DE820736C - Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Duengemitteln

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DE820736C
DE820736C DEP50695A DEP0050695A DE820736C DE 820736 C DE820736 C DE 820736C DE P50695 A DEP50695 A DE P50695A DE P0050695 A DEP0050695 A DE P0050695A DE 820736 C DE820736 C DE 820736C
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Hellmuth E Dr Kerkhoff
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App M B H
CHEMOTECHNIK GES fur CHEMISCH
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App M B H
CHEMOTECHNIK GES fur CHEMISCH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B5/00Thomas phosphate; Other slag phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • .Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Düngemitteln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Düngemitteln aus flüssiger Thomasschlacke und Rohphosphat, insbesondere Phosphatgesteinen, die die Phosphorsäure in nicht durch die Pflanzen assimilierbarer Form enthalten und die durch Erhitzen auf Temperaturen, bei denen nur ein Sintern eintritt, mit oder ohne Zugegensein von Zusatzstoffen, wie z. B. Wasserdampf und Kieselsäure, aufschließbar sind, d. h., deren Phosphorsäuregehalt dabei in durch die Pflanzen verwertbare Form übergeht.
  • Die Verwendung von Thomasschlacke, d. h. der Schlacke, die sich beim Thomasverfahren bei der Entphosphorung von Eisen mit kalkhaltigen Zuschlägen bildet, zu Düngezwecken, ist seit langer Zeit bekannt. Da die Thomasschlacke ein Nebenprodukt der Stahlherstellung ist, so ist das Produkt verhältnismäßig billig; als ungünstig wurde dabei die lange Abkühlzeit der aus dem Ofen abgestochenen flüssigen Schlacke empfunden, die üblicherweise in auf Förderwagen aufgebrachte dickwandige Ringstücke, die zusammen mit der Plattform des Förderwagens das Aufnahmegefäß ergeben, eingebracht wurde, worauf die Reihe dieser verhältnismäßig kleinen Gefäße fortgeschafft wurde zwecks Erkaltenlassen. Nach Erstarren der Schlacke wurde der Ring gehoben und der Block zerschlagen und zerkleinert. An eine Ausnutzung der Wärme war wegen der entstehenden Schwierigkeiten bisher nicht gedacht worden. Andererseits ist eine Reihe von Vorschlägcn bekannt, Phosphatgesteine dadurch aufzuschließen, daß sie auf eine Temperatur erhitzt werden, im allgemeinen unter Zusatz von Wasserdampf und Kieselsäurematerial, das zur Bindung des Kalks unter Löslichkeitserhöhung zu einer Doppelverbindung (4 CaOP20, - S102) zugegeben wurde, bei der nicht ein eigentliches Schmelzen, sondern ein Sintern unter Zerstörung der Apatitstruktur stattfindet. Diese Temperaturen liegen im allgemeinen im Bereich von ungefähr 120o°, während die Schmelztemperaturen der in Frage kommenden Phosphatgesteine im allgemeinen im Bereich von ungefähr 140o° liegen.
  • Trotz einer außerordentlich großen Zahl von Vorschlägen auf dem Gebiet des Aufschlusses von Phosphatgesteinen und insbesondere auf dem Gebiet des sogenannten Sinterphosphates konnten sich diese Verfahren zum Teil in der Praxis nicht einführen, wofür eine Reihe von Gründen verantwortlich ist, deren hauptsächlicher der ist, daß die außerordentlich hohe für das Sintern zuzuführende Wärmeenergie von dem Preis des Phosphat-Düngemittels nicht getragen wurde.
  • Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, die bisherigen oben angegebenen Nachteile beider Verfahren in Kombination zu überwinden und unter Schaffung weiterer Vorteile ein außerordentlich hochwertiges Phosphat-Düngemittel zu schaffen dadurch, daß durch Erhitzen aufschließbare Rohphosphate, insbesondere Phosphatgesteine, deren Phosphorsäureanteil durch Sintern in Gegenwart von Wasserdampf und vorzugsweise Kieselsäure in durch die Pflanze verwertbare Form übergeführt werden kann, der flüssigen Schlacke des Thomasprozesses ohne Beeinflussung dieses Prozesses, d. h. vorzugsweise nach dem Abstechen der flüssigen Thomasschlacke, auf jeden Fall nach Trennung der Schlackenphase von der Stahlphase, so daß eine Beeinflussung der Entphosphorung im ungünstigen Sinne nicht eintreten kann, in einem solchen Zeitpunkt und in einer solchen Menge zugegeben werden, daß die sich vorzugsweise momentan bzw. sehr rasch einstellende Mischtemperatur zwar unterhalb des Schmelzpunktes des zugesetzten Phosphates liegt, jedoch oberhalb der Temperaturgrenze, bei der eine Sinterung des zugesetzten Rohphosphates gerade noch nicht eintritt, d. h. eine im Si nterungsbereich liegende Mischtemperatur, die in den üblichen Fällen um ungefähr 120o° herum liegt, sich einstellt, wobei naturgemäß nicht nur die Temperatur der Thomasschlacke im Zeitpunkt des Zusatzes des Rohphosphates und die Menge des Zusatzes zu beachten ist, sondern auch dessen Temperatur und die Wärmetönung des Aufschlußprozesses.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die Verteilung des zugesetzten Rohphosphates, das z. B. in verhältnismäßig kleinkörniger oder auch gemahlener Form zugesetzt wird, und das innige Inkontaktbringen mit der Schmelze, sowie die Vermeidung einerseits von Überhitzungen, andererseits von Zonen zu tiefer Temperatur, gefördert durch das Rühren des Gemisches, das nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung mit besonderem Vorteil durch Durchführen eines Gasstromes geschehen kann, der zweckmäßig erhitzt ist und die gewünschte Mischtemperatur besitzen jedoch auch zur Kühlung bzw. @ Erwärmung verwendet werden kann und dessen Erwärmung zweckmäßig unter Ausnutzung der Wärme des Thomasprozesses, vorzugsweise unter Beförderung der Abkühlung der Schlacke bzw. der Schlackenzusatzmischung geschieht. Auch bei einer Vorwärmung des zugesetzten Rohphosphates, falls eine solche vorgenommen wird, empfiehlt sich die Ausnutzung dieser Wärme für diesen Zweck.
  • Die den Ofen verlassende Thomasschlacke hat, z. B. in der Rinne, die den Schlackenfluß in die nacheinander untergeschobenen oben beschriebenen Abkühlgefäße führt, eine Temperatur von ungefähr 160o°. Wenn die Temperatur, bei der bei einem üblichen Phosphatgestein die Sinterung eintritt, bei ungefähr 1200° liegt, so- ist die Zusatzmenge von aufzuschließendem Phosphatgestein durch dieses Temperaturintervall, d. h. durch die zur Verfügung stehende Wärmemenge begrenzt, die je nach der Temperatur des zugesetzten Rohphosphates und der Temperatur etwaiger Zusatzstoffe, wie z. B. Rührgas, Wasserdampf, Kieselsäure usw., unter Berücksichtigung der Wärmetönung des Aufschließungsprozesses variiert.
  • Es ist nicht notwendig, wenn auch zur Ausnutzung der größtmöglichen Wärmemenge angebracht, die größtmögliche Zusatzmenge an aufzuschließendem Rohphosphat einzubringen. Empfehlenswert ist es jedoch, nicht an die Grenze heranzugehen, um den Aufschließungsprozeß durch Unregelmäßigkeiten nicht zu belasten, um zu vermeiden, daß bei Überschreitung ein unerwünscht großer Anteil an unaufgeschlossenem bzw. ungenügend aufgeschlossenem Phosphat sich in dem Endprodukt befindet.
