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Spitzenzwickmaschine Spitzenzwickmaschinen bekannter Bauart haben
Überschieber, die den Spitzenteil des Schubschaftes umfassen, diesen um den Spitzenteil
des Leisten: Kochstreichen oder hochwalken und dann dessen Randteil über die Brandsohle
auf dem Leistenloden umlegen und gegen die Brandsohle anwalken. Maschinen dieser
Art haben ebenfalls Spreizfinger, die zu Beginn eines Arbeitskreislaufes ungefähr
auf die Brandsohlenmitte aufgesetzt werden und dann sich gemeinsam nach dein Spitzenende
des Schuhe: hin bewegen und dabei attseinancierscliwingen, wobei sie den Schaftrand
atisspreizen und nach aul.ten umlegen. Nachdem die Spreizfinger sich über den Spitzenteil
des -1#chtihltodens hinausbewegt hallen, bewegen sie sich abwärts und klemmen den
att,-gespreizten Schaftran(lteil gegen die ,ich dann in
| ihrer Tieflage befindlichen Überschieber. Sodann |
| nehmen die Spreizfinger an der Hochwalkbewegung |
| der Ü Tierschieber teil, wobei sie den Schaftrand |
| gegen die Überschieber geklemmt halten und dabei |
| den Spitzenteil des Schuhschaftes während des |
| l lochw all;ens straffziehen. |
| Damit diese Zwickmaschine auch zum Bearbeiten |
| von schweren Schuhschäften Verwendung finden |
| kann, insbesondere zum Bearbeiten von Herren- |
| schtilien, sind erfindungsgemäß mit den Spreiz- |
| fingern verbundene Hilfsspreizfinger vorgesehen, |
| die sich finit den Spreizfingern über den Schuhboden |
| quer und längs zti dein Schuh bewegen und den von |
| den Spreizfingern nicht erfaßten Schaftrand auf |
| beiden Seiten der Schaftspitze nach außen spreizen. |
| 1)abci mag die Anordnung so getroffen .ein. daß |
die IIilfsspreizfinger auf Trägern sitzen, die durch Holzen auf
den Drehträgern der Spreizfinger drehbar befestigt sind, wobei durch die Drehung
der Drehträger die Spreizfinger quer zu dem Schuh geschwungen werden und die Hilfsspreizfinger
durch Drehung um diese Bolzen dabei eine Relativbewegung ausführen. Weiterhin kann
diese Drehbewegung der Träger der Hilfsspreizfinger und somit die soeben erwähnte
Relativbewegung der Ililfsspreizfinger durch Kurvenspuren geregelt werden, längs
deren die Träger sich bewegen.
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Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. i ist eine rechte Seitenansicht eines Teiles einer Spitzenzwickmaschine,
an der die Erfindung veranschaulicht ist; Fig.2 ist eine Einzelansicht in vergrößertem
Maßstabe eines Teiles der in Fig. i dargestellten Vorrichtung; Fig. 3 ist ein Grundriß
der in Fig. i dargestellten Vorrichtung; Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach der
Linie IV-IV der Fig. 3; Fig. 5 ist eine Schnittansicht nach der Linie V-V der Fig.
3 ; Fig. 6 ist eine Schnittansicht nach der Linie VI-VI der Fig. 3 ; Fig. 7 ist
eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles VII der Fig. 3; Fig. 8 ist eine Schnittansicht
nach der Linie VI I I-VII I der Fig. 5 ; Fig. 9 ist eine Schnittansicht nach
der Linie IX-IX der Fig. i ; Fig. io ist ein Grundriß der Schaftspreiz- und Cberschiebvorrichtung;
Fig. i i ist ein Grundriß der Hauptteile der in Fig. io dargestellten Vorrichtung
kurz nach Beginn eines Arbeitskreislaufes; Fig. 12 ist ein der Fig. i i entsprechender
Grundriß nach Beendigung des Schaftspreizvorganges und der Überschiebertätigkeit;
Fig. 13 ist eine Schnittansicht nach der Linie 1IIl-NIII der Fig. 1o, und Fig. 14
ist eine Schnittansicht nach der Linie 1IV-1IV der Fig. io.
