DE826751C - Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Siliciumkatalysatoren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kobalt-SiliciumkatalysatorenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J25/00—Catalysts of the Raney type
-
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01J25/00—Catalysts of the Raney type
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Description
Es wurde schon vorgeschlagen, Katalysatoren der sog. Raneytype dadurch herzustellen, daß
mindestens 75°/o und vorzugsweise im wesentlichen die ganze Menge eines alkalilöslichen
Metalls, beispielsweise Aluminium, aus einer Legierung entfernt wird, die dieses Metall und einkatalytisch
wirksames Metall, beispielsweise Kupfer, Nickel und Kobalt, enthält, und zwar durch Behandlung dieser Legierung mit einer
ίο wäßrigen Alkalilösung. Diese Katalysatoren haben
den Nachteil, daß sie in einem feinverteilten Zustand anfallen und daß sie durch eine weitere
Extraktion eines Teiles des alkalilöslichen Metalls nicht regeneriert werden können. Es wurde auch
schon vorgeschlagen, einen Nickelkatalysator dadurch herzustellen, daß Aluminium aus einer Nickel-Aluminium-Legierung
teilweise durch Behandlung mit einem wäßrigen kaustischen Alkali extrahiert wird.
Die Erfindung bezieht sichauf ein Verfahren zur Herstellung von porigen Kobalt-Siliciumkatalysatoren.
Gemäß der Erfindung werden diese porigen Kobalt-Siliciumkatalysatoren dadurch hergestellt,
daß eine Kobalt-Siliciumlegierung mit dem Gewichtsver'häl'tnis
von Kobalt zu Silicium von 30 : 70 bis 85 : 15 in Form von Stücken, beispielsweise
Granalien, mit wäßrigem Alkali behandelt wird, um hierdurch einen Teil des Siliciums zu extrahieren,
wodurch ein körniger Katalysator entsteht, welcher einen Legierungskern und eine aktive
Oberflächenschicht besitzt.
Unter dem Ausdruck poriger Katalysator soll in dieser Beschreibung ein solcher verstanden werden,
der Teilchen oder Stücke, beispielsweise Körnchen
enthält, die durch Zerstückeln einer Legierung hergestellt worden sind, welche das gewünschte
katalytisch wirksame Metall zusammen mit einem oder mehreren anderen Metallen enthält, das in
einer Säure, Base oder anderen Extraktionsflüssigkeit löslicher ist als das gewünschte katalytisch
wirksame Metall, wobei diese Legierung zumindest eine Phase enthält, in der Atome des katalytisch
wirksamen Metalls und des löslicheren Metalls ίο sich im gleichen Kristallgitter befinden, und wobei
die besagten Teilchen oder Stücke einen robusten Kern aus Legierungsmaterial haben und eine wirksame
äußere Schicht mit einer durch die teilweise oder vollständige Entfernung des löslicheren Metalls
aus der besagten Phase in der besagten äußeren Schicht bewirkten Skelettstruktur. Die Teilchen
oder Stücke können auf verschiedenartige Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Zerstoßen
der Legierung im kalten Zustand, und können verao schiedenartigen Größenbereichen angehören, liegen
jedoch vorzugsweise in dem zwischen 3 und 6 mm. Es ist nicht möglich, befriedigende porige Katalysatoren
aus Legierungen herzustellen, wobei das Gewichtsverhältnis von Kobalt zu Silicium weniger
as als 30 : 70 beträgt, da in diesem Falle das durch die Lösungsflüssigkeit behandelte Produkt zu unstabil
ist. Auch ist es nicht möglich, Legierungen zu verarbeiten, bei denen das Verhältnis größer ist
als 85 : 15, da diese sich nur schwer extrahieren lassen. Bei den Legierungen der angegebenen Art
aus Kobalt und Silicium können geringe Mengen anderer Metalle auch zugegen sein.
Die Legierungen können durch direktes Erschmelzen der Metalle in einem Graphittiegel unter
einer Schutzschicht von Holzkohle, oder in einem inerten Gas bei Temperaturen zwischen 1300 und
15000 hergestellt werden, was von der Zusammensetzung der Legierung abhängt. Die homogene
Schmelze wird dann abgekühlt und vorzugsweise in Kokillen gegossen, da hierdurch eine Legierung
erhalten wird, welche eine feinkörnige Kristallstruktur besitzt.
Die Legierung kann in unterteilter Form hergestellt werden, beispielsweise durch Brechen der
Gußstücke, die vorzugsweise aus kleineren Formstücken bestehen, mittels -eines Backenbrechers.
Diese Stücken werden dann auf eine Korngröße zwischen 25 und 1,6mm gesiebt. Es wurde gefunden,
daß Material mit einer feineren Korngröße als der angegebenen Abmessung einen ziemlich hohen
Druckverlust in einem Katalysatorbett zur Folge hat, während Material mit einer größeren Teilchengröße
als 25 mm nur eine verhältnismäßig geringe Oberfläche mit Bezug auf die Volumeneinheit
besitzt und demgemäß nur einen Katalysator mit geringer Aktivität liefert. Vorzugsweise werden
die Materialteilchen auf eine Größe zwischen 3 und 6mm gesiebt, da hierdurch ein Katalysator entsteht,
der nicht nur hoch aktiv ist, sondern auch mittlere Werte im Druckabfall eines Katalysatorbettes ergibt.
