DE81557C - - Google Patents

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DE81557C
DE81557C DENDAT81557D DE81557DA DE81557C DE 81557 C DE81557 C DE 81557C DE NDAT81557 D DENDAT81557 D DE NDAT81557D DE 81557D A DE81557D A DE 81557DA DE 81557 C DE81557 C DE 81557C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F13/00Making discontinuous sheets of paper, pulpboard or cardboard, or of wet web, for fibreboard production

Landscapes

  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1894 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine zum Trocknen gefärbter Bogen von Papier oder ähnlichem Material. Die vom Färben nassen Bogen werden automatisch von einer Färbemaschine oder von einem Tische, auf welche sie gelegt worden sind, entfernt und durch eine beliebige Anzahl von Laufbahnen, die über einander angeordnet sein können, hindurchgeführt.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι die Maschine in Vorderansicht. Der Rahmen ist in verticaler Richtung weggebrochen und der mittlere Theil der Maschine ganz weggelassen,
Fig. 2 ist ein verticaler Längsschnitt durch den vorderen Theil der Maschine,
Fig. 3 ist eine Einzelansicht des Getriebes auf einer der Wellen der vorderen unteren Laufbahn,
Fig. 4 ist ein verticaler Längsschnitt durch den hinteren Theil der Maschine und bildet gewissermafsen die Fortsetzung der Fig. 2,
Fig. 5 ist eine Draufsicht auf den in Fig. 2 veranschaulichten Theil der Maschine,
Fig. 6 ist eine Einzelansicht eines Theiles der unteren, vorderen Laufbahn im Schnitt und veranschaulicht die Art und Weise, in welcher die Bogen von ihren Greifern, Haltern und Trägern entfernt werden.
Fig. 7 ist eine perspectivische Einzelansicht eines Theiles des Aufnahmeendes der Maschine,
Fig. 8 ist eine Einzelansicht eines Theiles einer der Bogenträger im Schnitt.
Das Hauptgestell der Trockenmaschine besteht aus einer beliebigen Anzahl vorderer und hinterer Pfosten 10, die sich vom Boden des Gebäudes bis zur Decke oder zum Dache desselben erstrecken.
Die Pfosten 10 sind an jeder Seite nahe ihrer Mitte durch Führungen 11 verbunden, die sich von einem Ende der Maschine bis zum anderen erstrecken und vortheilhaft einen winkligen Querschnitt besitzen, wobei die horizontalen Glieder nach innen gerichtet sind. Die Führungen 11 dienen als Führungen für die untere Laufbahn der Trockenvorrichtung. Die Pfosten 10 sind weiterhin, besonders am hinteren Theile der Maschine, durch einen Querbalken 12 und eine obere Führung 13 für die oberste Laufbahn mit einander verbunden. Die Führung 13 ist schräg angeordnet und senkt sich von einem Ende der Maschine zum anderen hin. Eine Zwischenführung 14 ist unterhalb des vorderen Theiles der oberen Führung 13 angeordnet und dient dazu, den unteren Theil der oberen Laufbahn der Maschine zu führen. Die untere Führung 1 1 ist über das Aufnahmeende des Hauptrahmens hinausgeführt und bildet eine Hülfsführung iia. Die oberste Führung .13 ist mit einer ähnlichen Verlängerung ι γ versehen. Diese Verlängerungen befinden sich auf der Vorder- und Rückseite der Maschine.
Die verlängerten Führungen 1 ia und ιγ sind in geeigneter Weise an Ständern A befestigt, welche eine geringere Höhe als die Pfosten 10 besitzen, vortheilhaft aus Metall hergestellt werden und auf dem Boden aufruhen.