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Die auf den Zeichnungen zum Teil dargestellte Spitzenzwickmaschine
hat zwei Überschieber 2 (Fig. io bis 12), die das Spitzenende des in die Maschine
eingesetzten Schuhes bearbeiten.
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Der Schuh wird mit dem Boden nach oben in die Maschine eingesetzt
und die Überschieber 2 bewegen sich aus ihrer Tieflage, unterhalb der Brandsollenkante,
nach oben, wobei sie das Spitzenende des Schuhschaftes um den Spitzenteil des Leistens
nach oben streichen oder walken, worauf sie in der Längsrichtung des Schuhes nach
dem Fersenteil hin vorgeschoben und gleichzeitig einwärts geschwungen oder geschlossen
werden, um den Randteil des Schuhschaftes über die Brandsohle zu schieben und zu
walken. Der Randteil des Schuhschaftes wird in dieser Zwicklage durch Täkse befestigt,
die von einer nicht dargestellten Nagelvorrichtung eingeschlagen werden. Die Nagelvorrichtung
wird nach dem Zwickvorgang in Arbeitslage bewegt und schlägt die "I'äkse durch den
übergezwickten Randteil des Schuhschaftes in die Brandsohle längs der Innenkante
der Überschieber2 ein.
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Die Maschine hat ebenfalls zwei zusätzliche Überschiebervorrichtungen
4 (Fig. io), die mit den Cberschiebern 2 zusammen arbeiten. Diese zusätzlichen Vorrichtungen
oder Hilfsvorrichtungen haben je zwei Überschieberplatten 6, die je ungefähr halbmondförmig
sind und von einer Platte 8 getragen werden. Die Platte 8 ist selbst auf einem Träger
io angebracht. Der Träger io hat einen stangenartigen Fortsatz 12 und ebenfalls
einen plattenartigen Ansatz 14 (Fig. 13), der unter der Platte 8 liegt. Die Platte
8 hat eine bogenförmige Außenkante 16 (Fig. io), die gegen den entsprechend ausgebildeten
Boden einer Nut in dem Träger io anliegt. Die Platte 8 ist auf einem Bolzen 18 in
dem Ansatz 14 des Trägers io frei drehbar, und die Achse des Bolzens fällt mit dem
Krümmungsmittelpunkt der Kante 16 zusammen.
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Die Platten 6 auf beiden Seiten des Spitzenendes des Schuhes sind
längs der Schuhbodenkante nebeneinander angeordnet, und zwar auf beiden Seiten der
Kappennahtlinie. Jede Platte 6 hat eine Rille 20 (Fig. 14), in die ein Ansatz 22
der Platte 8 eingreift, wodurch eine Hochbewegung der Platte 6 bezüglich der Platte
8 verhindert wird. Weiterhin liegt jede Platte 6 in einer Ausnehmung in der Oberfläche
der Platte 8 und hat eine bogenförmige Außenkante 24, die gegen einen entsprechend
geformten Absatz der Platte 8 anliegt. Die Platte 6 wird auf der Platte 8 durch
einen Bolzen 26 festgehalten, der in der Platte 6 befestigt ist und durch einen
Bogenschlitz 28 (Fig. io) der Platte 8 gesteckt ist. Die Platten 6 auf beiden Seiten
des Spitzenendes des Schuhes können sich somit auf der Trägerplatte 8 frei um senkrechte
Achsen drehen, und die Trägerplatte 8 selbst kann sich, wie bereits erwähnt, um
den senkrechten Bolzen 18 frei drehen. Die Platten 6 können sich somit satt gegen
die Schuhseiten anlegen. Die Hilfsvorrichtungen 4 bewegen sich auf den Überschiebern
2 einwärts und werden durch Federn 30 gegen den Schuhschaft auf beiden Seiten
des Spitzenendes angedrückt. Bei der Hochwalkbewegung der Überschieber 2 werden
die Hilfsüberschieber oder Platten 6 mitgenommen und nehmen somit an der Hoch--#valkarbeit
teil. Gegen Ende der Hochwalkbewegung werden die Hilfsüberschieber von den Federn
30 über den Schulboden einwärts bewegt und beginnen somit das Einwärtswalken
des Schuhschaftes auf beiden Seiten des Spitzenendes vor der Einwalktätigkeit der
flauptüberschieber 2. Danach werden die Hilfsüberschieber in die in Fig. 12 dargestellten
Lagen zurückgezogen, in welchen Lagen sie nicht die Bewegung der Nagelvorrichtung
in ihrer Arbeitslage stören können.
