Flüssigkeitsschicht auf dieser abwechselnd freien und bedeckten Fläche selbstverständlich eine verhältnismässig rasche, teilweise Verdampfung erfährt.
Ein Teil der Erfindung, die Verdampfung oder Konzentrierung, besteht darin, dass die Flüssigkeit in ganz bestimmter, neuartiger Weise so geschwungen oder bewegt wird. dass der Winkel zwischen Flüssigkeitsspiegel und Behälterwand zwar dauernd wechselt-was eine Wälzung der Flüssigkeit, also Wellenbewegung bedeutet-, aber gegenüber der Behälterachse dauernd gleich bleibt.
Dieses Schwingen ist, weitgegriffen. etwa der Bewegung ähnlich, die entsteht, wenn man in der Hand ein gewöhnliches, grosses, niedriges Glas mit ein wenig Flüssigkeit hält und dieses in einem kleinen Kreis bewegt. Das Glas bleibt dabei fest auf seiner Achse. Die erreichte Wirkung wird aber die sein, dass die Beziehung zwischen dem Flüssigkeitsspiegel und der Glaswand bei gleichbleibendem Winkelstand zur Glasachse sich dauernd und ab-
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unter tieferem als Atmosphärendruck gehalten und die Flüssigkeit während der Behandlung geheizt und darauf gekühlt werden kann. Des weiteren sind verschiedene andere Kennzeichen vorhanden, die in der weiteren Beschreibung zum Ausdruck kommen.
Man hat schon die verschiedensten Arten von Apparaten zum Konzentrieren oder Koagulieren von Gummi-Latex oder ähnlichen Dispersionen vorgeschlagen, die aber alle die Verwendung einer oder mehrerer Verteilerflächen vorsehen, die der Drehung unterworfen sind. Man hat auch schon horizontal drehende Körper oder Zylinder verwendet, deren innere oder äussere Flächen eine Dispersionsschicht überdeckte, die einer dauernden Verdampfung unterworfen war. Anderseits wurden endlose, umlaufende Bänder verwendet, die in ein Dispersions- bäd eingetaucht wurden, um ununterbrochen neue Flüssigkeit der Verdampfung auszusetzen.
In den anliegenden Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt die bevorzugte Ausführungsform des neuen Schüttel-und Trockenbehälters. Fig. 2 zeigt einen einzelnen Teil in der Richtung des Pfeiles A der Fig. 1.
Fig. 3 ist eine schematische Seitenansicht der Heiz- und Kühleinrichtung und der Strömungsrichtung in dem Apparat. Fig. 4 ist eine Rückansicht, die schematisch in Richtung des Pfeiles B der Fig. 3 den zum Leeren geneigten Behälter und die Strömungsrichtungen der Heiz-und Kühlflüssigkeiten zeigt. Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung. Fig. 6 ist ein Diagramm zur Darstellung der Bewegung der Vorrichtung. Fig. 7,8 und 9 zeigen diagrammartig die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten.
Die in den Fig. 1-6 dargestellte und bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht aus einem Behälter, der gleichmässig um einen Punkt 2 herumgeschwungen werden kann.
Dieser Punkt liegt vorzugsweise innerhalb der Grenzen des Behälters. Diese allgemeine Schwingung wird dadurch erreicht, dass die'Längsachse 3 des Behälters in einem Winkel zur senkrechten Achse 4 liegt, und in dieser geneigten Lage zusammen mit dem Behälter 1 um diese Achse 4 im Punkt 2 umläuft (Fig. 6). In dem Darstellungsbeispiel wird diese Umdrehung dadurch erreicht, dass ein angetriebener Träger (Fig. l und 5) in Form eines drehbaren Tisches 5 um die Achse 4 gedreht wird. An ihrem Rand steht er mit dem freien Ende eines Schaftes oder einer Stange 6 in Eingriff, die am Kesselbehälter angeordnet ist. Die Bewegung dieser Form der Vorrichtung geht am besten aus dem Diagramm der Fig. 6 hervor. Eine halbe Umdrehung des Tisches 5 lässt die Seite a des Behälters von der in vollen Linien dargestellten Stellung in die in gestrichelten Linien gezeichnete Stellung schwingen.
