DE80740C - - Google Patents

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DE80740C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/56Electroplating: Baths therefor from solutions of alloys

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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48: Chemische Metallbearbeitung.
OTTO SCHMIDT in LONDON.
Kadmiumlegirung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1893 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, um rohes und geschliffenes Eisen vor Rost zu schützen und namentlich rohes Gufseisen nicht allein rostfrei zu präpariren, sondern demselben1 auch ein gefälliges Aeufsere zu geben.
Es sind bis jetzt sehr viel Rostschutzmittel für Eisen und Stahl angegeben, aber alle, mit Ausnahme der Verzinkung in geschmolzenem Zink, haben sich als werthlos bezw. nur für kurze Zeitdauer erwiesen. Aber auch die angeführte . Verzinkung in geschmolzenem Zink hat ihre Uebelstände, namentlich beim Ver-. zinken von Gufseisen und dünnem Eisen oder Stahlblechen, indem bei häufigem Verzinken von . Gufseisen in ein und demselben Bade sich das Zink sehr bald durch Aufnahme von Eisen in Hartzink verwandelt, welches sich nicht mehr mit dem Eisen verbindet und infolge dessen unbrauchbar ist. Will man aber z. B. dünne bezw. weiche Flufseisenbleche durch Eintauchen in geschmolzenes Zink verzinken, so werden dieselben hart und spröde, auch nehmen sie zu viel Zink an,, wodurch diese Waare für bestimmte Zwecke unbrauchbar wird.
Der Erfinder fand, dafs sich das Kadmiummetall in Verbindung mit Kupfer oder mit Zink ganz besonders zu Ueberzügen für Eisen und Stahl eignet, wobei der Ueberzug hier nicht durch Aufschmelzen, sondern auf kaltem Wege, und zwar in der Weise erzeugt wird, dafs man sich Doppelsalze aus Kadmium und Kupfercyanür bezw. Kadmium und Zinkcyanür herstellt, dieselben in Wasser auflöst und in diesen Lösungen dann den betreffenden eisernen oder stählernen Gegenstand mittels der Elektrolyse mit einer Legirung von Kadmiumkupfer bezw. Kadmiumzink beliebig stark überzieht. Durch einen solchen Ueberzug, welcher in einigen Minuten hergestellt wird, erhält das rohe Eisen nicht nur ein silberähnliches, schön weifses und glänzendes Aussehen, sondern wird auch dauernd vor Rost geschützt, indem diese Ueberzüge sich nicht, wie Zink, auf Kosten des Eisens oxydiren.
Man bereitet diese Lösungen folgendermafsen:
Es wird ein Gemenge von 1 kg Kadmiumhydroxyd, salpetersaurem oder schwefelsaurem Kadmiumsalz und 1 kg Kupferhydroxyd, kohlensaurem,, salpetersaurem, salzsaurem, essigsaurem oder schwefelsaurem Kupfersalz in 100 1 Wasser gebracht und dann so viel Cyankalium oder Cyannatrium zugesetzt, bis sich die Metallsalze völlig gelöst und mit dem Cyansalz innig verbunden haben. In derselben Weise bereitet man eine Lösung aus Kadmium und Zinksalz, jedoch mit. dem Unterschied, dafs statt der Kadmium- und Kupfersalze Kadmium- und Zinksalze in Verbindung mit Cyankalium oder Cyannatrium in 100 1 Wasser aufgelöst werden.
Will man nun das Eisen in einer dieser Lösungen mit Metall überziehen, so verfährt man folgendermafsen:
Man beizt den Eisengegenstand vorher in verdünnter Säure und hängt ihn dann in die
r -\
.Lösung als Kathode; als Anode, welche der Kathode angemessen grofs sein mufs, nimmt man eine Platte aus Kupfer bezw. Zink und lä'fst dann einen Strom von 4 Volt Klemmspannung einwirken. - . .
Die' Stärke des Stromes richtet sich' aanz nach der. Gröfse der Kathode und würden 50 Amp. auf einen Quadratmeter Kathodenfläche genügen.
Dafs aus diesen hier angegebenen',Lösungen thatsächlich eine Legirung von Kadmiumkupfer bezw. Kadmiumzink niedergeschlagen wird, wurde durch eine chemische Analyse festgestellt, indem ca. 60 pCt. Kupfer und 40 pCt. Kadmium bezw. 20 pCt. Zink und 80 pCt. Kadmium gefunden wurden.
Um die hier in Rede stehenden Lösungen constant zu erhalten, ist es nöthig, die angegebenen Salze zeitweise zu ergänzen; dies geschieht in derselben Weise, wie bei der Neu-, bereitung der Lösung.
Bei der Herstellung der Lösung ist Folgendes wohl zu beachten: .
Es mufs das Kadmiumsalz und das Zinkoder Kupfersalz getrennt in Lösung gebracht werden; es mufs ferner darauf geachtet werden, .dafs neben dem entstehenden Doppelsalz von Cyankadmiumkalium, Cyankupferkalium oder Cyanzinkkalium keine anderen Ingredienzien vorhanden sind. Deshalb mufs man die Doppelsalze aus den Lösungen auskrystallisiren und nachher aufs Neue lösen; denn nur solche reine Lösungen von den betreffenden Doppelsalzen geben vermischt reine Legiruηgsniederschlage.
Man verfährt also wie folgt:
Man löst das Kadmiumsalz, Kupfersalz bezw. Zinksalz in kochendem Wasser, jedes getrennt, auf und fügt unter fortwährendem Kochen so lange Cyankalium -zu, bis die milchweifse Flüssigkeit wasserklar ist; dabei findet zugleich ein Abdampfen statt und nach dem Erkalten krystallisiren die reinen Doppelsalze aus, welche von der Lauge getrennt und nachher wieder in Lösung gebracht und gemischt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Beim Ueberziehen von Eisen und Stahl mit einer Legirung von Kadmiumkupfer oder Kadmiumzink das Verfahren der Präparation der Legirungsflüssigkeit, darin bestehend, dafs man das Kadmiumsalz bezw. Zinksalz bezw. Kupfersalz, jedes getrennt, zuerst löst und der kochenden Lösung so lange Cyankalium zusetzt, bis volle Umwandlung stattgefunden hat, wonach man das gebildete Doppelcyansalz auskrystallisirt und die Krystalle wieder in Lösung bringt.
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