DE816775C - Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes, z. B. der Netzfuellung, bei Fischereifahrzeugen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes, z. B. der Netzfuellung, bei Fischereifahrzeugen

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DE816775C
DE816775C DEH1219A DEH0001219A DE816775C DE 816775 C DE816775 C DE 816775C DE H1219 A DEH1219 A DE H1219A DE H0001219 A DEH0001219 A DE H0001219A DE 816775 C DE816775 C DE 816775C
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DE
Germany
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DEH1219A
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English (en)
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Hans Hoppe
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ERNST HUBERT DR
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ERNST HUBERT DR
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K73/00Drawn nets
    • A01K73/02Trawling nets
    • A01K73/10Determining the quantity of the catch, e.g. by the pull or drag on the lines
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Means For Catching Fish (AREA)

Description

Bei den in der Fischerei eingesetzten Fahrzeugen ist es bislang als Mangel empfunden worden, über die Vorgänge am Netz keine eindeutige oder eine sich nur größenordnungsmäßig aus Erfahrungen ergebende Auskunft zu haben.
Man hat zwar versucht, zur Erkennung der Netzvorgänge sog. Kraftmesser (Dynamometer) in die Schleppleinen einzuschalten, die den Schleppwiderstand des Netzes erkennen lassen sollten.
Diese Maßnahme gibt aber kein oder nur ein sehr unzureichendes Bild über die wahren Vorgänge am Netz selber, ja sie leitet den Beobachter an Bord oftmals sogar irre, weil der Netzwiderstand, der eintreten mag, nicht unbedingt auf Füllungszunahmen hinweisen muß, er außerdem durch Schiffs- und Seebewegungen außerordentlich gestört ist.
Dieser Mangel in der Fangübersicht und Netzbeobachtung wird in Verwirklichung des Gedankens der Erfindung dadurch behoben, daß auf den Fischereifahrzeugen eine Einrichtung vorgesehen wird, die einen zuverlässigen Gradmesser für die wirklichen Netzfüllungen darstellt.
Hierfür wird erfindungsgemäß neben der Geschwindigkeit auch der Propellerschub des schleppenden Fahrzeuges herangezogen. Die Einrichtung zur Erkennung der Netzfüllung hat darüber hinaus die Aufgabe, bei unklar gewordenem Fanggeschirr, z. B. infolge gebrochener Leinen und Verspannungen, infolge nicht scherender Seiten- und
Kopf bretter, infolge von Netzrissen usw., eine klare Vorstellung der genannten Vorgänge zu erhalten, ferner die Fangwürdigkeit der durchfischten Fangstrecke in ihren verschiedenen Abschnitten festzustellen.
Dies ist möglich, durch Messen oder darüber hinaus durch Registrierung der dadurch eintretenden Schub- und Geschwindigkeitsänderungen. Hierzu dienen sich in charakteristischer Form ändernde
ίο Kurven von Propellerschub und Schleppgeschwindigkeit, die zeitsynchron auf einen gemeinsamen Schreiber aufgezeichnet werden.
Grenzwerte dieser sich abzeichnenden Kurven, die dem Fischer einerseits die Annäherung an die Grenzbelastung des Fanggeschirrs (Füllungsendwert) und anderseits unklar gewordenes Geschirr anzeigen, können durch Warnzeichen mechanischer, akustischer oder optischer Art gemeldet werden.
Der gegen die Schlepprichtung des Schiffes wir-
ao kende Widerstand des Netzes ändert sich sowohl mit der Geschwindigkeit wie auch mit der Netzfüllung. Der nach hinten wirkende Zug in der Schleppleine wird von dem nach vorn drückenden Propellerschub im Gleichgewicht gehalten. Er kann
