DE154642C - - Google Patents

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DE154642C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q9/00Pilot flame igniters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 154642 -' KLASSE Ad. /¥
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1903 ab.
Die vorliegende Einrichtung zum Anzünden und Auslöschen von Gasflammen von beliebig verteilten Stellen aus ist in erster Linie für Treppenbeleuchtung bestimmt. Sie ermöglicht es, eine beliebige Anzahl von Gasbrennern ohne die gebräuchlichen Hilfsmittel, wie elektrisch betriebene Gasverschlüsse, von beliebig vielen und beliebig verteilten Punkten aus anzuzünden und auszulöschen.
ίο Zu diesem Zweck wird die Gasleitung, wie gewöhnlich, im Erdgeschoß von außen zugeführt. Von hier aus geht eine Doppelleitung bis in das oberste Stockwerk. Von dort aus geht ein einzelnes Rohr wieder durch die Stockwerke nach unten, und an diesem Stücke der Leitung befinden sich die Brenner. Am Anfangs- und Endpunkte der Doppelleitung befindet sich je ein Mehrwegehahn; in jedem einzelnen Stockwerk ist ebenfalls je ein gleieher vorgesehen, durch welchen beide Zweige der Leitung in Verbindung gesetzt werden können. Vermöge dieser neuen und eigenartigen Gasleitung, sowie der in jedem Stockwerk die beiden Zweige der Leitung verbindenden Mehrwegehähne ist es nun möglich, durch Umschalten irgend eines beliebigen Hahnes den durch die zuletzt erfolgte Drehung desselben oder eines beliebigen anderen Hahnes bedingten Zustand der Beleuchtung oder Dunkelheit in den umgekehrten. Zustand zu überführen.
Die Gaszuleitung zu den Brennern kann ohne oder mit besonderer Zündflammenleitung erfolgen. In dem ersteren Falle erfolgt die Zündung beispielsweise durch die bekannten Zündpillen. Beide sich hieraus ergebenden Ausführungsformen sind im folgenden beschrieben, und zwar zeigt:
Fig. ι die Einrichtung nach der vorliegenden, Erfindung in ihrer Anwendung auf eine Treppenbeleuchtung ohne Nebenflammenleitung, Fig. 3 dieselbe mit Nebenflammenleitung.
Fig. 2 zeigt einen Mehrwegehahn im Schnitt. Endlich veranschaulichen
Fig. ι und 2 die ganze Anlage in 'der Stellung, in welcher die Flammen im ganzen Treppenhaus brennen.
Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1 führt das Gaszuleitungsrohr im Erdgeschoß in einen Zweiwegehahn 2, der mit zwei Leitungen 3 und 4 derart in Verbindung steht, daß er entweder die Leitung 3 oder 4 mit der Leitung 1 verbindet. Die Rohre 3 und 4 führen in das erste Stockwerk hinauf, wo sie in einen Mehrwegehahn 5 münden. Von diesem Hahn führen wiederum zwei Rohre 6 und 7 in das zweite Stockwerk, wo wiederum ein Mehrwegehahn 8 vorgesehen ist. Von diesem Hahn 8 führen alsdann ' zwei Leitungen 9 und 10 zum dritten Stockwerk hinauf, wo sie in einen Zweiwegehahn 11 münden, der, ebenso wie der Hahn 2 im Erdgeschoß, entweder das Rohr 9 oder das Rohr 10 mit dem zu den Brennern führenden Rohre 12 zu verbinden imstande ist.
Angenommen/ der Hahn 2 befinde sich in der gezeichneten Stellung (Fig. 1), so kann das Gas aus Rohr 1 in Rohr 4 strömen, während
/2. Auflage, ausgegeben am 5. November igo6.)

Claims (3)

