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Rostartige Betteneinlage oder Unterlage für Kinder und Kranke
Inslesolleltre
für Kinder. aber auch für bettlägerige Kranke sind bereits rostartige Betteinlagen
bzw. LTnterlagen vorgeschlagen worden, um für alle Ausscheidungen möglichst glatten
Durchlaß zu schaffen. Gleichzeitig wurde unterhalb der I,a,gerstätte ein Auffangbecken
angebracht, um ein sauleeres uiid dei, gesundheitlichen Anforderungen entsprechendes
Lager zu gewährleisten. In dem begreiflichen Bestreben, das Lager an sich so nachgiebig
und bequem wie möglich zu gestalten, war mai auch bemüht. die einzelnen Rostkörper
mit elastisehem Material, und zwar Gummi oder anderem geeigneten Polster zu bekleiden.
Ganz abgesehen von der in den Nachkriegszeiten schwierigen und kostspieligen Beschaffung
dieses Materials besteht aber stets eine gewisse Abneigung der Ärzte un(l Kranken
gegen den an sich hygienischen Stoff, die vermutlich auf seine Kälte und Glatte
zurückzuführen ist. Diese Zusammenstellungen haben deshalh nicht die erwartete Verbreitung
gefunden. hallen Nachteilen vorzubeugen und den berechtigrten .2nsprüchetl weitgehend
Genüge zu leisten, dürfte nunmehr die vorliegende Erfindung berufen sein. Sie vermeidet
nicht nur jedes unhygienische Material, sondern bleibt sogar bestrebt, an den für
diese Zwecke altgewohnten und in jeder Beziehung bestbewährten Leinen- oder verwandten
Stoffen festzuhalten. Hausfrauen und Mütter sowie Hausangestellte und Pflegerinnen
wissen damit umzugeheti und können für Sauberhaltung und Wäsche ohne weiteres Sorge
tragen. Den Kindern und besonders den Kranken sind sie angenehm frisch und kühl
im Gebrauch und werden allen anderen Ersatzstoffen vorgezogen, zumal sie mi.t ihrer
blendendweißen Farbe besonders einladend und ansprechend wirken.
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Für die Ausführung der Konstruktion ist der an sich bekannte Vierkantrahmen
mit auswechselbaren Einzelrostteilen gewählt, welche schlauchartig nehelleinander
mit Abstand eingespannt werden. l)er Rahmen kann, wie eine Matratze, über die volle
Länge der Lagerstätte reichen. wird aber vorteilhaft als kürzeres Mittelstück zwischen
hochzuklap1ndes Kopf- und Fußpolster gelegt. Unter dem Alittelstück wird das Auff,anglxcken
oder zweckmäßiger ein Auffangtrichter mit unterzusehiebendem. leicht zu leerendem
Sammelbecken angebracht.
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In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausfiihrungsformen der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. I die Bettunterlage mit Schlauch in Seitenansicht
quer zur Schlauchachse gesehen, Al)b. 2 dieselbe von oben gesehen, AlA>. 3 ein
Rostschlauchende mit Befestigungseinrichtung schaubildlich im Schnitt, Abb. 4 den
gegenüberliegenden Schlauchkopf mit nur teilweise eingeschobenem Spannstreifen in
schauhildlicher Wiedergabe, ;bb. 5 Querschnitt durch eine weitere iOusführungsform
der Schlauchrostbefestigung samt Rahmen mit untergestelltem Trichter, Abl). 6 Draufsicht
auf den entsprechenden Rahmenausschnitt mit zwei Rostschläuchen, Al)l). 7 dieselbe
Ausführungsform des Rostschlauches vergrößert mit einem Schlauchkopf im Schnitt,
den entgegengesetzten Kopf im Schaubild, Abb. 8 Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform
des Schlauches mit Befestigungseinrichtungen im Rahmen, hb. 9 Draufsicht auf einen
Rahmenausschnitt mit zwei derartigen Rostschläuchen, Abl). 10 dieselbe Ausführungsformeines
Schlauches mit Befestigungseinrichtung vergrößert.
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Der in den Abb. I und 2 dargestellte Rahmen a der Betteinlage ist
an seinen beiden Längsseiten in bekannter Weise mit Aussparungen b versehen, in
welche die einzelnen Streifen c mit ihren Befestigungsschrauben d bzw. Spannschrauben
e eingelegt und stramm gespannt werden können. Die Abb. 3 und 4 lassen eine Ausführungsform
der Streifen in ihren Einzelheiten erkennen. Danach werden die, wie schon ausgeführt,
zweckmäßig aus Leinen oder verwandten Stoffen bestehenden Spannstreifen c in zwei
Rundköpfen, dem Haltekopf f und dem Spannkopf g mit ihren Enden festgelegt. Zu diesem
Zweck sind. die Streifen an ihren beiden Querkanten mit offenenSäumenh versehen.
