DE820343C - Kompensographenschaltung fuer Messzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brueckengleichgewichtspunktes - Google Patents
Kompensographenschaltung fuer Messzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des BrueckengleichgewichtspunktesInfo
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- DE820343C DE820343C DEP1705A DEP0001705A DE820343C DE 820343 C DE820343 C DE 820343C DE P1705 A DEP1705 A DE P1705A DE P0001705 A DEP0001705 A DE P0001705A DE 820343 C DE820343 C DE 820343C
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Description
- Kompensographenschaltung für Meßzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brückengleichgewiditspunktes Die Erfindung befaßt sich mit einer sogenannten Kompensographenschaltung für Meßzwecke. Mit Hilfe derartiger Schaltungen werden bekanntlich Meßgrößen registriert.
- Bekanntgeworden ist z. B. eine derartige Anordnung von Herrn Dr. Keinath, der sogenannte Keinafl-Recorder, der bereits in der amerikanischen Zeitschrift »InstrumentsR Nr. 4, April I946, veröffentlicht worden ist. Dieses Gerät dient zum Registrieren von Meßgrößen, die sich elektrisch darstellen lassen, z.B. von Temperatur, Druck u. dgl. DasRegistriergerät arbeitet nach dem Kompensationsverfahren. Die Meßgröße wird durch eine Brückenschaltung erfaßt. Durch die Brückenschaltung wird die zur Kompensation notwendige Gegenspannung hergestellt. Das Verfahren der Kompensation wird mittels eines mit mechanischem Antrieb versehenen Potentiometers durchgeführt. Das Potentiometer wird fortlaufend bestrichen, und im Punkt des Brückengleichgewichts kommt ein Relais zum Ansprechen, das die Registrierung einleitet. Die Registrierung erfolgt in der Weise, daß beim Ansprechen des Relais ein Kondensatorstromkreis erzeugt wird, der auf einem besonders vorbereiteten Papier eine Registrierung bewirkt. Mit diesem Prinzip lassen sich sehr große Registriergeschwindigkeiten erreichen, so daß sowohl schnell veränderliche Vorgänge als auch eine große Zahl verschiedener Vorgänge auf dem gleichen Schreiber erfaßt werden kann. Ein Nachteil dieser bekannten Technik liegt darin, daß besonderes Registrierpapier verwendet werden muß, Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Wahrung der Vorteile dieser bekannten Anordnung diese Nachteile zu vermeiden.
- Die erfinderische Lösung besteht darin, daß ein mit dem Potentiometerabgriff kraftschlüssig mit laufender Zeiger in Abhängigkeit vom Erreichen des Brückengleichgewichtspunktes selbsttätig festgehalten und seine Stellung markiert wird. Dabei wird zweckmäßig durch ein unter dem Einfluß des B rückenstromes stehendes Nullrelais mechanisch die jeweilige Zeigerstellung festgehalten.
- Die Sperrstellung wird dabei von dem Relais bestimmt, und die Sperrarbeit wird durch den periodisch bewegten Zeiger geleistet. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Rückwirkung der Sperrkraft auf die Lagerung des Nullrelais verhindert bzw. stark verringert wird. Zur Erhöhung der Präzision des 'Feststellvorganges schließt das Relais über einen Kontakt für sich einen Kondensatorstromkreis.
- Das Markieren der Zeigerstellung erfolgt in bekannter Weise mittels Fallbügels und gegebenenfalls mehrfarbiger Farbbänder. Auf diese Weise ist eine Kompensographenschaltung geschaffen worden, bei welcher die als bekannt hervorgehobene Abfrageschaltung in zweckmäßiger Weise umgewandelt und mit einer nach dem Fallbügelprinzip arbeitenden Registriereinrichtung zusammen ar-Breitet. Es ist infolgedessen möglich, in vorhandene Fallbügelschreiber ohne weiteres die Abfrageschaltung nachträglich einzubauen.
- Auf diese Weise wird dann z. B. aus einem 6-Farben-Schreiber ein 6-Farben-Kompensograph.
- In der Zeichnung ist in Fig. I und 2 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Es ist nur das zum Verständnis der Erfindung Erforderliche gezeigt.
- Mit I ist das im Kompensograph befindliche Kompensationspotentiometer bezeichnet. Durch ständiges Umlaufen seines Abgriffs 2 wird das Potentiometer periodisch von Null bis zum Endwert abgefragt. Liegt in der nicht dargestellten Brückenschaltung Brückengleichgewicht vor, so wird das Drehspulrelais 3 betätigt, das die Bewegung eines mit dem Kompensationspotentiometer I kraftschlüssig über die Teile 4 und 5 gekuppelten Zeigers 6 blockiert. Während also der Zeiger 6 eine hin und her gehende Bewegung über das Schreibpapier macht, erfolgt im Falle des Brückengleichgewichts eine Blockierung, und zwar über das Sperrad 7. Durch besondere Ausbildung des Kompensationsteiles 4 kann dem Zeiger wahlweise in bezug auf Hinundrückgang eine verschiedene Geschwindigkeit gegeben werden.
- In der Fig. 2 ist der Sperrfedereingriff besonders dargestellt. Beim Anziehen des Relais 3 wird die Sperrfeder aus der Ruhestellung 9 zwischen die Zähne Io des Zahnrades 7 gebracht, wodurch die Stillhaltestellung markiert ist. Durch Weiterdrehen des Sperrades zieht dieses die Sperrfeder in eine Zahnlücke Ihinein und setzt sich dadurch selbst still.
