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Signalsystem zur Signalisierung des Zustandes von räumlich getrennten
Vorrichtungen In Anlagen, bei welchen eine oder mehrere Reihen von auf Zustandsänderungen
ansprechenden Vorrichtungen an einer Anzahl von räumlich getrennten Punkten angeordnet
sind, ist es in vielen Fällen angenehm, an einem Punkt, an welchem sich eine dieser
Vorrichtungen befindet, oder an irgendeinem anderen Punkt eine Anzeige für den Zustand
jeder dieser Vorrichtungen zu schaffen. Dies kann dadurch erreicht werden, daß für
jede Vorrichtung, wenn sie auf eine Zustandsänderung anspricht, z. B. auf einen
örtlichen Druckabfall in einer Druckgasleitung, eine Einrichtung getroffen wird,
um ein Paar elektrischer Kontakte in Tätigkeit zu versetzen, welches einen elektrischen
Signalstromkreis schließt oder öffnet, welcher Stromkreis sich von den Kontakten
bis zu dem Punkt erstreckt, wo die Anzeige gegeben werden soll. In einem solchen
Signalsystem kann der Zustand von jeder auf Zustandsänderung ansprechenden Vorrichtung
zu einem Anzeiger signalisiert werden, und zwar über eine allen Vorrichtungen gemeinsame
Leitung mittels eines elektrischen Wechselstroms, dessen Fließen durch die Kontakte
dieser besonderen auf Zustandsänderung ansprechenden Vorrichtungen gesteuert wird
und dessen Frequenz sich von den Frequenzen der Ströme unterscheidet, welche in
entsprechender Weise durch die übrigen Vorrichtungen der Reihe gesteuert werden.
Diese auswählende Kontrolle des Signalstroms durch die Kontakte von jeder auf Zustandsänderung
ansprechenden Vorrichtung wird dadurch erhalten, daß mit den Kontakten jeder Vorrichtung
ein Filter
verbunden wird, welches gegenüber der besonderen Frequenz,
welche mit dieser besonderen Vorrichtung verbunden ist, auswählend wirkt.
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Durch die vorliegende Erfindung wird ein verbessertes Signalsystem
der beschriebenen Art geschaffeai. Es umfaßt gemäß der Erfindung einen Signalstromerzeuger,
welcher einen Strom erzeugt, dessen Frequenz sich mit der Zeit entweder allmählich
oder in Stufen ändert. Dieser Erzeuger speist eine gemeinsame, die Signale anzeigende
Vorrichtung durch zwei parallel zu der Anzeigevorrichtung geschaltete Leitungen.
Eine dieser Leitungen, im folgenden als Signalleitung bezeichnet, ist eine Leitung,
welche durch jeden von einer Reihe von Punkten geht, an welchen auf Zustandsänderungen
ansprechende Vorrichtungen angeordnet sind. Sie umfaßt Hin- und Rückleitungen, welche
räumlich getrennt sein können oder nicht. Die andere Leitung ist eine Ortsleitung,
welche sich unmittelbar von (lern Signalstromerzeuger zu der gemeinsamen Signalanzeigevorrichtung
erstreckt. Der Signalstromerzeuger und die Ortsleitung arbeiten zusammen, um eine
Folge von Stromimpulsen mit verschiedenen Frequenzen (die Zahl der Frequenzen entspricht
der Zahl der auf Zustandsänderungen ansprechenden Vorrichtungen) zu der Anzeigevorrichtung
durchzusenden, welche auf alle Frequenzen der Reihe nach anspricht. An jedem einzelnen
in der Reihe der Punkte befindet sich ein Schalter, welcher durch die auf Zustandsänderung
ansprechende Vorrichtung an diesem Punkt in Tätigkeit gesetzt wird. In Reihe mit
dem Schalter ist ein für die besondere Frequenz auswählendes Filter angeordnet und
mit dieser besonderen auf Zustandsänderung ansprechenden Vorrichtung verbunden.
Es dient dazu, bei geschlossenem Schalter Signalstrom von dieser Frequenz von der
Hin- auf die Rückleitung der Signalleitung zu übertragen. Die Einrichtung ist so
getroffen, daß eine Anzeige jedes durch die Ortsleitung gegangenen Stromimpulses
gegeben wird, und zeigt durch eine Veränderung von einer oder mehreren solcher Anzeigen
in einer Reihe von ,=lnzeigen, welche durch den Empfang eines durch die Signalleitung
gegangenen Impulses von einer besonderen Frequenz hervorgerufen wurde, oder durch
das Ausbleiben, einen solchen Impuls zu empfangen, eine Veränderung in der Stellung
des Schalters an dem Punkt in der Punktreihe an, welcher mit dieser besonderen Frequenz
verbunden ist.
