DE821023C - Verfahren zur Herstellung von hochporoesen Formkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochporoesen Formkoerpern

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DE821023C
DE821023C DED2958A DED0002958A DE821023C DE 821023 C DE821023 C DE 821023C DE D2958 A DED2958 A DE D2958A DE D0002958 A DED0002958 A DE D0002958A DE 821023 C DE821023 C DE 821023C
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DE
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oxide grains
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DED2958A
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Walter Wagner
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/02Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by adding chemical blowing agents

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochporösen Formkörpern Poröse Formkörper aus hochschmelzenden Oxyden, die stofflich homogen aufgebaut sind, haben in der Technik bereits eine vielseitige Verwendung gefunden und besonders als Filter, Diaphragmen, Kontaktträger o. dgl. ihre Eignung erwiesen. Ihre günstigen Eigenschaften beruhen insbesondere auf der hohen mechanischen Festigkeit und der thermischen und chemischen Beständigkeit der hochschmelzenden Oxyde, insbesondere des Aluminiumoxydes. Dieser Werkstoff wird von Säuren sowie gelösten und auch geschmolzenen Alkalien, Salzlösungen, Salzschmelzen und reinen geschmolzenen Metallen und Metallegierungen bis zu hohen Temperaturen in weit geringerem Maße angegriffen als andere metallische oder keramische Stoffe. Dadurch ist seine vielseitige Verwendbarkeit insbesondere für Filterzwecke gegeben, ohne daß eine Zerstörung des Filters oder eine Verunreinigung der zu filtrierenden Stoffe durch gelöstes Filtermaterial zu befürchten ist.
  • Es sind daher bereits zur Herstellung. poröser Aluminiumoxydkörper für Filterzwecke eine Reihe von Verfahren vorgeschlagen worden. Es ist beispielsweise ein Verfahren bekannt, bei dem beliebig geformte Massen aus Tonerde hochgebrannt und anschließend zerkleinert werden, worauf die erhaltenen Körner etwa in der Art der bekannten Glas-, Quarz- oder Porzellanfritten zu einem lockeren Verband zusammengefrittet werden. Weiterhin ist vorgeschlagen worden, schlickerartige Massen aus feiner Tonerde nach dem Ausbrennverfahren oder durch Gastreibung porös zu machen und die so erhaltenen porösen Formkörper durch Brennen zu verfestigen.
  • In Abwandlung dieses Verfahrens ist weiterhin versucht worden, zu porösen Filtern dadurch zu gelangen, daß man porös getriebene und gebrannte Aluminiumoxydformkörper mechanisch zerkleinert und die so entstandenen Körner neuerdings mit einem nicht bleibenden Bindemittel in die gewünschte Form bringt und durch Brennen zu einer porösen Masse verfrittet.
  • Man gelangt zwar durch. Treiben oder Ausbrennen zu Körpern hoher Porosität. Es ist jedoch gerade im Hinblick auf die Verwendung zum Filtrieren nicht unbedingt die Gewähr dafür gegeben, daß die gesamten vorhandenen Poren von außen zugänglich und untereinander so verbunden sind, daß sie für den Durchgang der zu filtrierenden Schmelzen oder Flüssigkeiten wirksam werden. Es ist also in einem solchen Falle erforderlich, für eine bestimmte Filtrationswirkung eine höhere Porosität anzustreben, um eine genügende Menge an offenen und kc:ritinuierlichen Poren zu erhalten, wobei die geschlossenen, unzugänglichen Poren zur- Filtrationswirkung nicht beitragen, sondern lediglich die mechanische Festigkeit der Körper in unerwünschter Weise herabsetzen.
  • In dieser Beziehung wird durch die vorliegende Erfindung ein wesentlicher Fortschritt erzielt. Es wurde nämlich gefunden, daß man zu hochporösen Formkörpern, die besonders für Filterzwecke hervorragend geeignet sind, dadurch gelangt, daß man Formkörper verwendet, die aus Oxydkörnern, insbesondere Aluminiumoxydkörnern, stofflich homogen aufgebaut sind, wobei jedes Einzelkorn eine durch Gastreiben, vorzugsweise mit Wasserstoffperoxyd erzeugte Porosität aufweist. Derartige Körner haben auf Grund ihrer inneren Porosität eine sehr unregelmäßig geformte Oberfläche, die beim Brennen eines aus solchen Körnern geformten Körpers die Entstehung einer Vielzahl miteinander in Verbindung stehender Poren gewährleistet. Wird darüber hinaus dafür Sorge getragen, daß die zum Treiben der Körner verwendeten Gase vor der Verfestigung der Masse teilweise entweichen, so können auch die das Korn durchsetzenden Poren, die mit den zwischen den Kornoberflächen gebildeten Poren in Verbindung stehen, als Durchgangskanäle für die zu filtrierenden Flüssigkeiten und Schmelzen dienen, wodurch die Wirkung des erfindungsgemäßen Filters gegenüber den nach bekannten Verfahren hergestellten Vorrichtungen außerordentlich gesteigert wird.
