DE830252C - Verfahren zum UEberziehen von zerbrechlichen Tonpfeifen oder anderen Gegenstaenden aus poroesem, anorganischem Werkstoff mit Cellulosederivaten o. dgl. - Google Patents

Verfahren zum UEberziehen von zerbrechlichen Tonpfeifen oder anderen Gegenstaenden aus poroesem, anorganischem Werkstoff mit Cellulosederivaten o. dgl.

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DE830252C
DE830252C DEP34361A DEP0034361A DE830252C DE 830252 C DE830252 C DE 830252C DE P34361 A DEP34361 A DE P34361A DE P0034361 A DEP0034361 A DE P0034361A DE 830252 C DE830252 C DE 830252C
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Dr Kurt Bratring
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zum Uberziehen von zerbrechlichen Tonpfeifen oder anderen Gegenständen aus porösem, anorganischem Werkstoff mit Cellulosederivaten o. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum überziehen von zerbrechlichen Gegenständen aus porösen anorganischen Werkstoffen, wie z. B. gebranntem Ton. Nachdem Verfahren gemäß dieser Erfindung können schwer zerbrechliche Tabakpfeifen hergestellt werden, deren Inneres ganz oder zum großen Teil aus porösem, stark aufsaugfähigem Material besteht. Ein wesentliches Merkmal dieses Verfahrens besteht in der Ummantelung von pfeifenförmigen Hohlkörpern aus porösem Material, z. B. gebranntem Ton, mit einer blasenfreien Schicht aus Acetylcellulose.
  • Die von alters her üblichen Tonpfeifen besitzen in hervorragendem Maße die Eigenschaft, die lästigen teerigen und wäßrigen Verschwelungs- und Verbrennungsprodukte des Tabaks aufzusaugen und dadurch die Bildung der sich in gewöhnlichen Tabakpfeifen abscheidenden, widerlich riechenden und schmeckenden Flüssigkeit zu verhindern. Trotzdem sind einfache Tonpfeifen nur noch wenig in Gebrauch, weil sie außerordentlich leicht zerbrechen und infolge ihrer, rauhen, porösen Oberfläche sehr schnell fleckig und unansehnlich werden. Außerdem wird es von vielen Rauchern als sehr lästig empfunden, rohe Tonpfeifen im Munde zu führen.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß Tonpfeifen durch Umkleidung mit Acetylcellulose schwer zerbrechlich werden, so daß sie sogar auf Steinfußboden geworfen werden können, ohne zu zerbrechen. Durch die Mantelschicht erhalten die Tönpfeifen eine porenlose, glatte Oberfläche, sie sind daher leicht zu reinigen und lassen sich im Mundre kaum von den aus anderen harten Werkstoffen, wie Horn oder Holz, hergestellten Pfeifen unterscheiden. Eine weitere vorteilhafte Eigenschaft des Acetylcelluloseüberzugec besteht darin, daß er, im Gegensatz zu Glasuren, für Wasserdampf durchlässig ist und daher die Trockenwirkung des porösen Tonmaterials unterstützt.
  • Die Herstellung der Aoetylcellulosemantelschicht geschieht erfindungsgemäß nach dem Tauchverfahren. Bisher machte es sehr große Schwierigkeiten, auf der porösen Tonoberfläche praktisch blasenfreie Mantelschichten nach dem Tauchverfahren zu erzeugen. Man hat bereits versucht, gebrannte Tongegenstände vor dem Auftrag der Lackschicht mit porenfüllenden Pasten zu behandeln, doch waren die mit einer solchen Vorbehandlung erreichten Resultate wenig befriedigend.
  • Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die poröse Oberfläche von unglasiertem Porzellan zuerst mit leimartiger Wasserfarbe und dann mit Wachs abzudichten. Die Wachsschicht wird jedoch von den meisten Lösungsmitteln zu stark angegriffen, um einen gleichmäßigen Lacküberzug darauf erzeugen zu können.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, da,B es gelingt, die in den Poren des gebrannten Tons enthaltene Luft durch eine Flüssigkeit fast restlos in das Innere von hohlen Tonformlingen zu verdrängen und von dort ungehindert entweichen zu lassen, wenn das Innere der Formlinge mit einem beiderseits offenen Rohr verbunden wird, welches auch zur Befestigung an einem Formlingsträger dienen kann.
  • Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Aufbringung der Mantelschicht auf pfeifenförmige Tonformlinge nach dem Tauchverfahren gemäß Erfindung beschrieben und durch eine Zeichnung erläutert.
  • i ist ein pfeifenförmiger Tonformling, dessen Öffnung 2 im Pfeifenkopf durch ein passendes Stück von Celluloidfolie 3 verschlossen ist. Zur Befestigung der Gelluloidfolie 3 auf dem Rande der Pfeifenkopföffnung 2 dient eine etwa io°/oige Auflösung von Celluloid in Aceton. Der Hals 4 des Tonformlings geht in ein dünnes Rohr 5 über, welches ebenfalls aus Ton oder aus Glas, Metall und anderem Material bestehen kann. Eine größere Zahl von Formlingen wie i werden mittels Rohren wie 5 in dem mit Durchbohrungen 6 versehenen Formträger 7 befestigt und bilden mit diesem zusammen eine Tauchbatterie.