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Die Erfindung soll noch weiterhin an den Zeichnungen erläutert werden;'
wobei Fig. i ein Blockdiagramm eines Beispiels für ein Signalsystem gemäß der Erfindung,
l" ig. 2 ein Blockdiagramm eines zweiten Beispiels eines Signalsystems nach der
Erfindung, Fig.3 ein Diagramm von einer Form eines Signalstromerzeugers, Fig. d
ein Diagramm von einer anderen Form eines Signalstromerzeugers ist, Fig. 5 und 6
zwei verschiedene Filtersysteme zur Verwendung bei dem neuen Signalsystem sind,
Fig.7 ein Diagramm von Mitteln zum Auf-
| schreiben einer Zustandsänderung an einem oder |
| mehreren Punkten im System ist, |
| Fig. 8 eine mit den :Mitteln der Fig. 7 erhaltene |
| graphische Darstellung zeigt, |
| Fig.9 ein Diagramm von einer abgeänderten |
| Form des in Fig.7 dargestellten Aufzeichnungs- |
| apparates ist, |
| Fig. io eine mit den 'Mitteln der Fig. 9 erhaltene |
| graphische Darstellung zeigt, |
| Fig. i i ein Blockdiagramm von einer abgeänder- |
| ten Anordnung eines Signalsystems nach Fig. 2 ist, |
| und |
| Fig. 12 eine graphische Darstellung zeigt, welche |
| durch mit der abgeänderten Signaleinrichtung von |
| Fig. i i verbundene Mittel erhalten wurde. |
| Bei dem Beispiel des in Fig. i gezeigten Signal- |
| systems speist der Signalstromerzeuger SCG, wel- |
| cher einen Strom erzeugt, dessen Frequenz sich mit |
| der Zeit in regelmäßiger 1''eise ändert, eine gemein- |
| same Signalanzeigevorrichtung SID durch eine |
| Signalleitung SI, und eine Ortsleitung LL. Die |
| erste geht durch eine lZeihe von räumlich getrennten |
| Punkten oder Stationen I'1, I'2 ...
P", an welchen |
| auf Zustandsänderungen ansprechende Vorrichtun- |
| gen CRDi, CRI), ... CRT)" angeordnet sind, und |
| besteht aus zwei Kabelpaaren, von welchen das eine |
| eine Hinleitung OP und (las andere eine Rück- |
| leitung IP bildet. Die Ortsleitung erstreckt sich un- |
| mittelbar, d. h. ohne über die Punkte I'1, P2 usw. zu |
| gehen, von dem Signalstromerzeuger SC(; zti der |
| Signalanzeigevorrichtung .571) und arbeitet mit dem |
| Erzeuger zusammen, um eine Folge von Strom- |
| impulsen finit verschiedenen Frequenzen, f1, |
| f, ... f" bis zu der Vorrichtung Sll) zu schicken, |
| welche auf alle diese Frequenzen der Reihe nach |
| anspricht. An den Punkten oder Stationen Pi, |
| P2 , . . P" sind Schalter S1, S, . . . S", welche durch |
| entsprechende auf Zustandsänderungen ansprechende |
| Vorrichtungen CRDi, CRI)2 ... CRD" betätigt |
| werden. Diese Vorrichtungen können z. B. jede aus |
| einem kleinen Gefäß bestehen, welches in Verbin- |
| dung mit einem Druckgaskabel steht und als eine |
| Endwand ein Diaphragina besitzt, welches beim |
| Abfall des Druckes ini Gefäß von einer vorher be- |
| stimmten Flöhe plötzlich seine Gestalt derart ändert, |
| daß sie von einer inneren konvexen in eine innere |
| konkave Form übergeht, so (Maß die Schaltung durch |
| die Bewegung des mittleren Teils des Diaphragmas |
| bewirkt werden kann. Statt dessen kann jede Vor- |
| richtung auch aus einem binietallischen Schnapp- |
| streifen bestehen, welcher seine Stellung beim Auf- |
| treten eines Temperaturanstiegs von einem gegebe- |
| nen Wert ändert. In Reihe mit dein Schalter S1 am |
| Punkt 1'i befindet sich ein Filter Fi, welches für die |
| besondere mit Punkt 1'i verbundene Frequenz aus- |
| wählen(1 ist und hei Schließstellung des Schalters St |
| dazu dient, Signalstrom von dieser Frequenz von |
| der Hinleitung OP zur Rückleitung Il' der Signal- |
| leitung S1_ zu übertragen. In gleicher Weise be- |
| findet sich ein für eine verschiedene Frequenz aus- |
