DE83035C - - Google Patents
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- DE83035C DE83035C DENDAT83035D DE83035DA DE83035C DE 83035 C DE83035 C DE 83035C DE NDAT83035 D DENDAT83035 D DE NDAT83035D DE 83035D A DE83035D A DE 83035DA DE 83035 C DE83035 C DE 83035C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B5/00—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
- D06B5/12—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
- D06B5/14—Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through fibres, slivers or rovings
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Oktober 1894 ab.
Die bisher zum Behandeln von Kardenbändern u. dgl. mit kreisenden Flüssigkeiten
benutzten Apparate zeigen den Uebelstand, dafs sie nur eine einmalige Ausnutzung der Flotte
bei jedem Umgang gestatten. Die auf das zu behandelnde Material fliefsende Flotte mufs bei
diesen Apparaten nach einmaligem Passiren des Färbegutes von neuem gehoben werden. Die
Natur der Halbfabrikate des Spinnereibetriebes ist nun eine derartige, dafs die Behandlung
von gröfseren Massen auf ein Mal mit Flüssigkeiten nicht zulässig erscheint, da hierdurch
leicht eine Verwirrung der einzelnen Bänder des Färbegutes eintreten kann und somit die
Spinnfähigkeit desselben aufserorderitlich beeinträchtigt wird. Man ist daher gezwungen,
stets nur geringe Mengen der genannten Halbfabrikate auf ein Mal zu behandeln.
Vorliegende Erfindung betrifft nun einen Apparat, mit Hülfe dessen ermöglicht werden
soll, gröfsere Quantitäten von Kardenbändern, Vorgarn u. dgl. unter mehrfacher Ausnutzung
der Flotte bei jedem Umlauf zu behandeln, ohne dafs hierbei eine Verwirrung der einzelnen
Bänder eintreten kann. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs die zur Aufnahme des
Materials dienenden Materialträger derart in einem geeigneten Gefäfs über einander angeordnet
sind, dafs die Flotte von einem zum anderen gelangt, bevor sie ihren Kreislauf erneuert.
Der Apparat, in welchem die Behandlung der Kardenbänder u. dgl. mit Flüssigkeiten vorgenommen
werden soll, ist in beiliegender Zeichnung schematisch dargestellt.
'Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen Grundrifs desselben und Fig. 3 einen Querschnitt.
'Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 2 einen Grundrifs desselben und Fig. 3 einen Querschnitt.
In Fig. 4 ist ein Materialträger in perspectivischer Ansicht veranschaulicht.
A ist ein Behälter von beliebiger Form, in welchen eine beliebige Anzahl von unter einander
gleichen Einsätzen B1 B2 Bs 5* in geeigneter
Weise eingesetzt werden. Diese Einsätze haben schubladenförmige Gestalt und sind
mit Aussparungen r versehen, welche zur Aufnahme des in Wickelform gebrachten Baumwollzuges
k dienen. An der tiefsten Stelle der Aussparungen sind die Einsätze siebförmig
durchlöchert. Jeder der Einsätze ist mit einem Ueberlaufrohr C1 C2 C3 C+ versehen (s. Fig. 4).
Die Flotte fliefst durch das Zuleitungsrohr E in den Apparat bezw. in den obersten Materialträger
ein und durchtränkt das in demselben ruhende Färbegut, wobei der Ueberschufs durch das Ueberlaufrohr des obersten Einsatzes
abläuft. Einestheils durch diese Ueberlaufrohre, anderentheils durch siebförmige Durchlöcherungen
des Bodens fliefst die Flotte auf die darunterliegenden Einsätze und durchtränkt
das auf diesen Einsätzen befindliche Färbegut. Die erschöpfte Flotte fliefst durch ein an dem
Behälter A an geeigneter Stelle angebrachtes Ausflufsrohr D ab.
Der Behälter A ist bei normalem Betriebe nicht mit Flotte gefüllt, diese wird vielmehr
von den eigentlichen Materialträgern B1 B'2 B3 B*
aufgenommen. Ein Ueberfliefsen dieser Materialträger mufs nach Möglichkeit vermieden werden,
weil hierdurch Verluste an nicht ausgenutzter Flotte veranlafst werden. Dies wird durch die
Ueberlaufrohre C1 C'2 C3 C4 verhindert, welche
(2. Auflage, altsgegeben am 6. Mär\ iSgg.J
den Ueberschufs an Flüssigkeit aus den oberen Materialträgern nach den darunterliegenden
leiten. In dem äufseren Behälter A soll sich bei nornalem Betriebe nur am Boden Flüssigkeit
ansammeln, von wo dieselbe alsdann durch das Ausflufsrohr D abgeleitet wird, wie besonders
aus Fig. 3 ersichtlich.
Jeder der Einsätze ist an seiner kurzen Seite mit einer Leiste s versehen, mittelst deren das
Einsetzen der Materialträger in den Behälter A erleichtert, sowie ein Umladen des Materials
aus einem Einsatz in einen anderen mittelst einer geeigneten Umladevorrichtung ermöglicht
wird.
Ein derartiges Umladen wird mitunter erforderlich, da bei den einzelnen Bleich-, Beiz-
und Färbeoperationen verschiedenartige Chemikalien angewendet werden, welche die Materialträger
in verschiedener Weise angreifen. Es ist daher manchmal erforderlich, für die einzelnen
Operationen Einsätze aus verschiedenartigem Material zu benutzen, wodurch wiederum
ein Umladen des Materials erforderlich wird.
Der Behälter A für die Einsätze kann erforderlichenfalls mit Rädern versehen werden,
um denselben mittelst einer Schienenführung bequem transportiren zu können. Der vorstehend
beschriebene Apparat kann aus einem indifferenten Material, beispielsweise Holz, hergestellt
werden, und bietet mithin den Vortheil, dafs Metalltheile, weiche unter Umstanden
sowohl Beiz- als Färbeoperation ungünstig beeinflussen, vollständig vermieden werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum Behandeln von Kardenbändern, Vorgarn u. dgl. mit Flüssigkeiten, welcher eine vorteilhafte Ausnutzung der letzteren und eine gleichzeitige Behandlung gröfserer Mengen von Fasermaterial dadurch ermöglicht, dafs das Arbeitsgut auf in einem Behälter (A) über einander angeordneten, schubladenförmig gestalteten Materialträgern (B) untergebracht ist, welche am Boden zwecks Aufnahme des Arbeitsgutes mit siebartig durchlochten Aussparungen (r) versehen sind, die die bei ihrem Kreislauf das Arbeitsgut durchdringende Flotte von einem Materialträ'ger zum anderen gelangen lassen. ..:Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83035C true DE83035C (de) |
Family
ID=355394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83035D Active DE83035C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83035C (de) |
-
0
- DE DENDAT83035D patent/DE83035C/de active Active
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