as also im Drucklager der Wellenleitung gemessen werden. Diese Messung erfolgt nach bekannten Methoden durch Einschalten irgendwelcher Meßelemente zwischen dem Druckring und der vorderen Gehäusewand des Drucklagers. Die Schleppgeschwindigkeit wird nach ebenfalls bekannter Methode mit einem Log gemessen. Die Beziehung zwischen dem Netzwiderstand bzw. dem Propellerschub und der Geschwindigkeit ν lautet J= cv2.
Die Änderung des Bei wertes c kennzeichnet die geänderten Widerstandsverhältnisse am Netz, sei es durch Füllungszunahme oder infolge von Netzbrüchen. Der Verlauf beider auf der Brücke angezeigten bzw. zeitsynchronisiert geschriebenen Werte gibt dem Kapitän Auskunft über die Vorgänge am Netz. Er wird dadurch in die Lage versetzt, z. B. die Fangwürdigkeit der befischten Strecke zu erkennen und seinen nächsten Hol entsprechendanzusetzen. Er erkennt ebenso die Höchstfüllung des Netzes und kann es rechtzeitig einholen, bevor sein Geschirr infolge Überlast zu Bruch und im Gefolge der gesamte Fang verlorengeht. Ebenso wird erkannt, wenn das Geschirr während oder nach dem Ausbringen, besonders bei schlechtem Wetter, unklar wird oder während des Fischens reißt. Durch die Möglichkeit des sofortigen Eingreifens wird Zeit und Material gespart.
Werden diese Meßwerte, Schub und Geschwindigkeit, auf einen Zeitschreiber genommen, so zeigt die Art des Kurvenverlaufes die Füllungszunahme nach der örtlichkeit der Schleppstrecke an. Diese Kurvenverläufe nehmen vier Hauptcharakteristiken an, wenn die Abszisse der Schubmeßgröße über der zweiten nach derselben Richtung aufgezeichnet wird. i. Laufen die beiden Kurven Geschwindigkeit und Schub auseinander, d. h. fallende Geschwindigkeit und steigender Schub, so bedeutet diese Erscheinung Netzfüllung. 2. Nähern sich beide Kurven einander, so kennzeichnet diese Tatsache unklares Geschirr, z. B. ein gerissenes Netz, sogar durch ziemlich plötzliche Änderung der Kurvenverläufe. 3. Weichen beide Kurven gleichsinnig aus, so ist dieser Zustand nur durch geänderte äußere Verhältnisse, wie Winddruck uisw., verursacht. 4. Wird mit gleichbleibender Geschwindigkeit geschleppt, so ist die Zunahme des Schubes gleichbedeutend mit Füllungszunahme des Netzes.
Diese Zustandsverläufe können auch von einem Anzeigegerät aufgenommen werden, welches ein Quotientenmeßwerk erhält und den Wert s/v2 direkt angibt. Mit Hilfe des einen oder anderen Vorwiderstandes, der je nach Fahrtdisposition vom Kapitän auf der Geschwindigkeits- oder der Schubseite betätigt wird, wird unmittelbar nach Ausbringen des Netzes und Anliegen des Fangkurses der Zeiger auf Skalenmitte, also auf den jeweiligen Ausgangszustand, eingestellt. Zeigerausschläge nach der einen Seite hin zeigen dann unmittelbar die Zunahme der Netzbelastung an, während Ausschläge nach der entgegengesetzten Seite unklar gewordenes Geschirr kenntlich machen.
Die neue Gesamteinrichtimg für die Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in der Zeichnung in den Fig. 1 bis 4 versinnbildlicht.
In Fig. I ist schematisch das fischende Fahrzeug mit einem Grundschleppnetz zu erkennen;
Fig. 2 zeigt die Zusammenfassung des Schubmessers ι und Geschwindigkeitsmessers 2, die den Propellerschub bzw. die Schiffsgeschwindigkeit auf die Brücke fernübertragen und dort auf einem Schreiber 3 oder einem Anzeigegerät erkennen lassen; in
Fig. 3 sind anzeigende Kurvenverläufe dargestellt;
Fig. 3 a zeigt steigenden Schub ia und fallende Geschwindigkeit 2" als Merkmal zunehmender Netzfüllung;