An dem äufsersten Aufnahmeende der Maschine und zwar an der Vorder- und Rückseite dieses Theiles der Maschine sind zwei Führungen 1 5 und 16 angebracht, von welchen
jede ein unteres, im wesentlichen waagrechtes Glied, ein senkrechtes Glied und ein oberes waagrechtes Glied umfafst, welch letzteres sich über das entsprechende untere Glied erstreckt. Diese Führungen werden vorteilhaft aus Metall hergestellt, und die Führungen einer jeden Gruppe sind in einem bestimmten Abstande von einander angebracht (Fig. 5), wobei die innerste Führung sich seitlich, jedoch vor der äufsersten befindet und kleiner als diese ist (Fig- 7)·
In dem Ständer A ist eine feste Welle 17
angebracht, die eine Reihe von Fingern 18 Irä'gt, von welchen einige langer als die übrigen sind und mit aufwärts gerichteten Ansätzen versehen sind. Das zu trocknende Material wird entweder auf diese Finger, welche einen Aufnahmetisch bilden, gelegt oder wird denselben automatisch zugeführt, wobei die aufwärts gerichteten Ansätze als Führungen für die Bogen dienen.
Die Welle 17 trägt aufserdem einen Löseblock 20, und zwar vortheilhaft mittels Arme 21 (Fig. 5)·
Die verschiedenen, eingangs erwähnten Laufbahnen können Träger C beliebiger Gestaltung und Construction aufnehmen, die dazu dienen, die gefärbten Bogen in Empfang zu nehmen und durch die Trockenmaschine hindurch zu befördern.
Eine vortheilhafte Form für einen solchen Träger ist in Fig. 8 dargestellt. Derselbe besteht aus einem Mittelstück 22 und Endstücken 23 von rechteckigem Querschnitt, und zwar können sich die Endstücke mittels Drehstifte 24 frei auf dem Mittelstück drehen. Das Mittelstück ist nahe einem jeden Ende mit einer Bohrung 25 versehen, die sich von oben nach unten durch das Mittelstück hindurch erstreckt. In jeder Bohrung ist ein Greifer D einstellbar angeordnet. Ein automatischer Greifer ist in Fig. 6 und 8 dargestellt. Dieser besteht aus einem Schaft 26, von welchem sich ein Theil aufwärts durch eine Bohrung 25 hindurch erstreckt, während der untere Theil mit dem Boden des Mittelstückes des Stabes oder Trägers verbunden ist. Dieser untere Theil des Schaftes 26 ist mit zwei Backen 27 und 28 versehen, von welchen der eine, z. B. der Backen 28, beweglich und unter Federdruck stehend angeordnet ist, wobei die Federn dazu dienen, die Backen beständig geschlossen zu halten. Der Backen 28 ist mit einem Arm, vortheilhaft einem Kurbelarm 29, versehen, mittels dessen er geöffnet werden kann. Wenn dieser Kurbelarm mit einem Löseblock 20 in Eingriff gebracht wird, wird dieser Block den Backen öffnen und ihn geöffnet halten, so lange die Bewegung andauert. Der untere Theil des Blockes 20 ist, wie aus Fig. 7 ersichtlich, abgeschrägt. Der Greifer wird durch eine auf sein oberes Ende aufgeschraubte Mutter 30 in Eingriff mit dem Stab oder Träger festgehalten.
Von den Führungen 15 und 16 dient die eine dazu, das Mittelstück des Stabes, und die andere, das drehbare Ende desselben zu stützen, während der Stab oder Träger aufwärts bewegt wird, um den Bogen in Empfang zu nehmen, und während einer gewissen Zeit, nachdem der Bogen in den Greifer eingelegt worden ist.
Dadurch, dafs die inneren Führungen 16, also diejenigen, welche das Mittelstück stüzen, kürzer oder kleiner als die äufseren Führungen 1 5 gemacht werden, wird erreicht, dafs das Mittelstück eines Stabes oder Trägers eher frei wird als die Endtheile, so dafs das Mittelstück sich drehen und den Bogen in eine bestimmte Lage bringen kann (Fig. 2).
In dem inneren oberen Ende der Ständer A ist eine Welle 31 gelagert, die an jedem ihrer Enden mit einem Kettenrade 3ia versehen ist. Unterhalb der Welle 3 1 ist eine zweite parallele Welle 32 gelagert, die an jedem oder nahe jedem Ende mit einem Kettenrade 32** versehen ist. lieber die Kettenräder 31s und 3211 auf jeder Seite der Maschine läuft eine endlose Kette 33, und zwar kufen diese Ketten in den oberen Zügen über der horizontalen Rippe der Führungen i3a (Fig. 2). Die oberen Enden der Ketten laufen über Kettenräder 34, die lose auf einer Welle 35 sitzen, welche an dem oberen Aufnahmeende des Hauptrahmens in passenden Lagern ruht. Diese WTelle 35 ist nahe einem jeden losen Kettenrade 34 mit einem festen Kettenrade 36 versehen, und zwischen den beiden festen Kettenrädern ist mit der Welle eine Trommel 37 befestigt, die mit einer Längsnuth 38 versehen ist (Fig. 2 und 5).