  • Unter Beachtung dieser Tatsachen ist das Verfahren der vorliegenden Erfindung unschwer mit ausgezeichnetem Erfolg durchzuführen, wobei vorzugsweise die Zugabe des Rohphosphates kontinuierlich in der Abflußrinne bzw. der Zuführungsrinne der Thomasschlackenschmelze zu den Abkühlgefäßen erfolgt. Die Abkühlungsgefäße können in der alten Form beibehalten werden, wobei ein Rühren des Gemisches in diesen Gefäßen, zweckmäßig unmittelbar nach der Füllung oder während der Füllung ohne weiteres erfolgen kann durch ein von oben eingeführtes Gasverteilungsrohr, durch das z. B. heiße Verbrennungsgase in das Gemisch von flüssiger Schlacke und sich rasch aufheizender, mit dem Sintern beginnender Zusatzstoffe eingeführt werden. Auf diese Weise wird mit Sicherheit eine Überhitzung vermieden, eine gleichmäßige und innige Inkontaktbringung der Teilchen des Rohphosphates mit der Schmelze und gegebenenfalls Zuschlagstoffen, sowie eine gleichmäßige Durchführung des Aufschlusses erreicht. Wie bisher können dann die Gefäße, die nacheinander gefüllt werden, zwecks endgültiger Abkühlung weggefahren werden, wonach dann das Entfernen des Inhalts auf die bisher bekannte Weise erfolgen kann.
  • Die Zerkleinerung des Phosphat-Düngemittels nach der Erfindung bietet keine Besonderheiten und wird wie üblich vorgenommen. Zu bemerken ist, daß überraschenderweise eine Vermahlung durch das Vorgehen der Erfindung trotz der raschen Abkühlung keineswegs erschwert wird, obgleich es eine Erfahrungstatsache ist, daß ein langsames Abkühlen der Thomasschlacke die Vermahlung erleichtert (Bräuerd'Ans, 1877-19Z7, Bd.II, S. 2i65).
  • Die verhältnismäßig rasche Abkühlung und das rasche Erstarren machen jedoch andere vorteilhafte Methoden möglich, z. B. das Einbringen des Gemisches, das infolge des Zusatzes von Rohphosphaten und der Reaktion eine wesentlich niedrigerere Temperatur besitzt als die flüssige Thomasschlacke, in eine als Kühler wirkende Drehtrommel, in der eine gewisse Vorzerkleinerung durch Granulierung erfolgt, wobei die dabei entstehende Körnung die endgültige sein kann, oder die Körner zerkleinert, z. B. vermahlen werden können. Auch andere Arten der Abkühlung und Zerkleinerung sind nun, da ein Zähwerden und Erstarren verhältnismäßig rasch erfolgt, und ein großer Teil des Wärmeinhalts durch den Zusatz verbraucht wird, möglich.
  • Bemerkt sei, daß es naturgemäß auch möglich ist, nur einen Teil des zugesetzten Rohphosphates durch Sintern aufzuschließen, während ein anderer Teil zwar möglichst nicht unaufgeschlossen bleiben soll, jedoch nicht vollkommen aufgeschlossen werden muß.
  • Wenn Zusatzstoffe, wie Sand, verwendet werden, so werden sie z. B. in den Mengen, in denen sie beim Sinterphosphatverfahren verwendet werden, den aufzuschließenden zugesetzten Rohphosphaten, z. B. einem Algierphosphat, zugegeben. Falls, was empfehlenswert ist, Wasserdampf, der den Aufschluß fördert, benutzt wird, so wird dieser zweckmäßig den Rührgasen zugemischt. Die Art der verwendeten Rührgase ist beliebig, es kann z. B. auch erhitzte Luft als Rührgas verwendet werden, jedoch sind solche Gase bzw. Gasbestandteile zu vermeiden, die das Verfahren ungünstig beeinflussen und solche vorzuziehen, die das Verfahren fördern.