Die andere Hälfte der Umdrehung lässt die Seite a wieder auf dem gleichen Wege zurückgehen, wobei sie niemals die Achse 4 kreuzt. Es ist zu beachten, dass die Seite a in vollen Linien die gleiche Seite wie die in gestrichelten Linien ist, woraus hervorgeht, dass während der Schwingung des Behälters um den Punkt 2 seine Flächen zwischen den vollen und gestrichelten Linien hin und her schwingen. Der Schaft 6 (Fig. 1) sitzt fest an dem Behälter und seine Verbindung mit dem Tisch 5 gestattet eine relative Bewegung zwischen dem Schaft und dem Tisch.
Aus der Darstellung ergibt sich, dass der Schaft frei zwischen einem Paar auf dem Tisch befestigten Stützen 7 durchläuft, zwischen denen der genannte Schaft durch einen Querbolzen 8 verankert ist (Fig. 1 und 2). Zur Verminderung der Reibung ist eine Lagerbüchse 9 am Ende des Schaftes vorgesehen.
In der dargestellten Ausführungsform wird die kreisförmige Bewegung des Schaftes 6 um die Achse 4 dadurch erreicht, dass die allgemeine Schwingung des Behälters 2 mit Hilfe eines Doppelringes oder eines Kardangehänges ausgeführt wird. Aus den Zeichnungen ist eine solche Anordnung ersichtlich. Sie besteht aus einem Kreisring 10, der bei 11 und 11 a in dem Lagerständer 12 gelagert ist. In diesem Ring ist der Behälter 1 bei 13 und 13 a gelagert, wobei sich die Achse 14 dieser Lager 11 und 11a (Fig. 4) und die Achse 15 der Lager 13 und 13a im Punkt 2 schneiden. Der Behälter kann also nur um diese beiden Achsen 14 und 15 schwingen. Der Behälter 1 ist in dem Ring 10 mittels einer Gabel 16 gelagert, die fest an dem Boden des Behälters angebracht ist und nach auswärts gerichtete Arme 16a und 16b hat, die zwischen dem Behälter und den Lagern 13 und 13a des Ringen liegen.
Es ist ersichtlich, dass diese Ringaufhängung dazu geeignet ist. den Schwingungpunkt 2 innerhalb der Grenzen des Behälters zu halten.
Des weiteren sind Einrichtungen zum Heizen der Flüssigkeit während der Behandlung vorgesehen. In den Zeichnungen (Fig. 1) besteht der Heizmantel aus einer Hülse 17 von der Form des Behälters, die zwischen sich und diesem einen Raum 18 lässt, durch den das
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mantel angebracht ist.
Um Störungen durch Abstellen oder durch Kühlen des liessen Konzentrates in einer bestimmten Verfassung, wie sie nach Beendigung der Bewegung nach dem Ablassen der Flüssigkeit aus dem Behälter eintreten, zu vermeiden. kann man diese Flüssigkeit vor dem Ablassen kühlen. während die Bewegung des Behälters noch andauert. Man leitet durch das oben beschriebene Heizsystem etwa kaltes Wasser.
Natürlich kann das. Verbindungssystem zwischen dem Lager 11 a am Auslass zurück zu dem Lager 11 am'Einlass irgendwelcher Art sein. Wie in Fig. 3 und 4 zu sehen. fliesst das kalte Wasser durch das Rohr 25 direkt aus der Hauptleitung in das Leitungssystem, von dort durch den Hahn, 26 hinauf in das Rohr 27 nach dem Behälter bei dem Lager 11. Es strömt dann aus dem Behälter an den Lagern lla aus'und fliesst durch das Rohr 28, den Hahn 29 und das Rohr 30. In den Tank 31 läuft das frische Wasser durch das Rohr 82 zu und durch Überlaufen in das Rohr 88 ab. Dieser Wasserbehälter wird durch ein Heizrohrsystem 34. das bei 35 gespeist wird, beheizt. wobei für die Regulierung der Temperatur Vorsorge getroffen ist.
