DE822235C - Oberbekleidungsstueck aus wasserdichtem Stoff - Google Patents
Oberbekleidungsstueck aus wasserdichtem StoffInfo
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Description
- Oberbekleidungsstück aus wasserdichtem Stoff Oberbekleidungsstücke aus wasserdichtem Stoff, insbesondere Mäntel, versieht man auf ihrer Innenseite mit Abstandhaltern, um Lufträume zwischen dem Oberbekleidungsstück und dem Körper bzw. dem Unterbekleidungsstück zu schaffen, welche einen :Abzug der Luft nach oben gestatten, gegebenenfalls auch einen Eintritt von Frischluft von unten ermöglichen, die ebenfalls oben abzieht. Um dies zu erreichen, ist vorgeschlagen, Oberbekleidungsstücke aus wasserdichtem Stoff auf der Innenseite mit einem Futter zu versehen, welches Längskanäle bildet, durch die die stark feuchtigkeitshaltigen Ausdünstungen nach oben austreten können.
- Einerseits trägt das Futter auf der Innenseite des Oberbekleidungsstücks stark auf, andererseits erhöht das Futter das Gewicht und ist im übrigen deshalb lästig, weil es dann schwer am Oberbekleidungsstück zu befestigen ist, wenn es aus Gewebestoff besteht, während das Oberbekleidungsstück Belage aus Gummi oder Polymerisate trägt.
- Die vorliegende Erfindung trägt dem dadurch Rechnung, daß das Oberbekleidungsstück auf der Innenseite aufgeklebte oder aufvulkanisierte, parallel laufende Fäden besitzt. Diese können durch Querfäden geringeren Durchmessers verbunden sein. Die Fäden können an der dem Oberbekleidungsstück zugekehrten Seite mit demselben Stoff oder einem ähnlichen Stoff überzogen sein, aus dem das Oberbekleidungsstück im wesentlichen besteht. Schließlich ist es möglich, an den Fäden quer verlaufende Gummibänder in solcher Weise zu befestigen, daß der Stoff des Oberbekleidungsstücks zwischen den Befestigungspunkten der Bänder leicht gewölbt verläuft. Ein Verfahren zur Befestigung der Fäden auf der Innenseite des Oberbekleidungsstücks besteht darin, daß man auf den wasserdichten Belag desselben bindende und nichtbindende Fäden nebeneinander legt, die Bindung vollzieht und sodann die nichtbindenden Fäden ablöst.
- Die Zeichnung zeigt in Fig. i und 2 zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Oberbekleidungsstücks, und zwar je im Teilschnitt.
- Gemäß Fig. i besteht das Oberbekleidungsstück aus einem mit Gummi oder synthetischem Polymerisat belegten Gewebestoff i. Dieser trägt auf seiner Innenseite eine Vielzahl parallel verlaufender Fäden 2, 4, 6, 8 usw. Diese Fäden liegen in gegenseitigem Abstand und sind auf die Innenseite des Oberbekleidungsstücks i aufgeklebt oder aufvulkanisiert, gegebenenfalls unter Aufwand von Wärme und Druck. Um die Bindung zu erhöhen, können die Fäden 2, 4, 6 und 8 auf den dem Oberbekleidungsstück i zugekehrten Seiten mit einem Belag versehen sein, der identisch ist mit dem Belag des Oberbekleidungsstücks i. Die Fäden 2, 4, 6und 8 können aber auch ganz oder teilweise mit diesem Stoff imprägniert sein, z. B. mit Gummi oder mit synthetischem Polymerisat. Die Fäden 2, 4, 6 und 8 brauchen nicht notwendig aus Textilfasern zu bestehen: sie können auch durch Gummi, Polymerisate o. dgl. gebildet sein.
- Bedient man sich solcher Fäden 2, 4, 6 und 8, die aus Textilfasern bestehen, wie z. B. Kordeln, so kann man, wie aus Fig. 2 ersichtlich, die einzelnen Fäden 2, 4, 6 und 8 auch durch Querfäden 9 miteinander verbinden. Diese Querfäden besitzen jedoch geringeren Durchmesser als die Längsfäden 2, 4, 6 und 8, so daß zwischen den Fäden 2, 4, 6 und 8 ebenso wie gemäß der Ausführungsform der Fig. i Kanäle entstehen, die einen Abzug der Ausdünstungen nach oben ermöglichen.
