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Kleinselbstschalter mit Zeitauslöser und Schnellauslöser An den Kleinselbstschaltern,
die einen Zeitauslöser und einen Schnellauslöser haben, sind bisher in der Regel
der Zeitauslhser und Schnellauslöser elektrisch in Reibe geschaltet worden. Bei
dieser Bauart mußten je nach der Nennstromstärke verschieden gebaute Zeitauslöser
und Schnellauslöser verwendet werden. Es hatten also die Selbstschalter verschiedener
Nennstromstärke einen voneinander abweichenden Aufbau.
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Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, an den Kleinselbstschaltern
den durch die verschiedene Nennstromstärke bedingten abweichenden Aufbau weitgehend
zu vermeiden und somit für einen großen Nennstrombereich mit ein und demselben :"\ufl>au
des Schalters auszukommen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe wie folgt gelöst:
Für die niedrigste Stromstärke des Nennstrombereiches sind der Zeitauslöser und
der Schnellauslöser gebrauchsmäßig unlösbar elektrisch parallel geschaltet. Für
die übrigen, höheren Stromstärken des Nennstrombereiches werden zu dieser Parallelanordnung
je nach der Nennstromstärke des Schalters Widerstände verschiedener Größe elektrisch
parallel geschaltet.
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Es ist an sich bekannt, an Kleinselbstschaltern den Zeit- und Schnellauslöser
elektrisch parallel zu schalten. Diese Parallelschaltung wurde vorgesehen zu dem
Zweck, um aus einem Schalter, der für eine Reihenschaltung von Zeit- und Schnellauslöser
eingerichtet ist, einen Schalter höherer, insbesondere doppelter Nennstromstärke
zu erhalten. Durch diese gebrauchsmäßige Umschaltung werden nur zwei Schalter verschiedener
Nennstromstärke geschaffen.
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Auch ist es bekannt, an Kleinselbstschaltern, die mit einem Zeit-
und Schnellauslöser versehen sind, nur zu dem Zeitauslöser je nach der Nennstromstärke
v erschiedeneWiderstände parallel zuschalten. Wenn auch hierdurch der Aufbau des
Schalters etwas vereinfacht wird, so sind für die verschiedenen Nennstromstärken
verschieden ausgebildete Schnellauslöser notwendig.
Im folgenden
wird die Erfindung an Hand der in der Zeichnung dargestellten Schaltskizze erläutert,
die die innere elektrische Schaltung des Kleinselbstschalters wiedergibt.
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Mit i und 2 sind die Anschlußkontakte des Kleinselbstschalters bezeichnet.
3 sind die ortsfesten Schaltkontakte, die in der Einschaltstellung von dem beweglichen
Schaltkontakt ¢ überbrückt werden. Der Zeitauslöser 5 hat einen Bimetallkörper,
der unmittelbar stromdurchflossen ist oder mit einer Heizwicklung versehen sein
kann. Von dem Schnellauslöser 6 ist nur die Magnetspule dargestellt. An dem Kleinselbstschalter
gemäß der Erfindung sind der Zeitauslöser 5 und der Schnellauslöser 6 für den Gebrauch
des Schalters dauernd elektrisch parallel geschaltet. Diese Parallelanordnung von
Zeit- und Schnellauslöser bildet das Grundelement für den Bereich verschiedener
Nennstromstärken des Kleinselbstschalters. Dabei ist eine bestimmte Abstimmung zwischen
dem Zeit- und Schnellauslöser Bedingung. Wird diese Parallelanordnung von Zeit-
und Schnellauslöser allein verwendet, so ist der Schalter für die niedrigste Strorrjstärke
des Nennstrombereiches bestimmt. Bei den übrigen, höheren Stromstärken des Nennstrombereiches
werden zu dieser Parallelanordnung von Zeit- und Schnellauslöser Widerstände? verschiedener
Größe parallel geschaltet, und zwar mit steigender Nennstromstärke Widerstände 'kleineren
Ohmwertes.