Fig. 3 b zeigt bei fallendem Schub i* und steigender Geschwindigkeit 2b unklar gewordenes Fanggeschirr an;
Fig. 3 c gibt beispielsmäßig eine Änderung äußerer Verhältnisse an, wie Winddruck oder sinkender Kesseldruck usw.; nach
Fig. 3d ist mit gleichbleibender und optimaler Geschwindigkeit 2 d geschleppt. Die angezeigte Zunahme des Schubes 1 d stellt ein unmittelbares Maß no für die Netzfüllung dar, wie der zunehmende Abstand χ erkennen läßt; in
Fig. 4 ist schematisch der Fall dargestellt, wenn an Bord kein Schreiber zum Einsatz kommt, sondern die Meßwerte Schub und Geschwindigkeit in zusammengefaßter Form als Quotient von Schub dividiert durch das Quadrat der Geschwindigkeit erkennbar werden sollen.
Wie für den Fischereibeflissenen nach Kenntnisnahme der vorstehend niedergelegten Erfindung ohne weiteres zu erkennen ist, werden bei ihrer Anwendung gegenüber den seither üblichen und bekannten Schleppnetzfangmethoden folgende Vorteile erreicht: a) man erhält durch die Charakteristik der Kurvenverläufe Kenntnis von der Fang-Würdigkeit der Teilstrecken des durchfischten
Raumes, b) man erkennt die Höchstfüllung des Netzes und schützt dadurch das Netz vor Überlast und den Fangertrag vor Verlust, c) man erkennt sofort, wenn das Netzgeschirr an Klippen, Korallen oder Wracks hakt, wie ja die selbsttätige Warnmeldung verstärkten Schub (Netzzug) oder fallende Geschwindigkeit angibt.
Mit diesen drei besonders hervorstechenden technischen Vorteilen ist ein allgemeiner Zeitgewinn ίο beim Fischen, Einsparung an Netzgeschirr und Schutz vor Fangverlusten verbunden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes, z. B. der Netzfüllung, bei Fischereifahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Messung des Schraubenschubs als Maß des Netzzuges und einer Geschwindigkeitsmessung des schleppenden Schiffes der Netzzustand bestimmt wird.
  2. 2. Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes bei Fischereifahrzeugen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte des Schraubenschubmessers (1) und des Geschwindigkeitsmessers (2) übereinander auf einen Zeitschreiber (3) gegeben werden.
  3. 3. Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Meßgerät nicht 3· Schraubenschub und Schleppgeschwindigkeit für sich, sondern das Verhältnis von Schraubenschub zum Quadrat der Schleppgeschwindigkeit ν auf ein Meßgerät gegeben wird, bei dem der Zeigerausschlag vom Nullpunkt ausgehend nach der einen Seite hin Netzstörungen (unklares Schleppgeschirr) verzeichnet.
  4. 4. Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes bei Fischereifahrzeugen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenschubmesser vor seinen Grenzwerten Anschläge erhält, durch welche Warnsignale ausgelöst werden, die dem Fischer die Annäherung an den Füllungsend wert bzw. unklar gewordenes Schleppgeschirr meldet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1718 10.
DEH1219A 1950-01-13 1950-01-13 Verfahren und Einrichtung zum Messen des Netzwiderstandes, z. B. der Netzfuellung, bei Fischereifahrzeugen Expired DE816775C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK87674C (da) * 1957-02-19 1959-08-10 Fhv Kedel Og Maskinpasser Ande Alarmapparat til trawl.
USRE30841E (en) 1975-10-08 1982-01-05 Simrad As Mechanism for gauging the catch within a trawl net

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DK87674C (da) * 1957-02-19 1959-08-10 Fhv Kedel Og Maskinpasser Ande Alarmapparat til trawl.
USRE30841E (en) 1975-10-08 1982-01-05 Simrad As Mechanism for gauging the catch within a trawl net

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