DE806596C - Auswerteverfahren fuer Kinomessfilme - Google Patents

Auswerteverfahren fuer Kinomessfilme

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DE806596C
DE806596C DEL89A DEL0000089A DE806596C DE 806596 C DE806596 C DE 806596C DE L89 A DEL89 A DE L89A DE L0000089 A DEL0000089 A DE L0000089A DE 806596 C DE806596 C DE 806596C
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Dipl-Ing Hans Eber
Dr Roger Gallet
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Lytax Werke GmbH
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Lytax Werke GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying

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  • Multimedia (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Remote Sensing (AREA)
  • Facsimile Scanning Arrangements (AREA)

Description

Die Anwendung des Films zum Studium von Bewegungsvorgängen aller Art ist bekannt. Die Auswertung der Filmaufnahmen erfolgt im allgemeinen derart, daß der oder die interessierenden Bildpunkte auf jedem einzelnen Filmbild ausgemessen und die gemessenen Werte tabellarisch festgehalten werden. Die dazugehörigen Zeitwerte ergeben sich aus der Aufnahmefrequenz des Films. Die Auswertung von Bild zu Bild stellt eine ungeheure Arbeit dar, und man war von Anfang an bestrebt, sich hierfür geeignete Hilfsmittel zu schaffen.
Zum Beispiel benützt man ein Meßmikroskop mit Kreuzschlitten, dessen Bewegung, um schnell arbeiten zu können, mittels Handhebel betätigt wird. Die Lage des zu messenden Bildpunktes wird in bezug auf eine Nullmarke in den X- und y-Koordinaten abgelesen und registriert. Allein die mikroskopische Betrachtung ist für den Bearbeiter anstrengend und die ganze Handhabung dieses Verfahrens zeitraubend.
Eine wesentliche Vereinfachung wird durch die Erfindung erzielt. Sie besteht darin, daß von dem Film in zehn- bis zwanzigfacher Vergrößerung auf eine Mattscheibe ein Laufbild entworfen und auf diesem der auszumessende Punkt mit einer Meßmarke kontinuierlich verfolgt wird. Die Meßmarke ist mit einem Gerät verbunden, das ihre Bewegungen in die Komponenten verlegt und diese auf einem Registrierstreifen in Abhängigkeit von der Zeit aufzeichnet.
Dieses Verfahren hat gegenüber den schon bekannten Verfahren der Auswertung projizierter Bilder erhebliche Vorteile. Während man dort wie im Meßmikroskop die auf eine Mattscheibe vergrößert abgebildeten ruhenden Bilder des Films einzeln, also von Bild zu Bild, auswertet, d. h. die X- und F-Werte des Meßpunktes ablesen und
abschreiben oder punktweise auf ein Registrierpapier aufzeichnen muß, erlaubt das neue Verfahren eine kontinuierliche Verfolgung des Meßpunktes auf dem projizierten Laufbild.
Dies ist immer dann von besonderem Nutzen, wenn beispielsweise bei Strömungsaufnahmen von Flüssigkeit oder Gasen o. dgl. der einzelne Bildpunkt beim Wechsel von Bild zu Bild oft nur schwer wieder aufgefunden werden kann.
ίο Bei einer kontinuierlichen Verfolgung des interessierenden Bildpunktes auf dem projizierten Laufbild kann dieser Punkt jedoch ständig im Auge behalten werden.
Auf der Zeichnung ist die Anordnung in schematischer Weise dargestellt.
Abb. ι stellt einen Schnitt durch die optische Anordnung dar;
Abb. 2 stellt eine Draufsicht dar.
Auf der Platte 1 des Aleßtisches befindet sich eine an sich bekannte Projektionseinrichtung, bei der ein auf der Zeichnung nicht dargestellter bekannter Filmtransportmechanismus den Film von der Abwickelrolle 2 über die Transportwalze 3 zur Aufwickelrolle 4 führt. Eine normale Projektionseinrichtung, bestehend aus Spiegel 5 und Lampe 6, Kondensor 7, Bildfenster 8, Objektiv 9, projiziert das Filmbild über die Spiegel 10, 11 und 12 von unten her auf die Mattscheibe 13 des Meßtisches. Alit dem Transportmechanismus des Films ist, beispielsweise über ein Zahnrad auf der Welle der Transportrolle 3, der Antriebsmechanismus für die beiden Aufzeichnungsbänder 14 und 15 gekoppelt. Das Übersetzungsverhältnis zwischen Filmantriebsmechanismus und Transportmechanismus dieser Bänder kann in beliebiger Weise variiert werden, auf alle Fälle vollzieht sich der Transport der Aufzeichnungsbänder in bestimmter Relation zum Filmtransport und damit in gleicher Relation zur Aufnahmefrequenz des Films und hiermit wiederum zur Zeit.
