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Durch Druckwellen in der Gasleitung werden bekanntlicherweise die
Straßengaslaternen zum Aufflammen oder zum teilweisen oder ganzen Verlöschen gebracht.
Vorherrschend sind folgende Arten Gaslaternen: Steh-, Hänge- oder Aufbaulicht, so
daß die Gaszufuhr des Gasdruckwellen-Fernzünders an den Lampen je nach Art ausgebildet
werden rnuß: Dadurch mußten verschiedenste Systeme an Fernzündern konstruiert werden.
Dabei tauchte der Gedanke auf, einen Fernzünder herzustellen, der für alle Gaszuführungsarten
geeignet war. Unter anderem wurde vorgeschlagen, einen Fernzünder zu bauen, bei
dem durch Vertauschen von Einsätzen bzw. durch Umsetzen des Schaltorgans allerdings
nur eine zweifache Verwendungsmöglichkeit für einen an sich bekannten Zünder geschaffen
wurde. Hierbei konnte der Nachteil einer exzentrischen Lagerung des Gesamtgerätes
zu den Anschlußstutzen nicht vermieden werden. Es ergeben sich viele Einbau- und
Unterbringungsschwierigkeiten, die das Gesamtbild der Lampen außerdem noch beeinträchtigen.
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Dagegen wird durch den nachstehend näher erklärten Vorschlag und durch
die besondere Konstruktion der erwähnte Nachteil vermieden. Die Umschaltbarkeit
wird ohne Rücksicht auf die innere Bauart des Zünders universell erreicht. Dabei
ist es unbeachtlich, ob der Schaltmechanismus Ventile oder Hähne betätigt.
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Zweck und Bedeutung der Erfindung soll nicht nur in einer technischen
universellen Anwendungsmöglichkeit zu erblicken sein, sondern sie berücksichtigt
infolge ihrer Einfachheit eine wirtschaftliche, rationelle Fertigung, Wartung, Reparaturhaltung
u. a. m.
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Zur Erläuterung der Erfindung wird beispielsweise ein Fernzünder gewählt,
dessen Membran vertikal angeordnet sein kann und dessen Schaltmechanismus eine der
bekannten Arten ist. Hierbei wird die Umstellbarkeit des Gerätes für den Einbau
von Hängelicht auf Stehlicht oder umgekehrt bereits durch eine beispielsweise Dreiteilung
des Gerätes ermöglicht. Ein den Schaltmechanismus tragender Körper enthält entsprechend
der Anzahl n der vorgesehenen Druckwellen n + i glatte Bohrungen,
die in gleichen Abständen voneinander auf einem Teilkreis liegen. Der Körper wird
durch zwei Deckel verschlossen, die ihrerseits die erforderlichen Zu- und Abgänge
für die Anschlüsse tragen. Die Deckel sind mit eingelegten Kanälen versehen, so
daß durch die Bohrungen im Hauptkörper die gewünschten Kanalverbindungen erzielt
werden. Durch gegenseitiges Verdrehen der Deckel ist man in der Lage, den geforderten
Verwendungszweck herzustellen. Sinngemäß ist die Erfindung auch auf anders gelagerte
Membranen anzuwenden. Bei seitlichen Abgängen können die Gehäusebohrungen mit Anzapfstellen
versehen werden.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in verschiedenen Schnitten
dargestellt, bei dem bewußt auf die Art der Schaltsteuerungen verzichtet wurde,
da diese als bekannt vorausgesetzt wird. Die Membranen mögen hierbei vertikal angeordnet
sein.
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Abb. i zeigt einen Längsschnitt, für Hängelicht eingerichtet. Mit
dem Eingangsstutzen 4 ist im Deckel i ein Kanal verbunden, der das Gas durch den
Kanal 5 über eine Aussparung 6 im unteren Deckel 3 in den Innenraum 7 des Gehäuses
2 kommen läßt. Dort wirkt sich die Druckwelle auf den Schaltmechanismus aus. Entsprechend
der Schaltung auf Abendlicht ist das Innere 7 über den Kanal 8 einer entsprechenden
Aussparung im unteren Deckel 3 mit dem Ausgangsstutzen io verbunden. In der Schaltstellung
Nachtlicht wird der Gasstrom aus dem Raum 7 durch den Kanal 9 über die Gasführung
im unteren Deckel 3 zum Nachtlichtstutzen i i geführt. Der Stutzen 16 ist mit einer
Verschlußschraube 17 dabei geschlossen.
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Abb.2 zeigt einen versetzten Schnitt zur Gasführung für die Zündflamme.
Das Gas gelangt wie in Abb. i über die Kanäle 4, 5, 6 in das Innere 7 und tritt
gleichzeitig am Stutzen 12 des unteren Deckels 3 aus.
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In der Abb. 3 als Schnittzeichnung ist beispielsweise der Deckel i
um 9o Grad nach links gegenüber dem Gehäuse 2 verdreht. Der untere Deckel 3 ist
mit einer Rechtsdrehung von 9o Grad auf das Gehäuse 2 gelegt. Hierdurch ist der
Fernzünder von Hängelicht auf Stehlicht umgeschaltet. Vom Stutzen io tritt das Gas
über den Kanal 6 in das Innere 7 und gelangt gleichzeitig über die Bohrung 5 zum
Stutzen 15 der Zündflamme. Bei Schaltung auf Abendlicht wird das Gas aus dem Innern
7 durch den Kanal 8 der Bohrung 13 zu dem Austrittsstutzen 4 im Deckel i geleitet.
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Die Abb.4 zeigt weiter den Gasweg für Stehlicht in der Schaltung Nacht
aus dem Innern 7 über den Schaltkanal 9 der Bohrung 14 zum Nachtlichtstutzen 16
im Deckel i. Im unteren Deckel 3 ist der Stutzen i i mit einer Verschlußschraube
17 blind geschlossen.