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Die Maschine hat weiterhin zwei Spreizfinger 32, die den Schaftrand
auswärts über die Überschieber spreizen und während des Hochwalkens gegen die Überschieber
klemmen, wobei der Schaft ebenfalls
senkrecht angespannt wird. Weiterhin
sind zwei Hilfsspreizfinger 34 vorgesehen, die auf beiden Seiten des Spitzenendes
tätig sind und als Fortsätze der Finger 32 angesehen werden können. Die beiden Fingerpaare
32 und 34 sind durch noch zu beschreibende Verbindungsteile auf dem Vorderende,
von vorn der Maschine gesehen, einer Stange 36 (Fig. i und 3) angeordnet. Die Stange
36 hat an ihrem Hinterende einen Fortsatz 38, der um eine in der Längsrichtung des
Schuhes unterhalb der Stange 36 liegende Achse gewölbt ist. Der Fortsatz 38 paßt
in eine entsprechend ausgebildete Führung in einem Schlitten 4o ein, der in der
Längsrichtung des Schuhes hin und her bewegt wird. Ein nach vorn gerichteter Fortsatz
42 (Fig. i ) des Schlittens 4o hat eine gewölbte Oberfläche. die gegen die gewölbte
Unterfläche der Stange 36 anliegt, und diese beiden Flächen sind um dieselbe Achse
gewölbt wie der Ansatz 38. Die Stange 36 kann sich somit um diese Achse drehen,
so daß die Finger 32, 34 sich satt gegen den Schuhschaft anlegen können. Diese Drehbewegung
der Stange 36 ist durch eine Schraube 44 begrenzt, die durch einen Querschlitz 48
der Stange gesteckt und in den Fortsatz 42 des Schlittens 4o eingeschraubt ist.
Die Schraube 44 und der Schlitz 46 verhindern eine Auseinanderbewegung der Stange
36 und des Schlittens 40 in der Längsrichtung des Schuhes. Die Finger 32 werden
von kleinen Blöcken 48 (Fig. 2) getragen, die, im Grundriß gesehen, ungefähr dreieckig
sind und auf ihren Unterseiten Ausnehmungen haben, in die zylinderförmige Rippen
5o der Finger 32 eingreifen. Die Finger 32 können somit in Anpassung an den Schuhschaft
etwas kippen. Die Blöcke 48 sind auf Hohlbolzen 52 (Fig. 4) drehbar. Die Hohlbolzen
sind durch senkrechte Bohrungen in der Nähe der hinteren Ecken der Blöcke .I8 gesteckt
und greifen in Bohrlöcher in dem Vorderende der Stange 36 ein, in denen sie durch
Stellschrauben 54 (Fig. 3) festgelegt sind.
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In dem Hohlbolzen 52 bewegen sich zwei Bolzen 56 (Fig. 4) auf und
ab, die von einem zwischen den Fingern 32 sitzenden,' mittleren Spreizteil 58 nach
oben ragen. Der mittlere Spreizteil 58 greift an dem Spitzenende des Schuhes selbst
an. Federn 6o, die zwischen den Oberenden der Bolzen 56 und Absätzen in den Bohrlöchern
der Stangen 36 sitzen, sind bestrebt, die Bolzen 56 und somit den Spreizteil 58
abwärts zu schieben. Diese Alm-ärtsbewegung wird durch die Köpfe von Schrauben 62
begrenzt. Die Schrauben 62 sind durch Bohrlöcher in der Stange 36 gesteckt und in
die Oberenden der Bolzen 56 eingeschraubt. Zwischen dein Spreizteil 58 und den Unterenden
der Hohlbolzen 52 besteht ein gewisser Abstand, so daß der Spreizteil ;S sich gegen
den Druck der Federn 6o der Dicke des Schuhschaftes anpassen kann.