Über der Mattscheibe befindet sich die Meßeinrichtung, die aus einem Meßrahmen 16 besteht, der parallel zu sich selbst über die ganze Mattscheibe verschiebbar gelagert ist. Im Mittelpunkt des Meßrahmens 16 befindet sich die Meßmarke 17, die während des Ablaufs des Films durch geeignete Handgriffe, die auf der Abbildung nicht dargestellt sind, von dem Beobachter ständig mit dem interessierenden Punkt in Deckung gehalten wird.
Der Meßrahmen 16 ist in Richtung der y-Achse in einem zweiten Rahmen 18 beweglich gelagert.
Der Rahmen 18 ist in Richtung der X-Achse in den Führungen 19 und 20 beweglich gelagert. So ist es möglich, die Meßmarke in jeder Richtung über der Mattscheibe zu bewegen.
Ein mit dem Meß rahmen 18 fest verbundener Anzeigemechanismus 21 bewegt sich demnach nur in Richtung der X-Achse, während ein auf dem Meßtisch in der Lagerung 22 beweglich gelagerter Anzeigemechanismus 23, der seinerseits auf dem Meßrahmen 16 gleitet, sich nur in Richtung der F-Achse bewegen kann. Jede Bewegung des Meßrahmens 16 wird nunmehr, aufgegliedert in die beiden Komponenten X und Y, auf den Meßbändern 14 und 15 in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen. Die Ausführung der Anzeigemechanismen 21 und 23 kann hierbei in einer beliebigen, an sich bekannten Art erfolgen. Die Aufzeichnung kann mechanisch durch Schreibstift auf normalem Papier, durch Stichel auf Wachspapier oder durch optische Mittel (Lichtpunkt) auf photographischem Papier o. dgl. erfolgen.
Zweckmäßigerweise wird eine weitere Meßeinrichtung 24 auf dem Meßrahmen 16 befestigt, die auf einem feststehenden Registrierblatt die reine Bewegungskurve aufzeichnet.
Eine entsprechend gewählte Anordnung, die entweder nach jedem Bild oder nach einer bestimmten Anzahl von Bildern eine Markierung auf der Bewegungskurve vornimmt, ermöglicht schon einen Überblick über den Geschwindigkeitsverlauf. Durch die zusätzliche Anwendung bekannter Differentiationsvorrichtungen wird es möglich, die Ableitungen der registrierten Kurven nach der Zeit aufzuzeichnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    1. Auswerteverfahren für Kinomeßfilme, dadurch gekennzeichnet, daß ein Laufbild des Films entworfen und auf diesem der auszumessende Bildpunkt mit einer Meßmarke kontinuierlich verfolgt wird, wobei die Meßmarke mit einem Gerät verbunden ist, das ihre Bewegung in die beiden Komponenten in Richtung der X- und F-Achse aufteilt und diese auf Registrierstreifen in Abhängigkeit von der Zeit aufzeichnet.
    2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Registrierstreifens mit dem Filmtransport gekuppelt ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch an sich bekannte Differentiationsgetriebe zur Aufzeichnung der Ableitungen der registrierten Kurven.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    140 6. 51
DEL89A 1949-10-16 1949-10-16 Auswerteverfahren fuer Kinomessfilme Expired DE806596C (de)

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DE (1) DE806596C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001825B (de) * 1953-11-14 1957-01-31 Askania Werke Ag Vorrichtung zur Bestimmung der rechtwinkligen Koordinaten einzelner Messpunkte in vorzugsweise kinematographisch aufgenommenen Messbildern
DE1152552B (de) * 1958-09-20 1963-08-08 Franz Topfer Vorrichtung zur Aufnahme von Zeit/Weg-Kurven fuer schnelle Bewegungsvorgaenge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1001825B (de) * 1953-11-14 1957-01-31 Askania Werke Ag Vorrichtung zur Bestimmung der rechtwinkligen Koordinaten einzelner Messpunkte in vorzugsweise kinematographisch aufgenommenen Messbildern
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