Auf der oberen Welle 31 sitzt lose eine Trommel 39 (Fig. 5), und in den oberen Theilen der Führungen 13a ist eine parallele Welle 40 gelagert, auf welcher eine Trommel 41 befestigt ist. Ueber die Trommel 39 und 41 laufen Bänder ohne Ende (Fig. 2), welche sich in bestimmten Abständen über den Raum zwischen den oberen Ketten 33 erstrecken (Fig. 5). Auf dem hinteren Ende der die Trommel 37 tragenden Welle 35 ist ein Kettenrad befestigt, welches durch eine Kette 45 mit einem ähnlichen, auf der Welle 40 sitzenden Kettenrad 44 verbunden ist (Fig. 2 und 5).
Unterhalb der Trommelwelle 40 ist in dem Maschinenrahmen eine parallele Welle 46 gelagert, die an ihrem hinteren Ende ein grofses Kettenrad 47 trägt, welches durch eine Kette 48 mit einem Kettenrade 48a verbunden ist. Letzteres sitzt auf einer Antriebswelle 4813, die an an der Decke des Maschinenraumes befestigten Hängelagern oder einem überhängenden Träger
angeordnet sein kann (Fig. i). Die Welle 46 erstreckt sich von hinten nach vorn über den Maschinenrahmen und ist an ihrem vorderen Ende mit einem Zahnrade 49 und an ihrem hinteren Ende mit einem Kettenrade versehen, welch letzteres durch eine Kette 51 mit einem auf der Triebwelle 52 sitzenden Kettenrade verbunden ist. Die Welle 52 trägt ein Getriebe 53, welches mit einem auf einer parallelen Welle 54a sitzenden Getriebe in Eingriff steht, und diese Welle 54s ist durch eine Kette 55 mit einer Scheibe verbunden, die auf der den Kettenelevator tragenden Welle 31 sitzt.
Die obere* Bahn der Maschine besteht aus zwei endlosen Ketten 57 und 67 zu jeder Seite, von welchen die vorderen Ketten 57 über Kettenräder 36 laufen, die fest auf der Trommelwelle an dem Empfangsende der Maschine sitzen, sowie über Kettenräder 58, welche fest auf der nahe dem hinteren Theile des Maschinenrahmens in der Querrichtung gelagerten Welle 59 sitzen, die eine Trommel 60 trägt, welche ebenso wie die Trommel 37 eine längliche Oeffnung 61 besitzt.
Die beiden Ketten 57 sind unter einander durch Leisten 62 verbunden, auf welchen Bänder 63 befestigt sind, die somit mit den Ketten laufen. Der untere Theil einer jeden Kette 57 läuft über ein Spannungskettenrad 64 und ein lose laufendes Kettenrad 65, während der schlaffe Theil der Bänder 63 über eine Rolle oder Rollen 66 geführt wird (Fig. 4). Der obere Theil einer jeden Kette 57 wird von einer Führung 13 getragen, während der gerade Theil des unteren Kettentheiles von einer unteren Führung 14 getragen wird. Ebenso wird der obere Theil der Ketten 67 von den Führungen 13 getragen. Diese hinteren Förderketten 67 laufen über Kettenräder, die ebenfalls wie die Räder 58 auf der Trommelwelle 59 befestigt sind, während die hinteren Enden über Kettenräder 68 laufen, die in einstellbaren Lagern gelagert sind, so dafs die Ketten jederzeit angespannt werden können.
