DE810495C - Einspannvorrichtung, insbesondere fuer unregelmaessig geformte Gegenstaende - Google Patents

Einspannvorrichtung, insbesondere fuer unregelmaessig geformte Gegenstaende

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DE810495C
DE810495C DEH196A DEH0000196A DE810495C DE 810495 C DE810495 C DE 810495C DE H196 A DEH196 A DE H196A DE H0000196 A DEH0000196 A DE H0000196A DE 810495 C DE810495 C DE 810495C
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clamps
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Einspannvorrichtung, insbesondere für unregelmäßig geformte Gegenstände Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspannvorrichtung, insbesondere zum Einspannen unregelmäßig geformter Gegenstände.
  • Bei derartigen Gegenständen entstehen bei Verwendung eines gewöhnlichen Schraubstocks meist verschiebende Kräfte oder Drehmomente, die ein sicheres Festhalten und Bearbeiten unmöglich machen können.
  • Durch die Erfindung wird die Möglichkeit einer einwandfreien Einspannung auch unregelmäßig geformter Gegenstände geschaffen. Sie besteht im wesentlichen darin, daß jede der Klemmen eine eigene, unabhängig von den anderen verschiebliche Steuerung besitzt und daß eine Kupplungsvorrichtung vorgesehen ist, welche bei Betätigung des Antriebs des Schraubstocks an allen diesen Steuergliedern in der von diesen gerade eingenommenen Stellung zugleich angreift.
  • Diese Anordnung gestattet es in vorteilhafter Weise, die Einspannung eines Gegenstands in zwei aufeinanderfolgende Schritte zu teilen. Beim ersten Schritt werden die Klemmen unabhängig voneinander und vorzugsweise selbsttätig nur so weit bewegt, daß sie sich dem Gegenstand gerade anlegen, beim zweiten dagegen sind sie miteinander gekuppelt und üben gemeinsam einen gleich starken Druck auf den Gegenstand aus.
  • Die Erfindung sei im folgenden an Hand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele ausführlich erläutert. In allen Figuren tragen gleiche oder einander entsprechende Teile die gleichen Bezugsziffern.
  • Fig. i zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schraubstocks, dessen wesentliche Teile im Querschnitt dargestellt sind. Fig. i a zeigt einen Horizontalschnitt längs der Linie X-X in Fig. i.
  • Mit i ist eine Schraubzwinge bezeichnet, welche als Träger des Schraubstocks dient und in üblicher Weise an einem Arbeitstisch, einer Drehbank o. dgl. befestigt wird. Das Fußstück 2 der Schraubzwinge besitzt eine Bohrung 3 für die Antriebsspindel 4, 4' sowie auf seiner Oberseite, konzentrisch zur Bohrung 3, einen Stutzen 5 mit Innengewinde, in welchen eine Säule 6 eingeschraubt ist. Der obere Teil dieser Säule ist massiv, ihr unterer Teil bildet ein Rohr, in dessen Wandungen Längsschlitze 7 vorgesehen sind, deren Anzahl der am Schraubstock vorhandenen Klemmenzahl entspricht.
  • Am oberen Ende der Säule 6 sind gabelartig gespaltene Arme 8 vorgesehen, deren freie Enden mit Bohrungen 9 für Bolzen io versehen sind. Auf diesen Bolzen io sind die Klemmen ii gelagert, welche in an sich bekannter Weise als doppelarmige Hebel ausgebildet sind. Am unteren Hebelarm einer jeden Klemme ist ein Steuergestänge 12 angelenkt.