| wählendes Filter F2, welche Frequenz mit PunktP2 |
| verbunden ist, in Reihe mit Schalter S" und ent- |
| sprechendes gilt für alle funkte. |
| Bei der in Fig. t gezeigten Anordnung sind Hin- |
| und Rückweg der Signalleitung räumlich getrennt, |
| und der Strom vom Generator wird unmittelbar in |
| den Hinweg geschickt. Wenn Hin- und Rückweg |
| nicht räumlich getrennt, sondern von dem gleichen |
| Kabelpaar gebildet sind, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, |
| wird der Strom vom Signalerzeuger SCG in die |
| Leitung durch einen Modulator M geschickt und |
| dazu verwendet, um eine Trägerwelle zu modulieren, |
| welche von einem Trägerwellengenerator CWG er- |
| zeugt wird. Die modulierte Trägerwelle wird durch |
| ein Hochfrequenzfilter HP in die Signalleitung
SL |
| geschickt. Wemi der Schalter S1, S2 . . . oder S" an |
| einem beliebigen Punkt in geschlossener Stellung |
| ist, wird die modulierte Trägerwelle durch eine |
| Demodulationsvorrichtung CDI, CD2 . . , oder
CD" |
| durchgeschickt, welche die Modulation ermittelt und |
| sie zu dein örtlichen Tonfrequenzfilter Fl, F2 . . . |
| oderF" weitergibt, welches die besondere, mit diesem |
| besonderen Punkt (Station) verbundene Frequenz |
| fl, f_, ... oder f" zu demselben Kabelpaar zurück- |
| gibt, welches auch als Rückweg für die Leitung |
| dient und die ermittelten Signale zu der Anzeige- |
| vorrichtung SID durch ein Niederfrequenzfilter
LP |
| weitergibt, welches parallel mit dem Hochfrequenz- |
| iilter HP geschaltet ist. |
| Vorzugsweise sind die durch die auf Zustands- |
| änderungen ansprechenden Vorrichtungen kontrol- |
| lierten Schalter Sc, .52 ... S" so eingerichtet, daß |
| sie bei normalen Bedingungen offen sind und durch |
| die entsprechenden auf Zustandsänderungen an- |
| sprechenden Vorrichtungen CRDI, CRD2 . . . CRD" |
| geschlossen werden, wenn die Bedingungen anomal |
| werden. So führt ein anomaler Zustand an einem |
| beliebigen Punkt I'1, P, . . . oder P" dazu, daß ein |
| zusätzlicher Signalstromimpuls zu dem Anzeiger |
| geschickt wird. Dieser zusätzliche Impuls, dessen |
| Frequenz. von der besonderen auf Zustandsänderun- |
| gen ansprechenden, in Tätigkeit gesetzten Vorrich- |
| tung abhängt, addiert sich zu dem, welcher über die |
| Ortsleitung l.l_ empfangen wurde, mit dem Er- |
| gebnis, daß die Größe der durch die Signalanzeige- |
| vorrichtung SID gegebenen Anzeige, das ist der |
| Ausschlag des Instrumentzeigers, vergrößert wird. |
| Damit dieses Anwachsen in der Größe sich nicht |
| mit der Frequenz des besonderen über die Signal- |
| leitung SI_ empfangenen Signals und mit der Ent- |
| fernung der Anzeigevorrichtung SID von dem |
| Punkt des anomalen Zustands ändern kann, wird |
| vorzugsweise ein Dämpfungsausgleicher in die |
| t_eitung eingeschaltet, wie er bei EQ der Fig. i im |
| Rückweg der Signalleitung gezeigt ist. |
| Der zum Speisen der zwei Leitungen SL und LL |
| dienende Signalstromerzeuger SCG (Fig. 3) umfaßt |
| eine 'Mehrzahl von getrennten Tonfrequenzoszilla- |
| torecc 01, 02 O", welche entsprechende Fre- |
| quenzen f1, f, .., f" erzeugen, in Verbindung mit |
| Drehschaltern RS31, um jeden Oszillator der Reihe |
| nach ein- und auszuschalten. Es ist angenehm, die |
| Intervalle zwischen dein Ausschalten des einen und |
| dein Einschalten des nächsten Oszillators klein und |
| konstant zu machen, mit Ausnahme des Intervalls |
| zwischen dem Ausschalten des letzten der Reihe O" |
und dem Einschalten des ersten
01, um hierdurch bei der Wiederholung des
Schaltzyklus eine Anzeige von der Beendigung eines jeden Schaltzyklus vorzusehen.
