DE815570C - Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern

Info

Publication number
DE815570C
DE815570C DEK2147A DEK0002147A DE815570C DE 815570 C DE815570 C DE 815570C DE K2147 A DEK2147 A DE K2147A DE K0002147 A DEK0002147 A DE K0002147A DE 815570 C DE815570 C DE 815570C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bulk material
housing
air
sieves
grains
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK2147A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Knieb
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK2147A priority Critical patent/DE815570C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE815570C publication Critical patent/DE815570C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • B07B1/46Constructional details of screens in general; Cleaning or heating of screens

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schüttgütern Das Verfahren und die Vorrichtung bezieht sich auf Reinigung von Schüttgütern jeder Art, um unerwünschte Beimengungen zu entfernen und das Schüttgut selbst, z. B. Getreidekörner, von mitgeführtem und anhaftendem Staub und anderen Fremdkörpern zu reinigen. Um den vorgenannten Zweck zu erreichen, benutzte man bisher Vorrichtungen, welche aus Sieben oder gelochten Blechen bestanden und die sich in Bewegung befanden, hervorgerufen durch Schüttlerantrieb (hin und her gehende Siebe) oder vibrierende Siebe oder Siebstapel. Bei diesen Vorrichtungen erreicht man die Entfernung von größeren Beimengen und spezifisch schweren Körpern. Die spezifisch leichteren Teile und Staubteile jeder Art entfernte man durch Luftströme, in welchen man den Luftstrom als Träger dieser Staubteile benutzte. Die staubgeschwängerte Luft, ganz gleich, ob es sich um Druck- oder Saugluft handelt, mußte man in Niederschlagsräume führen. Diese Niederschlagsräume bestanden aus Staubkammern, Cyklonen und Filtern. Durch die Querschnittsvergrößerung des Luftstromes leim Eintritt in die \ iederschlagsräume wurde dieTragkraft des Luftstromes stark herabgesetzt, so daß ein größerer Teil abfiel, und diese Teile sammelte man in geeigneten Abfangvorrichtungen. Für das Abströmen der Luft an sich muhte poröses Gewebe vorhanden sein zum Austritt der Luft in den freien Raum. Auch mußte man in der Porosität der Gewebe bestimmte Grenzen einhalten, um einerseits nicht mit der Luft größere Staubteile austreten zu lassen und andererseits eine zu starke Pressung der Luft zu vermeiden, weil sonst der Lufterzeuger (Ventilator) zu viel Kraft verbrauchte. Bei Durchtritt der Luft durch die Poren des Gewebes werden die Staubteilchen zurückgehalten, welche größer sind als die einzelnen Öffnungen in dem Gewebe. Die durch die Poren in den freien Raum austretende Luft führt, wenn auch in kleinen Mengen, immer noch Staubteile mit, deren Größe oder Kleinheit den Gewebeöffnungen entspricht. Daher waren bisher vollkommen staubfreie Räume, z. B. Diühlenräume, nicht zu erreichen, obwohl solche aus Sauberkeitsgründen und gesundheitlichen Gründen (Lungenatmung) unbedingt anzustreben sind.
  • Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile, ermöglicht die vollständige Reinigung des Schüttgutes und verhindert den Austritt von staubgeschwängerter Luft in den freien Raum, und zwar dadurch, daß die vollständige Reinigung des Schüttgutes sowohl von Staubbeimengungen als auch von anhaftendem Staub, z. B. bei Körnern, in luftdicht abgeschlossenen Vorrichtungen erfolgt, unter Vermeidung von Luftströmen. Die Reinigung in den luftdicht abgeschlossenen Vorrichtungen erfolgt dadurch, daß geeignete Gewebe oder gelochte Siebe benutzt werden, welche durch Kurbelantrieb in hin und her gehende Bewegung gesetzt werden oder in vibrierende Bewegung. Die Fortbewegung des Schüttgutes erfolgt auf schräg gestellten Sieben, deren Gefälle dem Schüttgut angepaßt ist, so daß das Schüttgut genügend Zeit hat, sich auf der Fläche zu bewegen und zweitens dadurch, daß man den Weg des Schüttgutes so lange wählt, daß der Staub jeder Art und jeden spezifischen Gewichtes die Möglichkeit hat, durch die Sieblochungen durchzufallen, auf Böden gesammelt und abgefangen wird. Würde das Schüttgut nur über die Fläche hinwegrutschen, so wäre auch dem Staub dieselbe Möglichkeit gegeben und der gewünschte Erfolg der Entstaubung würde nicht eintreten. Die Anwendung des an sich