  • Die für den Aufbau der Formkörper gemäß der Erfindung verwendeten porösen Oxydkörner werden vorteilhaft durch Zerteilung eines getriebenen oder treibfähigen Aluminiumoxydschlickers hergestellt. Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird beispielsweise feinverteiltes Aluminiumoxyd mit einer Korngröße von unter 12,U mit Wasser zu einem Schlicker angerührt, dem in der Kälte oder Wärme Gas entwickelnde Stoffe zugesetzt werden. Als solche können etwa Kohlendioxyd abgebende Substanzen, wie z. B. Ammoniumbicarbonat, benutzt werden. Im Hinblick auf die Erzielung einer gleichmäßigen Porengröße und Porenverteilung hat sich die Verwendung voti Wasserstoffperoxyd als besonders vorteilhaft erwiesen. In diesem Falle werden der Masse zur Steuerung des zeitlichen Ablaufes des Treibvorganges und zur Regelung von Porenzahl, Porengröße und Porenstabilität noch Katalysatoren und die Oberflächenspannung beeinflussende Mittel zugesetzt. Als Katalysatoren dienen im allgemeinen Manganverbindungen, während zur Blasenregulierung Stoffe, wie Seife, Saponin, Albumin, oder auch stellmittelartig wirkende Substanzen, wie Methylcellulose, \ylose, tierischer Leim oder Kleber auf Celluloseliasis, verwendet werden können.
  • Das Treiben der hasse kann in einer beliebigen Form je nach Wahl der Katalysatoren bei Zimmertemperatur oder auch bei erhöhter Temperatur, beispielsweise zwischen 5o und 8o°, vorzugsweise zwischen 6o und 70 vorgenommen werden. Der so getriebene Schlicker wird erfindungsgemäß nunmehr einer Zerteilung unterworfen dadurch, daß die ,lasse auf fortlaufende Transporthänder oder umlaufende Walzen auftropft, wobei die Tropfengröße und damit die Größe der entstandenen porösen Oxydteilchen abhängig ist von der Größe der Auslauföffnung und durch die Zulaufgeschwindigkeit des austropfenden Schlick°rs in gewünschter Weise geregelt wird. An Stelle der Zerteilung durch Austropfen kann der Schlicker nach einer anderen Ausführungsform auch durch Versprühen zerteilt werden. Zu diesem Zwecke wird beispielsweise ein frei fallender Schlickerstrahl senkrecht durch einen Luftstrom angeblasen und die entstehenden Einzeltröpfchen wiederum, wie oben angeführt, auf bewegten Walzen, Bändern oder Trommeln aufgefangen. Die bei der Zerteilung entstandenen porösen Oxydtröpfchen werden sodann getrocknet und anschließend bei einer "Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes des :1ltiniiniunioxvdes durch Brennen verfestigt.
  • Bei den beschriebenen =Xttsfüliruiigsformen, bei denen eine Zerteilung des bereits ausgetriebenen Schlickers erfolgt, ist es zweckmäßig, den Treibvorgang durch entsprechende Wahl der Katalysatoren und insbesondere durch die Katalysatorenmenge so zu beeinflussen, daß eine große Anzahl sehr feiner Blasen entsteht, die mit Hilfe eines blasenstabilisierenden Mittels so gestellt werden, daß sie den mechanischen Beanspruchungen durch den Zerteilungsvorgang ohne nennenswerte Änderung ihrer Struktur infolge Zerstörung oder Beschädigung der entstandenen porenbildenden Blasen gewachsen sind.
  • Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Treibvorgang in der Masse erst nach der Zerteilung des Sclilickers ausgelöst, so daß er in jedem einzelnen Oxydtröpfchen abläuft. Zur Durchführung dieser Verfahrensform werden Katalysatoren verwendet, die den Eintritt des Treibvorganges verzögern. Die Zerteilung des treibfähigen aber noch nicht getriebenen Schlickers erfolgt, wie vorstehend bereits beschrieben, durch Austropfen oder Zerstäuben auf bewegte Bänder oder Walzen. Durch Führung dieser Vorrichtungen etwa durch auf 6o bis 70° erhitzte Kammern oder auch durch Heizung der die Tröpfchen aufnehmenden Trommeln oder Bänder wird darin der Treibvorgang in den einzelnen Ti-cil,fclien ausgelöst. Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, die Konsistenz des zu zerstäubenden treibfähigen Schlickers so einzustellen, daß ein Teil der entwickelten Gase nach außen entweichen kann, so daß die Bildung einer zusammenhängenden Haut auf der Oberfläche der Schlickertröpfchen vermieden wird und nach außen offene Poren in den Körnern entstehen. Zu diesem Zweck wird dem Schlicker beispielsweise eine zähflüssige Konsistenz verliehen. Es war nicht ohne weiteres vorauszusehen, daß es gelingen würde, die Bildung einer geschlossenen Oberflächenhaut auf den so hergestellten Schlickertröpfchen so weitgehend zu vermeiden, claß diese Körner zur Herstellung der erfindungsgemäßen hochporösen Formküi-lier insbesondere für Filterzwecke mit Vorteil \'erweiiduiig finden könnten.
  • Die durch die Zerteilung des Schlickers gewonneneii fertiggetriebenen Oxyclkörlier werden eranschließend getrocknet und wiederum wie bei den anderen Ausführungsformen durch 13i-ennen in loser Schüttang verfestigt. Wenn der '1'reil>vcirgang bei erliöliter Temperatur vorgenomlnen wird, ist es zwecktn,ifiig, ihn mit der Trocknung zu verbinden und beide Vorgänge in einer Hitze durchzuführen.
  • Für die I lerstellung von Formkörpern, insbesondere Filtern oder 1)iaphragmen, bei denen der Verwendtingszweck es erforderlich macht, kann erfindungsgemäß die Tropfen- oder Kugelform der por<isen (>xvdkörner, wie sie durch Aastropfen oder Versliriilicil des getriebenen oder angetriebenen Aluminiuinoxydschlickers entsteht, dadurch zerstört werden, daß die Körlier im Anschluß an einen Vor- oder Fertigbrand einer Nachzerkleinerung unterworfen werden. Zu diesem Zweck werden die getrockneten Körner entweder bei Temperaturen bis zti etwa 1200° oder aller auch auf Temperaturen zwiscliell 17o0 bis 2000°, vorzugsweise zwischen 5o und io;o' in loser Schüttang gebrannt und in bekannter Weise auf Kollergängen, Mühlen oder Walzen nachzerkleinert. Man gelangt dabei durch Zersplitterung des Korbes zu Gebilden, deren Oberfläche aus aufgeschnittenen Poren besteht und die eine offene wabenartige oder netzartige Struktur aufweisen.
  • 1)1e Verarbeitung der porösen Oxydkörner zu Uornikörpern erfolgt im allgemeinen mit Zusatz von flicht bleibenden Bindemitteln, wie Dextrin, Leite, @letllvlcellulose o. dgl., durch Verpressen mit Drukkell von lleisl>ielsweise 200 bis 400 kg pro Quadratzeiitinic@tc#r in die gewünschte Form. Auf diese Weise kiiniieii Platten. Scheiben. Zylinder, filterkerzenartige Gebilde o.dgl. hergestellt werden. Die erhaltenen I'reßkörper werden sodann getrocknet und durch ])rennen 1>e1 Temperaturen von 1700 1»s 20o0' , zweckm@iliigerweise bei 185o 1»s 1950, zu einem liocliliorösen, stofflich homogenen Formk@irller verfestigt.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die vor- oder fertiggebrannten, gegebenenfalls nachzerkleinerten porösen Oxydkörner finit einem Schlicker aus fein verteilter, geschmolzener oder calciniei-ter Tonerde homogen vermischt werden. Darauf wird diese Masse durch Pressen oder auch durch Gießen geformt und der erzeugte Formkörper, wie schon erwähnt, gebrannt.
