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In ein Spielzeug umwandelbares Möbelstück Infolge der beschränkten
Raumverhältnisse ist es für viele Familien wünschenswert, wenn für Spielzeuge ein
besonderer Platz nicht in Anspruch genommen zu werden braucht. Diesen Zweck erfüllt
die vorliegende Erfindung in vollem Umfang. Sie bezieht sich auf ein Möbelstück,
beispielsweise in Form einer Kindersitz- oder Fußbank mit Füßen, das in ein Spielzeug
umwandelbar ist.
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Die Füße des neuen Möbelstücks sind erfindungsgemäß mit Nuten o. dgl.
Ausnehmungen versehen, die als Träger von zusätzlichen Teilen dienen. Vorzugsweise
können die im wesentlichen quadratischen, rechteckigen, runden oder ovalen Querschnitt
aufweisenden Füße mit Längsnuten versehen sein, in die Platten eingeschoben werden
können. In diesem Vall wird das Möbelstück mit den Füßen nach oben gerichtet aufgestellt,
so daß eine Oberfläche (Sitzfläche) als Auflage dient, und in die aufrecht gerichteten
Füße werden Platten eingeschoben, welche die Wand einer Küche, Puppenstube, eines
Kasperletheaters o. dgl. Raum bilden. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß
die Zarge des Möbelstücks an einer Längskante fortgelassen ist.
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Weiterhin sind in vorzugsweiser Ausführung an zwei gegenüberliegenden
Füßen schräg gerichtete Quernuten angeordnet, die als Träger von einschiebbaren
Brettehen dienen, um Bilder, Buchstaben o. dgl: Vorlagen, beispielsweise für Lehrzwecke,
auf ihnen anzuordnen. Zu diesem Zweck sind die Brettehen über ihre ganze Länge
mit
einem Schlitz versehen, in den die Vorlagen eingeschoben werden können. Weiterhin
können zwei gegenüberliegende Füße mit geneigten Quernuten versehen sein, deren
Grund einem eingegelagerten, von einem bis zum anderen Fuß reichenden Stab als Auflage
dient. Auf dem Stab können Kugeln, Perlen o. dgl. verschiebbar angeordnet sein,
um als Rechenvorrichtung zu dienen. Weiterhin können vorzugsweise zwei Stirnkanten
und eine Längskante des Möbelstücks mit einer den Füßen Halt bietenden Zarge versehen
und die andere Längskante ohne Zarge gelassen sein, um die Zarge beim Gebrauch des
Möbelstücks als Sitzgelegenheit durch Einschieben einer Tafel zum Bilden eines Raumes
zur Aufnahme sämtlicher losen Teile nutzbar zu machen. In vorzugsweiser Ausführung
kann die der zargenfreien Kante des Möbelstücks gegenüberliegende Zarge durch ein
in die Längsnuten der dieses Zargenstück begrenzenden Füße einschiebbares Zwischenstück
erhöht und die Stirnflächen dieser Füße können mit waagerecht verlaufenden Nuten
versehen sein, in die ein beide Füße verbindendes Kopfstück eingeschoben wird, das
auf dem Grund der Nuten aufliegt. In diesem Fall kann der lichte Raum zwischen dem
am Ende der Füße angeordneten Kopfstück und der Oberkante des Zwischenstücks beispielsweise
zum Vorführen von Kasperlefiguren oder als \Varenausgabe _ für einen Krämerladen
dienen. Hierbei werden die den Raum bildenden Seiten oder Stirnwände durch eingeschobene
Platten gebildet, und die Rückwand wird offen gelassen.
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In vorzugsweiser Ausführung sind nahe der freien Kante der Zarge Nuten
vorgesehen, in die bei Benutzung des Möbelstücks als Kindersitz-oder Fußbank die
Rückwand der Puppenstube, Küche o. dgl. eingeschoben werden kann, wodurch ein Aufnahmeraum
geschaffen wird, in dem alle losen Teile untergebracht werden können, wenn das Möbelstück
als Kindersitz- oder Fußbank benutzt wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Fig. i zeigt einen Längsschnitt durch das Möbelstück in seiner Verwendung
als Fußbank; Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Fig. i im Schnitt; Fig.3 zeigt das
Möbelstück im Schaubild in Gebrauchslage als Fußbank; Fig.4 bis Fig. 7 zeigen das
Möbelstück als Spielzeug in schaubildlicher Darstellung, und zwar erkennt man aus
Fig. 4 das Möbelstück, in eine Puppenstube, Küche o. dgl. Raum umgewandelt, Fig.