Alle Ketten, die bereits erwähnt worden sind und die noch erwähnt werden, sind mit Ausnahme der Treibketten auf ihren Aufsenflächen in bestimmten Abständen mit Stiften 70 versehen, die sich gegen die Stäbe oder Träger C legen können, um den Förderketten bei der Fortbewegung dieser Stäbe oder Träger zu helfen. Die Förderketten des oberen Theiles werden in folgender Weise in Umdrehung versetzt:
Eine Triebkette 71 wird von der Kraftwelle 48b (Fig. 1) angetrieben und theilt ihre Bewegung einer Gegenwelle 72 mit. Diese Welle 72 setzt mittels einer Kette 73 und eines Kettenrades 74 eine Welle 75 in Umdrehung. Die Welle 75 erstreckt sich von dem hinteren Theile des Rahmens zum vorderen Theile und ist unterhalb der inneren oder hinteren Trommelwelle 59 angeordnet. An ihrem vorderen Ende ist sie mit einem Zahnrade 76 versehen, welches in ein auf der Trommelwelle 59 sitzendes Getriebe yy eingreift und die Welle in Bewegung versetzt. Die Welle ihrerseits setzt die beiden Ketten der oberen Laufbahn in derselben Richtung in Bewegung, nämlich in der Richtung von dem Empfangsende zu dem hinteren Ende des Rahmens.
Die untere Bahn, d. i. diejenige, welche von den unteren Führungen 11 getragen wird, besteht aus zwei mit Stiften 70 versehenen Ketten 78 und 78a zu jeder Seite des Maschinenrahmens. Der vordere Theil 78 einer jeden Förderkette ist der, welcher die Stäbe oder Träger zu dem Empfangsende der Maschine hinführt. Es ist der bei weitem längste Theil und erstreckt sich fast bis zum hinteren Ende der Maschine, wo er mit dem kürzeren Theile 78" zusammen kommt. Die Verbindung zwischen der oberen und unteren Bahn an dem hinteren Ende der Maschine wird durch gekrümmte Schienen 79 bewirkt, die an die untere Bahn anschliefsen und über die obere Bahn hinweg gebogen sind. An der Innenfläche der oberen Führungen 13 sind Platten 80 befestigt, die etwas über die oberen Ketten 67 vorragen und dazu dienen, die Stäbe oder Träger C zu ergreifen und so lange festzuhalten, bis eine geeignete Vorrichtung sie entfernt und sie die Schienen 79 hinab zu dem hinteren Theile der unteren Förderbahn hinführt.
Eine derartige Vorrichtung ist in Fig. 4 veranschaulicht. Dieselbe besteht aus zwei Führungsarmen 81, von welchen einer an jeder Seite der Maschine angeordnet und auf einer kurzen Welle 8ia befestigt ist, die in passenden Lagern an dem hinteren Ständer des Maschinenrahmens ruht. Die Arme sind an jedem Ende mit einer Aussparung 82 versehen, die an einem Ende durch eine Wand 83 geschlossen ist und an ihrem anderen Ende gewöhnlich durch einen Schieber 84 verschlossen gehalten wird. Die Schieber befinden sich an den entgegengesetzten Enden eines jeden Armes an entgegengesetzten Kanten. Jeder Schieber gleitet über einen Stift 85 und steht unter dem Drucke einer Feder 86. Der Stift 85 sitzt auf einem an dem Arm 81 befestigten Träger 87 und die Feder 86 ist beständig bestrebt, den Schieber 84 über die Aussparung des Armes vorzuschieben, so dafs durch den Schieber die andere Wandung der Aussparung gebildet wird.