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Zum Auseinanderschwingen der Finger 32 um die Bolzen 52 sind die :Außenecken
der Blöcke 48 durch Kugelgelenke 64 (Fig. 2 und 3) mit den gebogenen Vorderenden
von Stangen 66 drehbar verbunden. Die Hinterenden der Stangen 66 sind durch senkrechte
Bolzen 68 mit einem Schlitten 70 verzapft, der in der Längsrichtung des Schuhes
zwischen auf der Unterseite des Schlittens 4o ausgebildeten Führungsteilen 72 hin
und her bewegt wird. Die Hinterenden der Stangen 66 sind in eine Atisriehmung 74
des Schlittens 4o gesteckt. Zum Auseinanderschwingen der Finger 32 wird der Schlitten
70 von einer noch zu beschreibenden Vorrichtung betätigt.
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Die Hilfsspreizfinger 34 sind auf die folgende Art und Weise in der
Maschine angeordnet. In der dritten und vordersten Ecke jedes Blockes 48 ist ein
senkrechtes Bohrloch angeordnet, in dem ein Drehbolzen 76 (Fig. 2 und 3) sitzt.
Auf jedem Drehbolzen ist eine Stange 78 drehbar, die auf dem entsprechenden Block
48 liegt und den entsprechenden Finger 34 trägt. Jede Stange 78 hat ein gabelförmiges
Vorderende 8o (Fig. 3). Ein Teil 82 des Vorderendes 8o jeder Stange 78 greift unter
den Block 48 und hält das Unterende .des Bolzens 76. Ein nach hinten zeigender Ansatz
84 eines Blockes 86 ist durch einen waagerechten Drehbolzen 88 mit dem Vorderende
8o der entsprechenden Stange 78 drehbar verbunden. Durch jeden Block 86 ist ein
Drehbolzen cgo gesteckt, der vor dem Drehbolzen 88 und parallel zu diesem liegt.
Die Drehbolzen go verbinden die Finger 34 drehbar mit den Blöcken86 und werden von
federbelasteten Stiften 92 (Fig. 7) festgehalten, die in den Blöcken 86 angeordnet
sind und in Ausnehmungen in den Drehbolzen 9o eingreifen. Die Drehbolzen cgo können
aus ihren Lagern herausgezogen werden, um ein Fingerpaar gegen ein anderes Fingerpaar
verschiedener Größe auszutauschen. Die Finger 34 kippen um die Drehbolzen 9o, soweit
dies die Blöcke 86 zulassen. Die Drehverbindung der Blöcke 86 mit den Stangen 78
ermöglicht eine Hochbewegung der Finger 34 unter dem Druck des Schuhschaftrandes
und gegen den Druck von federbelasteten Bolzen 94 (Fig. i und 7), die in den Stangen
78 sitzen und an den Fortsätzen 84 der Blöcke 86 angreifen.
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Die Hinterenden der Finger 34 sind abgerundet (Fig. io und ii) und
passen in entsprechend geformte Ausnehmungen in den Vorderenden der Finger 32, so
daß die Angriffslinie der Finger 32, 34 an dem Schuhschaftrand in der Längsrichtung
des Schuhlodens ununterbrochen ist. In ähnlicher Weise besteht zwischen den Fingern
32 und dem Mittelstuck ein ununterbrochener Übergang. Zu Beginn sind die Finger
34 mit den Fingern 32 in der Längsrichtung des Schuhes gleichgerichtet (s. F ig.
io). Nachdem die Finger 32, 34 auf die Brandsohle aufgesetzt worden sind, werden
die Blöcke 48 von den Stangen 66 um die Hohlbolzen 52 gedreht, \\-()bei die
Finger 32, 34 auseinandergesch#,vungen \\-erden und den Schuhschaftrand ausspreizen.