5 das Möbelstück in seiner Anwendung als Lesevorrichtung, Fig. 6 das Möbelstück
in seiner Anwendung als Rechenvorrichtung, Fig. 7 das Möbelstück in seiner Anwendung
als Kasperletheater, Kaufladen o. dgl.; die Fig.8 bis 13 zeigen Einzelheiten in
Vorder-und Seitenansicht. Das Möbelstück ist im Normalgebrauch eine Kindersitz-
oder Fußbank, die aus einer Deckplatte 14 mit Füßen 15, 16, 17, 18 besteht. Diese
Füße sind durch Zargenteile i9, 2o, 21 miteinander verbunden. Die Füße 16, 17 sind
an der Längskante des Möbelstücks, an der eine Zarge nicht vorhanden ist, durch
Klötze 22 versteift.
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Nahe der freien Kante der Zargenteile i9, 20, 21 sind Nuten 23, 24,
25 vorgesehen. Die Nuten 23 und 25 sind durch die Füße 16, 17 in Querrichtung hindurchgeführt,
so daß eine Platte 26 eingeschoben werden kann. Die Platte 26 dient bei der Anwendung
des Möbelstücks als Puppenstube, Küche o. dgl. Spielzeug als Rückwand und wird in
Nuten 27, 28 der Füße 18, 15 eingeschoben.
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Die Füße 15, 16, 17, 18 sind weiterhin mit Nuten 29, 30, 31, 32 versehen,
so daß zwischen den Füßen 15, 16 eine Platte 33 und zwischen den Füßen 17, 18 eine
Platte 34 eingeschoben werden kann.
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Soll das Möbelstück als Kaufladen oder Kasperletheater benutzt werden,
dann wird zwischen den Füßen 15, 18 ein Zwischenstück 35 in die Nuten 27, 28 eingeschoben.
Das Zwischenstück 35 hat eine Unterleiste 38 und eine Oberleiste 39, so daß in den
Nuten 27, 28 zu führende Zapfen 40, 41 gebildet werden.
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Um dem Kasperletheater oder dem Kaufladen einen entsprechenden Abschluß
zu geben, ist ein Kopfstück 42 vorgesehen, das an seiner Unterseite mit einer Leiste
43 versehen ist, die in ihrer Länge dem Zwischenraum zwischen den Füßen 15, 18 angepaßt
ist. Die Enden 36, 37 des Kopfstückes 42 überragen die Leiste 43 zu dem Zweck, daß
sie als Auflage für das Kopfstück dienen. Das Kopfstück ist in Nuten 44, 45 der
Füße 15, 18 geführt und liegt auf dem Grund dieser Nuten auf.
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Zur Veranschaulichung von bildlichen Darstellungen sind die Füße 15,
16 mit geneigten Quernuten 46 versehen, in welche ein oder mehrere Bretter 47 eingeschoben
werden können. Diese Bretter haben in Gebrauchslage die Neigung eines Pultes und
sind so ausgebildet, daß Bild- oder Schriftvorlagen auswechselbar in ihnen angeordnet
werden können. Zu diesem Zweck besitzt jedes der Bretter einen sich über seine ganze
Länge erstreckenden Schlitz 48, in den eine Vorlage 5o bzw. 50a eingeschoben werden
kann. Der Teil 49 des Brettes 47 dient als Auflage für die Vorlage 5o bzw. 5oa.
Diese Ausbildung kann beispielsweise Lehrzwecken dienen, indem beispielsweise auf
der Vorlage 5o eine Blume und auf der darunter angeordneten Vorlage Soa der große
Buchstabe B dargestellt ist, um dem Kinde das Lesen von Buchstaben zu erleichtern.
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Die Füße 17, 18 sind mit Nuten 51 o. dgl. Einrichtungen versehen,
die zur Aufnahme von Rundstäben 52 dienen können. Die Rundstäbe 52 sind leicht herausnehmbar
in die Nuten 51 eingelegt ttnd dienen zur Aufnahme von Perlen, Kugeln 0. dgl. 53.
Die Kugeln 53 sind verschiebbar auf
den Stäben 52 und können dazu
dienen, kleinen Kindern die Grundbegriffe des Rechnens beizubringen.
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Sobald das Möbelstück als Kindersitz- oder Fußbank benutzt werden
soll, wird es für diesen Zweck in Normallage gebracht und die Platte 26 in die Nuten
23, 24, 25 der Zargen 19, 20, 21 eingeschoben, so daß ein Hohlraum 54 unter
der Deckplatte i4 gebildet wird, in dem sämtliche losen Teile untergebracht werden
können, so daß sie für den erneuten Spielgebrauch des Möbelstücks stets beisammen
sind.