Auf jeder Welle 8ia sitzt ein grofses Zahnrad 88, welches in ein zweites grofses Zahnrad 89 eingreift. Beide · Räder befinden sich auf der Aufsenseite des Maschinenrahmens und werden durch Zahnräder 90 angetrieben, die in die obersten Zahnräder 89 eingreifen und
auf einer Welle g ι sitzen, welche sich von der Vorderseite zur Rückseite der Maschine erstreckt und an ihrem hinteren Ende mit einem Kettenrade versehen ist. Letzteres steht durch eine Kette 92 mit einem auf dem hinteren Ende der Trommelwelle 59 sitzenden Kettenrade in Verbindung. An der Vorder- und Hinterseite des Maschinenrahmens ist am oberen Theile des hinteren Endes eine Löseplatte 93 angeordnet, welche bei der Rotation der Arme 81 mit den vorspringenden Schiebern 84 in Berührung kommt und dieselben zurückprefst, so dafs die oberste Aussparung zugänglich wird. Jeder Arm 81 bewegt sich zweimal so schnell als die oberen Ketten, und wenn ein Ende eines Armes den Stab oder Träger von der oberen Bahn erhält, liefert das entgegengesetzte Ende des Armes einen Stab oder Träger an die untere Bahn ab. Kommt das obere Ende eines Armes mit einer Platte 93 in Berührung, so wird der Schieber 84 zurückgeschoben und der auf der Platte 80 ruhende Stab wird in die Aussparung 82 aufgenommen. Inzwischen ist der Arm mit der Platte 93 aufser Eingriff gekommen, die Feder 86 bringt den Schieber 84 in seine frühere Lage zurück und der Stab ist nunmehr zwischen den Wänden 83 und 84 der Aussparung eingeschlossen. In dieser Lage wird der Stab die Schieber 79 hinabgeführt und der unteren Bahn überliefert, worauf er zu dem anderen Ende der Maschine hingeführt wird.
Wenn die nassen Bogen an dem Aufnahmeende der Maschine eingelegt werden, werden sie von den Elevatoren 33 aufwärts geführt, wobei die ungefärbte Seite auf den Schnüren 42 aufliegt, so dafs die Bogen am Werfen verhindert werden. Solange die Bogen auf den vorderen Theilen 57 der oberen Bahn laufen, bleiben sie noch in Berührung mit den Schnüren, also in horizontaler Lage; erst wenn die Träger auf die hinleren Theile 67 der oberen Bahn übergehen, verlassen die Bogen die Schnüre; sie sind dann hinreichend getrocknet, um glatt und in senkrechter Lage zu verbleiben. Wenn die Bogen von der oberen Bahn an die untere abgegeben werden, sind sie indessen immer noch so feucht, dafs sie an einander kleben würden, wenn sie so nahe zusammen gebracht würden, um mit einander ■ in Berührung kommen zu können; aus diesem Grunde werden die Stifte auf den Aufnahmeoder hinteren Ketten der unteren Bahn weiter aus einander angebracht, als die Stifte auf den vorderen Ketten derselben Bahn. Die Ketten 78a müssen daher viel schneller laufen als die Ketten 78, und die Stifte auf den Ketten 78a sind so angeordnet, ' dafs es für einen Bogen unmöglich sein wird, unter gewöhnlichen Umständen mit einem anderen Bogen in Berührung zu kommen.
Der Antrieb der Ketten 78 der unteren Bahn erfolgt in folgender Weise:
Auf dem hinteren Ende der Trommelwelle 59 ist, wie in Fig. 4 in punktirten Linien dargestellt, ein Kettenrad befestigt, welches durch eine Kette 94 mit einem gröfseren Kettenrade 95 verbunden ist, das auf dem hinteren Ende einer nahe dem hinteren Theile des Rahmens oberhalb der Führungen 11 gelagerten und sich von der Vorderseite zur Rückseite der Maschine erstreckenden Welle 96 sitzt.
Auf dem vorderen Ende sowohl als auch auf dem hinteren Ende dieser Welle 96 sitzt ein Kettenrad 97, und diese Kettenräder 97 sind durch Ketten 98 mit Kettenrädern 99 verbunden, die auf einer unterhalb des unteren Endes der Schiene 79 gelagerten Welle 100 sitzen. Diese Welle 100 trägt aufserdem nahe jedem Ende noch ein anderes Kettenrad, über welches die Ketten 78a der unteren Bahn laufen, deren vordere Enden über Kettenräder laufen, die lose auf einer in den Führungen 11 gelagerten Welle 101 sitzen.
Die vorderen Ketten 78 der unteren Bahn laufen über Kettenräder 102, die ebenfalls lose auf der Welle 101 sitzen, und über Kettenräder, die auf einer im vorderen Theile des Maschinenrahmens gelagerten Welle 103 sitzen.
Diese Welle 103 wird mittels eines auf ihrem vorderen Ende sitzenden grofsen Zahnrades 105 in Umdrehung versetzt, welches mit einem Zahnrade 49 auf der von der Kraftwelle angetriebenen Welle 46 in Eingriff steht.