Vorzugsweise besteht der Signalstromerzeuger SCG aus einem Schwingoszillator, welcher
durch einen Bereich von Tonfrequenzen f1, f2 . . . f" durchgezogen wird, wobei n
die Anzahl der auf Zustandsänderungen ansprechenden Vorrichtungen im System ist.
Er kann von Hand gesteuert oder so eingerichtet sein, daß er durch mechanische oder
elektronische Mittel beständig rasch durch diesen Bereich hindurchgezogen wird.
Ein Beispiel einer geeigneten Ausführungsform eines automatischen Schwingoszillators
ist in Fig. 4 gezeigt. Es besteht aus einem Oszillator O mit einem kleinen Synchronmotor
Sill, welcher einen sich stetig drehenden Kondensator RC antreibt, welch letzterer
die Oszillatorfrequenz kontrolliert. Ferner treibt er einen Drehschalter R S an
zur Verbindung der Oszillatorleistung mit der Signal- und Ortsleitung während der
Hälfte jeder vollständigen Umdrehung der beweglichen Flügel des Kondensators RC
und zum Kurzschließen der Oszillatorleistung durch einen Widerstand R während der
anderen Hälfte jeder vollständigen Umdrehung. Wenn die Flügel sich einwärts bewegen,
ändert sich die Frequenz über den gewünschten Bereich, und wenn sie sich auswärts
bewegen, ist der Oszillator0 kurzgeschlossen, so daß die Richtung des Frequenzbereichs
immer die gleiche ist.
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Wenn ein Oszillator mit periodisch veränderlicher Frequenz zur Speisung
der beiden Leitungen gebraucht wird, schließt die Ortsleitung ein Filtersystem N
(Fig. i und 2) ein, welches dazu dient, eine Mindestdämpfung den Frequenzen f1,
f2 ... f. und eine größte Dämpfung den Frequenzen in der Mitte zwischen f1
und f2, f2 und f3 usw. zu geben. Das Filtersystem kann aus einer Anzahl von Serienresonanzkreisen,
RCl, RC2 ... RC" bestehen, welche, wie in Fig.5 gezeigt, parallel geschaltet sind.
Sta t dessen kann das Filtersystem auch, wie in Fig.6 gezeigt, aus einer Anzahl
von in Reihe geschalteten Parallelresonanzkreisen ARCl, ARC2 ... ARC" bestehen.
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Bei den beiden Anordnungen nach Fig. i und 2 speisen der Rückweg 1P
der Signalleitung SL und der Ausgang der Ortsleitung LL die einfache, die Signale
anzeigende Vorrichtung SID durch das eine oder andere eines Paares von Detektoren
Dl, D2. Im allgemeinen werden Dämpfungsleitungen Atl, At2 (Fig. i) in der Ortsleitung
LL eingeschlossen sein, und ein Verstärker AMP wird in dem Rückweg 1P der Signalleitung
SL zu dem Zwecke angeordnet sein, um örtliche oder entfernte Signale von gleicher
Art oder von einem anderen, vorher festgelegten gleichen Verhältnis zu bekommen.
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Die Signalanzeigevorrichtung SID kann eine auf den elektrischen Strom
ansprechende Vorrichtung, geeigneterweise ein Milliamperemeter sein. Wenn in diesem
Fall die Bedingungen an allen Punkten der Punktreihe, wo auf Zustandsänderungen
ansprechende Vorrichtungen angebracht sind, normal sind, während die Frequenz des
Signalstroms sich
von f1 über f2 bis f" ändert, werden Stromimpulse
durch die Ortsleitung LL zu deren Detektor Dl gegeben und der Milliamperemeterzeiger
schwingt zwischen einer kleinsten und größten Abweichung, wobei die letztere auftritt,
so oft die übermittelte Frequenz einer der besonderen Frequenzen f1, f2 usw. entspricht.
Bei der bevorzugten Anordnung sind die Schalter S1, S2 . .. S" gewöhnlich geöffnet.