  • Zur Ausführung des Verfahrens gemäß Erfindung werden die Formlinge wie i in ihrer ganzen Länge bis zum Rohr 5 in eine organische Flüssigkeit, z. B. Methylenchlorid, getaucht. Die Flüssigkeit driügt von außen in die Poren des Tons ein und verdrängt daraus die Luft, welche durch das Rohr 5 entweichen kann. Um den Austritt der in den Poren des Tons eventuell noch vorhandenen geringen Luftmengen an der Oberfläche der Formlinge zu verhindern, werden diese, bevor die Mantelschicht aufgetragen wird, in noch feuchtem Zustande mit einer luftdicht machenden, filmbildenden Lösung vorbehandelt. Die mit der organischen Flüssigkeit durchtränkten Tonformlinge wie i werden einoJer mehrmals in eine niedrig viskose Lösung von 3 kg Acetylcellulose in einer Mischung von 77 kg Methylenchlorid und 2o kg Spiritus getaucht, herausgezogen und nach dem Abtropfen getrocknet.
  • Zur Herstellung der starken, zweckmäßig gefärbten Mantelschicht kann dann eine Lösung von z. B. folgender Zusammensetzung dienen: Acetylcellulose 12 kg, Methylenchlorid 73 kg, Spiritus 15 kg. Das Tauchen in diese Lösung kann wiederholt werden, und zwar so oft, bis die auf den Formlingen nach dem Trocknen erzeugte Mantelschicht eine genügende Stärke erreicht hat. Dann werden die Formlinge i von den Rohren 5 gelöst, die Celluloidfolien 3 von den Öffnungen der Pfeifenköpfe entfernt und die Pfeifen zur Austreibung der noch anhaftenden Lösungsmittelreste heiß getrocknet.
  • An Stelle von organischen Flüssigkeiten kann zur Verdrängung der Luft aus den Poren der Tonformlinge auch Wasser dienen und zur Vorbehandlung der Tonformlinge kann an Stelle einer Acetyloelluloselösung eine wäßrige Lösung oder Dispersion von Celluloseäthern, z. B. @-Iethylcellulose, Stärkekleister, Stärkesirup, Pflanzenschleim oder Ton und Tonerde unter Zusatz von Essigsäure, Verwendung finden. Auch andere filmbildende Lösungen können gebraucht werden, soweit diese geeignet sind, das Austreten der Luft an der Oberfläche der Tonformlinge und die Entstehung von Blasen bei der Herstellung der Acetylcellulosemantelschicht zu verhindern.
  • Der Auftrag der Acetyloellulosemantelschicht auf die Tonformlinge kann auch als Lack in entsprechender Zusammensetzung nach dem Gieß-, Spritz- oder Streichverfahren erfolgen.
  • An Stelle von Acetylcellulose können bei der Herstellung der Mantelschicht auch andere Celluloseester, z. B. Cellulosepropionat, Celluloseacetobutyrat, ferner Celluloseäther, wie Äthylcellulose, Benzylcellulose, ferner Cellulosehydrat gebraucht werden. Auch können andere Polyplaste, wie Polyvinyl- oder Polyvinylidenpaste, oder organische polymere Kieselsäureverbindungen gebraucht werden. Diese Rohstoffe können ebenso wie Acetylcellulose auch mit Zusatzstoffen, wie Weichmachungsmitteln, Farb- und Füllstoffen, in bekannter Weise versehen werden, und an Stelle einer Mischung von Methylenchlorid mit Spiritus können andere als Lösungsmittel geeignete Flüssigkeiten in bekannter Weise Anwendung finden.
  • Nach dem Verfahren gemäß Erfindung können außer Tabakpfeifen auch andere aus keramischem Material bestehende Hohlkörper wie Zigarren- und Zigarettenspitzen, Handgriffe und Hohlgefäße verschiedenster Form und Größe mit einer blasenfreien Mantelschicht versehen und dadurch schwer zerbrechlich gemacht werden. Auch schalenförmige Gefäße, z. B. Butterdosen, können mit einer Mantelschicht einseitig überdeckt werden, falls der in den porösen Wandungen enthaltenen Luft die Möglichkeit geschaffen wird, zu entweichen.
  • Die anorganischen Formlinge können aus keramischem Material, wie gebranntem Ton, Steinzeug, Steingut, Porzellan und ähnlichen Produkten der keramischen Industrie, bestehen; auch organische Formlinge aus kalt verformbaren Stoffen, wie Zement, Beton, Magnesiazement oder Gips, lassen sich mit einem Oberzug versehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Überziehen von zerbrechlichen Tonpfeifen oder anderen Gegenständen aus porösem, anorganischem Werkstoff mit Cellulosederivaten o. dgl. plastischen Massen nach dem Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daB vor dem Aufbringen des Überzuges die Luft aus dem porösen Material durch eine Flüssigkeit verdrängt und die Oberfläche in noch feuchtem Zustande mit einer filmbildenden Lösung überzogen wird.
DEP34361A 1949-02-17 1949-02-17 Verfahren zum UEberziehen von zerbrechlichen Tonpfeifen oder anderen Gegenstaenden aus poroesem, anorganischem Werkstoff mit Cellulosederivaten o. dgl. Expired DE830252C (de)

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