Gleichzeitig werden sämtliche Finger und der Mittelteil 58 gemeinsam in der Längsrichtung
des Schuhes nach hinten in der Maschine bewegt. Wie ersichtlich, ist jeder Finger
32 mit dem entsprechenden Finger 34 drehbar verbunden, und zwar durch den ßolzcn
76. Bei der Auswärtsdrehbewegung der Finger 34 in der Querrichtung des Schuhes Werden
diese ebenfalls auf Grund der Drehung der
Blöcke 48 weiter nach
hinten bewegt, und diese Weiterbewegung entspricht der Schwingbewegung der Finger
32 in dieser Richtung. Dabei werden die Stangen 78 ebenfalls rückwärts bewegt. Die
Drehbewegung der Finger 34 um die Bolzen 76 und somit die richtige Einstellung der
Finger 34 bezüglich des Schuhes bei ihrer Auswärtsbewegung wird dadurch gesteuert,
daß die Hinterenden der Stangen ; 8 mittels Rollen 96 in Kurvenspuren 98 eingreifen,
die in (lern Schlitten 4o ausgebildet sind und längs deren die Rollen 96 bei der
Drehung der Illöcke 48 laufen.
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Zum Betätigen des Schlittens 4o, der, wie bereits beschrieben, mit
der Stange 36 verbunden ist, sitzt der Schlitten 4o in einer Schwalbenschwanzführung
in einem Träger ioo. Der Träger ioo besteht aus zwei Seitenteilen, die miteinander
verbolzt sind und ist in der Maschine vorwärts und rückwärts beweglich. In der Nähe
seines Hinterendes ist der Träger ioo durch Drehbolzen 102 (Fig. i) mit dein Oberende
eines Kurvenhebels 104 verzapft und in der Nähe seines Vorderendes ist der Träger
durch Drehbolzen io5 mit den Oberenden von zwei Stangen io6 verzapft, die in der
-Maschine vorwärts und rückwärts schwingen. Zwecks Abwärtsbewegung der Finger 32,
34 auf die Brandsohle bei Beginn des Arbeitskreislaufes werden die Stangen io6 durch
eine nicht dargestellte, in Maschinen dieser :\rt bereits bekannte Vorrichtung abwärts
bewegt, und diese Vorrichtung wird von einer Kurvennot tob in einer Kurvenscheibe
aus betätigt. Der Hebel io4 wird von einer Kurvennut iio in einer Kur-%-enscheil>e
aus betätigt und bewegt den Träger ioo nach hinten in der Maschine, wenn die Spreizbewegungen
der Finger beginnen. Somit werden die Finger 32, 34 und der Mittelteil 58 gemeinsam
in der Längsrichtung des Schuhes durch den Schlitten 4o nach hinten bewegt, während
die Finger ihre Spreizarbeit ausführen, wobei der Schlitten 40 durch ein Gesperre
mit dem Träger ioo verl>tinden ist.
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Das Gesperre zum Verbinden des Schlittens 4o mit dem Träger ioo besteht
aus zwei Rollen 112 (Fig. 3, 6 und 8), die in Ausnehmungen i 14 der Führungsteile
72 des Schlittens 40 sitzen. Die 1)tircliniesser der Rollen sind größer als die
Breite der Führungsteile 72. Gehärtete Blöcke 116, die in :\tisnehmungen des Trägers
ioo eingesetzt sind, sind mit V-förmigen Vertiefungen 117 versehen, in die die Rollen
112 anfänglich eingreifen und somit den Schlitten 40 mit dem Träger ioo verbinden,
woher die Rollen in dieser Kupplungslage durch die Seiten des Schlittens
70 gehalten werden. Wird der Schlitten 70 mit Bezug auf den Schlitten
40 riickwärts bewegt, so kommen schließlich V-förmige \tisrteliintingeri i t8 (Fig.8)
des Schlittens 7o gegenüber den Ausnehmungen 114 in den Führungsteilen 2 des Schlittens
4o an, wobei die Rollen 112 durch die Sclir.-igNN-ände der Ausnehmungen 117 in die
\tistieliintitigen 118 eingeschoben werden. Somit wird der Schlitten 40 von dem
Träger ioo entkuppelt und mit dein Schlitten 70 gekuppelt, so daß die beiden
Schlitten 40 und 7o dann gemeinsam mid mit Bezug auf den Träger ioo weiter rück^;;irts
bewegt werden können.