- Durch Anordnung eines fest stehenden Gliedes 1 1 wird erreicht, daß die Rückwirkung der Sperrkraft auf die Lagerung des Nullrelais verhindert bzw. verringert wird. Das Relais schließt beim Ansprechen einen Kontakt und damit für sich selbst einen Kondensatorstromkreis, der nicht besonders gezeigt ist, wodurch eine exakte Blockierung erzielt wird. Durch den Kondensatorstrom wird nämlich eine kräftige Zusatzdrehbexvegurlg hervorgerufen.
- Vor Beginn der nächsten Abirageperiode wird also die Stellung des Zeigers auf dem Registrierpapier, z. B. mittels Fallbügels und verschiedenfarl)iger Farhbänder, markiert. Für das Sperrelais ergeben sich günstige Arbeitsbedingungen. Das Relais hat keinen Ruhekontakt, der .\rbeitskontakt hat nur eine kleine Einschaltleistung, aber keine Ausschaltleistung zu bewältigen und wird automatisch gesäubert. Auf die angegebene Weise können Nteßbrückenschaltungen in einfacher Weise selbsttätig arbeiten, wobei der Meßwert abgelesen bzw. registriert werden kann.
- Die Registrierung kann auch so erfolgen, daß der Zeiger 6 bekannterweise einen mit einer Tintenfeder versehenen Schleppzeiger mitnimmt, der in der jeweiligen Meßstellung (bei Brückengleichgewicht) verharrt. Damit diese Art der Registrierung mittels Linienzugs auch dann vor sich geht, wenn der nächste Meßwert kleiner als der vorherige ist, muß die Friktion des mit einer schwachen Rückholfeder versehenen Schleppzeigers periodisch gelüftet werden. Das geschieht zweckmäßig in der Weise, daß durch die umlaufende Potentiometerachse ein Nocken gesteuert wird, der die Friktion nach Beendigung jedes Meßvorganges kurzzeitig lüftet.
- PATENTANSPR(JCHE: I. Kompensograplensohaltung- für NIeß -zwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brückengleichgexviclltsl)unktes, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Al)griff (2) kraftschlüssig mitlaufender Zeiger (6) in Abhängigkeit vom Erreichen des Brückellgleichgexvichtspunktes selbsttätig festgehalten und seine Stellung markiert wird.
- 2. Kompensographenschaltung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter dem Einfluß des Brückenstromes stehendes Nullrelais (3) mechanisch die jeweilige Zeigerstellung festhält.
- 3. Kompensographenschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Relais (3) die Sperrstellung bestimmt wird bei Lieferung der Sperrarbeit durch den periodisch bewegten Zeiger (6).
- 4. Kompensographenschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines besonderen, feststehenden Gliedes (11) die Rückwirkung der Sperrkraft auf die Lagerung des Nullrelais (3) verhindert bzw. verringert wird.
Claims (1)
- 5. Kompensographenschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Nullrelais (3) zur Erhöhung der Präzision des Feststellvorganges äl>er einen Kontakt für sich einen Kondensatorstromkreis schließt.G. Kompensographenschaltung nach Ansp'udh 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Markieren der Zeigerstellung in bekannter Weise mittels Fallbügel und gegebenenfalls mehrfarbiger Farbbänder erfolgt.7. Kompensographenschaltung nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung durch einen mit einer Tintenfeder versehenen Schleppzeiger erfolgt.8. Kompensographenschaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach jedem beendeten Meßvorgang die Friktion des mit einer leichten Rückholfeder versehenen Schleppzeigers gelüftet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1705A DE820343C (de) | 1949-02-02 | 1949-02-02 | Kompensographenschaltung fuer Messzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brueckengleichgewichtspunktes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP1705A DE820343C (de) | 1949-02-02 | 1949-02-02 | Kompensographenschaltung fuer Messzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brueckengleichgewichtspunktes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE820343C true DE820343C (de) | 1951-11-08 |
Family
ID=7357417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1705A Expired DE820343C (de) | 1949-02-02 | 1949-02-02 | Kompensographenschaltung fuer Messzwecke, bei der der Abgriff des Kompensationspotentiometers periodisch vom Null- bis zum Endwert bewegt wird zur Feststellung des Brueckengleichgewichtspunktes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE820343C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078338B (de) * | 1955-07-22 | 1960-03-24 | Grundig Max | Verfahren zum automatischen Aufschen solcher Werte einer in einem vorbestimmten Bereich willkuerlich veraenderbaren physikalischen Groesse, denen Maximalwerte oder einenvorher festgelegten Wert ueberschreitende Werte einer zweiten, von der ersten abhaengigen physikalischen Groesse zugeordnet sind, und Schaltungsanordnung fuer die Durchfuehrung des Verfahrens |
-
1949
- 1949-02-02 DE DEP1705A patent/DE820343C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078338B (de) * | 1955-07-22 | 1960-03-24 | Grundig Max | Verfahren zum automatischen Aufschen solcher Werte einer in einem vorbestimmten Bereich willkuerlich veraenderbaren physikalischen Groesse, denen Maximalwerte oder einenvorher festgelegten Wert ueberschreitende Werte einer zweiten, von der ersten abhaengigen physikalischen Groesse zugeordnet sind, und Schaltungsanordnung fuer die Durchfuehrung des Verfahrens |
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