DE826313C - Druckluftbremse, insbesondere stufenloesende Bremse mit veraenderlichem Nutzhub des Bremszylinders - Google Patents

Druckluftbremse, insbesondere stufenloesende Bremse mit veraenderlichem Nutzhub des Bremszylinders

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DE826313C
DE826313C DEA165A DEA0000165A DE826313C DE 826313 C DE826313 C DE 826313C DE A165 A DEA165 A DE A165A DE A0000165 A DEA0000165 A DE A0000165A DE 826313 C DE826313 C DE 826313C
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  • Druckluftbremse, insbesondere stufenlösende Bremse mit veränderlichem Nutzhub des Bremszylinders Die Erfindung bezieht sich auf Druckluftbremsen mit mechanischer Lastabbremsung, bei denen sich das Übersetzungsverhältnis der Hebelarme des Hebels, mit dem der Bremszylinderkolben am Bremsgestänge angreift, ändert und dadurch ein veränderlicher Nutzhub des Bremszylinders entsteht. Da der Weg der Bremsklötze der gleiche bleibt, muß sich entsprechend dem veränderten Übersetzungsverhältnis der Weg des Bremszylinderkolbens und damit sein Nutzhub ändern. Da nun aber die Bremszeiten gleichbleiben müssen, hat man bisher bei verkleinertem Nutzhub einen Leerhub vorgeschaltet, der mit dem Nutzhub zusammen stets den gleichen Gesamtkolbehhub ergab. I3er Leerhub des Bremskolbens bedeutet aber einen Verlust an Bremsluft. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß man den Druckverlauf im Bremszylinder in Abhängigkeit vom Druck in einer Vorsteuerkammer konstanten Volumens sich vollziehen läßt, die über ein den zeitlichen Verlauf des Druckes in ihr bestimmendes Drosselorgan gefüllt und entleert wird. In der gleichen Zeit leert bzw. füllt sich auf .diese Weise der Bremszylinder unabhängig von seinem Hubvolumen. Da die Drosselorgane, über die die Vorsteuer'kammer gefüllt bzw. entleert wird, so bemessen sind, daß die Füllung bzw. Leerung sich über einen den Vorschriften über die Brems- und Lösezeiten entsprechenden Zeitrapm erstreckt,'kann auch die Füllung und Leerung des Bremszylinders nur in einem diesen Vorschriften entsprechenden Zeitraum vor sich gehen. Die Erfindung wird nachstehend an mehreren .,1,usführungsbeispielen erläutert.
  • Fig. i veranschaulicht schematisch eine Druckluftbremse mit mechanischer Lastabbremsung. Bei ihr wird durch Verringerung des Druckes in der Hauptluftleitung i ein zwecks Erzielung der Stufenlösigkeit als Dreidruckventil ausgebildetes Normalsteuerventil 2 betätigt, das seinerseits über eine Drosseldüse 3 Luft aus dem Vorratsluftbehälter 4 in eine Vorsteuerkammer 5 bestimmter Größe strömen läßt. Der in der Vorsteuerkammer 5 sich entwickelnde Druck wirkt auf den Steuerkolben eines sogenannten Druckübersetzers 6, der in der Leitung zwischen dem Vorratsluftbehälter 4 und dem Bremszylinder 7 liegt und im vorliegenden Ausfü'hrun.gsbeispiel das Übersetzungsverhältnis i : i hat. Unter dem Druckanstieg in der Vorsteuerkammer 5 öffnet der Druckübersetzer 6 die Verbindung zwischen dem Vorrats'luftbehälter 4 und dem Bremszylinder 7 und schließt diesen gleichzeitig von der Außenluft ab. Sobald der Druckausgleich zwischen dem Bremszylinder und der Vorsteuerkammer 5 eingetreten ist, schließt der Druckübersetzer die weitere Luftzufuhr nach dem Bremszylinder ab und gibt sie bei weiterem Anstieg des Druckes in der Vorsteuerkammer wieder frei, so daß der Druckverlauf im Bremszylinder sich also abhängig vom Druckverlauf in der Vorsteuerkammer 5 vollzieht. Der Druckverlauf im Bremszylinder erstreckt sich daher unabhängig von dem durch die Wagenbelastung eingestellten Übersetzungsverhältnis am Bremshebel 8 und damit unabhängig vom Hubvolumen des Bremszylinders 7 stets über den gleichen Zeitraum, über den sich der Druckverlauf in der Vorsteuerkammer 5 vollzieht, deren Volumen stets gleichbleibt. Der,Drehpunkt 9 des Bremshebels 8 kann daher durch die Wagenbelastung so verstellt werden, daß der am Bremsgestänge angreifende Endpunkt io des Bremshebels 8 stets den gleichen und der an der Bremszylinderkolbenstange angreifende' Drehpunkt 12 einen der Stellung des Drehpunktes 9 entsprechenden veränderlichen Weg macht, ohne daß dadurch die Füll- und Lösezeiten sich ändern.