Falls sich dann eine anomale Bedingung an. einem beliebigen Punkt der Reihe, z.
B. an dem mit der Frequenz f2 verbundenen Punkt P2 einstellt, wird die Frequenz
f2 durch Schalter S2 und Filter F2 ar, diesem Punkt und durch den Rückweg 1P der
Signalleitung SL zu dem Verstärker AMP und dem Detektor D2 übertragen. Die
Leistung des letzteren verbindet sich mit der des örtlichen Kreisdetektors Dl, wodurch
ein größerer Ausschlag hervorgerufen wird. Durch geeignete Verwendung von Dämpfungsleitungen
Atl, At2 und Einstellung des Widerstands des Verstärkers AMP ist es möglich, es
so einzurichten, daß eine anomale Bedingung durch beispielsweise einen Ausschlag
über die ganze Skala und eine normale Bedingung durch beispielsweise einen Ausschlag
über ein Viertel der Skala des Meßinstruments angezeigt wird. Da nun die Frequenz
des Stroms von dem Signalstromerzeuger SCG sich von f1 über f2 bis f" ändert, kann
die Zahl der geringeren Ausschläge gezählt werden, bis ein größerer Ausschlag beobachtet
wird. Es ist dann bekannt, daß ein anomaler Zustand an einem Punkt herrscht, welcher
mit der Frequenz verbunden ist, die eine besondere zahlenmäßige Stellung in der
Gruppe der aufeinanderfolgenden Impulse der Frequenzen f1, f2 ...
f" einnimmt. Im allgemeinen wird es richtig sein, die Verbindung der auf
Zustandsänderungen ansprechenden Vorrichtungen und der verschiedenen Frequenzen
so zu treffen, daß die zahlenmäßige Stellung einer besondern Frequenz in der Gruppe
der Impulse der Zahl der auf Zustandsänderung 'ansprechenden Vorrichtung in der
Reihe der Punkte oder Statiionen P,, P2 ... P" entspricht.
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Wo es erwünscht ist, eine Aufzeichnung von einer Zustandsänderung
zu machen, durch welche ein Schalter S1, S2 ... oder S" zur Überbrückung
der Signalleitung SL in Tätigkeit gesetzt wird, kann ein aufzeichnendes Miniamperemeter
an Stelle des erwähnten Milliamperemeters in Reihe geschaltet sein. Bei der Anordnung
gemäß Fig. 7 ist ein aufzeichnendes Milliamperemeter RMA in Reihe mit einem Milliamperemeter
MA geschaltet, und seine Tätigkeit wird mittels eines Relais
gesteuert, welches in Reihe mit dem durch die Signalleitung SL gespeisten Detektor
D2 liegt. Dieses Relais kontrolliert ein zweites Relais
, welches ein Paar von Kontakten B3 besitzt, die normalerweise zum Kurzschließen
der Klemmen des aufzeichnenden Milliamperemeters dienen. Wenn eine auf Zustandsänderung
ansprechende Vorrichtung tätig wird, und Strom von der dieser Vorrichtung entsprechenden
Frequenz in die Signalleitung geschickt wird, fließt Strom in den Detektor D2 und
setzt das erste Relais
in Tätigkeit. Die Tätigkeit dieses Relais verursacht das Tätigwerden des zweiten
Relais Das Relais 6 hält sich durch ein Paar B1 seiner Kontakte unter Strom. Zur
gleichen Zeit schließt das Paar B2 seiner Kontakte das erste Relais `t kurz, um
sein Arbeiten während der nachfolgenden Perioden zu verhindern. Das Kontaktpaar
B3, welches die Klemmen des aufzeichnenden Strommessers RMA kurzschließt, wird geöffnet.
Ein viertes Kontaktpaar B4 schließt und läßt den Antriebsmotor DM des Aufzeichners
an. Andere Kontaktpaare B5 und B6 können sichtbare und hörbare Alarmsignale
AL und AB in Tätigkeit setzen. Die letzteren können durch Öffnen des
Schalters ABS
ausgeschaltet werden, aber der Aufzeichner RMA setzt seine Tätigkeit
fort, bis das zweite Relais von Hand durch Öffnen des kelaisauslöseschalters RRS
ausgeschaltet wird, und nimmt eine graphische Darstellung auf, welche aus einer
Reihe von dicht beieinanderliegenden Spitzen besteht, welche durch eine gerade Linie
von einer nachfolgenden Reihe von dicht beieinanderliegenden Spitzen getrennt ist.
