DE810346C - Blendschutzeinrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge - Google Patents

Blendschutzeinrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge

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Publication number
DE810346C
DE810346C DEN213A DEN0000213A DE810346C DE 810346 C DE810346 C DE 810346C DE N213 A DEN213 A DE N213A DE N0000213 A DEN0000213 A DE N0000213A DE 810346 C DE810346 C DE 810346C
Authority
DE
Germany
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glare
driver
vehicles
light
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Expired
Application number
DEN213A
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English (en)
Inventor
Curt Negendank
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Individual
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J3/00Antiglare equipment associated with windows or windscreens; Sun visors for vehicles
    • B60J3/02Antiglare equipment associated with windows or windscreens; Sun visors for vehicles adjustable in position
    • B60J3/0204Sun visors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lighting Device Outwards From Vehicle And Optical Signal (AREA)

Description

  • Blendschutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Blendschutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, um eine Blendung des Fahrzeuglenkers durch Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge zu verhindern und gleichzeitig eine freie Sicht in den Rückspiegel zur Erkennung evtl. hinter dem Fahrzeug fahrender anderer Fahrzeuge zu ermöglichen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. In dieser ist Bild i eine schaubildliche Darstellung einer Vorrichtung nach der Erfindung im Innern eines Kraftfahrzeuges, Bild 2 eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform der Erfindung, Bild 3 eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung, dargestellt in Draufsicht. In den Bildern ist a die vor dem Führersitz gelegene Scheibe (Windschutzscheibe) eines Kraftfahrzeuges, b ein Steuer- oder Lenkrad dieses Kraftfahrzeuges. c' ist eine z. B. am Innenrahmen der Windschutzscheibe a angebrachte und sich von der Seite bis etwa zur Mitte des Steuerrades erstreckende durchsichtige Platte aus Glas, Zellophan, Celluloid, künstlichem Glas, Kunststoff o. dgl. in hochgeklapptem Zustande, so daB eine freie Sicht durch die Scheibe a ermöglicht ist. Die Platte c' ist lichtabsorbierend, vorzugsweise gefärbt, und z. B. in grauem, dunkelgrünem oder dunkelbraunem Farbton ausgeführt; sie kann bei d' eine Aussparung aufweisen, um die Sicht auf die Fahrbahn frei zu lassen. Die Platte c' ist an einer Drehachse f befestigt, die eine Handhabe g aufweist. c ist die Platte c' in heruntergeklapptem Zustand (gestrichelt dargestellt), so daß sie in der Blickrichtung des Fahrzeuglenkers teilweise vor der Scheibe a liegt (vgl. auch Bilder 2 und 3).
  • In Bild 2 ist h ein mit der Schwenkachse f verbundener Motor, gegebenenfalls mit Getriebe, der z. B. von einer Autobatterie über einen insbesondere am Lenkrad b angebrachten Schaltknopf i in Gang gesetzt werden kann. Der Schaltknopf i kann z. B. mit einer Wechselschaltung eingerichtet sein, so daß er bei nacheinanderfolgendem Drücken den Motor h einmal in der einen, dann in der anderen Richtung in Umdrehung versetzt, wodurch die Platte c in eine etwa senkrechte Lage oder aus dieser herausgeschwenkt werden kann.