  • Die Steuergestänge 12 durchdringen mit reichlich Spiel zwei Platten 13, die mit entsprechenden Bohrungen 14 versehen und auf die beiden Stirnseiten eines senkrechten Hohlzylinders 15 aufgeschraubt sind, dessen Innenwandung die Gestänge 12 nahezu berühren. Auf der Innenseite des Gestänges liegen in ringförmiger Anordnung und mit etwas Spiel nach allen Seiten Keilstücke 16, deren Profil konkav ist und sich von unten nach oben verjüngt. Diese Keilstücke bilden den einen Teil einer Kupplungsvorrichtung. Der andere Teil wird durch Längsleisten 17 einer auf der Antriebsspindel 4 befindlichen Mutter 18 gebildet, die sich von oben nach unten keilförmig verjüngen und die Längsschlitze 7 *der Säule 6 durchdringen (Fig. i a). Die Schlitze 7 dienen als Führung und verhindern gleichzeitig eine Drehung der Mutter 18. Die unteren Enden der Gestänge 12 sind mit Druckfedern i9 bewehrt, welche die Gestänge nach unten zu drücken suchen und damit im schließenden Sinne auf die Klemmen i i einwirken.
  • Unterhalb der Gestänge 12 befindet sich eine Öffnungsvorrichtung, bestehend aus einer kreisförmig ausgebohrten Platte 2o, die von einer kräftigen Feder 21 nach oben gedrückt wird, wobei sie unter Überwindung des entgegengerichteten Drucks der Federn i9 die Gestänge 12 in einem den Schraubstock öffnenden Sinne bewegt. An der Platte 2o befinden sich Handgriffe 22, mit deren Hilfe man die Feder 21 zusammendrücken kann, wodurch die Federn i9 in die Lage versetzt werden, im schließenden Sinne auf das Steuergestänge der Klemmen zu wirken. Die an den Handgriffen 22 angelenkten gefederten Doppelhebel 23, deren untere Arme Haken 24 bilden, dienen der Feststellung der Platte 20 in ihrer unteren Endstellung (vgl. die entsprechende Ansicht in Fig. 2). An ihrer Stelle kann jede andere Feststellvorrichtung verwendet werden.
  • In Fig. i ist der erfindungsgemäße Schraubstock mit geöffneten Klemmen dargestellt. Beim Einspannen eines Gegenstands der eingangs bezeichneten Art wird zunächst die Öffnungsvorrichtung durch Herabdrücken der Handgriffe 22 ausgeschaltet und durch die Haken 24 unter der Wirkung der Feder 25 selbsttätig in ihrer unteren Endstellung am Boden des Fußstücks 2 fest gestellt. Dadurch werden die Schließfedern i9 freigegeben, und unter ihrem Druck bewegen sich die Gestänge 12 nach unten, bis alle Klemmen ii an dem einzuspannenden Gegenstand anliegen.
  • Nunmehr wird die Spindel 4 durch Drehen am Handgriff 4' betätigt, wobei die Mutter 18 mit ihren Keilleisten 17 sich den Keilstücken 16 anlegt, welche dabei ihrerseits die Gestänge 12 gegen die Innenwandung des Mantels 15 pressen und damit fixieren. Die durch diesen Kupplungsvorgang vereinigten Teile folgen dem Zug der Spindel 4 nach unten, und sämtliche Klemmen ii wirken mit gleicher Kraft auf den einzuspannenden Gegenstand.
  • Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für besonders große Beanspruchungen. Die Steuergestänge der Klemmen und die Kupplungsvorrichtung werden hier in einem starken Gehäuse 26 o. dgl. geführt. Zu diesem Zweck ist der zylindrische Mantel 15 der Kupplungsvorrichtung mit senkrechten Führungsleisten 27 versehen, welche in entsprechenden Nuten 28 des Gehäuses 26 gleiten. Bei der '-Mutter 18 kommen in diesem Falle die Führungsleisten (vgl. Ziffer 17 in Fig. i) in Wegfall. Im übrigen entsprechen diese Teile etwa der Anordnung nach Fig. i.