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Die Rückwärtsbewegung des Schlittens 70 mit Bezug auf den Schlitten
40, bei welcher Bewegung die Finger 32, 34 den Schaftrand ausspreizen, wird durch
einen Hilfsschlitten 120 (Fig. r. 3 und 8) ausgeführt, der T-förmig im Grundriß
ist (s. Fig. 8) und unmittelbar vor dem Schlitten 70 gelagert ist. [)er Hinterteil
des Schlittens 120 ist längs derselben Führung wie der Schlitten 7o hin und her
beweglich. Von dem Schlitten 120 erstrecken sich durch Bohrlöcher in dem Schlitten
70 zwei Stangen 122, die von dem Schlitten 70 weiter nach hinten ragen
und Druckfedern 124 tragen. Die Vorderenden der Federn 124 stützen sich in den Bohrlöchern
in dem Schlitten 7o ab und die Hinterenden der Federn sitzen in Bohrlöchern einer
Platte 126, die auf dem Hinterende des Trägers ioo befestigt ist. Somit werden die
Federn 124 bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens 70 unter Druck gesetzt.
Auf der Unterseite des Hilfsschlittens 120 ist eine Verzahnung 128 (Fig. i) ausgebildet,
in die ein auf dem Drehbolzen io5 frei drehbares Ritzel 130 eingreift. Das Ritzel
kämmt mit einem Zahnsektor 132, der auf einem Arm 134 ausgebildet ist. Der Arm 134
dreht sich um einen Drehbolzen 136, der von einem auf dem Träger ioo befestigten
Arm 138 getragen wird. Um den Drehbolzen 136 schwingt ebenfalls ein Hebel i4o, der
mittels einer Rolle 142 an einer Kurvenscheibe 14:I angreift. Der Hebel i4o hat
einen nach vorn zeigenden Arm 146, der mit dem Arm 134 durch eine Einstellvorrichtung,
einschließlich einer Schraubenwelle 148, verbunden ist. Durch Drehung der Schraubenwelle
148 wird der Hebel i4o um den Bolzen verstellt, wobei die .Kurvenrolle 142 nach
ollen oder nach unten verstellt wird und somit die Länge der Spreizbewegung der
Finger 32, 34, die durch das Einwirken des Hilfsschlittens i2o auf den Schlitten
70 hervorgerufen wird, bestimmt wird. Die Einstellung der Schraubenwelle
148 wird so gewählt, daß bei der Spreizbewegung der Finger und ihrer gleichzeitigen
Rückwärtsbewegung die Finger über die Brandsohlenkante hinaus bewegt «-erden, so
daß diese dann vor dem Hochwalken des Schubschaftes gegen die Überschieber nach
unten bewegt werden können.
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Bei der Einwärtswalkbewegung der Überschieber 2 werden die Finger
32, 34 zunächst um eine kurzeWegstrecke in der Längsrichtung des Schuhes nach vorn,
d. h. nach dem Fersenende hin bewegt, und zwar unter der Einwirkung der Kurvennut
i io, die den Träger ioo betätigt. Die Finger werden dann weiter auseinandergespreizt
und riick«-ärts bewegt, bis sie sich über die Überschieber hinaus bewegt haben,
worauf sie darin in ihre Tieflagen bewegt werden, in denen sie das Arbeiten der
Nagelvorrichtung nicht stören können. Nachdem die Finger 32, 34 ihre Spreizbewegung
beendet haben, nehmen diese die in Fig. 12 dargestellte Lage an. Es ist somit ersichtlich,
daß zum Bewegen aller Finger Tiber die Überschieber hinaus, diese um ein wesentliches
Wegstück weiter nach hinten bewegt
werden müssen, und zwar insbesondere
auf Grund der Anordnung der Hilfsspreizfinger 34. Da die Raumverhältnisse der Maschine
beschränkt sind, kann diese zusätzliche Rückwärtsbewegung der Spreizfinger nicht
durch eine einfache Verlängerung der Rückwärtsbewegung des Trägers ioo erreicht
werden. Die zusätzliche Rückwärtsbewegung der Finger wird durch den Schlitten 7o
ausgeführt, der durch einen Lenker i 5o (Fig. i und 3) mit einem Arm 152 drehbar
verbunden ist. Der Arm 152 ist auf dem Drehbolzen 102 des Trägers ioo drehbar. Auf
dem Arm 152 ist ein Zahnsektor 154 ausgebildet, der mit einem Zahnsektor 156 auf
einem gabelförmigen Arm 158 kämmt. Der Arm 1s8 ist auf dem Drehbolzen 136 drehbar.