Das heisse Wasser fliesst aus dem Behälter 81 durch das Rohr 86 zu der Pumpe 37, durch die es in Umlauf gesetzt wird, u. zw. wird es durch das Rohr 38 und den Hahn 26 und das Rohr 27 in den Behälter gedrückt. Es tritt dann aus dem Behälter bei dem Laget 11a aus und fliesst durch das Rohr 28, Hahn 29 und das Rohr 39 in den Wasserbehälter 81 zurück.
Das kalte Wasser zirkuliert durch den Halm 26, der das Zuleitungsrohr 27 öffnet, nach der kalten Wasserleitung 25 und schliesst dabei den Heisswassereinlass 38. Der Hahn 29 öffnet das Abflussrohr 28 nach dem Kaltwasserabflllssrohr 30 und schliesst zugleich dieses
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den Kaltwasserabfluss 30 und öffnet das Abflussrohr 28 nach dem Rückleitungsrohr 39, für die Rückleitung des heissen Wassers nach dem Behälter 31. Die Hähne 26 und 29 werden gemeinsam durch einen Handgriff 40 umgestellt.
Das Heizmittel besteht am besten aus einer Flüssigkeit, etwa Wasser, und es ist klar, dass beim Schwingen des Behälters die Lage des Heizmittels in dem Raum 18 sich selbsttätig nach der Flüssigkeitslage einstellt. Auf diese Weise wirkt die Hitze unmittelbarer auf die ganze Flüssigkeitsmasse ein, nicht nur auf eine Schicht, die durch das abwechselnde Bedecken und Blosslegen erzeugt wird. Der Zu-und Abfluss des flüssigen Heizmittels kann so geregelt sein, dass sein Spiegel in dem Raum 18 immer im wesentlichen mit dem Spiegel der Flüssigkeitsmenge im Hauptraum zusammenfällt.
Abwechslungsweise oder zusätzlich zu einer dieser beiden Schemas wird ein'Teil der Behälterfläche vollständig von der äusseren Beheizung freigehalten. In Fig. 1 z. B. kann der Behälter mit einer unbemantelten Verlängerung 41 versehen sein. um die Hitze vom Mantelteil abzuhalten, wobei dieser durch einen Isolierring 42 von der Verlängerung getrennt ist.
Es ist ersichtlich, dass die Form der unbeheizten Fläche besonders geeignet ist, das Überhitzen der je nach der Konzentration der verdickten Masse entstandenen Schicht zu vermeiden. Es kann aber anderseits auch eine Kühlfläche für einen Teil der entstandenen Schicht vorgesehen sein und eine solche unbeheizte Fläche kann dann für eine oder beide solcher Einrichtungen verwendet werden.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Einrichtung, mit der ein geheizter Luft-oder Gasstrom durch den Behälter durchgeblasen werden kann. um den Verdampfungsvorgang zu unterstützen. Dieser Strom wird durch Einblasen von Luft oder Gas in den Behälter erzeugt oder aber auch durch Absaugen oder durch eine Kombination von beiden.
In der Fig. 3 ist eine entsprechende Einrichtung dargestellt, die aus einem Gebläse 43 besteht, das die Luft durch eine Heizkammer 44 drückt und von dort durch ein biegsames Rohr 45 in den Be- halter 1, von wo sie durch entsprechende Öffnungen austritt. In der Fig. l sind beispielsweise
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zwischen dem Deckel des Behälters und dem Rand der Verlängerung eine Reihe schmaler Abstandshalter 46'eingeschoben, die eine unterbrochene Ringöffnung 47 bilden, durch welche die Luft oder das Gas austreten können.
In dem schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist ein Ringrohr 48 rund um diese Öffnung 47 angeordnet, und die Luft mit den von der Flüssigkeit aufsteigenden Dämpfen wird über ein Paar biegsame, entgegengesetzt am Rand liegende Rohre 49 abgesogen, die durch ein V-Stück 50 zusammen an die Saugvorrichtung angeschlossen sind.