  • Das Gehäuse 26 bildet oben eine topfartige Erweiterung 29, an deren oberem Rand die Lagerung für die Klemmen ii vorgesehen ist. Sie ist z. B. als ein Ring 3o ausgebildet, auf welchen die Klemmen ir aufgesetzt und ringsum verschieblich angeordnet sind. Die Klemmen sind auch hier wieder als doppelarmige Hebel ausgebildet. Zu ihrer Steuerung dienen Keilstücke 31, welche am oberen Ende der Gestänge 12 sitzen und in entsprechende Ausschnitte 32 der Klemmen ii eingreifen. Längs der äußeren Stirnflächen dieser Keilstücke befinden sich Schlitze 33, welche mit unten im Ausschnitt 32 der Klemmen ii gelagerten Rollen 34 zusammenwirken. Als inneres Widerlager für die Keilstücke 31 dient ein zylindrischer Block 35, welcher an einer mittleren Überbrückung 36 des Topfs 29 befestigt ist und unten ein Widerlager für die Spindel 4 bildet. Infolge dieser Anordnung werden die Klemmen ii in beiden Bewegungsrichtungen der Keilstücke 31 mitgenommen.
  • Auch die Öffnungsvorrichtung ist bei dieser Ausführung im Gehäuse 26 untergebracht. Die ihrer Betätigung dienenden Handgriffe 22 sind durch Schlitze 37 aus dem Gehäuse 26 herausgeführt. Die Haken 24 der gefederten Hebel 23 greifen hier am Gehäuseboden an. Die Anordnung der Schraubzwinge (vgl. Ziffer i in Fig. i) ist in Fig. 2 zur Vereinfachung der Zeichnung weggelassen.
  • Fig. 2 a zeigt eine Draufsicht auf den Schraubstock der Fig. 2 mit nur zwei eingezeichneten Klemmen ii sowie unter Weglassung der Platte 13, welche in Fig. 2 b gesondert dargestellt ist. Fig. 2 c ist ein Horizontalschnitt in der Ebene Y-Y der Fig. 2 und läßt erkennen, daß die Mutter 18 auch als Stumpf einer Pyramide ausgebildet sein kann, der mit einer der Seitenzahl der Pyramide entsprechenden Anzahl von Keilstücken 16 zusammenwirkt.
  • Fig. 3 a und 3 b zeigen eine Abwandlung des zuvor beschriebenen Beispiels, bei welcher jede einzelne der Klemmen ii außer der Schwenkbeweglichkeit noch eine Vertikalverschieblichkeit ihres Gelenks besitzt. Fig. 3 a zeigt eine beispielsweise Anordnung in Seitenansicht mit Schnitt durch den Gehäusetopf 29, Fig. 3 b einen Schnitt längs der Linie Q-Q in Fig. 3 a.
  • Der Gelenkzapfen 3o, welcher dem Ring 30 in Fig. 2 entspricht, ist an einer Schiebehülse 38 befestigt, welche durch Drehen einer Schraube 39 auf und ab bewegt werden kann und in einer Nut des Führungsteils 40 geführt ist. Das Führungsteil 4o ist seinerseits in zwei Nuten .11, 42 des Gehäusetopfs 29 kreisverschieblich geführt.
  • Die Erfindung ist auch bei solchen Schraubstöcken anwendbar, deren Klemmen als Gleitbacken o. dgl. ausgebildet sind.
  • Fig.4 zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Art in zwei verschiedenen Schnitten. Fig. 4a ist ein Schnitt längs der Linie R-R in Fig.4b. Bei diesem Beispiel weisen die Gestänge 12 an ihrem oberen Ende eine schiefe Ebene 43 auf. Die Klemmen ii sind mit einem Schlitz 44 versehen, in welchen das zugehörige Gestänge 12 mit dem Oberteil, welches die schiefe Ebene bildet, hineinragt. In jedem der Schlitze 44 ist auf einem Zapfen 45 eine Rolle 46 gelagert, mit welcher sich die Klemmen ri unter der Wirkung einer (nicht gezeichneten) Feder zwangsläufig der schiefen Ebene43 anlegen. Das Schließen des Schraubstocks erfolgt bei der Aufwärtsbewegung, das Öffnen bei der Abwärtsbewegung der Gestänge 12. Die Klemmen ii werden auf Schienen .l7 geführt, die bei 48 auf dem Gehäuse 26 befestigt sind.
  • Ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 5 dargestellt.
  • Die Platte 20 der Öffnungsvorrichtung wird durch einen bei 49 gelagerten Fußhebel 50 über ein bei 51 an diesen Hebel angelenktes Gabelgestänge 52 gesteuert, welches bei 53 von beiden Seiten an einen an der Platte 20 vorgesehenen Halter 54 angreift. An den Fußhebel 5o ist ein bei 55 gefederter kleinerer Fußhebel 56 angelenkt, der eine Klinke 57 zum Feststellen des Hebels 50 trägt. Diese Klinke wirkt mit Rasten 58 zusammen, die am Gehäuse 26 vorgesehen sind. Nach dem Ausklinken, welches durch Druck auf den Fußhebel 56 erfolgt, kehrt die Platte 20 unter dem Druck der Feder 21 in ihre obere Endstellung zurück, wobei die Klemmen ii in die Öffnungsstellung bewegt werden (Fig. i und 2).
  • Der Antrieb der Kupplungsvorrichtung erfolgt durch einen außerhalb des Gehäuses 26 bei 59 gelagerten Fußhebel 6o, an welchen im Innern des Gehäuses 26 bei 61 eine Stange 4 angelenkt ist, die im übrigen der Antriebsspindel 4 der früher besprochenen Ausführungsbeispiele entspricht.
  • An den Fußhebel 6o ist bei 62 ein kleinerer doppelarmiger Fußhebel 63, 64 angelenkt, welcher zur Lösung einer Feststellvorrichtung für den Fußhebel 6o dient. Diese Feststellvorrichtung besteht einerseits aus einem am Gehäuse 26 befestigten, kreisförmig um die Lagerachse 59 des Hebels 6o als Mittelpunkt gebogenen Arm 65, welcher einen im Hebel 6o vorgesehenen Schlitz 66 mit etwas Spiel durchdringt, andererseits aus zwei Kurvenklemmen 67, die auf Ansätzen 68 des Hebels 6o zu beiden Seiten des Schlitzes 66 drehbar gelagert sind und in ihrer schwerpunktsbestimmten Ruhelage dem Arm 65 lose anliegen (Fig. 5a).
  • Bei der Abwärtsbewegung des Fußhebels 6o werden die Kurvenklemmen 67 im Sinne des kleiner werdenden Krümmungsradius bis zu der erwähnten Ruhelage gedreht, so daß die Bewegung des Hebels 6o in keiner Weise durch den Arm 65 gehemmt wird. Bei der geringsten Aufwärtsbewegung des Hebels 6o dagegen werden die Kurvenklemmen 67 im Sinne des größer werdenden Krümmungsradius gedreht und dadurch sofort fest gegen den Arm 65 gepreßt und durch Anschläge 69 in dieser Stellung festgehalten, in der sie jede weitere Aufwärtsbewegung des Hebels 6o verhindern.
  • Diese vorzugsweise als Rollen ausgebildeten Anschläge 69 sind hier in einem am Lastarm des Doppelhebels 63, 64 vorgesehenen Schlitz 7o angebracht, durch welchen hakenartig gebogene Verlängerungen 71 der Kurvenklemmen 67 hindurchgreifen. Soll die Feststellung des Fußhebels 6o gelöst werden, so wird durch Druck auf den Kraftarm des Hebels 63, 64 dessen Lastarm nach oben geschwenkt, wobei die beiden Hakenarme 71 durch die Rollen 69 zusammengedrückt und die beiden Kurvenklemmen 67 im Sinne des kleiner werdenden Krümmungsradius gedreht werden. Dadurch kann auch die Aufwärtsbewegung des Fußhebels 6o, bei welcher die Entkuppelung der Klemmengestänge 12 vom Schraubstockantrieb erfolgt, ungehindert vor sich gehen.