Wie im Beispiel der Fig.8 gezeigt, werden alle diese Spitzen von gleichmäßiger Höhe
sein mit Ausnahme derjenigen, welche durch die besondere Frequenz des Bereichs hervorgerufen
ist, die der Lage des Punktes von anomalem Zustand entspricht. Diese letztere wird
zwei- bis dreimal höher als die übrigen sein. Jede Gruppe der eine einzige Aufnahme
darstellenden Spitzen wird so mit einem Blick die Lage des anomalen Punktes in der
Punktreihe anzeigen. In Fig. 8 zeigt die Aufnahme, daß ein anomaler Zustand bei
Punkt 8 in der Reihe von 16 Punkten vorhanden ist.
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Mit dem unter Bezugnahme auf Fig. 7 beschriebenen Aufzeichnungsapparat
wird ein Fehler durch eine Veränderung in der Größe einer Aufzeichnung aus einer
Reihe von Aufzeichnungen heraus im Vergleich zu den übrigen Aufzeichnungen der Reihe
angezeigt. Mitunter ist vorzuziehen, es so einzurichten, daß ein Fehler durch eine
Richtungsänderung oder durch eine Änderung in Größe und Richtung einer Aufzeichnung
im Vergleich zu den übrigen Aufzeichnungen der Reihe angezeigt wird. Dies kann durch
eine abgeänderte Form des in Fig. 7 dargestellten Aufzeichnungsapparates erreicht
werden. Bei dieser abgeänderten, in Fig. 9 gezeigten Form liegt ein Relais
J im Stromkreis mit dem Detektor D der Ortsleitung und ein Relais im 1
Stromkreis mit dem Detektor
der Signalleitung. Das Relais
ist normalerweise durch Kontakte V2 kurzgeschlossen, und nur das Milliamperemeter
ist dann in Tätigkeit. Wenn infolge des Tätigwerdens einer auf Zustandsänderungen
ansprechenden Vorrichtung dann Strom von einer dieser Vorrichtung
entsprechenden
Frequenz in die Signalleitung geschickt wird, fließt Strom im Detektor und setzt
das Relais
in Tätigkeit. Die Tätigkeit
dieses Relais verursacht das Tätigwerden eines Relais 3' welches seinerseits ein
viertes Relais in Tätigkeit versetzt. Relais hält sich durch Kontakte V1 unter Strom.
Die
Kontakte V3 und
V4 schließen sich, wobei der erste den Antriebsmotor des aufzeichnenden Strommessers
RMAI anläßt und der letztere den Stromkreis der .Alarmlampe AL
schließt. Die
Kontakte V2 schließen und veranlassen das Tätigwerden des Relais , wodurch die Kontakte
h geschlossen werden, welche eine geeignete Spannung über die normalerweise geschlossenen
Kontakte U2 zu einer Wicklung des zwei h'icklungen besitzenden Aufzeichners RMAI
geben. Diese Spannung wird jedesmal angelegt, wenn ein Signal durch die Ortsleitung
LL geschickt wird, ausgenommen wenn ein einen Fehler anzeigendes Signal durch die
Signalleitung SZ gegeben wird. Wenn Signalströme durch beide Leitungen gehen, veranlaßt
das Tätigwerden des Relais K-, welches I
das Relais 3 in Tätigkeit versetzt,
die Kontakte U2 sich öffnen und den durch die Kontakte J1 zu der einen Wicklung
des Aufzeichners geschickten Strom zu unterbrechen, und veranlaßt weiter, die Kontakte
U, sich zu schließen und der anderen Wicklung des Aufzeichners Strom zu geben. Fig.
io zeigt ein Beispiel einer Art einer Aufnahme, wie sie durch diese abgeänderte
Form des Aufzeichnungsapparates erhalten wird. Sie zeigt durch die Lage der Spitze
unter der Grundlinie an, daß ein anomaler Zustand bei Punkt 4 der Reihe vorhanden
ist.
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Die unter Bezugnahme auf die Fig. i bis io beschriebene Anordnung
wird mit Strömen in dem Tonfrequenzbereich zufriedenstellend arbeiten, wenn die
Anzahl der auf Zustandsänderung ansprechenden Vorrichtungen in der Reihe nicht zu
groß ist. In diesem Bereich ist es möglich, eine angemessene Selektivität durch
Verwendung einfacher Filter bei Frequenzunterschieden von etwa 12o Hertz zu erzielen.
