DE83571C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Das Verfahren ist für die Verhüttung in Schachtöfen, sowohl reiner Zinkerze, als auch
der Röstproducte solcher sulfidischen Erze bestimmt, die vorwiegend aus silberhaltiger Zinkblende
und Bleiglanz bestehen. Solche Erze sind in ungeheuren Mengen vorhanden; ihre
rationelle Verarbeitung ist bisher indefs nicht möglich gewesen, doch wird dieselbe durch
die vorstehende Erfindung erreicht, die im wesentlichen in der Anwendung des folgenden
bekannten physikalischen Gesetzes besteht:
Der Siedepunkt einer Flüssigkeit hängt von dem auf ihr lastenden Druck ab. Er steigt
und fällt mit dem Druck nach einem Gesetz, das von der Natur des Körpers abhängt. Uebt
man deshalb einen genügenden Druck auf eine Substanz aus, so kann man sie weit über
ihren Siedepunkt erhitzen, ohne dafs sie ins Sieden geräth.
Bei der Reduction eines flüchtigen Metalles aus seinem Oxyd braucht man nur einen
genügenden Druck im Reductionsraum zu erhalten, um eine Verflüchtigung des einmal gebildeten
Regulus zu verhindern. Beim Schmelzen von Zinkerzen würde das Zink bei der Temperatur des Ofens, etwa 12000 C, sich
verflüchtigen, wenn nicht durch genügend hohen Druck dafür gesorgt würde, dafs sein
Siedepunkt über diese Temperatur stiege. Wie eigens angestellte Versuche ergeben, ist die
Spannung des Zinkdampfes bei dieser Temperatur etwa 3 Atmosphären.
Im Folgenden ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens beschrieben. Die beiliegende
Zeichnung stellt einen senkrechten Schnitt durch die Axe des Schmelzofens dar.
A ist der Stahlmantel eines aus feuerfesten Ziegeln gebauten Ofens B. Die Gicht ist
durch eine Kappe C geschlossen. In der Mitte dieser Kappe oder auch nach der Seite zu ist
eine Oeffhung angeordnet, welche durch die nach unten sich öffnende .Fallthür C1 verschliefsbar
ist. Aufserdem ist in der Gicht unterhalb C1 der gewöhnliche Fülltrichter D
für Erz und Kohle mit der Fallthür D1 angebracht.
Die Thüren C1 und D1 können durch die gewöhnlichen Glocken ersetzt werden.
Durch die Düsen E wird die zur Heizung und Steigerung, des Druckes erforderliche Druckluft
in den Öfen geführt. F ist ein zweiter, A in einem gewissen Abstand umgebender
Stahlmantel; der Raum zwischen A und F bildet eine luftdichte und wasserdichte Kühlkammer
für den Mantel A. Um Beschädigung dieses Mantels zu verhüten, falls er durch
Schmelzen der Steinwand an irgend einem Punkte dem im Ofen herrschenden Druck und
der Hitze zugleich ausgesetzt werden sollte, wird das Wasser im Kühlraum unter einem
Druck erhalten, welcher dem im Ofen gleichkommt.
Das Wasser fliefst dem Kühlraum aus der Oeffnung g der Röhren G zu, die sich von
dem Hauptrohr G2 abzweigen. Letzteres wird von einer Pumpe aus versorgt. Man läfst das
Wasser zweckmäfsig bei der Gicht eintreten, so dafs der obere Theil des Schachtes zuerst
gekühlt wird, und gewährt ihm an der Sohle des Herdes einen Abflufs durch die Röhre G1.
Ofen und Kühlraum sind mit Manometern H und H1 und Sicherheitsventilen / und I1 versehen,
um die Gleichhaltung des Druckes zu
ermöglichen. Das Sicherheitsventil I liegt am besten unmittelbar unter der Fallthür D1. Hier
entweicht der Ueberschufs der Gase.
Nachdem dieser Ofen mit Erz und Brennmaterial beschickt ist, schliefst man die Thüren C1
und Z)1 und läfst, sobald angefeuert worden ist, durch die Düsen E Druckluft eintreten, so
dafs der Druck im Ofen grofs genug wird, um ein Sieden des zu reducirenden Metalls bei
der herrschenden Temperatur zu verhindern. Das Metall sinkt zum Herde herab, wo es
durch ein Stichloch abgestochen wird.
Handelt es sich um ein Bleizinkerz, so trennen sich die beiden fast quantitativ, und
der bei weitem gröfsere Theil etwa vorhandenen Silbers findet sich beim Zink. Die
weitere Reinigung bietet keine Schwierigkeiten und geschieht auf bekannte Weise. Auch
wird bei diesem Verfahren die Bildung von Flugstaub, welche so viel Kosten und Mühe
verursacht, fast gänzlich vermieden.
Die beschriebene Bauart des Ofens gestattet ein ununterbrochenes Arbeiten. Zum Nachfüllen
öffnet man die Fallthür Cλ und beschickt,
während D1 geschlossen bleibt. Nun wird C1 geschlossen und D1 geöffnet, so dafs
der Ofen gefüllt wird, ohne dafs Gase entweichen, der Druck also erhalten bleibt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Verhüttung solcher Erze, die ein flüchtiges Metall enthalten, darin bestehend, dafs das reducirende Schmelzen dieser Erze unter so hohem Druck erfolgt, dafs eine Verflüchtigung des erschmolzenen Regulus oder eines seiner Bestandtheile bei der Ofentemperatur verhindert wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83571C true DE83571C (de) |
Family
ID=355873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83571D Active DE83571C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83571C (de) |
-
0
- DE DENDAT83571D patent/DE83571C/de active Active
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