Es ist selbstverständlich, dass man nicht auf eine dieser Ausführungsformen der Behandlung der Gasverhältnisse in dem Behälter beschränkt ist, da man sowohl die Saugeinrichtung fortlassen oder sie anstatt des Gebläses verwenden kann. Eine weitere Verbesserung (Fig. 1) besteht in Einrichtungen, mit denen der Luft- oder Gasstrom in dem Behälter gleichmässig verteilt wird. Diese Einrichtungen bestehen, wie in Fig. 1, aus einer konischen Kammer 52, in die ein Rohr 45 mündet und von der aus Luft oder Gas in dem Behälter über eine Anzahl Öffnungen 53 verteilt wird. Diese Öffnungen sind vorzugsweise so angeordnet, dass der Luft oder dem Gas eine Wirbelbewegung erteilt oder dass sie im wesentlichen tangential zum Umfang des Behälters gerichtet wird, so dass sie in der gleichen Richtung wie die Behälterwände strömt.
Zwar in den Zeichnungen nicht dargestellt, kann sie entsprechend mit Hilfe von kurzen Röhren geleitet werden, die an den Öffnungen 53 in einem bestimmten, nach Belieben gewählten Winkel angeordnet sind, um die Luft oder das Gas in der gewünschten Richtung zu leiten.
Ein weiterer Teil der Erfindung besteht darin, dass die Luft-oder Gasströme bei der Behandlung der Flüssigkeit unter Unterdruck im Behälter stehen.
Verschiedene andere mechanische Merkmale und Einrichtungen sind in der Erfindung eingeschlossen. Man kann z. B. verschiedene Antriebsarten für die verschiedenen Teile wählen, u. zw. etwa einen Motor 54, der die Welle 55 antreibt, die ihrerseits die Pumpe 37 in Betrieb setzt und des weiteren über ein Kettengetriebe 56 eine weitere Welle 57 antreibt, die den Tisch 5 über ein Schneckengetriebe 58 in Drehung versetzt.
Eine weitere Einrichtung, der Erfindung gemäss, besteht darin, dass der Behälter leicht geleert werden kann. Eine solche Einrichtung, wie sie in den Zeichnungen dargestellt ist. besteht in der Möglichkeit, den Behälter, wie in Fig. 4, um die Achse 14 des Ringes in den Lagern 11 und 11 a zu neigen, wobei der Schaft 6 zwischen den Trägern 7 gleiten kann.
Der Stift 8 muss zu diesem Zwecke entfernt werden. Des weiteren ist eine Einrichtung vorgesehen, um dieses Neigen zu erleichtern. Wie in den Figuren dargestellt, ist ein Kniehebel 60 bei 61 an den Stützen 7 angeordnet, dessen eines Ende den Schaft 6 umfasst und dessen anderes Ende mit dem Hebelarm 62 verbunden ist.
Die Verbindung zwischen dem Hebel 60 und dem Schaft 6 besteht aus einem Rollenpaar 63. das auf jeder Seite des Schaftes 6 liegt und zwischen zwei Trägern 64 gelagert ist, an denen der Hebel 60 sitzt.
Ein weiteres mechanisches Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Behälter mit einem Deckel 65 geschlossen ist, der passend die Form einer Scheibe 66 hat und bei 67 mit einer Öffnung zum Beschicken während des Umlaufes des Apparates versehen ist und bei
68 eine Öffnung für das Rohr 45 hat. Die Scheibe ist durch eine speichenradähnliche
Konstruktion 69 verstärkt. Der Deckel wird durch eine Flügelmutter 70 auf dem Zapfen der
Kammer 52 aufgeschraubt, wobei die Kammer auf einem Kragen 71 auf der Verlängerung 6 a des Schaftes 6 aufsitzt.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf eine einzelne Ausführungsform oder Einrichtung, wie sie oben beschrieben ist. Man kann z. B. Einrichtungen vorsehen, um die Gleichmässigkeit der Dispersion während des Eindickens und der Füllstoffe aufrechtzuerhalten. Die Grund- fläche 24 des Behälters kann z. B. als Lauffläche für. ein oder mehrere Rollen verwendet werden, am besten unterhalb des Spiegels der Flüssigkeit, die infolge der Schwerkraft, je nachdem die Schwingung verläuft, rund um diese Fläche rollen und dabei irgendwelche grob in der Dispersion vorhandenen Teile, die sich an der Grundfläche ansammeln wollen, eben- falls der Rollwirkung unterwerfen.