  • Diese Ausführung des erfindungsgemäßen Schraubstocks gestattet es, den zu bearbeitenden Gegenstand so lange mit beiden Händen festzuhalten, bis er in genau der gewünschten Lage eingespannt ist. Bei der praktischen Verwirklichung wird man vorteilhaft die Hebelpaare in verschiedene Ebenen verlegen oder sie auf beide Seiten des Gehäuses verteilen. In diesem Falle müßten dann auch statt einer Schlitzung 37 deren zwei oder mehrere im Gehäuse vorgesehen werden. In Fig. 5 sind die Hebelpaare 50, 56 und 6o, 63, 6.1 zur Vermeidung entbehrlicher Nebenfiguren sämtlich in einer Ebene dargestellt.
  • Besonders vorteilhafte Möglichkeiten bietet die Erfindung auch in den Fällen, in welchen Hohlkörper, sei es von innen, sei es zugleich von innen und von außen, erfaßt und eingespannt werden müssen. In solchen Fällen erlaubt es die Erfindung auch, verschieden geformte Klemmen nebeneinander einzusetzen, etwa so, daß eine oder mehrere kürzere auf der einen Seite von außen, eine andere, entsprechend längere gleichzeitig auf der gegenüberliegenden Seite von innen angreift.
  • Die Erfindung ist nicht anf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Es fallen unter sie auch alle diejenigen Ausführungen, bei denen bowdenzugähnliche Kraftübertragungen vorhanden sind, auf welche die Kupplungsvorrichtung in der erfindungsgemäßen Weise einwirkt. Diese Ausführungen ermöglichen es, mit sehr großen Klemmenabständen zu arbeiten.
  • Weitere sehr vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich bei Anwendung eines hydraulischen Antriebs für die Betätigung des Schraubstocks, z. B. in Form einer hydraulischen Presse, Öldruckpresse o. dgl., mit einer der Klemmenzahl des Schraubstocks entsprechenden Anzahl von Druckstempeln.
  • Hierbei wirkt die Presse zugleich in zweierlei Weise, nämlich einmal als Antrieb und zweitens als selbsttätige Kupplung. Jeder der Druckstempel wirkt mit einem Klemmengestänge zusammen. Dabei kann die Anordnung ähnlich wie bei den früher besprochenen Ausführungen getroffen sein, und die zugehörige Klemme wird nach dem Auftreffen des Stempels auf das untere Ende ihres Gestänges unter Überwindung ihrer Federung zunächst nur bis zum Anliegen an den einzuspannenden Gegenstand bewegt. Die anderen Gestänge dagegen, deren Klemmen einen weiteren Weg bis zum Anliegen haben, werden unabhängig von den übrigen weiterbewegt. In dem Augenblick jedoch, in welchem auch die letzte Klemme dem Gegenstand fest anliegt, sind alle Steuergestänge selbsttätig und ohne mechanische Hilfsmittel miteinander gekuppelt und bewegen sämtliche Klemmen gleichzeitig um den gleichen Betrag weiter, so daß die Steigerung des Anpreßdrucks an allen Stellen des einzuspannenden Gegenstands gleich groß ist. Bei dieser Anordnung erfolgt, wie schon bei anderen beschriebenen Ausführungsbeispielen, das Schließen des Schraubstocks bei der Aufwärtsbewegung, das Öffnen bei der Abwärtsbewegung der Gestänge bzw. Stempel.
  • Als Öffnungsvorrichtung könnte in diesem Fall ein einfaches Handventil dienen, bei dessen Öffnung der Druckmittelrücklauf freigegeben wird.