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Durch die Erfindung ist es möglich, für die verschiedenen Stromstärken
des Nennstrombereiches mit dem gleichen Aufbau und der gleichen Einstellung sowohl
für den Zeitauslöser als auch den Schnellauslöser auszukommen. Dadurch wird eine
wesentliche Vereinfachung für die Herstellung und den Zusammenbau der Kleinselbstschalter
erreicht. Dadurch, daß an dem Schalter gemäß der Erfindung der Zeitauslöser von
einem Strom durchflossen wird, der stets kleiner als der über die Schaltkontakte
fließende Strom ist, ist er nicht so hohen Kurzschlußbeanspruchungen ausgesetzt
wie ein Zeitauslöser, der allein in dem Selbstschalter verwendet ist oder sich wie
bisher in Reihe mit dem Schnelläuslöser befindet. Die erfindungsgemäße Ausbildung
des Kleinselbstschalters hat auch den Vorteil, daß durch die Parallelschaltung von
Zeit-und Schnellauslöser der Gesamtspannungsverlust an den Auslösern verringert
ist. Dieser Vorteil wirkt sich an den Kleinselbstschaltern, die bisher außer dem
Zeitauslöser keinen Schnellauslöser wegen des dadurch bedingten höheren Spannungsverlustes
haben durften, dadurch aus, daß diese Kleinselbstschalter nunmehr auch mit einem
Schnellauslöser versehen werden können, wodurch die Kurzschlußfestigkeit dieser
Schalter bedeutend erhöht wird. Auch erfordert der parallel zu dem Zeitauslöser
liegende Schnellauslöser nicht einen so großen Bauraum wie der in Reihe mit. dem
Zeitauslöser befindliche Schnellauslöser. Es können daher diejenigen.Kleinselbstschalter,
die bisher außer dem Zeitauslöser, keinen Schnellauslöser wegen Raummangel haben
durften, nunmehr auch mit einem Schnellauslöser versehen werden, was ebenfalls eine
Erhöhung der Kurzschlußfestigkeit dieser Art von Selbstschaltern zur Folge 'hat.
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Der parallel zu schaltende Widerstand kann für jede Nennstromstärke
des Schalters ein einziger Widerstandskörper sein, der mit steigender Nennstromstärke
einen immer größeren Querschnitt hat. Die Anschlußstellen dieses Widerstandskörpers
werden zweckmäßig mit einem gut leitenden Stoff überzogen. Es können auch für die
höheren Nennstromstärken mehrere Widerstandskörper verwendet werden, die zweckmäßig
von gleicher Form und gleichem Widerstandswert sind, wobei ebenfalls die Anschlußstellen
mit einem gut leitenden Stoff versehen sind. Eine solche Anordnung ist in der Fig.
2 dargestellt. Je höher die Nennstromstärke ist, desto größer ist die Anzahl dieser
gleichen Widerstandskörper. Wie praktische Versuche gezeigt haben, ist der Spannungsverlust
mV an jeder Befestigungsstelle der Widerstandskörper unabhängig davon, ob ein oder
mehrere Widerstandskörper verwendet werden, immer praktisch gleich groß. Wie praktische
Versuche ebenfalls zeigten, sind besondere Bedingungen für die in der Zeichnung
dargestellte Anschraubung der Widerstandskörper nicht zu beachten.
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Um den Bereich der Stromstärken des Kleinselb,stschalters gemäß der
Erfindung nach unten zu erweitern, ist es zweckmäßig, in dem Schalter den Bimetallkörper
des Zeitauslösers und die Magnetspule des Schnellauslösers so auszubilden und anzuordnen,
daß der Bimetall'körper durch die Magnetspule zusätzlich erwärmt wird. Durch diese
Gestaltung ist es möglich, Kleinselbstschalter für sehr kleine Stromstärken mit
hoher Auslösekraft und großer Kurzschlußfestigkeit zu bauen.