Die Bogen werden an dem Aufnahmeende der Maschine von den Greifern der Träger erfafst, indem die Arme 29 mit den Blöcken 20 in Eingriff treten, wobei die Greifer geöffnet werden. Das Lösen der Bogen von den Trägern kann in derselben Weise bewirkt werden. Zu diesem Zwecke ist auf der Innenfläche einer jeden Führung 11 eine Platte 106 verstellbar angeordnet, welche mit einer Löserippe oder Leiste 107 versehen ist. Unmittelbar unter dieser Platte ist ein Behälter 108 passend angebracht. Wenn die Bogen sich diesem in schräger Lage angeordneten Behälter nähern, treten sie in denselben ein, und während der Zeit, dafs ihre freien Enden eingelegt werden, treten die Kurbelarme der Greifer, welche das obere Ende der Bogen festhalten, mit den Löserippen 107 in Eingriff und die Backen 27 und 28 werden geöffnet (Fig. 6). Der Bogen wird hierdurch frei und fällt vollständig in den Behälter 108 hinein. Es kann natürlich jede beliebige Greifer- und Trägerconstruction verwendet werden, und statt des automatischen Ein- und Ablegens des Bogens kann das Ein- und Ablegen auch von Hand bewirkt werden.
Unter den verschiedenen Trommeln werden vortheilhaft Heizrohren 109 angeordnet, um das Trocknen zu erleichtern.

Claims (4)

  1. Die leeren Stäbe oder Träger werden zu dem Aufnahmeende der Maschine zurückgebracht, um neue Bogen aufzunehmen und dieselben durch die Trockenmaschine hindurchzuführen. Dies Zurückbringen erfolgt mittels Kettenräder iio, die lose auf der im Hauptrahmen der Maschine gelagerten vorderen unteren Welle 103 sitzen. Unter dieser Welle ist eine zweite Welle 111 gelagert, die Kettenräder 112 trägt, und auf jeder Seite des vorderen Trägers auf den Ständern A der Maschine werden vorteilhaft Bügel 113 einstellbar befestigt, die Kettenräder 114 tragen, während eine andere Welle 11 5 in den Ständern^, unter dem (unteren Theil der vorderen Hauptführungen 15 gelagert ist (Fig. 2). Diese obere vordere Welle ist mit zwei Kettenrädern 116 versehen, und die Förderkette, welche von den Kettenrädern 110, 111, 114 und 116 getragen wird, besteht aus zwei zu den Seiten des Maschinenrahmens angeordneten endlosen Ketten, die mit Fingern 70 versehen sind. Die oberen Theile dieser Ketten 117 führen direct zu dem Zwischenraum zwischen den unteren Führungen 1 5 und 16, und zwar befinden sie sich in gleicher Höhe mit den gröfseren Führungen 1 5, während sich die unteren Theile der Elevatorketten 33 in gleicher Höhe mit den unteren Theilen der kleineren Führungen 16 befinden, und die oberen Theile der Elevatorketten befinden sich in gleicher Höhe mit dem oberen Theil dieser Führungen (Fig. 2 und 7). Die Rückförderketten 117 werden von Ketten 118 angetrieben, die über passende Kettenräder auf der Welle 11 5 und über Kettenräder auf der Treibwelle 52 laufen. Auf diese Weise erhalten die Rückförderketten dieselbe Geschwindigkeit wie die Elevatorketten.
    Der Arbeitsgang der Maschine in nun folgender:
    Die auf dem Zuführungstisch am Aufnahmeende der Maschine liegenden Bogen werden von den Greifern der zwischen den Führungen 15 und 16 aufsteigenden Stäbe erfafst.
    Wenn die Träger die Führungen verlassen, drehen sich ihre Mittelstücke, so dafs sich die Bogen auf die oberen Bänder 42 unterhalb des Elevators legen können. 'In dieser Lage werden die Bogen den vorderen Theil 57 der oberen Bahn der Maschine entlang geführt.