  • Weitere Ausführungsbeispiele ergeben sich, wenn die Steuergestänge an die Druckstempel angelenkt oder wenn die Druckstempel zugleich als Steuergestänge ausgebildet werden. Schließlich können die beschriebenen Ausführungsbeispiele in verschiedenster «'eise miteinander kombiniert werden.

Claims (27)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einspannvorrichtung, insbesondere für unregelmäßig geformte Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Klemmen eine eigene, unabhängig von den anderen verschiebliche Steuerung besitzt und daß eine Kupplung vorgesehen ist, die bei Betätigung des Schraubstockantriebs an allen diesen Steuerungen zugleich, an jeder in der von ihr gerade eingenommenen Stellung, angreift.
  2. 2. Einspannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergestänge der Klemmen mit Spiel durch Bohrungen zweier in Abstand zueinander * angeordneter Platten hindurchgreifen und da.ß die Kupplung ein mit etwas Spiel zwischen diesen Platten angeordnetes System keilförmiger Glieder und Gegenglieder bildet, von denen die einen durch den Schraubstockantrieb gegen die anderen bewegt werden, welche ihrerseits die Steuergestänge gegen ein Widerlager drücken, das zugleich die beiden Platten starr verbindet.
  3. 3. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerlager der Kupplungsvorrichtung ein Hohlzylinder dient, auf dessen Stirnseiten die beiden Platten befestigt sind.
  4. 4. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes einzelne Klemmengestänge mit einer schwachen Feder versehen ist, die im Sinne der schließenden Klemmenbewegung auf das Gestänge wirkt.
  5. 5. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Öffnungsvorrichtung, bestehend aus einer mit Handgriffen versehenen Platte, einer starken, die Platte gegen die Steuergestänge im Sinne der öffnenden Klemmenbewegung drükkenden Feder und Haltemitteln, welche die Platte in der bei zusammengedrückter Feder eingenommenen Schließstellung des Schraubstocks, in welcher die Platte die Klemmengestänge nicht berührt, festhalten.
  6. 6. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Platten der Kupplungsvorrichtung ringförmig mit etwas Spiel eine Säule umgeben, welche oben die Klemmen trägt und in einer Ausbohrung ihres unteren Teils ein vom Schraubstockantrieb gesteuertes Kupplungsglied aufninunt, welches, durch Längsschlitze der Ausbohrung hindurchgreifend, mit den außerhalb der Säule ringsum verteiltenKupplungsgegengliedern zusammenwirkt.
  7. 7. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied eine Schraubenmutter ist, die mit keilförmigen, durch die Schlitze der Säule hindurchgreifenden Radialleisten versehen ist. B.
  8. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsvorrichtung längs verschieblich geführt in einem schachtförmigen Gehäuse angeordnet ist, oberhalb dessen sich die Klemmen befinden und durch dessen Boden der Kupplungsantrieb hindurchgeführt ist. g.
  9. Einspannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Schraubstockantrieb gesteuerte Kupplungsglied als Stumpf einer Pyramide ausgebildet ist, welcher mit einer der Seitenzahl der Pyramide entsprechenden Anzahl keilförmiger Kupplungsgegenglieder zusammenwirkt. io.
  10. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 und g mit einer Öffnungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte der Öffnungsvorrichtung mit der auf sie wirkenden Druckfeder im Innern des Gehäuses untergebracht ist, während die an der Platte befestigten Handgriffe durch Schlitze aus dem Gehäuse herausragen und dort die Feststellmittel tragen. ii.
  11. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergestänge an ihrem oberen Ende je eine schiefe Ebene besitzen, mit welcher sie über eine an jeder Klemme gelagerte Rolle die Bewegung der Klemmen steuern.