in welche offene federnde Nietalldrabtringe i eingeschoben werden. Alsdann werden
die Querkanten mit den eingezogenen Ringen in die an einer Seite offenen Nuten k
des Haltekopfesf bzov. Spannkopfes g eingeführt, bis sie sich infolge ihrer Federung
um den Kopfhals festgelegt haben. Der Spannstreifen nimmt dabei die beabsichtigte
Schlauch-, Halbschlauch- oder ähnliche Rundform an. Die Formgebung kann selbstverständlich
auch in anderer geeigneter Weise erzielt werden. Sie hat zum Ziel und erreicht dieses
auch in weitgehendem Maße, daß der auf dem in solcher Weise hergestelltell Lager
Ruhende nicht von den seitlichen Kanten der Spannstreifen unangenehm gedrückt wird,
Gleichzeitig wird dadurch die Elastizität des Lagers wesentlich erhöht, was sich
fiir den darauf Ruhenden besonders angenehm fühlbar auswirkt. An den Stellen. an
welchen der Körper auf den gerundetell Spannstreifen aufliegt verlieren sie ihre
gerundete Form, gehen in die Breite und schließen die jeweils zwischen zwei Spannstreifen
gelassenen Liicken so vollkommen, daß diese für den ruhenden Körper nicht mehr wahrnehmbar
sind. Wird die Stelle wieder entlastet so springen die Streifen in ihre gerundete
Form zurück und schütteln dabei, was von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit ist,
ueberreste von Nusseheidungen ab. die noch nicht durch die Lücken zwischen den einzelnen
Streifen in ein darunter angebrachtes Auffangbecken gelangt waren.
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Um sicherzustellen, daß die Spannstreifen auch dann noch, wenn durch
längere Benutzung das Material nachgiebiger geworden sein sollte, den Bewegungen
des Körpers immer wieder folgen, sind die Spannungseinrichtungen nachstellbar und/oder
federnd nachgiebig zu gestalten. Auch diese Federung kann noch nachstellbar gestaltet
werden. so daß sie jeder Spannungsveränderung des einzelnen Spannstreifens die erforderliche
Gegenwirkung zu leisten vermag. Auf solche Weise wird unter allen Umständen verhindert
daß die Nachgiebigkeit des Lagers die Grenzen überschreitet, welche durch die Sorge
um die gesunde Entwicklung besonders der Säuglinge eingehalten werden muß.
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Eine Ausführungsform mit nachstellbar federnder Lagerung des Spannkopfes
ist in den Abb. 5, 6 und 7 dargestellt. I)ie in den Spannrahmen b eingesetzte Spannschraube
läuft in diesem Falle an ihrem inneren Ende in eine Öse I aus, während das äußere
Ende mit Außengewinde versehen ist, über welches die Stellmutter m gegen die Federlagerung
n eingestellt werden kann. Die Konstruktion der Schlauchspannköpfe ist ferner in
der Weise abgeändert, daß die Spannstreifen in einfachen Säumen mit durchgezogenen
Kordeln oder Ringen aus Metall oder anderem geeigneten Material o endigen, die über
eine runde Scheibe p greifen und durch den iibergestreiften Blechring q am Abrutschen
verhindert werden. In der Mitte der Scheibe.2 ist jeweils ein Haken r zum Einhängen
in die Ose I vorgesehen. Unter dem Schlauchrost ist der Auffangtrichter für Ausscheidungen
dargestellt, dem noch ein Eimer oder sonstiger Behälter unterzuschieben ist.
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Die Abb. 8, 9 und 10 zeigen schließlich eine weitere Ausführungsform
der Spannköpfe mit Stellschrauben s auf jeder Seite der Schlauchstreifen c.
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Hierbei sind die Spann- und Halteköpfe zweckmäßig ganz aus je einer
Aletallscheibe t hergestellt, deren Rand umlaufend zunächst mit der Einschniirung
II und anschließend mit der Hohlwulst v versehen ist, welche in die abschliell.eiide
Versteifungskröpfung w ausläuft. In diese federnd nachgiebige Wulst v wird der Ringsaum
x des Spannschlauches hineingedrückt, so daß sich die Wulstränder über
ihm
sclllicRell und den Schlauch festhalten. Im Gebauch vermag das Scheibenblech etwas
federnd nach zugeben und so bei Bewegungen des Liegenden den Zug oder Druck der
Spannschrauben zu mildern.
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Zum Schluß wird ausdriicklich darauf aufmerksam gemacht, daß Abänderungen
in Einzelheiten der Ausführung und in den Maßverhältnissen sowie in der Wahl des
zu verwendenden Materials nach Wunsch oder Bedarf vorgenommen werden können, ohne
den Rahmen der Erfindung überschreiten zu müssen. TTnter anderem kann das Spannen
der Spannstreifen auch mit Hilfe von Vorrichtungen erfolgen, die nicht in einen
Spannrahmen fest eingebaut, sondern an einzeln auswechselbaren Schienen angebracht
sind, die unterhalb der Streifen liegen. i;)er Stoff kann in bekannter Weise mit
einer geruchlosen Flüssigkeit wasserabstoßend imprägniert sein; auch kann neben
dem Auffangtrichter eine M'ärmeqelle eingebaut sein.