DE83451A - - Google Patents

Info

Publication number
DE83451A
DE83451A DE83451A DE 83451 A DE83451 A DE 83451A DE 83451 A DE83451 A DE 83451A
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
brewing
heating
radiators
pan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Durch die Anordnung des ringförmigen Doppelbodens bei der durch das Patent Nr. 79581 geschützten Braupfanne wurde eine im Verhältnifs zum Inhalt der Pfanne grofse Heizfläche geschaffen und dadurch die Möglichkeit geboten, zur Kochung der Würze Dampf bis zu 5 Atmosphären Spannung zu verwenden.
In Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung ist diese Braupfanne mit ringförmigem Doppelboden noch einmal zur Darstellung gebracht, wobei Rücksichten in Bezug auf billige und solide Herstellung dieser Braupfanne Umänderungen rein constructiver, nicht principieller Natur bedingten. So ist z. B. in Fig. 3 der Querschnitt des ringförmigen Bodens nicht halbkugelförmig, . wie bei dem Apparat des oben erwähnten Patentes, sondern cylindrisch ausgebildet. Oberhalb des ringförmigen Bodens setzt sich ferner der äufsere Boden A weiter fort, so dafs der Raum zwischen den beiden Böden B und A einen weiteren Heizraum für den bei V einströmenden Heizdampf ergiebt; Stutzen w dient zur Ableitung des Condenswassers. Auch ist der: innere ringförmige Boden / aus gewelltem Blech aus praktischen Rücksichten gewählt. Mit V1 und v2 sind die Dampfeinströmungsstutzen, mit wy und n>.2 die Stutzen zur Ableitung des Condenswassers bezeichnet.
Diese Einrichtung hat sich insofern gut bewährt, als sie gestattete, schneller und billiger die Würze zum Kochen zu bringen; jedoch stellte sich heraus, dafs zur Erzeugung bestimmter Biere, welche sich durch ihre VoIl-. mundigkeit und Haltbarkeit auszeichnen sollen, es wohl zweckmäfsiger ist, hochgespannten Dampf zu verwenden.
Eine gröfsere Anzahl angestellter Versuche ergab nämlich, dafs die Vollmundigkeit und.. Haltbarkeit des Bieres abhängig ist von der Höhe der mittleren Temperaturdifferenz zwischen Heizdampf und der zu kochenden Würze, sowie von der zur Verfügung stehenden Heizfläche, und zwar mufs diese Temperaturdifferenz im Mittel 980C. betragen. Beträgt z. B. die Anfangstemperatur der Würze 54° C, die Endtemperatur derselben ioo° C., also die
mittlere Temperaturdifferenz — = yj°C,
so ergiebt sich die Temperatur des Heizdampfes = 98 + 77 = 17 50 C. und die dieser Temperatur entsprechende Spannung des Heizdampfes ρ = g Atmosphären absolut.
Die Anwendung von Heizdampf über 5 Atmosphären Spannung bereitet bei Braupfannen mit ringförmigem Doppelboden insofern erhebliche Schwierigkeit, als es kaum möglich sein dürfte, die Spannung pro Quadratcentimeter im Material der Böden bei gröfserem Durchmesser der Pfanne unter der zulässigen Grenze zu halten. Infolge dessen erscheint es zweckmäfsiger, den ringförmigen Doppelboden
in eine beliebige Anzahl cylindrischer, doppelwandiger Heizkörper H1 H2 H3 u. s. w. zu zerlegen.
Dieselben können entweder im Kreise herum, wie z. B. bei cylindrischen Braupfannen, oder in einer oder mehreren auf einander folgenden Reihen, wie z. B. bei parallelepipedischen Braupfannen, angeordnet werden. Die günstigen Festigkeitsverhältnisse der Heizkörper H1 H2 H3 u. s. w., deren Durchmesser bei mittleren Verhältnissen ca. ι m betragen würden, gestatten bei sehr dünnen Wandungen der Böden A und B die Anwendung von sehr hochgespanntem Heizdampf, so dafs damit die Bedingungen für ein genügendes Durchkochen der Würze geschaffen sind.
Bei einer parallelepipedischen Dampf-Braupfanne nach Fig. i, deren Länge z. B. 4 m und deren Breite 2'm betragen möge, ergiebt sich eine Heizfläche von 2,4 = 8 qm.