Oberhalb dieses Bereichs wird es in steigendem Maße schwierig, eine angemessene
Selektivität zu erhalten. Größere Frequenzzwischenräume werden notwendig, wenn mehr
Anzeigen erforderlich sind. Dies würde zu einem unregelmäßig gestuften Bild bei
dem aufzeichnenden Instrument führen. Diese Veränderung in den Unterschieden kann
durch Abänderung der Anordnung gemäß der unter Bezugnahme auf Fig. 2 zu beschreibenden
Art vermieden werden, wobei der Signalstromerzeuger SG zur Modulierung einer
Trägerwelle gebraucht wird.
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Bei dieser abgeänderten Anordnung wird die Frequenz der Trägerwelle
am Ende jeder Gruppe von Stromimpulsen, welche zu der Signalanzeigevorrichtung durch
die Ortsleitung geschickt werden, abgeändert. Das heißt die Änderung erfolgt, wenn
der Signalstromerzeuger seine Frequenz periodisch ändert, am Ende jeder solchen
Periode des Oszillators, und wenn er aus einer Mehrzahl von getrennten Oszillatoren
und Drehschaltern besteht, am Ende eines jeden Schaltzyklus, bis eine vorher bestimmte
Anzahl x von Gruppen zu der Anzeigevorrichtung hindurchgegangen ist, worauf die
Trägerfrequenz auf ihren Ursprungswert zurückkehrt und der Übertragungszyklus von
Schwingungen oder Schaltzyklen wieder begonnen werden kann. Die Anzahl n von verschiedenen
Frequenzen in jeder Gruppe ist vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, die gleiche
für alle den übertragungszyklus ausmachenden x Gruppen. Wenn Vorkehrung für die
Wiederholung des Übertragungszyklus getroffen ist, kann der Punkt eines anomalen
Zustandes leicht dadurch identifiziert werden, daß eine Pause zwischen dem Ende
eines vollständigen und dem Anfang des nächsten Zyklus eingerichtet wird. Diese
Identifizierung wird erleichtert, wenn eine verschiedene, vorzugsweise kürzere zeitliche
Verzögerung zwischen jeder Änderung in der Trägerwellenfrequenz vorgesehen ist.
Die bevorzugte Anordnung ist in Fig. ii gezeigt. Sie umfaßt einen Oszillator O,
welcher über ein Tonfrequenzband mittels eines veränderlichen Abstimmkondensators,
der durch einen Synchronmotor, wie unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben, stetig.
, angetrieben ist, abstimmbar ist: Im vorliegenden Fall verbindet Schalter RS die
Oszillatorleistung mit der Signalleitung durch einen Modulator M. Wenn der Schalter
RS den Oszillator von dem Modulator M trennt und ihn an einen Widerstand R anschließt,
schließt ein zweiter Drehschalter RS., an der Drehspindel des Kondensators RC den
Arbeitsstromkreis eines Relais
Die Tätigkeit dieses Relais setzt den Stufenmagneten SM eines Selektorschalters
SS in Tätigkeit, welcher bei der Bewegung von einem Kontakt SSC i
zu dem nächsten SSC 2
einen die Frequenz steuernden Kondensator FFC
i aus dem abgestimmten Stromkreis eines zweiten Oszillators 0C, der seinerseits
dem Modulator M eine Trägerfrequenz zuführt, entfernt und einen Kondensator
FCC 2 von verschiedenem Wert anschließt, wodurch die Trägerfrequenz geändert
wird. Bei der vorletzten Stellung des Selektorschalters (beim Kontakt SSCx
+ i, wenn die Trägerwellenfrequenz x-mal in jedem Übertragungszyklus geändert
wird) wird der abgestimmte Stromkreis kurzgeschlossen. In der letzten Stellung SSCx
+ 2
schließensichiHilfskontakteAC i und AC2, um einen in seine Ausgangsstellung
zurückkehrenden Magnet HM in Tätigkeit zu versetzen, welcher das Zurückgehen
des Selektorschalters SS in seine anfängliche Lage veranlaßt. An den ersten n Punkten
oder Stationen, nämlich an den Punkten P1, P£ ... P" sind Trägerfrequenzfilter
CFP (a) und Detektoren CDI, CD2 . . . CD" zwischen der Leitung und