bekannten freischwingenden Systems für geradlinige Hubbewegung gestattet die Anwendung eines sehr großen Hubes, wodurch das Schüttgut einen bestimmten Weg weitergleitet und ein Teil nach .der Umkehrbewegung des Hubes wieder zurückgeworfen wird. Die Länge des Vorwärtsgleitens und Zurückwerfens des Schüttgutes wird durch Faktoren bestimmt, die abhängig sind von der Art der Fläche, der Form und der Art des Schüttgutes. Beim Zurückwerfen tritt auch eine Wirbelung des Schüttgutes unter sich ein, die durch die verschiedenartige Oberflächenstruktur hervorgerufen wird, und da ein bestimmter freier Fall im Raume vouhanden ist und die Siebfläche sich auch in einer gewissen Erschütterung befindet, nimmt das Stuckgut eine hüpfende Bewegung an. Bei dem Aufprall und bei der hüpfenden Bewegung werden auch die leichten Teile zusätzlich durch die vorhandenen Öffnungen gedrückt. Will man nur den mitgeführten Staub entfernen, so kommt man mit normal gelochten Blechen und Sieben aus, soll aber der anhaftende Staub abgerieben werden, so muß die Gleitfläche geraubt sein, oder man wendet die Vorrichtung der schwingenden Förderelemente an, die geraubte oder gezahnte Wurfflächen hat. Besteht das Schüttgut beispielsweise aus Körnern, so erreicht man den beschriebenen Effekt dadurch, daß bogenförmige Bleche in gewissen Abständen angebracht werden, damit die Körner auch eine rollende und umwälzende Bewegung durchführen und dadurch die gesamte Oberfläche der Bearbeitung oder Scheuerung aussetzen. Ferner erreicht man eine besonders intensive Bearbeitung der Oberfläche dadurch, daß man in die Laufbahn Widerstände von bestimmter Größe und Form und einer bestimmten Oberflächenrauheit setzt, an welchen sich das Schüttgut stößt und richtungsverändernd weitergleitet. Denselben Zweck erzielt man auch dadurch, daß man in die Schüttgutstrombahn pendelnde Schleifkörper hängt, die bei den einzelnen Bewegungen der Maschine hin und her und auch auf und ab schwingen und dabei den zwischen den Sieben und Schleifkörpern vorhandenen Getreidestrom elastisch, weil in Federn hängend, rollen und scheuern. Zur Steigerung der abreibenden und abscheuernden Wirkung kann der Schleifkörper geraubt sein oder Schnittkanten haben.
  • Durch geeignete Schaltvorrichtungen kann man das Schüttgut auf eine größere oder kleinere Anzahl von Sieben leiten oder auf bestimmte Siebe mit verschiedenartigen Scheuervorrichtungen oder auf Siebe, die keinerlei Scheuervorrichtungen haben. Die Abscheuerung dient auch dem Zweck, .die äußere Holzfaser abzureiben, gleichfalls Sporen. Pilze, Kunstdüngerrückstände und Nagetiereliaare von der Oberfläche zu entfernen.
  • Durch den Fortfall des Luftstromes tritt eine Kraftersparnis ein, da Exhaustoren oder Ventilatoren und Niederschlagsapparaturen in Fortfall kommen.
  • Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel zur Ausübung des neuen Verfahrens, und zwar läßt Abb. i die Anordnung der Maschine erkennen. Die Maschine macht eine freischwingende hin und her gehende Bewegung. Das zu entstaubende Schüttgut tritt in der Richtung des Pfeiles a oben in die Maschine und gelangt auf das erste Sieb b. Damit keine Luft von außen zutritt, hat der Einlauf eine bewegliche Ummantelung c, z. B. Gummischlauch. Das Schüttgut fällt durch Sieb b und d und gleitet über die Siebe e, f, g und lt zum Auslauf i, der gleichfalls beweglich ummantelt ist. Der Überschlag (Schüttgutbestandteile, die größer sind als die Siel)öffnungl von Siel> b und d geht zu dein Auslauf k. Der Durchfall (Staub) von den Sieben e, f, g, h geht zu denn Auslauf 1. Beide Ausläufe sind auch beweglich ummantelt.
  • Die Siebe b, d, e, f, g und Ir können eine glatte Oberfläche oder eine raube Oberfläche haben. Die Abb. 2 bis 5 zeigen den Aufbau und verschiedene Ausführungsformen der Scheuerelemente. Die Scheuerung oder Bearbeitung des Schüttgutes erfolgt an schwingenden Förderelementen n. Eine rollende und umwälzende Bewegung des Schüttgutes wird durch bogenförmige Bleche o hervorgerufen. Eine zusätzliche Scheuerung und Aufprall des Schüttgutes wird durch Widerstände p und d erreicht. Demselben Zweck dienen pendelnde Schleifkörper r. Die Anzahl und Auswahl der Scheuerelemente erfolgt je nach Art des Schüttgutes. h'nt das Schüttgut auf mehr oder weniger Siebe zu leiten, werden Schaltvorrichtungen s eingebaut.