  • Eine weitere, für Filterzwecke außerordentlich vorteilhafte Steigerung der Porosität der erfindungsgemäßen Formkörper kann bei dieser Ausführungsform des Verfahrens dadurch erzielt werden, daß dem als Bindemittel dienenden Aluminiumoxydschlicker aasbrennbare Stoffe, wie z. B. Sägemehl, Kohlenstaub, Ruß o. dgl. und/oder Gas entwickelnde Substanzen, vorzugsweise Wasserstoffperoxyd in Verbindung mit Katalysatoren und blasenstabilisierenden Mitteln zugesetzt werden. Auf diese Weise können während des Brennens durch die aasbrennbaren Stoffe oder vor dem Brand durch Gastreibung zusätzliche Poren in dem als Bindemittel dienenden feinteiligen Aluminiumoxyd erzeugt werden. Beispiele i. 5oo g Aluminiumoxyd werden mit 250 ccm Wasser unter Zusatz von die Oberflächenspannung regulierenden Stoffen zu einem Schlicker angerührt und finit 18 ccm Wasserstoffperoxyd und einem Katalysator versetzt. Diese Masse wird durch Auftropfen auf eine rotierende Trommel, die mit Wasserdampf auf 70 bis 80°, gemessen an der Außenfläche der Trommel, erhitzt ist, zerteilt. Die ausgetriebenen und gleichzeitig getrockneten porösen Oxydtröpfchen, die einen Durchmesser von etwa 2 bis 3 mm aufweisen, werden durch einen Abstreifer von der Trommel entfernt, gesammelt und in loser Schiittung bei einer Temperatur von igoo° gebrannt. Die erhaltenen porösen Körner werden nunmehr mit einer 4prozentigen Methylcelluloselösung bis zur krümeligen Konsistenz versetzt und in einer eisernen Forln unter einem Druck von 25o kg pro Kubikzentimeter zu einer rechteckigen Platte verpreßt. Die Platte wird nach dem Trocknen 1>e1 195o° gebrannt und ergibt ein Porenvolumen von fi 5 °/o.
  • 2. Einwie unter Beispiel i hergqstellter Schlick-er wird in einem Gefäß, das am Boden mit einer Auslauföffnung versehen ist, dem Treibvorgang unterworfen. Nach Beendigung des Treibens wird der Auslauf geöffnet, so daß der getriebene Schlicker in einem frei fallenden Strahl nach unten ausläuft. Auf diesen Strahl wird in senkrechter Richtung ein Luftstrom geblasen, der den Schlicker in feine Tröpfchen von etwa i mm aufteilt. Durch Zusatz von feiest verteilter Tonerde zur Blasluft werden die entstandenen Schlickertröpfchen mit einer trockenen Schicht von Aluminiuploxyd umhüllt und so ein unerwünschtes Ankleben an der als Auffangvorrichtung dienenden Trommel vermieden. Die Schlikkertröpfchen werden bei 70 bis 80° getrocknet und bei i ioo° gebrannt. Die vorgebrannten porösen Oxydteilchen werden nunmehr in einem Kollergang nachzerkleinert und sodann bei igoo° fertiggebrannt. Das hochgebrannte Korn wird wie in Beispiel i zu einem hochporösen Formkörper verarbeitet.
  • 3. Nach Beispiel 2 erhaltene Körnungen werden nach dem Trocknen auf eine Temperatur von igoo° fertiggebrannt und mit So Gewichtsprozent eines Schlickers aus fein verteilter Tonerde vermischt, der Wasserstoffperoxyd, einen Zersetzungskatalysator und Methylcellulose als die Oberflächenspannung beeinflussendes Mittel enthält. Das Gemisch wird in eine Eisenform eingefüllt und in einem Trockenschrank auf eine Temperatur von 65° erhitzt, wodurch die Gastreibung ausgelöst wird. Der ausgetriebene Formkörper wird nach dem Trocknen auf 195o° gebrannt und weist eine Porosität von 8o °/e auf.
  • In Fällen, in denen die aus Gründen der guten Filtrationswirkung erwünschte Porosität zu einer unzuträglichen Herabsetzung der mechanischen Festigkeit führt, ist es, auch möglich, den nach dem Verfahren der Erfindung erzeugten porösen Formkörpern teilweise eine erhöhte Festigkeit zu verleihen. Zu diesem Zweck werden beispielsweise die Teile der Formkörper, die mechanisch verfestigt werden sollen, bei scheibenförmigen Formen etwa eine ringförmige Randzone, vor dem Brennen mit einem Tonerdeschlicker ausgegossen. Dabei dringen die feinen Schlickerteilchen in die Poren ein und füllen sie mehr oder weniger weitgehend aus, so daß in den so behandelten Teilen der Formkörper eine geringere Porosität und in Wechselwirkung damit eine erhöhte mechanische Festigkeit, insbesondere Druckfestigkeit, auftritt. In ähnlicher Weise können auch fertiggebrannte Formkörper behandelt werden, wobei dann nach dem Ausgießen nochmals ein Nachbrennen erfolgen muß.