  12. 12. Einspannvorrichtung nach den An- Sprüchen i bis il mit schwenkbaren Hebelklemmen, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmengestänge an ihrem oberen Ende als Steuerglied je eine in schiefer Ebene verlaufende Schlitzführung besitzen, welche in je eine entsprechende Ausnehmung der zugehörigen Klemme eingreifen, in welchen auch die in den Schlitzen geführten Rollen gelagert sind.
  13. 13. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse oben eine topfförmige Erweiterung besitzt, an deren Rand die Klemmen gelagert sind.
  14. 14. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß als Lager für die Klemmen ein am Rande des Topfs vorgesehener Ring dient, auf welchem die Klemmen kreisverschieblich gelagert sind.
  15. 15. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerzapfen der Klemmen an Schiebehülsen sitzen, deren jede höhenverstellbar in senkrechten Nuten eines Führungsteils geführt ist, welches seinerseits in Nuten am Rande des Topfs kreisverschieblich geführt ist.
  16. 16. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die topfförmige Erweiterung des Gehäuses mit einer mittleren Überbrückung versehen ist, welche ein Widerlager für die Klemmengestänge trägt.
  17. 17. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis ii, deren Klemmen als Gleitbacken ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitbacken auf einem Paar in Abstand zueinander angeordneter Schienen geführt sind und daß die Steuergestänge zwischen den beiden Schienen hindurch in eine unterseitige Längsschlitzung der Gleitbakken eingreifen, die sich unter der Wirkung einer Feder mit einer Führungsrolle der schiefen Ebene der Gestänge anlegen.
  18. 18. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß für die Betätigung der Kupplung und der Öffnungsvorrichtung feststellbare Fußhebelantriebe vorgesehen sind. icg.
  19. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß als Feststellvorrichtung für den Fußhebelantrieb der Kupplung ein kreisförmig um den Lagerpunkt des Hebels als Mittelpunkt gebogener Arm dient, welcher den Fußhebel in einem Schlitz durchdringt und auf welchen beidseitig des Schlitzes am Fußhebel drehbar gelagerte Kurvenklemmen einwirken. 2o.
  20. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis i9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenklemmen an dem Kreisarm bei Aufwärtsbewegung des Kupplungsfußhebels im Sinne des wachsenden Krümmungsradius bis zu einem Anschlag abrollen, welcher die weitere Aufwärtsbewegung des Fußhebels verhindert, bei dessen Abwärtsbewegung dagegen im Sinne des kleiner werdenden Radius in eine schwerpunktsbestimmte Ruhelage gedreht werden, in welcher sie den Kreisarm gerade noch berühren.
  21. 21. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß am Fußhebel der Kupplung ein kleinerer, doppelarmiger Fußhebel angelenkt ist, dessen Lastarm beim Niederdrücken des Kraftarms auf Fortsätze der Kurvenklemmen trifft und diese im Sinne des kleiner werdenden Krümmungsradius verdreht.
  22. 22. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis io mit Fußhebelantrieb nach den Ansprüchen 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußhebel unterhalb der Säule an die Gestänge der Kupplung und der Öffnungsvorrichtung angelenkt sind.
  23. 23. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 8 bis 16 mit Fußhebelantrieb nach den Ansprüchen 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußhebel innerhalb des Gehäuses an die Gestänge der Kupplung und der Öffnungsvorrichtung angelenkt und durch Schlitze aus dem Gehäuse herausgeführt sind.
  24. 24. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß für Antrieb und Kupplung eine hydraulische Presse dient, die eine der Klemmenzahl des Schraubstocks entsprechende Anzahl parallel geschalteter Druckstempel besitzt.
  25. 25. Einspannvorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstempel mit den Klemmengestängen gelenkig verbunden sind.
  26. 26. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstempel der hydraulischen Presse zugleich als Steuergestänge der Klemmen dienen.
  27. 27. Einspannvorrichtung nach den Ansprüchen 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß als Öffnungsvorrichtung ein Ventil dient, bei dessen Öffnung der Druckmittelrücklauf freigegeben wird.
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