    Sobald aber die Bogen den hinteren Theilen 67 der oberen Bahnen überliefert werden, fallen sie in senkrechter Lage herab und werden sich, so nafs sie auch gewesen sein mögen, nunmehr nicht im geringsten mehr werfen. Wenn die Träger sich dem Ende der oberen Bahn, nähern, gelangen sie auf die Platte 80 und werden dann von den Armen 81 den schnelllaufenden Theilen 78a der unteren Bahnen zugeführt. Hierdurch werden die einzelnen Träger in passende Entfernungen von einander gebracht, so dafs die Bogen an einer gegenseitigen Berührung verhindert werden. Erreichen die Träger das vordere Ende des Theiles 78s, so werden sie von den vorderen Theilen 78 der unteren Bahn aufgenommen, deren Stifte 70 ganz dicht zusammenliegen. Sobald dann die Träger den Behälter 108 erreichen, werden die Bogen automatisch gelöst, und die leeren Träger laufen weiter, bis sie von den Rückförderketten 1 17 ergriffen werden, die die vorderen Führungen 15 und 16 entlang laufen, worauf sie von den Fingern 70 des unteren Theiles der Elevatorketten 33 aufgenommen werden.
    Auf diese Weise kann eine beliebige Anzahl von Bogen, ganz gleich, wie nafs oder wie dick bestrichen sie sind, schnell und ordentlich getrocknet werden, ohne dafs hierbei ein Werfen, Aufrollen oder Zusammenkleben der einzelnen Bogen auftritt. Zur Bedienung der Maschine ist nur ein Arbeiter erforderlich, der die Bogen in die Maschine einlegt, und auch dieser eine Arbeiter wird überflüssig, wenn eine Vorrichtung getroffen wird, welche die Bogen automatisch von der Färbemaschine dem Zuführungstisch der Trockenmaschine überliefert.
    Pa τ ent-An s ρ rüche:
    ι . Maschine zum Trocknen gefärbter Papierbogen, gekennzeichnet durch eine Anzahl unabhängig von einander angeordneter Laufbahnen , von welchen je zwei durch eine Fördervorrichtung in Verbindung stehen, und deren Förderketten in bestimmten Abständen mit Stiften versehen sind, welche sich gegen die, die senkrecht herabhängenden Bogen tragenden Stäbe legen und dieselben von einem Ende einer Laufbahn zum anderen bringen, wo die Stäbe alsdann von der Fördervorrichtung ergriffen und den Förderketten der nächst tiefer oder höher gelegenen Laufbahn übermittelt werden.
  2. 2. Eine Ausführungsform der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine, bei welcher zwecks Verhütung des Aneinanderklebens der noch nassen Bogen die Ketten (78a), welche die noch nassen Bogen befördern, mit weiter aus einander stehenden Stiften (70) versehen sind als die Ketten (78), welche die bereits trocken gewordenen Bogen befördern, und wobei, um einen Ausgleich herbeizuführen, der Antrieb der Ketten in der Weise erfolgt, dafs die Ketten (γ8ή eine gröfsere Umlaufsgeschwindigkeit erhalten als die Ketten (78).
  3. 3. Eine Ausführungsform der im Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine, bei welcher die Beförderung der die Bogen tragenden Stäbe (C) von einer Laufbahn zur anderen
    durch einen sich drehenden Arm (81) erfolgt, der an jedem Ende mit einer Aussparung (82) versehen ist, in welche die Stäbe eintreten, und deren eine Wand von einem unter Federdruck stehenden Schieber (84) gebildet wird, welcher vor der Aufnahme eines Stabes durch eine geeignet angeord nete Anschlagplatte (80) zurückgeprefst wird, dann aber vorspringt und ein Herausfallen des Stabes verhindert (Fig. 4).
  4. 4. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung von Bändern (42) unter den Förderketten der ersten Laufbahn, wodurch die nassen Bogen veranlafst werden, eine annähernd waagrechte Lage anzunehmen, und somit ein Werfen und Biegen der Bogen wirksam verhindert wird (Fig. 2 und 5).
    Ein zum Tragen der zu trocknenden Bogen dienender Stab, bestehend aus einem mit Greifern (D) versehenen Mittelstück (22) und zwei mit dem Mittelstück drehbar verbundenen, auf den Förderketten aufruhenden Endstücken (23) (Fig. 8).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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