  • Die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Formkörper haben sich infolge ihres hohen Anteils an zusammenhängenden durchgehenden Poren für die Verwendung als Diaphragmen, Katalysatorträger, Einsätze für die Verteilung von Flüssigkeiten oder Gasen und insbesondere als Filter für die Behandlung von Metall- oder Salzschmelzen als ausgezeichnet geeignet erwiesen. Sie gewährleisten eine hohe Filtrationsgeschwindigkeit bei hoher Lebensdauer auch unter thermisch, mechanisch und chemisch höchsten Beanspruchungen. In gleicher Weise läßt sich auch das dem Aufbau der erfindungsgemäßen Formkörper dienende poröse Oxydkorn mit Vorteil in loser Schüttung verwenden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von hochporösen Formkörpern, wie Filtern, Diaphragmen, Katalysatorträgern o. dgl., durch Sintern von hochschmelzenden Oxyden, insbesondere Aluminiumoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper aus porösen Oxydkörnern bestehen, deren Poren durch Gastreiben, vorzugsweise mit Wasserstoffsuperoxyd, hergestellt sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer offenen Porenstruktur der Treibvorgang so durchgeführt wird, daß das treibende Gas aus der Masse teilweise entweicht.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Aufbau der Formkörper verwendeten porösen Oxydkörner durch Zerteilung eines treibfähigen Schlickers erzeugt sind, mit der Maßgabe, daß der Treibvorgang ganz oder im wesentlichen erst nach der Zerteilung ausgelöst ist, worauf die so entstandenen porösen Oxydkörner getrocknet und hei einer unterhalb des Schmelzpunktes liegenden Temperatur gebrannt sind.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten Oxydkörner durch Zerteilung eines getriebenen Oxydschlickers erzeugt und nach dem Trocknen bei einer unterhalb des Schmelzpunktes liegenden Temperatur gebrannt sind.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Erzeugung der porösen Oxyd'körner die Zerteilung des Oxydschlickers durch Austropfen oder Versprühen auf mechanisch bewegte Teile, wie z. B. Fließbänder, Walzen o. dgl., erfolgt und die Teilchengröße durch Maßnahmen wie Veränderung der Tropf- oder Zerstäubungsgeschwindigkeit geregelt wird.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung der Formkörper benutzten porösen Oxydkörner aus einem fein verteiltem, bei erhöhter Temperatur getriebenen Oxydschlicker erzeugt sind, wobei der Treibvorgang zweckmäßigerweise mit der Trocknung des Schlickers verbunden wurde.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die porösen Oxydkörner nach dem Fertigbrand in an sich bekannter Weise einer Nachzerkleinerung durch Kollergänge, Mühlen oder Walzen unterworfen sind. B.
  8. Verfahren nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß poröse Oxydkörner verwendet werden, deren Nachzerkleinerung anschließend an einen Vorbrand bei einer zur vollständigen Sinterung nicht ausreichenden Temperatur vorgenommen ist.
  9. 9. Verfahren nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß poröses Oxydkorn mit fein verteilter Tonerde in einen Schlicken übergeführt wird, der der Gastreibung, insbesondere mit Wasserstoffperoxyd, unterworfen wird, und die hochporöse Masse nach Formgebung und Trocknung bei Temperaturen zwischen 1700 und 2000°, vorzugsweise zwischen 185o und 195o° gebrannt wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1027582B (de) * 1953-08-31 1958-04-03 Dynamidon Werk Engelhorn & Co Verfahren zur Herstellung von hochfeuerfesten Steinen
DE2324513A1 (de) * 1972-05-15 1973-12-13 Mitsui Mining & Smelting Co Filtermedium mit verbesserter filtrationswirksamkeit
DE3140098A1 (de) * 1981-10-06 1983-04-21 Schweizerische Aluminium AG, 3965 Chippis Filtermedium in form eines stabilen poroesen koerpers
EP0467042A3 (en) * 1990-07-19 1992-03-18 Radex-Heraklith Industriebeteiligungs Aktiengesellschaft Process for producing a gas purging brick with directional porosity and high infiltration resistance for metallurgical vessels

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