Der Arin 158 greift mittels einer Rolle 16o an einer Kurvenscheibe 162 an. Bei der
Spreizbewegung der Finger 32, 34, die, wie beschrieben, durch Bewegung des Schlittens
70 mittels des Schlittens 120 hervorgerufen wird, hebt der Schlitten 70 vermittels
des Lenkers 15o und des Armes 152 die Kurvenrolle 16o von der Kurvenscheibe 162
ab. Bei der weiteren Drehung der Kurvenscheibe 162 greift diese an einem bestimmten
Punkt wieder an der Rolle 16o an und bewegt durch Schwingung des Armes 158 den Schlitten
70 weiter nach hinten, und zwar mit Bezug auf den Hilfsschlitten 12o, der
an dieser Bewegung nicht teilnimmt. Das Auseinanderspreizen der Finger ist somit
nach dem Hochwalken beendet. Der Schlitten 70 legt sich gegen Ansätze 164 an dem
Hinterende des Schlittens 4o an, zu welcher Zeit die Ausnehmungen i 18 des Schlittens
7o den Rollen 112 gegenüber eingestellt sind. Der Schlitten 4o wird dann von dem
Schlitten 70 mit Bezug auf den Träger ioo rückwärts bewegt, wobei ebenfalls
der Schlitten 40 mit dem Schlitten 7o durch die Rollen 112 gekuppelt ist, nachdem,
wie bereits beschrieben, der Schlitten 4o von dem Träger ioo entkuppelt worden ist.
Diese Rückwärtsbewegung der Schlitten 40 und 70 mit Bezug auf den sich selbst
noch zurückbewegenden Träger ioo bewirkt dann die endgültige Zurückbewegung der
Finger 32, 34 in die in Fig. 12 dargestellte Lage.
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Bei der zusätzlichen Rückwärtsbewegung des Schlittens 7 o mit Bezug
auf den stillstehenden Schlitten 12o werden die Federn 124 unter Druck gesetzt.
Bei der Rückwärtsbewegung der Nfaschinenteile in ihre Ausgangslage bewegen die Federn
124 die durch die Rollen 112 noch miteinander verkuppelten Schlitten 40 und
70 gemeinsam nach vorn, bis die Bewegung des Schlittens 40 durch Anschläge
166, die gegen die Vorderenden von Ausnehmungen 168 in dem Träger ioo stoßen, beendet
wird. An dieser Stelle wird der Schlitten 40 von dem Schlitten 70 entkuppelt
und die Rollen 112 gleiten in die Ausnehmungen 117 ein, wobei der Schlitten 4o wieder
mit dem Träger ioo gekuppelt wird. Sodann wird der Schlitten 7o durch die Federn
124 mit Bezug auf den Schlitten 4o weiter nach vorn bewegt, bis ein Ansatz 17o des
Schlittens 70 gegen die Vorderenden von Ausnehmungen 172
(Fig. 1) des
Trägers ioo stößt. Bei dieser weiteren Vorwärtsbewegung des Schlittens
70 führt dieser den Hilfsschlitten 120 wieder in seine Ausgangslage zurück.
Ehe die verschiedenen Schlitten in ihre Ausgangslage zurückbewegt werden, wird der
Träger ioo zunächst von den Stangen 1o6 hochgeschwungen, bis die Spreizfinger 32,
34 über der Ebene der Überschieber 2 eingestellt sind.