Des weiteren kann die Rückführung der teilweise verdampften
Schichten in die Dispersionsmasse durch Rührarme od. dgl. unterstützt werden. Um diese
Rückwirkung praktisch auszuführen, muss der in den Zeichnungen dargestellte Apparat ent- sprechend abgeändert werden, etwa so, dass der Schaft 6 an der Drehung im Verhältnis zum
Tisch 5 verhindert wird, wobei er durch ein axiales Lager in der Grundfläche des Behälters hindurchläuft und wobei die Rührarme an der Verlängerung 6 a des Schaftes angebracht sind.
Unter diesen Bedingungen wird der Schaft im Verhältnis zum Behälter sich drehen. In Fig. 6 ist schematisch die Bewegung dargestellt, wie sie in der vorhergehenden Beschreibung ange- wendet wurde, während in den Fig. 7,8 und 9 drei andere Bewegungsarten dargestellt sind.
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der Stange 73 od. dgl., welche weiter aufwärts läuft bis znm Eingriff mit einem drellenden Körper 74. der durch die Welle 74 a im Umlauf gesetzt wird und dem Behälter die schwingende Bewegung erteilt. Das obere Ende der Stange 73 greift in einen radialen Schlitz 74b des Drehkörpers mit der Bewegungsgrenze 74 r am Umfang, so dass beim Stillstand des Behälters dieser infolge seiner Schwerkraft mit seiner Achse 75 in die annähernd senkrechte Stellung herunterfällt.
Beim Umlauf des Drehkörpers 74 wächst der Sehwinglmgskreis des Behälters stufenweise mit der Drehungsgeschwindigkeit an, bis die Stange 73 an der Brwegungsgrenze 74c am Umfang zum Anliegen kommt. In dem Kugelpunkt 72 kann ein Anschlag angeordnet sein, um den Behälter vor der Drehung um seine-eigene Achse zu bewahren.
Des weiteren kann nach der schematischen Draufsicht der Fig. 8 der Behälter j ! mit seiner Achse 76 senkrecht angeordnet und so um eine ausserhalb liegende Achse 77 unter Vermittlung von Kurbelarmen 78 drehbar sein, die gemeinsam angetrieben werden und den Behälter an dem Punkt 79 ergreifen. Diese letztere Ausführungsform hat die gleichen Wirkungen wie die beiden andern oben erwähnten. Der springende Punkt ist dabei. dass in der letzteren die Flüssigkeit ihre Beziehung zu den Behälterseiten ändert, während bei den beiden andern Ausführungsformen der Behälter selbst seine Lage zu der Flüssigkeit verändert. Hiebei kann erwähnt werden. dass die Ausführungsform nach Fig. 8 genau die gleiche ist wie die zuerst erwähnte Bewegung eines niedrigen Trinkglases.
Des weiteren ist in Fig. 9 schematisch gezeigt, wie sich eine Kombination der erwähnten Bewegungen beispielsweise darstellt. Hier ist beispielsweise die Ausführungsform nach Fig. 6 mit der nach Fig. 8 kombiniert. Das Lager der Gabel 16 ist an dem Schaft 6 angebracht, wobei ein Kurbelsystem 80, ähnlich dem der Fig. 8. zwischen die Gabel 16 und die Behältergrundfläche eingeschaltet ist. Das eine Ende 80a dieser Kurbel 80 arbeitet mit dem Behälterboden und das andere Ende 80b liegt in einem Lager 81 in der Gabel 16 und wird durch ein Kettengetriebe 82 an der Rückseite der Gabel angetrieben. In diesem Falle hat der Behälter am Boden eine ähnliche Umdrehung wie der Behälter in Fig. 8, und gleichzeitig schwingt er um den Punkt 2, wie in Fig. 6.
Diese letzten drei Ausführungsformen sind beispielsweise angeführt, ohne sich auf diese im besonderen festzulegen.