Durch Anordnung von nur drei in einer Reihe hinter einander angeordneten Heizkörpern, deren innerer Durchmesser und Tiefe ι m betragen möge, würde die Heizfläche bis auf 12,5 qm vergröfsert werden können, wobei zugleich die Anwendung hochgespannten Dampfes bis 10 Atmosphären mit Leichtigkeit ermöglicht werden kann. Um diese berechnete Heizfläche bei Braupfannen mit halbkugelförmigem oder ringförmigem Boden zu erhalten, müfsten die Dimensionen dieser Pfannen dermafsen wachsen, dafs die Transportfähigkeit derselben als absolut ausgeschlossen bezeichnet werden mufs.
Fig. 2 zeigt im Schnitt und Grundrifs die Anordnung von mehreren Heizkörpern H1H2 H3 H4 bei einer cylindrischen Braupfanne.
Der Heizdampf strömt bei W1 W2 u. s. w. in den Doppelboden ein, wobei sowohl glattes als auch gewelltes Blech, letzteres der gröfseren Festigkeit wegen, für die inneren Böden Z1 P u. s. w. verwendet werden kann, während der Ablauf der gekochten Würze in üblicher Weise durch an den Heizkörpern angeordnete Ableitungen erfolgt.
Diese Anordnung zeichnet sich insofern vor den bereits bekannten Systemen aus, als es möglich ist, derartige Heizkörper bei bereits bestehenden Braupfannen älterer Systeme, welche entweder nur für directe Feuerung oder für Dampfheizung eingerichtet sind, anzubringen.
Fig. ι z. B. zeigt eine jener bekannten älteren Braupfannen für Dampfheizung, wobei die beiden Böden eine Versteifung durch Stehbolzen S erhalten haben. Die Dampfeinströmung findet bei V, der Abflufs des Condenswassers bei W statt.
Eine derartige Braupfanne kann leicht mit den erwähnten Heizkörpern H1 H2 u. s. w. (Fig. 2) versehen werden. Der Doppelboden sowie die Doppelboden der einzelnen Heizkörper besitzen die Dampfeinströmungsstutzen V bezw. V1 F2 u. s. w. und die Condenswasserableitungen W bezw. W1 W2 u. s. w. Zugleich wird durch die Anordnung der Heizkörper eine ausgezeichnete Versteifung der beiden ebenen Böden A und B bewirkt, so dafs die Stehbolzen entbehrlich werden.
In ganz ähnlicher Weise lassen sich bei Braupfannen mit directer Feuerung derartige Heizkörper anbringen und es kann so ohne grofse Mühe und Kosten jede beliebige, für directe Feuerung eingerichtete Braupfanne in eine Dampf-Braupfanne umgewandelt werden.
Die cylindrische Gestalt der Heizkörper von verhältnifsmäfsig kleinem Durchmesser, sowie das gewellte Blech des inneren Bodens ermöglichen wiederum selbst bei sehr hoch gespanntem Dampf die denkbar dünnsten Wandungen, was dazu beiträgt, den Kochprocefs aufserordentlich zu beschleunigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Abänderung der durch das Patent Nr. 79581 geschützten Dampf-Braupfanne, dadurch gekennzeichnet, dafs zum Ersatz des ringförmigen Doppelbodens cylindrische Heizkörper (H1 H2 H3) angeordnet werden, welche sowohl eine beliebige Vergröfserung der Heizfläche als auch das Kochen mit sehr hochgespanntem Dampf ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0810280B1 (de) Vorrichtung zum Aufheizen der Würze bei der Bierherstellung
DE83451A (de)
DE592289C (de) Verdampfer zur Eindampfung von Loesungen, insbesondere fuer die Gewinnung von Salz
DE3018111C2 (de) Würzepfanne für externe Würzekochung
DE2161060C2 (de) Vorrichtung zum Geruchfreimachen von Ölen
DE1654917A1 (de) Aufgussvorrichtung
DE136478C (de)
DE2407519C3 (de) Braukessel
DE2624720C2 (de) Vorrichtung zur thermischen Entgasung
DE827952C (de) Feuerbuechsdampfkessel mit Siederohren
DE209221C (de)
DE472514C (de) Heizkoerperglied mit mehreren Saeulen
DE2313932C3 (de) Braukessel
DE2414319A1 (de) Dampfstrahlanwaermer
AT148006B (de) Für Bügeleisen und Kocher verwendbarer Gasheizkörper.
DE223226C (de)
DE211030C (de)
DE555074C (de) Kochwanne fuer Faerbereien aus keramischem Werkstoff
DE686020C (de) Feuerbeheizte Braupfanne
DE241993C (de)
DE66175C (de) Vorrichtung zum methodischen Ausziehen von Parfüms, Fetten und Oelen
DE115470C (de)
AT125256B (de) Verfahren und Einrichtung zum Schwelen von Backware.
DE129046C (de)
AT201260B (de) Kochkessel