Claims (7)

  1. PATEN TANSPRCCHE: i. Verfahren zum Entstauben von Schüttgütern, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttgut in an sich bekannter `'eise einer Schüttelbewegung ausgesetzt wird, und daß die Entstaubung in einem allseitig abgeschlossenen Gehäuse vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Entstaubung der Schüttgüter bei ruhender Luft, ohne Zuhilfenahme von Luftströmen. erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach _\nspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung und auch die .11>führung des Schüttgutes und der heraussortierten Beunengungen und deren Absackung unter Luftabschluß erfolgen. .1.
  4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttgut (Körner) einer zusätzlichen Bearbeitung und Abrollung durch starr befestigte Scheuerkörper unterworfen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttgut (Körner) einer zusätzlichen Bearbeitung und Abscheuerung durch pendelnd aufgehängte Scheuerkörper unterworfen wird.
  6. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäß Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem allseitig abgeschlossenen Gehäuse übereinander .mehrere Siebe (b-g) und am Boden des Gehäuses getrennte Ausläufe für den Abfall und für das aussortierte Schüttgut vorgesehen sind.
  7. 7. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende des Gehäuses 2 oder mehrere übereinanderliegende Siebe (b, d) angeordnet sind, .die mit einem Auslauf (k) in Verbindung stehen, durch den die groben Körner abgeführt werden und das aussortierte Schüttgut von geringerer Korngröße durch einen weiteren Auslauf (i) abgeführt wird.
DEK2147A 1950-03-15 1950-03-15 Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern Expired DE815570C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2147A DE815570C (de) 1950-03-15 1950-03-15 Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK2147A DE815570C (de) 1950-03-15 1950-03-15 Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE815570C true DE815570C (de) 1951-10-04

Family

ID=7209257

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK2147A Expired DE815570C (de) 1950-03-15 1950-03-15 Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE815570C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE626782C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von koernigem oder stueckigem Gut
EP2042244A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub und/oder faserförmigen Beimengungen aus einem Kunststoffgranulat
DE3686542T2 (de) System zur wiederverwertung von abstaubmehl.
DE661573C (de) Staubsauger fuer Blas- und Saugluftbetrieb
DE2106058A1 (de) Filter Reinigungsvorrichtung fur einen Staubsauger
DE2106114A1 (de) Kontinuierlich wirkendes Schlauchfilter
DE815570C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Schuettguetern
DE2738119B2 (de) Schlauch- oder Taschenfilter
DE2303055A1 (de) Einrichtung fuer oberflaechenbehandlung
DE8306217U1 (de) Pneumatischer trockner mit luftfilter fuer schuettgut
DE339626C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abscheiden fester Beimengungen aus Gasen auf trockenemWege
DE4435739C2 (de) Einrichtung zur periodischen Abreinigung von Luftfiltern
DE2050906B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum reinigen eines gasstroms
DE2433514A1 (de) Vorrichtung zur abscheidung von pulvern und staeuben
DE884901C (de) Vorrichtung zum Reinigen staubhaltiger Gase
DE968302C (de) Entzunderungseinrichtung, bei der der Draht einen mit einem scharfkantigen Scheuermittel gefuellten Behaelter durchlaeuft
DE358012C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entstaubung von Gasen und Daempfen
DE329210C (de) Griessputzmaschine
DE9718C (de) Siebvorrichtung mit abklopfbarem Luftfilter
DE3741291C2 (de)
CH374901A (de) Verfahren zur Beseitigung der elektrostatischen Aufladung von Strahlmittelteilchen beim Behandeln von Werkstücken in Strahlanlagen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE176671C (de)
AT200123B (de) Prallflächen-Abscheider zum Entstauben von Gasen, insbesondere von heißen Gasen
DE84763C (de)
CH245654A (de) Vorrichtung zum Abscheiden von Verunreinigungen aus Gasen und zur Entstaubung von körnigem Gut.