  • Fig. 2 zeigt das Schema eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei dem mit dem Ausführungsbeispiel der Fig. i übereinstimmende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Die Fig. 2 stellt eine Bremse mit mechanischer Lastabbremsung und getrenntem Anlege- und Festbremszylinder dar. Die Veränderung des Bremsklotzdruckes wird, wie bei der Bremse nach Fig. i, durch Verschiebung des Bremshebeldrehpunktes 9 bewirkt.
  • Vor der zur Vorsteuerkammer 5 führenden Drosseldüse 3 zweigt die Bremsluftleitung nach einem Füllventil 17 ab, das in der Leitung zwischen dem Vorratsluftbehälter 4 und dem Anlegezylinder 18 liegt und dessen unter dem Druck der Bremsluft stehender Steuerkolben ein Ventil betätigt, welches bei Belüftung des Füllventils den Anlegezylinder 18 von der freien Atmosphäre absperrt und mit dem Vorratslufthehälter 4 verbindet und umgekehrt bei seiner Entlüftung diese Verbindung unterbricht und die Verbindung des Anlegezylinders 18 mit der Atmosphäre wiederherstellt. Durch die dargestellte Anordnung ist bewirkt, daß das Füllventil 17 bei einer Drucksenkung in der Hauptluftleitung und anschließender Verbindung des Vorratsluftbe'hälters 4 mit der Vorsteuer'kammer 5 sofort die Verbindung zwischen dem Vorratsluftbehälter .4 und dem Anlegezylinder i8 herstellt und dieser .also mit dem vollen Behälterdruck beaufschlagt wird, bevor sich durch Anstieg des Druckes in der Vorsteuerkammer 5 eine Belüftung des Festbremszylinders 7 auswirken kann. Der Festbremszylinder 7 ist mit dem Bremshebel 8 durch eine Kolbenstange verbunden, in der ein Gesperre i9 liegt, das in bekannter Weise so wirkt, daß die Kolbenstange bei entlüftetem Festbremszylinider sich verlängern und verkürzen kann, bei belüftetem Festbremszylinder jedoch starr ist und den Kolbendruck des Festbremszylinders auf den Bremsklotz überträgt. Der Festbremszylinder findet daher, wenn er belüftet wird, die Bremsklötze bereits durch den Anlegezylinder L8 angelegt vor und braucht nur noch den Hub zu machen, der infolge der Nachgiebigkeit im Bremsgestänge zur Erzeugung des gewünschten Anpressungsdruckes der Bremsklötze erforderlich ist. Wesentlicher als die durch die N achgiebig4keit des Bremsgestänges verursachte Vergrößerung des Kolbenhubes ist aber diejenige, die durch die gleichzeitige Veränderung des Hebelübersetzungsverhältnisses bei Verschiebung des Hebeldrehpunktes 9 hervorgerufen wird. Die gesamte Veränderlichkeit des Kolbenhubes des Festbremszylinders 7 bleibt bei der Anordnung nach Fig. 2 aber ohne Einfluß auf die Brems- und Lösezeiten des Festibremszylinders.