Nach Beendigung der Beschreibung der Vorrichtung und der verschiedenen Einrichtungen des Erfindungsgegenstandes soll im folgenden eine kurze Beschreibung des Verfahrens gegeben werden, um mit ihm die einzelnen Erzeugnisse herzustellen, deren Herstellung Zweck der Erfindung ist. Die im folgenden gegebenen Einzelheiten sind beispielsweise angeführt, so dass der Erfindungsgedanke hiedurch nicht beschränkt wird. Die gewünschte Menge der Bestandteile wird zuerst, um einen dünnen Rahm zu bilden mit einer Wassermenge gemischt, die je nach Wunsch Dispersions-und Stabilisierungsmittel gelöst enthält. Dies kann getrennt oder auch in der Vorrichtung selbst geschehen. Geschieht es getrennt, so wird der Rahm in den Behälter zusammen mit den Latex-Säften eingebracht oder zusätzlich der Latex-Saft zugegeben.
Die Vorrichtung wird dann in Bewegung versetzt, wobei das Schütteln oder Schwingen verhältnismässig ruhig erfolgt, um ein Schäumen der Flüssigkeit oder ein Entstehen von Luftblasen zu vermeiden. Ist der Apparat in Bewegung, so wird der Gas-oder Luftstrom in den Behälter eingelassen und heisses Wasser dem Mantel zugeführt. Hier ist zu bemerken, dass die Temperatur der Flüssigkeit, die eingedickt werden soll, möglichst nicht über 70 C steigen soll. Die Behandlung wird so lange fortgesetzt, bis der gewünschte Grad des Eindickens beinahe erreicht ist, was durch die Viskosität geprüft werden kann. Dann werden die vulkanisierenden Mittel in gelöster Form zugegeben, die Behandlung fortgesetzt, bis die Mischung den gewünschen Grad der Konzentration erreicht hat.
Während dieser Vorgänge, d. h. der Bewegung des Behälters bei ruhiger, dauernder, dispersiver Wirkung und dauernder Verdampfung, werden die Teilchen der Bestandteile gleichmässig verteilt und man erhält ein Konzentrat, das, entsprechend seiner rahmartigen Beschaffenheit, in der Folge eine Trennung der Bestandteile nicht mehr zulässt.
In Fortsetzung des Verfahrens wird der Gas-oder Luftstrom unterbrochen und kaltes Wasser anstatt des heissen Wassers in dem Mantel des Behälters in Umlauf versetzt, bis die Temperatur der Mischung unter 25 C gesunken ist. Die Bewegung der Vorrichtung, was zu beachten ist, dauert dabei immer noch an, um Hautbildungen zu vermeiden. Während der Kühlstufe kann Ammoniak beigegeben werden, um das Verhältnis der Viskosität zur Konzentration zu regeln, und schliesslich wird die Mischung abgelassen und vorzugsweise noch filtriert.
Durch die genannten Verfahren können in weiten Grenzen mannigfache Mischungen hergestellt werden unter Verwendung einer grossen Reihe von chemischen Zusätzen und Stabili- statoren. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel sei folgendes :
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Teile : 71-6 mit Ammoniak konservierte Gummisaft (Gummi)
2-5 Schwefel
5 Beschleuniger
2 Zinkoxyd
3 Eisenoxyd
7 Mineralöl
6 Bleichstoffe
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Eine geeignete Mischung enthält annähernd 63 /o Wasser und 370/0 feste Bestandteile, während eine brauchbare konzentrierte Mischung etwa 75% feste Bestandteile insgesamt enthält.
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1. Verfahren zum Eindicken, Eintrocknen und Mischen von Flüssigkeiten, im besonderen Latex (Rohgummisaft), durch Bewegung, Heizung und Kühlung unter dauerndem Wechsel der von der Flüssigkeit bedeckten Fläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit durch eine kreisende oder schleudernde Bewegung in einem Behälter so geschwungen wird, dass die Winkelstellung des Flüssigkeitsspiegels zur Behälterachse gleichbleibt, dabei aber gleichzeitig die Flüssigkeit durch Wälzung an der Behälterwand eine Wellenbewegung ausführt, wodurch die Behälterwand abwechselnd von der Flüssigkeit bedeckt und wieder blossgelegt wird.