  • In Bild 3 ist k eine lichtempfindliche Zelle, z. B. ein Photoelement oder eine Photozelle, z. B. Selenzelle, die in einem in Bild 3 angedeuteten Gehäuse untergebracht ist, das nach vorn eine Öffnung k' aufweist. Die Photozelle k kann erforderlichenfalls an eine Spannungsquelle angeschlossen sein. m ist eine -Verstärkereinrichtung, z. B. ein Relais, Röhrenverstärker o. dgl., deren Schwachstromseite an die lichtempfindliche Zelle k o. dgl. angeschaltet ist, während die Verstärkerseite des Relais m einen vorzugsweise von einer Autobatterie gespeisten Stromkreis schließen kann, in dem der Motor h liegt. n ist eine bei p drehbare Scheibe mit Öffnungen q, an oder vor denen Scheiben, Folien o. dgl. verschiedener Lichtdurchlässigkeit befestigt sind. Durch Drehen der Scheibe n um die Achse p kann eine beliebige Öffnung q mit einer Scheibe gewünschter Lichtdurchlässigkeit vor die Öffnung k' der Photozelle k gedreht werden.
  • Der Gebrauch der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgendermaßen: Kommt ein Fahrzeug ohne Abblendung seiner Scheinwerfer entgegen, so daß der Fahrzeuglenker an dem Lenkrad b geblendet wird, so faßt er den Handgriff g und dreht die lichtabsorbierende durchsichtige Platte c' um die Achse f in die mit c bezeichnete Lage. Da die Platte c sich von der Seite etwa nur bis zur Steuerradmitte oder etwas darüber hinaus erstreckt (vgl. Kante c"), wird nur die eine, dem Gegenfahrzeug zugekehrte Seite der Scheibe a abgedunkelt und damit die Blendung durch das Gegenfahrzeug beseitigt, während der Fahrzeuglenker durch die andere, nicht abgedunkelte Seite der Scheibe a die Fahrbahn unbehindert sehen kann. Die Aussparung d ermöglicht ihm auch, ohne geblendet zu werden, ein unbehindertes Sehen der Gegenfahrbahn. Die Platte c kann so ausgebildet sein, daß sie die Scheibe a auch nach unten hin nicht ganz abdeckt und einen freien Teil a' der Klarglasscheibe frei läßt. Die Vorrichtung hat den Vorteil, daß der Fahrer auch einen seitlich oder oberhalb der Scheibe a angebrachten Rückspiegel unbehindert sehen und damit auch von hinten kommende Fahrzeuge gut erkennen kann. Auf diese Weise erhält der Fahrer ein bisher nicht gekanntes Maß von Sicherheit trotz Nichtabblendung der Scheinwerfer eines Gegen- -fahrzeuges. Sobald dieses vorbeigefahren ist, kann die Platte c durch den Handgriff g wieder hochgeklappt werden.
  • Eine weitere Erhöhung der Fahrsicherheit bietet die in Bild 2 dargestellte Einrichtung. Bei Blendung durch Gegenfahrzeuge drückt der Fahrer, ohne die Hände vom Lenkrad b entfernen zu müssen, den am Steuerrad vorgesehenen Schaltknopf i, wodurch ein z. B. von der Autobatterie gespeister Stromkreis geschlossen, der Motor h in Gang gesetzt und die an der Achse f befestigte Blendschutzplatte in das Gesichtsfeld geschwenkt wird (in Lage c). Durch nochmaliges Betätigen des Schaltknopfes i (oder durch einen zweite, nicht dargestellten Schaltknopf o. dgl.) kann die Platte c wieder aus dem Gesichtsfeld herausbewegt werden; dieses kann bedarfsweise auch von Hand geschehen. Der Motor h kann auch durch einen am Armaturenbrett angebrachten Knopf oder Hebel, z. B. auch pneumatisch o. dgl., betätigt werden. Die Platte c kann nach der freien Seite auch über die Mitte des Steuerrades mehr oder weniger hinausreichen und die Scheibe a nach unten ganz abdecken.
  • Die in Bild 3 gezeigte Einrichtung arbeitet selbsttätig. Blendet ein entgegenkommendes Fahrzeug nicht ab, so fällt dessen Scheinwerferstrahl durch die Öffnung k' aui die Photozelle k o. dgl. und erzeugt einen Strom, der die Schwachstromseite der Verstärkereinrichtung m, z. B. eines Relais, Röhrenverstärkers o: dgl., betätigt. Hierdurch wird an der Verstärkerseite von m ein stärkerer Strom zum Fließen gebracht, z. B. durch Schließung eines Kontaktes o. dgl., der den Motor h in Befrieb setzt und damit die Platte c in das Gesichtsfeld des Fahrers schwenkt, so daß die Blendung beseitigt wird. Die Einrichtung kann so getroffen sein, daß die Blendschutzplatte c nach Aufhören der Belichtung der Photozelle k durch den Scheinwerfer des Gegenfahrzeuges selbsttätig wieder nach oben geschwenkt oder durch Drücken eines elektrischen Schaltknopfes i durch den Fahrer wieder aus dem Gesichtsfeld herausgeschwenkt wird. Es können Anschlagmittel, Stromunterbrecher, Umkehreinrichtungen, Federn usw. vorgesehen sein, die die Bewegung der Platte c in den Endlagen unterbrechen oder umkehren.