- Ein Verfahren zur Herstellung des Oberbekleidungsstücks gemäß der Ausführungsform der Fig. i kann darin bestehen, daß man Fäden 2, 4, 6 und 8 mit dazwischenliegenden Fäden io, 12, 14 und 16 unmittelbar nebeneinander auf die Innenseite des Kleidungsstücks aufbringt. Die Fäden 2, 4, 6 und 8 sind so ausgebildet oder so behandelt, daß sie an dem Oberbekleidungsstück i haften, während die Fäden io, 12, 14 und 16 keine Haftfähigkeit gegenüber dem Oberbekleidungsstück i besitzen, z. B. mit Schellack überzogen sind. Nach dem Aufkleben oder nach der Wärmebehandlung, gegebenenfalls unter Druck, können die gestrichelt eingezeichneten Fäden to. 12, 14 und 16 von dem Oberbekleidungsstück i wieder abgelöst werden. Die Verwendung der Zwischenfäden io, 12, 14 und 16 hat dabei den Zweck, einen gleichmäßigen Verlauf der Fäden 2, 4, 6 und 8 zu gewährleisten.
- Schließlich ist es möglich, elastische Querbänder, z. B. Gummihänder 7, an den Fäden 2, :4, 6, 8 usNi-. zu befestigen, und zwar in größeren Abständen untereinander. Die Querbänder 7 haben dabei die Aufgabe, das Bekleidungsstück i zwischen den einzelnen Fäden leicht zu wölben, uni so die Lufträume zwischen dem Körper und dem Oberbekleidungsstück zu vergrößern. Dabei ist jedes Gummiband 7 zweckmäßig an jedem übernächsten oder jedem dritten oder vierten Faden befestigt, während dann das darunterliegendeGummiland zweckmäßig am anderen Faden befestigt ist.
- Falls das Oberbekleidungsstück aus einer Folie, z. B. aus Polymerisat, besteht, können diese und die Streifen oder Fäden aus einem einzigen Stück bestehen.
- Das erfindungsgemäße Oberbekleidungsstück besitzt ein außerordentlich geringes Gewicht, läßt sich leicht zu einem kleinen Stück zusammenfalten und gewährleistet eine hervorragende Belüftung.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Oberbekleidungsstück aus wasserdichtem Stoff mit auf der Mantelinnenseite angeordneten Abstandhaltern, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus auf die Innenseite aufgeklebten oder -vulkanisierten, parallel laufenden Fäden bestehen.
- 2. Oberbekleidungsstück nach Änspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden nur einseitig mit Gummi oder Polynierisat überzogen sind.
- 3. Mantel nach :,\nsl>rucli i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Fäden durch Querfäden geringeren Durchmessers verbunden sind.
- 4. Oberbekleidungsstück nach :Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Fäden quer verlaufende Gummibänder in solcher Weise befestigt sind, claß der Stoa des Oberbekleidungsstücks zwischen den 1-efestigungspunkten der Bänder leicht gewölbt verläuft. Verfahren zur Befestigung der Fäden auf der Innenseite des Oberbekleidungsstücks, dadurch gekennzeichnet, daß man mit dem wasserdichten Belag bindende und nichtbindende Fäden nebeneinander auf die Innenseite legt, die Bindung \-ollzielit und sodann die nichtbindenden 1-, äden ablöst.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5832A DE822235C (de) | 1950-08-10 | 1950-08-10 | Oberbekleidungsstueck aus wasserdichtem Stoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5832A DE822235C (de) | 1950-08-10 | 1950-08-10 | Oberbekleidungsstueck aus wasserdichtem Stoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE822235C true DE822235C (de) | 1951-11-22 |
Family
ID=7211012
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK5832A Expired DE822235C (de) | 1950-08-10 | 1950-08-10 | Oberbekleidungsstueck aus wasserdichtem Stoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE822235C (de) |
-
1950
- 1950-08-10 DE DEK5832A patent/DE822235C/de not_active Expired
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