DE805518C - Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylamin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylamin

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DE805518C
DE805518C DEP48002A DEP0048002A DE805518C DE 805518 C DE805518 C DE 805518C DE P48002 A DEP48002 A DE P48002A DE P0048002 A DEP0048002 A DE P0048002A DE 805518 C DE805518 C DE 805518C
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DE
Germany
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dicyclohexylamine
aniline
ammonia
cyclohexylamine
reaction chamber
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Expired
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DEP48002A
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English (en)
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Dr Otto Stichnoth
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/82Purification; Separation; Stabilisation; Use of additives
    • C07C209/84Purification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylamin Pei der katalytischen H\-drierung von Anilin entsteht bekanntlich ein Gemisch aus Cyclohexylamin, Ammoniak und Dicvcloliexvlamin. Die Bildung des Dicyclohexylamins läßt sich, wie gleichfalls bekannt ist, durch Zugabe von Ammoniak weitgehend zurückdrängen. Beträgt die Ammoniakmenge z. B. das Siebenfache des zur Hydrierung gelangenden Anilins, so erhält man über goo/o Cyclohexylamin. Umgekehrt wird die Ausbeute an Dicyclohexylamin gesteigert, wenn man aus dem Gleichgewicht das Ammoniak entfernt. Die restlose Entfernung des Ammoniaks aus einem geschlossenen Hydriersystem ist aber aus technischen und wirtschaftlichen Gründen kaum möglich.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Dicyclohexy1-amin in einfacher Weise und mit ausgezeichneter Ausbeute durch katalytische Hydrierung von Anilin in der Dampfphase in einem Kreislaufverfahren erhält, wenn man die die Reaktionskammer verlassenden Dämpfe jeweils auf solche Temperaturen kühlt, daß im wesentlichen nur das Dicyclohexylamin und höchstens geringe Mengen Cyclohexylamin verflüssigt werden, und den Rest nach Entfernung eines Teils des Ammoniaks und nach Zugabe von weiterem Anilin und Wasserstoff wieder durch die Reaktionskammer leitet.
  • Man arbeitet z. B. so, daß man Anilin bei gewöhnlichem oder mäßig erhöhtem Druck bei 25o° in einem Wasserstoffstrom verdampft und das Gemisch bei 16o° durch eine Reaktionskammer leitet, die einen Nickelkatalysator enthält. Die die Reaktionskammer verlassenden Dämpfe werden nun z. B. auf 45° gekühlt; dabei kondensiert sich ein Gemisch, das aus etwa 88#/o Dicyclohexylamin, etwa i i % Cyclohexylamin und etwas Cyclohexanol besteht. Aus den bei 45° nicht kondensierten Anteilen zweigt man einen Teil, z. B. '/lo, als Abgas ab; zur Vermeidung von Verlusten an wertvollen Verbindungen leitet man dieses Abgas zweckmäßig durch einen Kühler und führt das hierbei abgeschiedene Cyclohexylamin wieder dem Kreislauf zu, indem man es z. B. dem zu verdampfenden Anilin zusetzt. Die Hauptmenge der bei 45° nicht kondensierten gasförmigen Anteile wird unmittelbar in den Anilinverdampfer und von dort, unter Ergänzung des verbrauchten Wasserstoffs und nach Aufnahme von Anilindampf, wieder in die Reaktionskammer geleitet. Man kann aber auch so verfahren, daß man die durch Kühlen auf 45° von Dicyclohexylamin befreiten Reaktionsgase in ihrer Gesamtheit zunächst auf gewöhnliche oder eine tiefere Temperatur kühlt und dann erst einen Teil der nicht kondensierten Gase abzweigt und ableitet, worauf man die Hauptmenge der Gase mit frischem Wasserstoff ergänzt, während man das gesamte, im wesentlichen aus Cyclohexylamin bestehende Restkondensat dem Anilinverdampfer zuführt.
  • Es ist überraschend, daß das Verfahren in so einfacher Weise hohe Ausbeuten an Dicyclohexylamin liefert, obgleich im Kreislauf erhebliche Mengen Ammoniak mitgeführt werden, von dem jeweils nur ein geringer Prozentsatz mit den abgezweigten Gasen entfernt wird.
  • Das auf die. geschilderte Weise leicht zugängliche Dicyclohexylamin ist bekanntlich ein wertvolles Zwischenprodukt, insbesondere für Kunststoffe, Weichmacher und Textilhilfsmittel. Beispiel Man verdampft in einem durch eine Pumpe bewegten Kreisgasstrom von stündlich 4251 Wasserstoff stündlich 15 g Anilin und schickt das Gasgemisch durch einen Kontaktofen, der mit sieben Teilen eines auf Bimsstein mit Wasserglas aufgetragenen Nickelkatalysators gefüllt ist. Der den Ofen verlassende Gasstrom wird auf 45° abgekühlt, wobei sich ein Produkt kondensiert, das zu 880/0 aus Dicyclohexylamin besteht. Zur Abtrennung eines Teils des abgespaltenen Ammoniaks werden stündlich 5o 1 des bei 45° gasförmig gebliebenen Gemisches durch einen mit Wasser von 2o° gekühlten Kühler abgeleitet. Das im Kühler gebildete Kondensat wird über einen Syphon dem Anilinverdampfer wieder zugeführt; im Kreisgas stellt sich schließlich eine Ammoniakkonzentration von 4% ein. Man erhält auf diese Weise aus 3309 Anilin 300g eines Rohproduktes, das aus 88% Dicyclohexylamin, i i % Cyclohexylamin und etwa i % Cyclohexanol besteht.
  • Kühlt man den den Ofen verlassenden Gasstrom nur auf 7o° statt auf 45°, so erhält man stündlich aus 345 g Anilin 310 g eines Rohproduktes, das aus 95% Dicyclohexylamin, 4% Cyclohexylamin und i % Anilin und Cyclohexanol besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylamin durch katalytische Hydrierung von Anilin in der Dampfphase im Kreislaufverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die die Reaktionskammer verlassenden Dämpfe jeweils auf solche Temperaturen kühlt, daß im wesentlichen nur das Dicyclohexylamin und höchstens geringe Mengen Cyclohexylamin verflüssigt werden und den Rest nach Entfernung eines Teils des Ammoniaks und nach Zugabe von weiterem Anilin und Wasserstoff jeweils wieder durch die Reaktionskammer leitet.
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