  1. Rohr 3 abgeschlossen ist. Aus Rohr 4 gelangt das Gas in den Mehrwegehahn 5. Dieser Hahn besitzt zwei Bohrungen, welche in zwei wagerechten Ebenen übereinander liegen, wie in Fig. 2 ein nach der Linie A-B der Fig. 1 senkrecht geführter Schnitt veranschaulicht. Die oben liegende Bohrung ist in Fig. 1 in ausgezogenen Linien dargestellt und besitzt K-förmige Gestalt; die unten liegende Bohrung ist in derselben Figur in punktierten Linien dargestellt und besteht aus einem quer durchgehenden Kanal, der sich, an der einen Seite in drei einzelne Kanäle gabelt.
    In 'der gezeichneten Stellung des Hahnes 5 gelangt nun das Gas aus Rohr 4 in die K-förmige Bohrung von Hahn 5 und strömt, wie durch einen Pfeil angedeutet ist, in die Leitung 7.
    Der Mehrwegehahn 8 ist genau so ausgebildet wie der Hahn 5 und gestattet in der gezeichneten Stellung den Durchtritt des Gases in das Rohr 9. Von hier aus geht das Gas durch den Zweiwegehahn 11 in die Leitung 12 und von dort aus in die Brenner.
    Wird beispielsweise im Erdgeschoß der Hahn 2 gedreht, so daß er in die punktiert gezeichnete Stellung gelangt, so wird, wie ersichtlich, der Zutritt des Gases zu dem Rohre 4 abgesperrt und zu dem Rohre 3 hergestellt.
    Die Folge davon ist, daß das Gas in das Rohr 3 tritt und von diesem aus an den Hahn 5 gelangt, und zwar in die Untere Bohrung, die, wie Fig. 2 zeigt, an dem Umfange des Hahnkükens aufsteigende Kanäle hat, die in der Ebene münden, in welcher die Rohre an den Hahn treten. So kann das Gas aus dem Rohre 3 in die untere Bohrung des Hahnes 5 gelangen und strömt, wie durch einen Pfeil angedeutet ist, durch die beiden äußeren Gabelungen der Bohrungen in das Rohr 6. Rohr 6 mündet wiederum an die untere Bohrung des Hahnes 8, durch welche das Gas in der Pfeilrichtung quer durch den Hahn in die Leitung 10 strömt. Diese ist durch den Hahn 11 abgeschlossen, so daß das Gas hier keinen Durchtritt findet, mithin durch Umstellen des Hahnes 2 die Lampen in sämtlichen Stockwerken erlöschen.
    Soll das Treppenhaus von neuem erleuchtet
    werden, so kann dies geschehen, ohne daß der Hahn 2, der sich also jetzt in der punktiert gezeichneten Stellung befindet, wieder umgestellt wird. Es kann das Anzünden beispielsweise im dritten Stock dadurch ge-1 schehen, daß der Hahn 11 in die punktiert gezeichnete Stellung gedreht wird. Infolgedessen findet das durch Rohr 3, Hahn 5 (untere Bohrung), Rohr 6, Hahn 8 (untere Bohrung) und Rohr 10 strömende Gas freien Durchgang, es geht durch das Rohr 12 in die Lampen, die wieder anfangen zu brennen.
    Angenommen, der Hahn 2 befinde sich in der punktiert gezeichneten Stellung, und es soll nicht vom dritten Stockwerk aus, sondern vom zweiten Stockwerk aus die Beleuchtung wieder hergestellt werden, das heißt der Hahn 11 im dritten Stockwerk ist nicht umgestellt worden, sondern befindet sich in der ausgezogenen Lage, so wird der Hahn im zweiten Stockwerk derart gedreht, daß die beiden äußeren Gabelungen der unteren Bohrung sich je mit den Mündungen der Rohre 6 und 9 decken. Der Weg des Gases ist dann aus dem Rohre 1 in das Rohr 3, von dort aus durch Hahn 5 (untere Bohrung), Rohr 6, Hahn 8 (untere Bohrung), Rohr 9, Hahn 11 in das Rohr 12; die Lampen erhalten wieder Gas und beginnen zu brennen.
    Es ist ersichtlich, daß auf gleiche Weise auch der Hahn 5 dazu dienen kann, nach Absperren in irgend einem Stockwerk die Gaszuführung wieder herzustellen, wie überhaupt jeder der Hähne 2, 5, 8 und 11 in beliebiger Reihenfolge zuleiten oder absperren kann.
    Die Einrichtung ließe sich auch je nach Bedarf leicht derart ausbilden, daß die Hähne nicht vollkommen absperren, sondern fortwährend eine geringe Menge Gas in die Brenner strömen lassen, so daß der Druck des Gases herabgemindert wird, infolgedessen die Hauptflammen verlöschen und die Zündflammen zu brennen beginnen.
    In Fig. 3 der Zeichnung ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei welcher von dem letzten Mehrwegehahn 8 zwei Rohre 9 und 13 zu den Brennern führen. Das Rohr 9 leitet, wie ersichtlich, das Gas in die Lampen selbst, während das Rohr 13 die Zündflämmchen speist. Bei dieser Anordnung wird bei beliebigem Drehen der Hähne 2, 5, 8 abwechselnd der Gasstrom zu den Hauptflammen und zu den Zündflammen geleitet, wodurch sicheres Entzünden der erstereri ermöglicht wird. In der in Fig. 3 gezeichneten Stellung brennen beispielsweise die Hauptflammen, und die Umstellung irgend eines Hahnes löscht die Hauptflammen aus und läßt das Gas in die Leitung 13, also zu den Zündflammen treten, die sich an den erlöschenden Hauptflammen entzünden und dafür sorgen, daß bei der nächsten Drehung irgend eines der Hähne die Hauptflammen sofort aufleuchten.
    Paten τ.-An Sprüche:
    i. Einrichtung zum Anzünden und Auslöschen von Gasflammen von beliebig vielen und beliebig verteilten Stellen aus, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasstrom in Abteilungen eines aus zwei Rohren bestehenden Rohrsystems mit Hilfe von Mehrwegehähnen so geleitet wird, daß jede Bewegung irgend eines der Hähne den durch
    die vorhergehende Bewegung desselben oder irgend eines anderen Hahnes bedingten Zustand (Beleuchtung oder Dunkelheit ) in den entgegengesetzten Zustand überführt.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Hähne eine obere K-förmige und eine untere quer durchgehende, sich an der einen Seite in drei einzelne Kanäle gabelnde Bohrung besitzen, von denen jede dem Gasstrom den Durchgang durch die eine der beiden Bohrungen gestattet, während gleichzeitig die andere Bohrung zwei währenddessen aus dem Gasstrom ausgeschaltete Rohrenden verbindet.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hahn beim Absperren der Hauptleitung gleichzeitig eine Nebenleitung zu den Zündflammen öffnet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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