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Die Arbeitsweise der Maschine ist wie folgt: Nachdem der zu zwickende
Schuh auf einen nicht dargestellten Träger der Maschine aufgesetzt und in Arbeitslage
eingestellt worden ist, schaltet der Arbeiter die Maschine ein. Zu Beginn des Arbeitskreislaufes
werden die Finger 32, 34 und der Mittelteil 58 durch Abwärtsschwingung des Trägers
ioo um den Drehbolzen 102 auf die Brandsohle aufgesetzt (s. Fig. 1o). Die Finger
werden dann durch den Träger ioo rückwärts bewegt, wobei diese Rückwärtsbewegung
durch den Schlitten 4o übertragen wird, der mit dein Träger ioo durch die Rollen
112 gekuppelt ist und mit der die Finger tragenden Stange 36 verbunden ist. Bei
dieser Rückwärtsbewegung der Finger werden diese gleichzeitig durch Drehung der
Blöcke 48 um die Bolzen 52 mittels der Stangen 66 ausgespreizt. Bei dein Ausspreizen
der Finger findet eine Relativbewegung zwischen den Fingern 32 und 34 um die Bolzen
76 statt und die Finger 34 werden auf Grund der Drehung der Blöcke 48 weiter nach
hinten bewegt. Diese Drehung der Finger 34 um die Bolzen 76 wird von den Kurvennuten
98 gesteuert, die die Bewegungen der Stangen ; 8 regeln. Die gemeinsame Rückwärtsbewegung
der Finger 32, 34 und des Mittelteiles 58 und die Spreizbewegung der Finger führt
diese Teile über die Überschieber hinweg nach außen. Daraufhin wird der Träger ioo
nach unten geschwungen, wobei die Finger 32, 34 gegen die Überschieber 2 bzw. die
Hilfsüberschieber 6 hin bewegt werden, die zu dieser Zeit unterhalb des Schuhbodens
eingestellt sind. Daraufhin findet die Hochwalkbewegung der Überschieber 2 statt,
an der die Hilfsüberschieber 6 teilnehmen. Kurz nach Beginn der Hochwalkbewegung
wird der von den Fingern 32, 34 und dem Mittelteil 58 ausgebreitete Schaftrand zwischen
den Überschiebern 6 und den Fingern 32, 34 festgeklemmt. Somit wird bei dem Hochwalken
des Schuhschaftes dieser angespannt.
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Sobald die Überschieber ihre Einwärtswalkbewegung über die Brandsohle
beginnen, bewegen sich die Finger 32, 34 mit den Überschiebern um ein kurzes Wegstück
nach vorn, d. h. nach dem Fersenende des Schuhes hin. Sodann werden die Finger weiter
auseinandergespreizt und über die Überschieber hinweg nach außen bewegt. Diese weitere
Spreizbewegung der Finger 32, 34 wird durch die zusätzliche Bewegung des Schlittens
70 mit Bezug auf den Hilfsschlitten 120 herbeigeführt, und diese Bewegung
des Schlittens 70 erfolgt durch Betätigung des Hebels 158 mittels der Kurvenscheibe
162. Bei dieser zusätzlichen Auseinanderbewegung oder Spreizbewegung der Finger
32, 34 werden ebenfalls die Finger 34 durch die Drehbewegung der Blöcke 48 weiter
rückwärts bewegt. Die Drehbewegung der Finger 34 tim die Bolzen 76 wird
durch
die Kurvenspuren 98 geregelt. Wenn der Schlitten 70 gegen die Ansätze 164
des Schlittens 40 stößt, wird der Schlitten 40 von dem Träger ioo entkuppelt und
mit dem Schlitten 7o durch die Rollen 1i2 gekuppelt. Die beiden Schlitten 40 und
7o bewegen sich dann gemeinsam weiter nach hinten finit Bezug auf den Träger ioo,
der ebenfalls noch etwas weiter nach hinten bewegt wird. Die Rückw ä rt;bewegungen
der Schlitten 40, 70 und des Trägers ioo haben eine Bewegung sämtlicher Finger
32. 34 in ihre hintere Lage (s. Fig. 12) über die Vberschieber hinaus zufolge, so
daß dann die Finger durch eine Abwärtsschwingung des Trägers ioo nach unten aus
dem Arbeitsbereich der Nagelvorrichtung bewegt werden können. Ebenfalls werden die
Hilfsüberschieber 6 in die in Fig. 12 dargestellten Lagen bewegt. Nach Betätigung
der Nagelvorrichtung werden die Maschinenteile wieder in ihre Ausgangslagen zurückbewegt,
wie bereits beschrieben worden ist.