  • Die Vermeidung eines luftvergeudenden Leerhubes des Festbremszylinders durch die vorliegende Erfindung ist von besonderer Bedeutung für stufenlösende Bremsen. Diese Bremsen haben zwar gegenüber einlösigen Bremsen den bedeutsamen Vorteil, d'aß sie nach jedem Lösevorgang sofort wieder bremsbereit sind, erfordern aber dabei auch eine große Luftzufuhr während des Lösevorganges, da die Bremsen erst dann sich vollständig lösen, wenn sämtliche Bremsapparate wieder auf den Hauptluftleitungsdruck aufgefüllt sind. Die Anwendbarkeit der stufenlösenden Bremse findet daher ihre Grenze an der Luftmenge, die durch die Hauptluftleitung beim Lösen noch durchgepreßt werden kann. Es ist daher die durch die vorliegende Erfindung erzielte Luftersparnis für stufenlösende Bremsen von besonderer Bedeutung, da sie die Anwendung solcher Bremsen bei Zügen größerer Länge, als es bisher möglich war, gestattet.
  • Die Anwendung der Erfindung ist natürlich nicht auf ein Steuerventil der in den Fig. i und 2 schematisch dargestellten Artbeschränkt, sie kann vielmehr auch bei Druckluftbrernsen mit einem vorsteuernden Zweidruckventil. einem den Bremszytinder überwachenden nachgesteuerten Dreidruckventil und einer dazwischengeschalteten Hilfssteuerkammer angewendet werden, wenn die Füllung und Entleerung der Hilfssteuerkammer über Drosselorgane erfolgt, die den zeitlichen Verlauf des Druckes in der Hilfssteuerkammer so regeln, daB er den Vorschriften über die Brems- und Lösezeiten entspricht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCHE: i. Druckluftbremse, insbesondere stufenlösende Bremse, mit mechanischer Lastabbremsung, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung und Entleerung des Bremszylinders (7) durch ein Steuerorgan (6) erfolgt, das unter dem Einflug des in einer Vorsteuerkammer (5) konstanten Volumens herrschenden Druckes steht und die Füllung und Entleerung in Abhängigkeit vom Druckverlauf in der Vorsteuerkammer vollzieht, wobei die Vorsteuerkammer über ein den zeitlichen Verlauf des Druckes in ihr bestimmendes Drosselorgan (3) gefüllt und entleert wird.
  2. 2. Druckluftbremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung und Entleerung des Bremszylinders (7) durch einen unter dem EinfluB des Druckes in der Vorsteuerkammer (5) stehenden Druckübersetzer (6) erfolgt.
  3. 3. Druckluftbremse nach Anspruch i mit einem vorsteuernden Zweidruckventil, einem den Bremszylinder überwachenden nachgesteuerten Dreidruckventil und einer dazwischengeschalteten Hilfssteuenkammer, dadurch gekennzeichnet, daB die Hilfssteuerkammer übet ein den zeitlichen Verlauf des Druckes in ihr bestimmendes Drosselorgan gefüllt und entleert wird und der Druckverlauf im Bremszylinder sich in Ab--hängi@keit vom Druckverlauf in der Hilf ssteuerkammer vollzieht. rä,der (g) auf die üblichen Spurweiten des Lehr-bzw. Richtschienengleises einstellbar ist. Transportbühne nach einem der Ansprüche a oder 3, dadurch gekennzeichnet, daB sie von Hand oder mittels Motor verfahrbar ist. 5. Traasportbühne nach einem der Ansprüche a bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB sie als unter das Verlegegerät einfahrbare Kragbühne ausgebildet oder mit einer solchen versehen ist.
DEA165A 1949-06-20 1949-11-01 Druckluftbremse, insbesondere stufenloesende Bremse mit veraenderlichem Nutzhub des Bremszylinders Expired DE826313C (de)

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