Obwohl eine weitere Eingrenzung der Teilchengröße, beispielsweise auf eine solche zwischen
4,5 und 6,0 mm, weitere Vorteile zur Folge hat, insbesondere eine Verringerung des Druckabfalles,
ist dies wegen der erhöhten Kosten selten gerechtfertigt. Eine Teilchengröße zwischen 6 und 12 mm
ist besonders geeignet für die Durchführung von einfachen Hydrierungen in der flüssigen Phase.
Der Katalysator kann dadurch hergestellt werden, daß die Legierung mit beispielsweise einer 5-bis
30°/oigen wäßrigen Xatriumhydroxadlösung bei ioo° C extrahiert wird. Bei Legierungen, bei
denen sich das Legierungsverhältnis den Werten 85 : 15 nähert, ist es zweckmäßig, mit einer 40-bis
50%i'gen Natriumhydroxydlösung bei etwa 1300C zu arbeiten. Die maximal zulässige Siliciumentfernung
beträgt 70 Gewichtsprozent, jedoch werden im allgemeinen die besten Ergebnisse erzielt,
wenn 5 bis 20 Gewichtsprozent des Siliciums extrahiert werden, da oberhalt) dieser Werte die
Extraktion des Siliciums schwierig ist. Die Aktivierung und/oder Reaktivierung; kanu in dem
Reaktionskessel selbst durchgeführt werden, in dem der Katalysator zur Anwendung gelangt. Der
Katalysator wird im allgemeinen alkalifrei gewaschen, jedoch ist es bisweilen zweckmäßig, ihn
in alkalisierter Form zu verwenden und in diesem Fall ist eine vollkommene Waschung nicht
erforderlich.
Diese porigen Kobalt-Siliciumkatalysatoren sind geeignet zur Verwendung in Hydrierungs-, Dehydrierungs-
und schaltende Hydrierverfahren und bei Verfahren der reduktiven Aminierung, wobei
diese Arbeitsweise sowohl in der flüssigen als auch in der Dampfphase durchgeführt werden kann.
Diese Katalysatoren besitzen gegenüber fein verteilten Kobalt-Aluminiumkatalysatoren den Vorteil,
daß, wenn sie zur Dehydrierung verwendet werden, sie im wesentlichen keine Entwässerungsaktivität
besitzen. Diese Katalysatoren sind im allgemeinen billiger als andere Kobaltkatalysatoren. Im Gegensatz
zu den Raneykatalysatoren, welche Pulverkatalysatoren sind, sind sie besonders geeignet zur
Verwendung bei kontinuierlich arbeitenden Verfahren, wobei ihre Hauptvorteile folgende sind: ihre
Widerstandsfähigkeit ermöglicht lange Anwendungszeiten, ohne daß eine Zerstörung eintritt. Bei der
Anwendung dieser Katalysatoren ist es nicht notwendig, das Produkt zu filtrieren; sie können in
situ durch alkalische Behandlung reaktiviert werden und der Druckabfall in einem Katalysatorbett
wird bei Anwendung dieser Katalysatoren verringert. Die porigen Kobalt-Siliciumkatalysatoren
können weiterhin durch oxydative und reduktive Regenerierung reaktiviert werden, was in
gewissen Verfahren von großer Bedeutung ist, wie beispielsweise bei der Dehydrierung, wobei eine
beträchtliche Neigung besteht zur Abscheidung von kohlenstoffhaltigem Material.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Siliciumkatalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß Stücke einer Kobalt-Siliciumlegierung, welche eine Teilchengröße von 1,6 bis 25 mm und vorzugsweise von 3 bis 6 mm aufweisen unddie ein Gewichtsverhältnis von Kobalt zu Silicium von 30 : 70 bis 85 : 15 enthalten, mit einem wäßrigen Alkali behandelt werden, um nicht mehr als 70% und vorzugsweise von 5 bis 20% des ursprünglichen Siliciumsgehaltes zu entfernen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kobalt-Siliciumlegierung durch ein Verfahren hergestellt wird, bei dem eine rasche Abkühlung der geschmolzenen Legierung vorzugsweise durch Kokillenguß erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das wäßrige Alkali aus einer 5- bis 50 gewichtsprozentigen Lösung von Natriumhydroxyd besteht.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der Legierung mit dem wäßrigen Alkali bei einer Temperatur von 100 bis 1300 durchgeführt wird. ao
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung ein Gewichtsverhältnis an Kobalt zu Silicium von 70 : 30 bis 85 : 15 besitzt und die Extraktion bei einer Temperatur von 120 bis 1300 mit einer wäßrigen Alkalilösung durchgeführt wird, die 40 bis 50 Gewichtsprozent Natriumlhydroxyd enthält.2652 12.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB858839X | 1947-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE826751C true DE826751C (de) | 1952-01-03 |
Family
ID=10590760
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP931A Expired DE826751C (de) | 1947-02-26 | 1948-12-22 | Verfahren zur Herstellung von Kobalt-Siliciumkatalysatoren |
| DEP1031A Expired DE858839C (de) | 1947-02-26 | 1948-12-24 | Verfahren zur Herstellung von porigen Nickel-Silicium-Katalysatoren |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1031A Expired DE858839C (de) | 1947-02-26 | 1948-12-24 | Verfahren zur Herstellung von porigen Nickel-Silicium-Katalysatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE826751C (de) |
-
1948
- 1948-12-22 DE DEP931A patent/DE826751C/de not_active Expired
- 1948-12-24 DE DEP1031A patent/DE858839C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE858839C (de) | 1952-12-08 |
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