den Tonfrequenzfiltern AFFl, AFF2 ... AFF" und in Reihe mit den Schaltern
S1; SE . . . S. in entsprechender
Weise angeordnet. An den Punkten
P" + 1, P" + 2 , , , P2" sind Trägerfrequenzfilter CFF (b)
und Detektoren
CD" + 1, CD" + 2 ... CD2" in entsprechender Weise angeordnet
usw. für jede andere Gruppe von Punkten. Die Trägerfrequenzfilter bei jedem ia benachbarten
Punkt bilden eine Gruppe in der Reihe von nx Punkten, sind gleich und unterscheiden
sich von jedem einer entsprechenden Anzahl von benachbarten Punkten, welche eine
andere Gruppe in der Reihe bilden. Wenn z. B. 3o auf Zustandsänderung ansprechende
Vorrichtungen vorhanden sind, davon eine an jedem@von 30 Punkten, können
io Audionfrequenzen f1 ... flo verwendet werden, wobei jede von drei Trägerfrequenzen
fa, f b, f c, der Reihe nachmoduliert werden. Die Trägerfrequenzfilter
CFF (fa) an den ersten io Punkten werden gleich sein und alle die Frequenz fa durchlassen,
während jedes der Audionfrequenzfilter AFFI . . . .4FFlo eine der Frequenzen f1
. . . flo durchläßt. Bei den nächsten io Anzeigepunkten, Pll . . . P2., werden die
Trägerfrequenzfilter CFF (fb) die Frequenz fb durchlassen und jedes der Audionfrequenzfilter
AFFI . . . AFFlo wird eine der Frequenzen f1 ... flo durchlassen usw.
Fig. 12 zeigt ein Beispiel einer normalen Aufnahme, wie sie durch den Aufzeichnungsapparat
von der in Fig. 7 gezeigten Form, gespeist durch die zwei Detektoren Dl und D2,
unter entsprechender . Abänderung zur Bedienung von 30 Punkten oder Stationen
erhalten wurden. Hier ist dje Beendigung einer vollständigen Aufnahme und der Anfang
der nachfolgenden Aufnahme durch einen größeren Zwischenraum zwischen den Gruppen
von Spitzen angezeigt. Dieser größere Zwischenraum kann zustande, gebracht werden
entweder durch die Unterdrückung einer oder mehrerer vollständiger Gruppen von Signalstromimpulsen,
welche zu der Anzeigevorrichtung durch die Ortsleitung geschickt werden, oder durch
Kurzschließen des Aufzeichners während des Durchganges einer oder mehrerer solcher
Gruppen. jede dieser beiden Maßnahmen kann z. B. mittels eines Relais bewirkt werden,
welches durch das Schließen eines zweiten Paares von Hilfskontakten durch den Auswahlschalter
in Tätigkeit versetzt wird, wenn er seine vorletzte Stellung erreicht, und welches
am Ende der in die Ausgangsstellung zurückkehrenden Tätigkeit des Auswahlschalters
wieder ausgeschaltet wird. Wenn daher eine auf Zustandsänderung ansprechende Vorrichtung
an einer mit Trägerfrequenz f b und Audionfrequenz f6 verbundenen Station
arbeitet, wird eine Anzeige bei der Aufnahme des Aufzeichnungsapparates durch eine
Vergrößerung in der Höhe der fünften Spitze bei der zweiten Gruppe von den drei
vorhandenen Gruppen mit je io Spitzen, welche die vollständige Aufnahme ausmachen,
sich ergeben, wie es durch die gebrochene Linie der Fig.i2 gezeigt ist. Eine ganz
bestimmte Angabe der Stelle der Zustandsveränderung ist somit hierdurch gegeben.
In Fällen, in welchen es nicht möglich ist, die Reihe von Punkten oder Stationen
in zahlenmäßig gleiche Gruppen einzuteilen, ist es vorteilhaft, es >o einzurichten,
daß die letzte Gruppe weniger Punkte besitzt, als die Zahl der verschiedenen Frequenzen
in einer Gruppe von Impulsen beträgt. Wenn daher z. B. 28 Punkte oder Stationen
an Stelle von 30 sind, würde die Aufnahme von der in Fig. io gezeigten Art
sein, wobei aber die letzten zwei Spitzen der dritten Spitzengruppe nicht beachtet
sein würden. Es ist augenscheinlich, daß, wenn ein Aufzeichnungsapparat von der
in Fig. 9 gezeigten Form verwendet würde, eine Aufnahme von der in Fig. io dargestellten
Art erhalten wird.