  • Die z. B. nach Art einer Revolverblende ausgebildete, Lichtfilterplatten q enthaltende drehbare Scheibe n ermöglicht es, die Photozelle k mehr oder weniger empfindlich einzustellen, so daß erst, z. B. bei geringerer Blendempfindlichkeit des Fahrers, bei größerer Annäherung des Gegenfahrzeuges die Blendschutzeinrichtung in Gang gesetzt wird. Dasselbe kann auch durch Einschalten eines Widerstandes o. dgl. in den Schwachstrom- oder Verstärkerstromkreis des Relais m erreicht werden.
  • Die Blendschutzplatte c kann auf der dem Gegenfahrzeug zugewandten Seite eine z. B. rote Warnfarbe, die im Licht des Gegenfahrzeuges aufleuchtet, aufweisen oder selbstleuchtend sein, um den Lenker des Gegenfahrzeuges zu warnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Blendschutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, gekennzeichnet durch eine am Fahrzeug angebrachte, in das Blickfeld des Fahrzeuglenkers ein- und ausschwenkbare und dieses vorzugsweise nur nach der Gegenfahrbahn hin- abdeckende lichtabsorbierende durchsichtige Platte. z. Blendschutzeinrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine nach der einen Seite nur bis oder etwa bis zur Mitte des Steuerrades und gegebenenfalls an der entgegengesetzten Seite eine Aussparung zum Erkennen der Gegenfahrbahn aufweisende lichtabsorbierende durchsichtige Platte. 3. Einrichtung nach Anspruch r oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte maschinell, vorzugsweise durch einen Elektromotor, in das Blickfeld des Fahrers oder einen Teil desselben ein- und ausschwenkbar ist. 4. Blendschutzeinrichtung für Fahrzeuge, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine z. B. in Augenhöhe des Fahrers am Fahrzeug angebrachte lichtempfindliche Zelle o. dgl., die bei Belichtung durch Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge einen mit einer Blendschutzvorrichtung gekoppelten Motor steuert und die Blendschutzvorrichtung selbsttätig in das Blickfeld des Fahrers, vorzugsweise unter Abdunklung nur der nach dem Gegenfahrzeug zu gelegenen Blickfeldhälfte, bewegt. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine zwischen die lichtempfindliche Zelle, z. B. Photozelle, Selenzelle, Photoelement o. dgl., und den Motor der Blendschutzplatte zwischengeschaltete, gegebenenfalls regulierbare Verstärkervorrichtung. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendschutzplatte bei Aufhören der Belichtung der Photozelle o. dgl. selbsttätig aus dem Blickfeld des Fahrers bewegt wird. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendschutzplatte von Hand, gegebenenfalls durch einen Schaltknopf auf elektrischem Wege, aus dem Blickfeld des Fahrers herausbeweglich ist. B. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Zelle z. B. durch wechselbare Lichtfilter vor der Lichtöffnung der Photozelle oder/und durch in den Stromkreis eingeschaltete elektrische Widerstände unempfindlicher geschaltet werden kann.
DEN213A 1949-11-29 1949-11-29 Blendschutzeinrichtung fuer Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge Expired DE810346C (de)

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DE810346C true DE810346C (de) 1951-08-09

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DE (1) DE810346C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014446B (de) * 1954-04-28 1957-08-22 Robert Chappatte Verschwenkbarer Blendschutz gegen stoerendes Licht, insbesondere fuer Kraftfahrer
US4570989A (en) * 1982-12-18 1986-02-18 Daimler-Benz Aktiengesellschaft Sun visor for vehicles provided with a protective sun visor plate

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014446B (de) * 1954-04-28 1957-08-22 Robert Chappatte Verschwenkbarer Blendschutz gegen stoerendes Licht, insbesondere fuer Kraftfahrer
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