  • Die Verwendung der Rührgase, insbesondere wasserdampfhaltiger Gase, fördert die Wegführung des durch Zerstörung der Apatitstruktur flüchtig werdenden Fluors und damit eine Verschiebung des Reaktionsgleichgewichtes, wodurch eine Beschleunigung und Vervollständigung des Prozesses, der gegebenenfalls durch das Gas oder dessen Bestandteile direkt beeinflußt werden kann, herbeigeführt wird.
  • Statt der oben als Beispiel beschriebenen Art des Einblasens von Gas, kann auch auf beliebige Weise anders vorgegangen werden, z. B. können Rührgase in der Rinne des abfließenden Thomasschlackenschmelzflusses eingegeben werden, z. B. durch Durchblasen durch ein poröses Futter oder eine innen mit Lochungen versehene Doppelummantelung der Rinne, durch eingeführte Rohre oder auf andere Weise.
  • Das Verfahren der Erfindung schafft eine außerordentliche Wirtschaftlichkeit dadurch, daß es die zum Aufschluß des Phosphatgesteins bei Sintertemperatur, gegebenenfalls unter Mitwirkung von Wasser und Kieselsäure oder anderen Zuschlagstoffen, benötigte Wärmemenge, die bisher dieses Verfahren unwirtschaftlich machte, nun nicht nur ohne jede Kosten zur Verfügung stellt, sondern sogar unter Erreichung von Vorteilen durch Wegnahme dieser Wärmemenge, die bei dem Thomasphosphatverfahren als nachteilig empfundene lange Abkühlzeit vorteilhaft abkürzt, wobei alle diese Vorteile erreicht werden unter Erzielung eines vorzüglichen Phosphat-Düngemittels, das den Phosphatanteil nicht nur in von der Pflanze verwertbarer Form enthält, sondern gegebenenfalls auch in verschiedenen Zustandsformen, die einerseits eine verhältnismäßig rasche Aufnahme des Phosphors durch die Pflanze und andererseits eine erwünschte langandauernde Verwertbarkeit schaffen.
  • Das zugesetzte Material kann stückig oder fein sein; zweckmäßig wird die Korngröße _nicht zu groß gewählt, damit ein allzu langsamer `'Wärmeübergang in das Innere des Korns vermieden wird, wobei die Vorschläge und Erfahrungen der Sinterphosphatherstellungen zu benutzen sind.
  • Es ist bekannt (Patentschrift 81 752), um eine in der Landwirtschaft häufig benutzte, an citratlöslicher Phosphorsäure reiche Thomasschlacke, ohne besondere Kosten herzustellen, der Thomasschlacke, solange sie noch nicht erstarrt ist, hochprozentige Phosphorite zuzumischen, wobei nach - der Behauptung dieser Literaturstelle, ohne Anwendung von Säuren irgendwelcher Art die Phosphorsäure citratlöslich werde. Bei diesem Vorschlag, der eine Aufnahme in der Praxis nicht gefunden hat, wird an die Herstellung von Sinterphosphat ebensowenig gedacht wie an die Ausnutzung der Wärme der Thomasschlacke, sondern der Erfinder ging davon aus, das Superphosphatverfahren zu ersetzen durch eine Wärmeaufschließung, wobei offenbar verhältnismäßig geringe Mengen der hochprozentigen Phosphorite der etwa Z6oo° heißen Thomasschlacke zugefügt wurden, wobei auf eine Bemessung der Zusatzmenge sowie der Temperatur des Zusatzes und der Temperatur der Schmelze im Zeitpunkt des Zusetzens derart, daß das zugesetzte Rohphosphat nicht schmilzt, sondern sintert, nicht im geringsten Rücksicht genommen wurde. Bemerkt sei im übrigen, daß die Erfindung keineswegs auf hochprozentige Phosphorite beschränkt ist. Eine Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Probleme durch den zitiertemVorschlag aus dem Jahre 1894 wurde nicht erzielt, vor allem gab dieser Vorschlag nicht die '.Möglichkeit, unter wesentlicher Abkürzung der Abkühlzeit der flüssigen Thomasschlacke ein Phosphat-Düngemittel zu erzielen, das mit den oben erwähnten Vorteilen ausgezeichnet ist.
  • Es ist ferner vorgeschlagen worden (Patentschrift 77 665), phusphatreiche Schlacke beim Thomasprozeß dadurch herzustellen, daß der übliche rein basische Zuschlag ganz oder zum Teil ersetzt wird durch kalkreiche natürliche oder künstliche Phosphate bzw. Phosphatschlacke, wobei die natürlichen Phosphate vor dem Zusatz zum flüssigen Roheisen eventuell erst gebrannt werden. Auch dieser Vorschlag löst nicht die der Erfindung zugrunde liegenden Probleme. Von einer Ausnutzung der Wärme der flüssigen Thomasschlacke ist noch weniger die Rede als bei dem vorherigen Vorschlag; eine Temperatur- und Mengenbemessung derart, daß die für den Zustand des Endprodukts nach der Erfindung erwünschte Sinterung eintritt, wird nicht erwähnt, und es liegt außerdem der Nachteil vor, daß der Phosphatbildungsprozeß in Abhängigkeit von dem Stahlbildungsprozeß ist und, da dieser der überwiegend wichtige: ist, der Phosphatbildungsprozeß nach ihm gerichtet werden muß. Vor allem wird durch diesen Vorschlag, ebenso durch die Vorschläge, dem Zuschlagsmaterial für die Bildung des Thomasstahls besondere Zusätze zu geben, die Tatsache nicht aus der Welt geschafft, daß einerseits die Herstellung von Thomasphosphat erschwert und weniger wirtschaftlich gemacht wird durch die lange Abkühlzeit der Schlacke und daß andererseits das Verfahren der Herstellung von Sinterphosphat aus Phosphatgesteineu bis zur Unwirtschaftlichkeit verteuert wird durch die hohen Kosten für die aufzubringende Wärmeenergie.
  • Diese Probleme werden erst durch die vorliegende Erfindung gelöst, die über die Lösung dieser Probleme hinaus den Vorteil der komplexen Zusammensetzung des. erzielten Phosphat-Düngemittels bringt, die bei den beiden bekannten Vorschlägen weder erreicht werden soll noch erreicht wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Phosphat-Düngemitteln unter an sich bekanntem Zusatz.von Rohphosphat zu schmelzflüssiger Thomasschlacke, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Sinterung in Gegenwart von Wasserdampf und gegebenenfalls Kieselsäure aufschließbares Rohphosphat, insbesondere ein Phosphatgestein, in solcher Menge der flüssigen Thomasschlacke ohne Störung des Stahlbildungsprozesses, vorzugsweise nach Verlassen des Ofens, zugesetzt wird, daß sich unter Berücksichtigung der Temperatur des Zusatzstoffes, der Schmelze im Augenblick des Zusatzes und etwaiger benutzter an der Reaktion teilnehmender oder nichtteilnehmender Stoffe eine Temperatur einstellt unterhalb des Schmelzpunktes des zugesetzten Rohphosphates und oberhalb der Temperatur, bei der eine Sinterung diese Materials gerade noch nicht eintritt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unter Rühren gearbeitet wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rühren durch Durchblasen von Gasen erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Aufschluß des zugesetzten Rohphosphates fördernde Stoffe, z. B. Wasser und/oder Kieselsäure und/ oder Kohlensäure usw., verwendet werden.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Wasserdampf den Rührgasen zugesetzt wird.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzstoffe und/oder die Rührgase ganz oder zum Teil in vorgewärmtem Zustand zugesetzt werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorwärmung unter Ausnutzung der Wärme der Thomasschlacke bzw. des Schlackengemisches vorgenommen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE926852C (de) * 1952-02-09 1955-04-25 Fritz Scherer Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Phosphatduengemitteln

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